Themen finden für Poetry Slam: 100 x Themen die brennen

Themen finden für Poetry Slam (+100 Beispiele mit Sätzen):


Leer wie ein Kühlschrank nach einer Trennung.

Du sitzt da.



Notizbuch offen. Stift in der Hand. Und nichts.

Absolut. Nichts.


  • Vielleicht bist du schon eine Stunde so. 
  • Vielleicht drei.
  • Vielleicht schaust du seit dreißig Minuten aus dem Fenster und zählst Tauben, weil das irgendwie kreativer wirkt als zugeben, dass du keine einzige verdammte Idee hast.



Person zählt Tauben auf dem Dach gegenüber. Notizbuch
daneben: leer. Die Tauben schauen zurück mit milder Missbilligung. Themen finden

Person zählt Tauben auf dem Dach gegenüber. Notizbuch daneben: leer. Die Tauben schauen zurück mit milder Missbilligung. Themen finden

Du willst auf die Bühne.

Du willst etwas sagen.

Du willst, dass die Leute aufhören, auf ihre Handys zu starren, und für genau diese drei Minuten atmen, weil du gerade sprichst.

Aber wovon?

Das ist die Frage, die dich fressen wird. Die nachts neben dir liegt. Die beim Frühstück dazwischen sitzt. Die dich beim Duschen anstarrt.


Kapitel 1: Warum du keine Themen findest – und es nicht deine Schuld ist


Joaquin Phoenix hat in einem Interview mal gesagt – sinngemäß – dass er Rollen nicht spielt, die er versteht. Nur die, die ihn verstören.


Körperliche und emotionale Vorbereitung, Schmerz als Material beim Joker


Der Mann hat sich für die Joker-Rolle 23 Kilo abgehungert.

Nicht weil er musste.

Sondern weil er wusste: Der Schmerz ist das Material.

Du sitzt da und suchst nach Themen wie jemand, der im Supermarkt nach einem Gericht sucht, das er noch nie gegessen hat.


Du weißt nicht, was du willst. Also nimmst du das Sichere. 


Das Bekannte. 


Das Langweilige.


  • „Ich schreibe über Liebe."
  • „Ich schreibe über Heimweh."
  • „Ich schreibe über das Meer."

Das Meer.

Heilige Scheiße.


Weißt du, wie viele Texte über das Meer es gibt?


Das Meer ertrinkt selbst in Poetry-Slam-Texten. 



Das Meer ist erschöpft. Wellen schlaff. Themen finden

Das Meer ist erschöpft. Wellen schlaff. Themen finden


Das Meer hat PTBS von all den Slammern, die es als Metapher missbraucht haben.

  • Das Problem ist nicht, dass du keine Themen hast.
  • Das Problem ist, dass du die falschen Orte suchst.

Du suchst nach großen, würdevollen, bedeutsamen Themen.

Krieg. Umwelt. Liebe. Tod.

Als ob Poetry Slam ein Abituraufsatz wäre.



Beispielvideo: Alltag als Thema, persönlich und spezifisch


Als ob das Publikum käme, um zu lernen.

  • Es kommt nicht zum Lernen.
  • Es kommt, um zu fühlen.

Und Gefühle wohnen nicht in großen abstrakten Begriffen.

Sie wohnen im Detail.

Im Geruch deiner Küche um drei Uhr morgens.

Im Ton deiner Mutter, wenn sie deinen Namen sagt und du weißt, dass Ärger kommt.

Im Geräusch, das eine leere Wohnung macht, wenn du zum ersten Mal alleine einziehst.


Das sind deine Themen.



Nicht die Themen, die du für würdig hältst.

Die Themen, die dich nicht loslassen.


Dein Link-Kompass
Wonach brennt’s heute?

Hier liegen 345 Beiträge über Bühne, Stimme, Texte und den ganzen schönen Wahnsinn dazwischen.

🎤Bühne & Performance37

Präsenz, Körper, Ausstrahlung – alles, was passiert, sobald du oben stehst.

Achtung: Gift für deinen Auftritt!Bewegung auf der Bühne: Stehen, gehen oder erstarren?Bühnenpräsenz Übungen: Dein Weg zur unwiderstehlichen Ausstrahlung
Charisma ist keine Gabe. Es ist Kontrolle über deine Wirkung.Dein erster Slam: Die 8 Dinge, die NIEMAND dir sagtDein Flow beim Poetry Slam- So kannst unendlich sprechenEine felsenfeste Präsenz während deines Poetry-SlamsHände hoch – und keiner hört zu: Die Gestik-Falle auf der BühneImprovisieren, wenn’s schiefgeht: Souverän aus dem ChaosJim Carrey und die Sprache der Gesichter – ein Slam ohne WorteKörperspannung: Der unsichtbare Muskel, der deinen Poetry Slam rettetMimik einsetzen: Dein Gesicht erzählt mitOlaf Schubert ist eine Kunstfigur & warum du auch einen Olaf Schubert brauchstOnline-Slams: Poetry Slam im PixelkäfigPerformance Poetry – Hör mit dem Herz, nicht mit den AugenPoetry Slam für Anfänger: Der Moment, in dem dich die Bühne verschlingtPoetry Slam in Zeitlupe – Wie Gelassenheit deine Bühne rettetPoetry Slam Persona entwickeln: Warum du nicht länger warten darfst, bis weißer Rauch steigt – erschaffe deine Bühnenfigur, die stärker ist als deine Zweifel.Publikum aktivieren, ohne Fremdscham auszulösenPublikumsansprache im Poetry Slam: Der Moment, in dem dein Text plötzlich lebtRequisiten im Slam: Erlaubt, verboten, überflüssig?Selbstsicher auftreten: Wie du die Bühne betrittst und der Raum dir gehörtSlam Poetry lernen: Von der stillen Maus zum Bühnen-MonsterVom Gedanken zur Bühne: Meisterhafter Fokus beim Poetry SlamWie du stehst, bevor du sprichst: Haltung als erste Botschaft20 Fallen, die dir dein Bühnen-Genick brechen11 Bewegungen, die dich nervös aussehen lassen13 Dinge, die Profis auf der Bühne anders machen12 Sätze, die du auf der Bühne nie sagen solltest15 Gründe, warum dein Publikum nichts für dich tut30 Fehler, die dich auf der Bühne als Anfänger entlarven17 Wege, ein langweiliger Slammer zu sein, den keiner bucht5 Minuten Text, 50 Entscheidungen: Ein Auftritt in Zeitlupe21 kleine Gesten, die dein Publikum sofort auf deine Seite ziehenDie 27 Gesetze der BühnenwirkungDie 10 Gebote für Slam-Anfänger, die keiner aufschreibtDie einzige Strategie, die auf der Bühne immer funktioniert
✍️Schreiben & Textaufbau50

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Alte Texte retten: Von der Schublade zurück auf die BühneAuthentisch schreiben – So wirst du zum Poetry SlamerDas Gepäck, das du nicht brauchst: 7 Sorten Ballast, die jeder Text mitschleppt
Dein Repertoire: Welche Texte du immer dabeihaben solltestDein Text ist zu klug – und genau deshalb langweiligDer Perspektivtext: Schreib aus der Sicht von jemand anderemDer rote Faden mit Twist: Wenn dein Ende alles umdrehtDialog im Slam-Text: Zwei Stimmen, ein AuftrittDie 7 Todsünden des Slam-TextsDie ersten 10 Sekunden: Pack sie, bevor sie blinzelnDie geilste Struktur im Poetry Slam, die jeden Zuschauer weiche Knie machen wird.Die Koala-Methode: Warum dein Poetry Slam authentisch stinken mussDie letzte Zeile: Der Satz, der über alles entscheidetDu vs. Ich: Welche Perspektive trifft härter? – Die Macht der Erzählstimme im Poetry SlamEin Bahnsteig, drei Texte [wie ein Stoff drei Formate trägt]Freestyle Poesie: Techniken und Bühnentipps 2025Freestyle Poetry Slam: Wenn dein Kopf schneller brennt als dein Blatt PapierGeschichten schreiben: Wie du aus einem Gedanken einen Text machst, der niemanden kaltlässtHandschrift oder Laptop: Womit du wirklich besser schreibstKill your Darlings: Streich dich zum KillertextLaut lesen: Der einzige Test, der die Wahrheit sagtLyrik schreiben ist kein Gefühl. Es ist ein Schlag ins Gesicht.Poetry Slam Texte Beispiele: 7 Bühnenstücke, die dein Publikum sofort packenRecherche für Slam-Texte: Wenn Fakten deine Zeilen schärfenRoter Faden oder Chaos? Warum dein bester Poetry Slam beides brauchtSchreiben lernen mit Poetry SlamSchreibretreat: Ein Wochenende nur du und der TextSchreibroutinen: Disziplin schlägt Inspiration – auch auf der BühneStrophenaufbau im Poetry Slam: So bekommt dein Text Rhythmus statt ChaosTestpublikum: Wem du deinen Text zuerst vorlesen solltestTextarchiv anlegen: Ordnung im kreativen ChaosTitel finden, die neugierig machen statt zu erklärenÜberarbeiten: Warum die zweite Fassung über alles entscheidetWarum dein Text nicht zündet – und keiner es dir sagtWie aus einer Verspätung mein bester Text wurde [Werkstattbericht in 4 Fassungen]Wie du wunderschöne Poetry Texte schreibst, um andere zu begeistern43 Schreibtricks für Slam-Texte – ernsthaft18 Übergänge, die deinen Text zusammenhalten10 Gebote für erste Sätze, die keiner überhört7 Textformate, die auf jeder Bühne funktionieren12 Wege, einen Text in 20 Minuten fertig zu kriegen11 Hacks von Helmut Schmidt zum Stehgreif Poetry Meister60 Wörter, die deinen Slam-Text vergiften – mit Gegengift14 Fragen, die deinen Text besser machen als jedes Feedback111 Zeilenanfänge für Tage, an denen dir nichts einfällt [+ Vorlage]Die 15 Gebote des Erzählens auf der BühneDie einzigen 5 Regeln, die ein Slam-Text wirklich brauchtDie 1435 Millimeter: Die Spurweite, auf der jeder gute Text fährtLebendig schreiben: die Oberleitung, aus der dein Text Strom ziehtSlam Text beenden: der Bremsweg, auf dem deine letzte Zeile trifft
🧠Mindset & mentale Stärke40

Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.

Alleine denken lernen – oder du denkst gar nichtComeback: Zurück auf die Bühne nach langer PauseDas ist es, was ich will.
Dein inneres Publikum: Die Stimme im Kopf, die dich klein machtDer Tag danach: Warum das Hoch nach dem Auftritt so tief fälltDie magische Kraft des mentalen Trainings im Poetry Slam!Ein Manifest fürs LebenEs ist alles in dir – Warum du aufhören musst zu suchenFehler machen ist Pflicht – warum dein Poetry Slam sonst nur ein Staubkorn bleibtGeduld mit dir selbst: Warum dein zehnter Text besser istKomfortzone verlassen – Warum dein Poetry Slam erst brennt, wenn du dich verbrennstKommentare, Kritik und Hate: Was du liest und was nichtLeben genießen? Dann schreib, als gäb’s kein PublikumMeine 5 dümmsten Slam-FehlerMut statt Talent: Warum sich trauen mehr zählt als BegabungNach der Bühne bist du du: Rollen ablegen statt verschmelzenPause vom Slam: Wenn du eine Weile nicht mehr willstPerfektionismus loslassen: Gut genug schlägt nie fertigPersönlichkeitsentwicklung auf 180Resilienz trainieren: Werde unkaputtbarSchlechte Wertung einstecken: 4,5 sind kein Urteil über dichSelbstbewusstsein für Mutige: Dieser Beitrag ist nichts für WeicheierSelbstbild zerlegt: Wie du auf der Slam-Bühne endlich echt wirstSelbstwert im Poetry Slam: Warum deine Haltung lauter ist als jeder ApplausSelbstzweifel? Das ist kein Hindernis – das ist der Rohstoff deines Texts.Späteinsteiger: Mit vierzig zum ersten Mal ans MikroUmgang mit Applaus-Sucht: Wenn Bestätigung zur Droge wirdVergangenheit loslassen – dein Poetry Slam verdient GegenwartVergleich mit anderen Slammern: Das schnellste GiftVerletzlichkeit zeigen: Warum echte Schwäche deine Stärke istWarum die meisten Slammer nie über den dritten Platz hinauskommenWarum ich mich als Poetry Slamer nicht schämeWarum Poetry Slam dein bequemes Leben sprengt – und genau das brauchstWarum Poetry Slam deine Persönlichkeit zerstörtWas du von „Man lernt nie aus“ lernen kannst fürs Poetry SlamZiele setzen fürs Slam-Jahr: Zwölf Monate, ein PlanDas Gesetz der 100 AuftritteDie 3 Phasen vom Zittern zur SouveränitätDas Manifest des BühnenmenschenBist du bereit, den Preis zu zahlen? Ein Text für Bühnenträumer
🏆Wettbewerb, Regeln & Szene33

Anmeldung, Zeitlimit, Jury, Finalrunde – wie der Laden läuft.

Der eine Fehler, der dich jede Wertung kostetDer Weg zum Landesfinale: Wettbewerbe strategisch nutzenDie bittere Wahrheit über Poetry Slam, die dir keiner verrät
Die größten Veranstaltungsorte in Deutschland, Schweiz und Österreich fürs Poetry Slam.Die Slam-Szene hat ein Problem – und alle schauen wegEinen eigenen Slam veranstalten: Von der Idee zur ersten AusgabeFeedback geben, ohne zu verletzen: Der gute Umgang untereinanderGruppendynamik beim Poetry Slam: Warum die Bühne nie nur dir gehörtHör auf, Slam-Workshops zu buchen [5 Gründe]Kooperationen: Duo, Kollektiv oder Solo?Lesebühne statt Slam: Ohne Wettbewerb auf die BühneMeet5 Erfahrungen: ehrlicher Test, Kosten & TippsMeet5 erklärt: So findest du deine Slam-Crew für Bühne, Texte und unvergessene AbendeNeid in der Szene: Der Blick auf die Bühne der anderenOffene Liste Poetry Slam: So kommst du ohne Kontakte auf die BühneOpen Mic: Der Einstieg, bei dem dich niemand bewertetPoetry Slam Anmeldung 2025 – Dein Start auf die Bühne ohne UmwegePoetry-Slam-Moderator sein heißt führen, nicht labernSchreibgruppe gründen: Zusammen ist der Text besserScience Slam: Wissen mit PointeSlam-Formate erklärt: Von Team-Slam bis Dead-or-AliveSpoken Word vs. Poetry Slam: Wo verläuft die Grenze?Straßenpoesie: Wenn deine Bühne einfach der Gehweg istU20-Slam: Sehr jung, sehr laut, sehr gutWarum du ohne Netzwerk auf der Bühne und im Leben verlierst.Was du auf die zweite Bühne mitnimmstWie eine Slam-Jury tickt: Die Punkte hinter den PunktenWie funktioniert ein Poetry Slam Wettbewerb?Zukunft im Poetry Slam: Sieben Entwicklungen, die unsere Texte härter treffen1 oder 8? Wie deine Auftrittsreihenfolge zählt9 Dinge, die Slammer 2027 nicht mehr machen sollten6 Minuten, kein Wort zu viel: Dein Text gegen die Uhr7 Arten von Slammern – welcher bist du?
🚀Sichtbarkeit, Business & Karriere26

Aus Auftritten wird ein Name. Und irgendwann ein Einkommen.

Auf Tour gehen: Wie du über deine Stadt hinauswächstDein Text ist tot – bis Social Media ihn wiederbelebt.Deine Bühnen-Community: Wie du dein Publikum treu machst

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der hier fehlt.


Der Moment, in dem Gillian Anderson nicht mehr Gillian Anderson war

Gillian Anderson – bekannt aus The X-Files, bekannt aus Sex Education, bekannt dafür, dass sie auf der Bühne und vor der Kamera einen Raum füllt wie ein Waldbrand – hat einmal erzählt, wie sie sich auf schwierige Rollen vorbereitet.



Sie sucht nicht nach der Figur.

Sie sucht nach dem Schmerz, den sie mit der Figur teilt.



„Wenn ich die Verbindung nicht fühle," sagte sie sinngemäß, „gibt es keine Performance. Nur Schauspielerei."

Das klingt simpel.

Das ist revolutionär.

Du suchst nach Themen wie nach einer externen Ressource. Als ob Themen irgendwo da draußen wären. Als ob du sie finden, einsammeln, sortieren musst.

Dabei sind sie in dir.

Vergrabene.

Abgeschlossene.

Mit einem kleinen Schild:


Holzschublade halb offen, goldenes Licht strömt heraus.
Drin: ungesendeter Brief, Foto umgedreht

Holzschublade halb offen, goldenes Licht strömt heraus. Drin: ungesendeter Brief, Foto umgedreht


Bitte nicht öffnen.


Die Themen, die du vermeidest – weil sie zu peinlich sind, zu persönlich, zu roh – das sind genau die, die brennen.

Und brennende Texte.

Die werden nicht vergessen.


Warum dein Alltag das brutalste Themenarchiv der Welt ist

Aus einem Alltagsmoment eine Geschichte machen — der Schritt, der nach dem Themenfinden kommt.

Timothée Chalamet – der Typ, der in Call Me By Your Name  eine Pfirsichszene gespielt hat, die das Kino kollektiv hat schweigen lassen – hat in einem Interview gesagt, er führe seit Jahren Tagebuch. Nicht um schöne Sätze zu schreiben.

Sondern um festzuhalten, was ihn tagsüber getroffen hat.

Nicht die großen Ereignisse.

Die kleinen.

Das Gespräch mit dem Taxifahrer, der sagte:

„Ich fahre seit 20 Jahren Taxi. Ich wollte eigentlich Architekt werden."

Der Moment im Supermarkt, als er sah, wie eine alte Frau eine Packung Kekse zurückstellte – nicht weil sie zu teuer waren. Sondern weil sie alleine lebte und eine ganze Packung nicht aufessen würde.


Supermarkt. Alte Frau stellt Kekspackung zurück –
nicht weil zu teuer, sondern weil sie alleine lebt. Themen finden

Supermarkt. Alte Frau stellt Kekspackung zurück – nicht weil zu teuer, sondern weil sie alleine lebt. Themen finden



Das ist dein Material.

  • Nicht Shakespeare.
  • Nicht Camus.
  • Der Taxifahrer.
  • Die Kekse.



Dein Alltag ist vollgestopft mit Geschichten, die niemand erzählt, weil alle denken, sie sind nicht bedeutsam genug.

Und genau deshalb sind sie bedeutsam.

Weil sie wahr sind.

Weil sie jeder kennt.

Weil das Publikum sitzt und denkt: Ich habe das auch erlebt. Ich habe nie drüber geredet. Und der Typ da oben spricht gerade aus, was ich seit Jahren in mir trage.

Das ist Slam.

Nicht die Wahrheit sagen.

Sondern die Wahrheit sagen, die sich andere nicht trauen.


Die Geschichte von Ryan Gosling und dem Satz, den er nicht vergessen konnte



Ryan Gosling – ja, der aus Drive, der aus La La Land, der, den alle Frauen mögen und alle Männer heimlich auch – hat mal erzählt, wie er für Blue Valentine  vorging.



Er zog für Wochen mit Michelle Williams in das Haus zusammen, in dem ihr fiktives Paar lebte.

Sie lebten als Paar.

Kauften gemeinsam ein. Stritten. Aßen zusammen.

Und dann, kurz vor Drehbeginn, gab Regisseur Derek Cianfrance ihm eine Aufgabe:

„Schreib einen Brief an deine Figur. Nicht über sie. An sie."

Gosling saß tagelang damit.

Und was er schrieb – was er selbst später als „das Schmutzigste, Ehrlichste, das ich je geschrieben habe" beschrieb – das kam nicht aus dem Drehbuch.

Es kam aus einer Schublade in ihm, die er normalerweise nicht öffnet.

Und aus diesem Brief entstand seine gesamte Performance.

Jedes Zögern. Jede Stille. Jedes Lächeln, das gleichzeitig Liebe und Niederlage war.

Das ist die Schmutzige Schublade.


Tagebuch führen, kleine Momente festhalten


Was die Schmutzige Schublade ist


Jeder Mensch hat eine.

Auch du.

Es ist die mentale Schublade, in die du alles gesteckt hast, was du nicht verarbeiten konntest. Was zu groß war. Was zu peinlich war. Was dir zu viel Scham gebracht hätte.



Da drin liegt:

  • Der Abend, an dem du von deinen Eltern enttäuscht wurdest – so tief, dass du nie drüber geredet hast.
  • Das Gefühl, als du das erste Mal gemerkt hast, dass du für jemanden nicht genug bist.
  • Der Moment, in dem du jemanden verletzt hast – absichtlich – und dich gut dabei gefühlt hast. Auch wenn du das niemals zugeben würdest.
  • Die Nacht, in der du dir gewünscht hast, dass du jemand anderes wärst. Jemand komplett anderes. Nicht verbesserter du. Neue Person. Neues Leben. Neues Alles.
  • Der Tag, an dem du dich so alleine gefühlt hast, dass du mit dir selbst geredet hast. Laut. Und es normal fand.


Das ist deine Schublade.

Und sie ist vollgestopft mit Themen.



Wie du die Schmutzige Schublade öffnest – Step by Step mit Beispielen, die wehtun


Vintage-Lernposter: Schritt 1 (Frage stellen ) / Schritt 2
(5 Min. schreiben) / Schritt 3 (Kern destillieren). Mit Stoppuhren. Themen finden

Vintage-Lernposter: Schritt 1 (Frage stellen ) / Schritt 2 (5 Min. schreiben) / Schritt 3 (Kern destillieren). Mit Stoppuhren. Themen finden


Schritt 1: Die Frage stellen


Setz dich hin. Keine Ablenkung. Kein Handy. Kein Spotify. Nichts.

Stell dir eine dieser Fragen:

„Was ist das Peinlichste, was ich je getan habe – und nie jemandem erzählt habe?"
„Welche Person in meinem Leben hat mich am meisten enttäuscht – und warum rede ich immer noch mit ihr, als wäre alles okay?"
„Was ist das Gefühl, das mich am häufigsten überfällt – und das ich sofort versuche wegzudrücken?"
„Welchen Gedanken denke ich regelmäßig und schäme mich danach dafür?"

Nicht alle auf einmal.

Eine Frage.

Und dann: Schreib.



Schritt 2: Fünf Minuten schreiben ohne aufzuhören

Nicht nachdenken.

Nicht editieren.

Nicht rückwärts lesen.

Einfach schreiben.

Was auch immer kommt. Wie es kommt. In welcher Sprache auch immer.

Beispiel:

Frage: „Was ist das Gefühl, das mich am häufigsten überfällt?"


Rohe Antwort: „Ich glaube, ich bin nicht so gut wie alle denken. Ich tue so, als hätte ich alles im Griff aber eigentlich bin ich jeden Tag kurz davor zusammenzubrechen. Auf der Arbeit nicke ich und sage ja und alles okay aber nachts lieg ich wach und denke: Wann merken die, dass ich ein Hochstapler bin. Dass ich keine Ahnung hab. Dass ich einfach gut darin bin, so zu tun als ob."

Das ist nicht literarisch.

Das ist nicht slam-tauglich.

Das ist Gold.



Schritt 3: Den Kern destillieren


Jetzt schaust du auf das, was du geschrieben hast – und suchst nach dem einen Satz, der am meisten weh tut.

Aus dem obigen Beispiel: „Ich bin einfach gut darin, so zu tun als ob."

Das ist dein Kern.

Das ist dein Kompass.

Und jetzt baust du um diesen Satz herum einen ganzen Text.

Nicht als Erklärung.

Als Reise.



Die 7 Quellen, die niemand dir zeigt

Weiter unten stehen hundert Themen für deinen nächsten Text. Keins davon ist harmlos, und das ist Absicht.

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Jetzt wird's konkret.

Sehr konkret.


Verletzlichkeit als Stärke, Scham als Thema


Quelle 1: Das Gespräch, das du nicht führen konntest


Jeder hat so ein Gespräch.

Das Gespräch, das nicht stattgefunden hat. Das du dir vorgestellt hast. Das du geübt hast. Das nie kam.

  • Mit dem Vater, der gestorben ist, bevor du ihm was sagen konntest.
  • Mit der Mutter, der du nicht erklären konntest, wie es dir wirklich geht.
  • Mit dem Ex, bei dem du weißt – wenn du noch mal könnstest – würdest du etwas anderes sagen.


Schreib dieses Gespräch.

Nicht schöngemacht. Nicht diplomatisch. So, wie es sein sollte.

Das ist ein Thema.

Das ist dein Text.




Quelle 2: Der Tag, an dem du dich verändert hast – ohne es zu merken


Irgendwann zwischen gestern und heute bist du eine andere Person geworden.

Nicht dramatisch. Nicht mit Trommelwirbel.

Einfach so.

Der Tag, an dem du aufgehört hast, bestimmte Dinge zu glauben.

Der Abend, an dem du gemerkt hast, dass du jetzt der Erwachsene bist – und immer noch nicht weißt, wie das geht.

Der Morgen, an dem du aufgewacht bist und gedacht hast: Ich kenne diese Person im Spiegel nicht mehr.

Finde diesen Moment.

Schreib ihn auf.



Quelle 3: Die Lüge, die du für wahr gehalten hast



Nicht die Lügen anderer.

Deine eigenen.

  • „Ich bin stark."
  • „Mir geht's gut."
  • „Ich brauche das nicht."
  • „Ich bin darüber hinweg."

Eine dieser Lügen – die eine, die du dir am längsten erzählt hast – das ist dein Thema.

Wann hast du angefangen, sie zu glauben?

Wann hast du gemerkt, dass sie eine Lüge war?

Was hat diese Erkenntnis mit dir gemacht?



Quelle 4: Der Vergleich, der dich zerfrisst



Du vergleichst dich.

Ständig.

Mit wem?

Mit was?

Und was erzählt dir dieser Vergleich über dich?

Nicht über die andere Person.

Über dich.

„Ich vergleiche mich immer mit Leuten, die keine Angst zu haben scheinen. Und ich frage mich: War ich mal so? Oder war ich das nie? Bin ich einfach kaputt? Oder ist jeder so – und die spielen das nur besser?"

Das ist ein Text.



Quelle 5: Das, was du niemals nochmal erleben willst



Scham als Quelle, der Wunsch der sich schämt


Was willst du nie nochmal fühlen?

Den Moment der Ablehnung. Die Nacht der Einsamkeit. Die Demütigung. Der Kontrollverlust.

Warum willst du es nie nochmal erleben?

Was hat es mit dir gemacht?

Was hat es dir gezeigt?

Und – am wichtigsten – was hat es in dir gelassen?



Quelle 6: Das, was du immer noch nicht verstehst



Was verstehst du nicht?

An dir. An anderen. An der Welt.

Was hat dir noch niemand erklärt – und vielleicht gibt es keine Erklärung?

„Ich versteh nicht, wie man gleichzeitig jemanden lieben und verletzen kann. Ich hab das erfahren. Ich hab das getan. Ich versteh es immer noch nicht. Ich glaube, ich werd's nie verstehen. Und das macht mir mehr Angst als das Verletzen selbst."



Quelle 7: Der Wunsch, der sich schämt



Was wünschst du dir – aber gestehst es dir selbst nicht ein?

Nicht die anständigen Wünsche.

Die anderen.

„Ich will, dass mir jemand sagt, dass ich gut bin. Nicht gut darin, etwas zu tun. Einfach gut. Als Person. Gut genug. Nur das."

Das ist ein Text.

Das ist ein Thema.

Das ist das Publikum, das sitzt und atmet und zum ersten Mal in langer Zeit nicht alleine ist.


Interne Ressourcen, die dir weiterhelfen


Wenn du jetzt merkst, dass das Schreiben anfängt zu laufen – gut.

Aber das Schreiben ist nur ein Teil.

Hier findest du mehr:

  • Wenn du die Schreibblockade überwinden  willst – da geht's um Routinen, die wirklich funktionieren.
  • Wenn du wissen willst, wie du Freestyle Poetry Slam  meisterst – also ohne fertigen Text auf die Bühne gehst.
  • Wenn du an deiner Bühnenpräsenz  arbeiten willst – weil ein gutes Thema auf einer Bühne mit zitternden Knien nichts nützt.
  • Wenn dich interessiert, warum Poetry Slam  dich als Person verändern kann – tiefer als jeder Therapieversuch, der 80 Euro die Stunde kostet.
  • Und wenn du lernen willst, souverän zu sprechen – damit dein Text nicht nur gut ist, sondern auch gut klingt.


Kapitel X: 100 Themen für deinen nächsten Poetry Slam – und warum keiner davon harmlos ist


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Kein Wohlfühlkalender.

Keine „schreib über den Sonnenuntergang"-Liste.



Jeder dieser 100 Vorschläge ist eine geladene Waffe.


Vintage-Bibliothekskatalog-Poster: Karteikasten mit
Schubladen, jede beschriftet mit einer Kategorie. Eine Schublade offen, goldenes Licht
und Schriftrollen quellen heraus. Themen finden

Vintage-Bibliothekskatalog-Poster: Karteikasten mit Schubladen, jede beschriftet mit einer Kategorie. Eine Schublade offen, goldenes Licht und Schriftrollen quellen heraus. Themen finden


Du entscheidest, worauf du zielst.


Menschen & Beziehungen


1. Der Mensch, der dich am meisten geprägt hat – ohne es zu wissen.

„Sie hat nie gewusst, was sie mit mir gemacht hat. Ich hab's ihr nie gesagt. Sie lebt irgendwo. Ich trag sie täglich mit mir. Das ist eine seltsame Form von Beziehung."

2. Die Freundschaft, die still gestorben ist.

„Wir haben uns nicht gestritten. Wir haben aufgehört zu schreiben. Irgendwann war die letzte Nachricht zu alt. Jetzt sind wir Fremde mit gemeinsamen Erinnerungen."

3. Dein Verhältnis zu Menschen, die immer gut gelaunt sind.

„Ich misstraue Menschen, die immer lächeln. Nicht weil ich zynisch bin. Sondern weil ich weiß, was hinter Dauerlächeln steckt. Meistens Erschöpfung."

4. Der erste Mensch, dem du wirklich vertraut hast.

„Ich hab dir alles gesagt. Wirklich alles. Und du hast nichts damit gemacht. Einfach gehalten. Ich wusste nicht, dass das möglich ist."

5. Was du von jemandem brauchst, das du nie aussprichst.

„Ich will, dass du fragst. Nicht: Wie geht's? Sondern: Wie geht's dir wirklich. Mit Pause danach. Mit Zeit für die Antwort. Das frag ich dich nie. Ich wünschte, du würdest es fragen."

6. Die Person, die du liebst, obwohl sie dir schadet.

„Ich weiß, was du mit mir machst. Ich seh's. Ich fühl's. Ich bleib trotzdem. Das ist keine Liebe. Das ist Gewohnheit mit Gefühlen drüber."

7. Der Fremde, der mehr gesagt hat als dein bester Freund.

„Der Taxifahrer hat mich gefragt: Was machst du eigentlich gerne? Nicht: Was machst du beruflich. Was machst du gerne. Ich hab fünf Minuten gebraucht, um zu antworten."

8. Was du von deinen Eltern nie verstanden hast.

„Wie sie gleichzeitig die Menschen sein konnten, die mich am meisten geliebt haben – und die, die mich am meisten verletzt haben. Ich versteh es immer noch nicht. Ich glaub, ich muss es auch nicht."

9. Der Mensch, bei dem du dich am meisten verstellst.

„Bei dir bin ich nett. Immer. Ruhig. Verständnisvoll. Weil du zerbrechlich wirkst. Dabei bin ich derjenige, der zerbricht. Nur leiser."

10. Die Freundschaft, die eine Seite mehr trägt als die andere.

„Ich ruf an, wenn es mir schlecht geht. Du rufst an, wenn es dir schlecht geht. Der Unterschied: Wenn es mir gut geht, ruf ich auch an. Ich wart noch."




Körper & Gesundheit


11. Was dein Körper trägt, das du nie ausgesprochen hast.

„Meine Schultern gehen hoch, wenn jemand die Stimme hebt. Reflexartig. Ich merk's erst, wenn sie wieder runtergehen. Mein Körper erinnert sich. Auch wenn ich vergessen hab."

12. Schmerz – der physische, der psychische, der Unterschied.

„Physischer Schmerz hat eine Adresse. Der Rücken. Das Knie. Man kann draufzeigen. Psychischer Schmerz hat keine Adresse. Der ist überall. Deshalb glaubt ihm keiner."

13. Schlaflosigkeit als Lebensform.

„Drei Uhr morgens ist ehrlicher als jede Therapiestunde. Da lüg ich nicht. Da denk ich, was ich tagsüber verdränge. Drei Uhr morgens kennt mich besser als die meisten Menschen."

14. Das erste Mal, dass du gemerkt hast, dass dein Körper altert.

„Ich hab mich gebückt. Und beim Aufstehen gedacht: Oh. Das war neu. Nicht der Schmerz. Die Erkenntnis: Das wird jetzt immer dabei sein."

15. Hunger – nicht nur der physische.

„Ich bin satt. Jeden Tag. Und trotzdem hungernd. Nach etwas, das kein Essen stillt. Ich weiß nicht mal genau, wonach. Ich fress trotzdem. Aus Gewohnheit. Aus Hoffnung."

16. Was Krankheit dir über dich gelehrt hat.

„Als ich krank war, hab ich gemerkt: Ich weiß nicht, wie man sich helfen lässt. Ich hab das nie gelernt. Ich hab versucht, krank zu sein, ohne jemandem zur Last zu fallen. Das war anstrengender als die Krankheit."

17. Die Narbe, die eine Geschichte hat.

„Sie ist klein. Unscheinbar. Aber wenn mich jemand fragt, lüg ich. Ich sag: Fahrrad. Dabei war's kein Fahrrad. Dabei war's der Abend, an dem alles zu viel war."

18. Was du mit deinem Körper machst, wenn niemand zuschaut.

„Ich tanz. Alleine. In der Küche. Zu Musik, die ich niemandem zeigen würde. Ich bin schrecklich dabei. Ich fühl mich gut dabei. Diese Kombination ist selten."

19. Erschöpfung als Dauerzustand.

„Ich bin nicht müde. Müde heilt Schlaf. Ich bin erschöpft. Das ist tiefer. Das sitzt anders. Das geht nicht weg, wenn du acht Stunden schläfst. Das geht nicht weg."

20. Was du deinem Körper schuldig bist – und nie gibst.

„Ruhe. Einfach Ruhe. Nicht Urlaub. Nicht Sport. Einfach: Nichts tun. Ohne schlechtes Gewissen. Ich kann das nicht. Ich üb's noch."




Zeit & Vergänglichkeit


21. Der Moment, der zu schnell vorbei war.

„Ich wusste, während er passierte, dass er nicht bleibt. Ich hab versucht, ihn festzuhalten. Mit Fotos. Mit Gedanken. Er ist trotzdem weg. Fotos lügen. Erinnerungen auch."

22. Warten – auf was auch immer.

„Ich hab mein Leben damit verbracht, auf das Nächste zu warten. Den nächsten Job. Die nächste Beziehung. Das nächste Mal, dass es besser wird. Dabei war Jetzt die ganze Zeit da."

23. Das Jahr, das dich verändert hat.

„Von außen war nichts passiert. Kein Unfall. Kein Tod. Kein Drama. Trotzdem war ich am Ende anders. Stiller. Schwerer. Als hätte das Jahr etwas mitgenommen, ohne zu fragen."

24. Was du mit 80 bereuen wirst.

„Nicht die Fehler. Die Nicht-Entscheidungen. Die Momente, in denen ich Ja sagen wollte und Nein gesagt hab. Aus Angst. Immer aus Angst."

25. Der letzte Tag mit jemandem – den du nicht wusstest, dass er der letzte war.

„Ich hab nicht gewunken. Ich dachte: Bis bald. Es war kein Bis bald mehr. Ich winke manchmal noch. Zu spät. In die Luft. Ohne Publikum."

26. Warum du die Vergangenheit nicht loslässt.

„Weil da noch was offen ist. Ein Satz, der nie gesagt wurde. Eine Antwort, die nie kam. Loslassen heißt: akzeptieren, dass es keine Antwort mehr gibt. Das kann ich noch nicht."

27. Der Moment, in dem du gemerkt hast: Kindheit ist vorbei.

„Es war kein Geburtstag. Kein Abschluss. Es war ein ganz normaler Dienstag. Ich hab eingekauft, Rechnungen bezahlt und gedacht: Das ist es jetzt. Das ist Erwachsensein. Dieser Dienstag."

28. Was du täglich aufschiebst – und warum.

„Den Anruf bei meiner Mutter. Nicht weil ich nicht will. Sondern weil jedes Gespräch mit ihr mich einen Tag kostet. Ich lieb sie. Ich ruf morgen an. Seit drei Wochen."

29. Altern – nicht philosophisch, sondern konkret.

„Meine Knie. Mein Rücken. Die Namen, die ich vergesse. Die Musik, die ich nicht mehr kenne. Das alles zusammen – das ist Altern. Kein Weisheitsgewinn. Einfach: langsamer werden."

30. Was du mit Zeit anfängst, die wirklich dir gehört.

„Ich weiß es nicht. Das ist das Problem. Wenn niemand etwas von mir will, weiß ich nicht, was ich will. Das hab ich nie gelernt. Freie Zeit macht mir Angst."



Gesellschaft & Welt


31. Was Armut wirklich bedeutet – von innen.

„Armut ist nicht nur kein Geld haben. Armut ist: beim Schulausflug nicht mitfahren und so tun, als ob du nicht willst. Armut ist die Lüge, die du täglich erzählst, damit keiner Mitleid hat."

32. Die Lüge, die deine Generation glaubt.

„Dass alles möglich ist, wenn du nur hart genug arbeitest. Ich kenn Menschen, die sich kaputtarbeiten. Ich kenn Menschen, die nichts tun und alles haben. Die Gleichung stimmt nicht."

33. Was Medien mit deinem Kopf machen.

„Ich scroll. Ich vergleich. Ich hasse kurz. Ich scroll weiter. Das dauert dreißig Sekunden. Das wiederhol ich dreißigmal am Tag. Macht neunhundert Sekunden Selbsthass täglich. Ich kauf mir kein neues Abo."

34. Einsamkeit als gesellschaftliches Schweigen.

„Es gibt keine Schlagzeile über Einsamkeit. Keine Krisennummer, die klingelt, weil du drei Wochen niemanden berührt hast. Das ist keine Katastrophe laut Gesellschaft. Für mich schon."



Einsamkeit als gesellschaftliches Schweigen


35. Was Erfolg kostet – nicht finanziell.

„Zeit. Beziehungen. Schlaf. Den Teil von dir, der einfach nur da sein will, ohne zu leisten. Ich hab's bezahlt. Ich frag mich manchmal, ob die Rechnung stimmt."

36. Die Ungerechtigkeit, die du täglich siehst und ignorierst.

„Ich geh an ihm vorbei. Jeden Morgen. Er sitzt da. Ich schaue weg. Nicht weil ich kalt bin. Sondern weil Hinsehen bedeutet: Handeln. Und Handeln hab ich heute nicht eingeplant."

37. Was Herkunft mit Chancen macht.

„Zwei Menschen. Gleiches Talent. Verschiedene Postleitzahlen. Verschiedene Eltern. Verschiedene Leben. Das nennt man Leistungsgesellschaft. Ich nenn's anders."

38. Das System, das dich formt, ohne zu fragen.

„Ich hab nie entschieden, was ich wert bin. Das haben andere entschieden. Die Schule. Der Markt. Die Likes. Ich hab's geglaubt. Das ist das Schlimmste daran."

39. Was Heimat bedeutet, wenn du keine hast.

„Ich bin von dort. Aber ich gehör nicht mehr hin. Ich bin hier. Aber ich gehör noch nicht dazu. Dazwischen – das ist mein Zuhause. Der Zwischenraum."

40. Was du schweigst, obwohl du schreien müsstest.

„Jeden Tag. In Meetings. In Gesprächen. Bei Nachrichten. Ich schluck es runter. Ich denk: Später. Später kommt nie. Deshalb schreib ich. Das ist mein Schreien."



Arbeit & Sinn



41. Der Job, der dich leer macht.

„Ich funktioniere. Acht Stunden täglich. Ich liefere. Ich nicke. Ich lächle. Und abends fahr ich nach Hause und frag mich: Wofür eigentlich. Die Antwort bleibt aus."

42. Was du wirklich tun willst – und warum du es nicht tust.

„Ich weiß es. Ich weiß es schon lange. Das Problem ist nicht das Wissen. Das Problem ist der Schritt danach. Der Schritt heißt: alles riskieren. Den mach ich nicht. Noch nicht."

43. Montag als existenzielle Krise.

„Es ist nicht der Montag. Es ist das Gefühl, dass das immer so weitergeht. Dienstag. Mittwoch. Bis Freitag. Dann zwei Tage Pause. Dann wieder. Das ist kein Leben. Das ist ein Kalender."

44. Was Geld mit dir macht – ehrlich.

„Wenn ich zu wenig hab, mach ich mir Sorgen. Wenn ich genug hab, mach ich mir Sorgen, dass es weniger wird. Es gibt keinen Punkt, an dem das Sorgen aufhört. Das ist kein Geldproblem. Das bin ich."

45. Der Traum, den du aufgegeben hast.

„Ich sag: Ich hab mich weiterentwickelt. Die Wahrheit: Ich hab aufgehört zu glauben, dass ich das kann. Das ist kein Wachstum. Das ist Kapitulation mit Selbstschutz drüber."

46. Die Kollegen, mit denen du acht Stunden verbringst – und nichts weißt.

„Ich kenn ihre Kaffeepräferenz. Nicht ihre Träume. Ich kenn ihre Deadlines. Nicht ihre Ängste. Wir verbringen mehr Zeit miteinander als mit unseren Familien. Und wissen nichts voneinander."

47. Was Leistung mit Selbstwert verwechselt.

„Ich bin gut, wenn ich gut leiste. Wenn ich nicht leiste, bin ich nichts. Das hab ich nie laut gedacht. Aber so lebe ich. Täglich. Das ist ein Problem."

48. Der Moment, in dem Arbeit aufhört, Sinn zu ergeben.

„Es war nicht ein großer Moment. Es war ein kleiner. Ein Meeting. Ein Satz. Ein Nicken, das ich nicht meinte. Und danach dachte ich: Ich spiel eine Rolle in einem Stück, das ich nicht geschrieben hab."

49. Was du stattdessen tätest – wenn du könntest.

„Ich würd schreiben. Den ganzen Tag. Ohne Auftrag. Ohne Deadline. Einfach schreiben, was kommen will. Das trau ich mir nicht. Noch nicht. Vielleicht nie. Vielleicht doch."

50. Die Entscheidung, die du bereust – beruflich.

„Ich hab Nein gesagt. Aus Angst. Der Zug ist gefahren. Ich steh noch am Bahnhof. Manchmal fahr ich die Strecke nach, die er genommen hätte. Im Kopf. Nachts."



Liebe & Sex



51. Was Liebe ist – nach der ersten Enttäuschung.

„Liebe ist nicht Ankommen. Liebe ist auch Aushalten. Das haben mir die Filme nicht gesagt. Die haben beim Kuss aufgehört. Was danach kommt, war meine Aufgabe."

52. Eifersucht als Spiegel.

„Ich bin nicht eifersüchtig auf dich. Ich bin eifersüchtig auf das, was du in mir auslöst. Das Gefühl, nicht genug zu sein. Das bist nicht du. Das bin ich. Schon lange."

53. Was du von Sex erwartest, das Sex nicht leisten kann.

„Nähe. Echte Nähe. Die gibt's nicht immer. Manchmal ist Sex einfach Sex. Manchmal ist es der Versuch, Einsamkeit durch Körper zu heilen. Das funktioniert nicht. Ich versuche es trotzdem."

54. Die Beziehung, die du geführt hast, obwohl du wusstest, dass sie falsch ist.

„Ich hab gewusst. Von Anfang an, irgendwo. Aber Wissen und Handeln sind verschiedene Dinge. Ich hab noch ein Jahr gebraucht. Ein teures Jahr."

55. Was Verlassenwerden mit einem macht.

„Du gehst. Ich bleib. Das Zimmer ist gleich. Die Tasse noch da. Nur du nicht mehr. Verlassenwerden ist nicht der Abschied. Verlassenwerden ist danach. Das Danach."

56. Lust ohne Verbindung.

„Es war schön. Und danach war ich einsamer als vorher. Das sagt niemand. Alle tun so, als ob das leicht wäre. Für manche ist es das. Für mich nicht."

57. Die Liebe, die nie ausgesprochen wurde.

„Ich hab's gedacht. Tausendmal. Ich hab's nie gesagt. Jetzt ist die Gelegenheit vorbei. Manchmal frag ich mich: Was wäre gewesen. Dann hör ich auf zu fragen. Es hilft nicht."

58. Was du von Romantik geglaubt hast – und dann nicht mehr.

„Dass der Richtige kommt und alles besser macht. Dass Liebe einfach ist, wenn sie echt ist. Dass man es weiß, wenn man es fühlt. Stimmt alles nicht. Oder nur manchmal."

59. Das Ende einer Liebe – der genaue Moment.

„Es war nicht der Streit. Nicht die Tränen. Es war ein Abend, an dem wir nebeneinander saßen. Und ich gemerkt hab: Ich bin allein. Obwohl du da bist. Das war das Ende."

60. Was du dir von der nächsten Liebe wünschst – ehrlich.

„Dass sie mich nicht repariert. Dass sie nicht erwartet, dass ich sie rettet. Dass wir beide ganz kommen. Oder zumindest beide gleich kaputt."



Identität & Selbstbild



61. Wer du bist, wenn niemand zuschaut.

„Kleiner. Stiller. Unsicherer. Echter. Ich mag den Menschen, der ich alleine bin, mehr als den, den ich zeige. Das ist entweder gesund oder ein Problem. Ich weiß noch nicht welches."

62. Die Maske, die du jeden Morgen aufsetzt.

„Es dauert ungefähr zwanzig Minuten. Bis ich bin, wer ich sein soll. Manchmal dauert es länger. An schlechten Tagen sitzt die Maske schief. Dann merken es manche. Meistens nicht."

63. Was du von dir selbst nicht magst – wirklich.

„Die Ungeduld. Das schnelle Urteil. Die Art, wie ich weggehe, bevor es wehtut. Ich weiß, was ich bin. Das Wissen ändert es nicht sofort. Aber es ist ein Anfang."

64. Die Version von dir, die du versteckt hältst.

„Der, der zweifelt. Der, der nicht weiß. Der, der manchmal einfach aufhören will – nicht mit dem Leben, nur mit dem Funktionieren. Den zeig ich nicht. Zu gefährlich."

65. Was du bist, wenn du nicht funktionierst.

„Ich weiß es kaum. Ich hab so selten aufgehört. Wenn ich es tue, erkenn ich mich nicht. Das sagt viel. Zu viel."



Impostor-Syndrom –ARD/ZDF Erklärung


66. Der Moment, in dem du dich das erste Mal erkannt hast.

„In einem Buch. Einer Zeile. Drei Wörter, die mich beschrieben haben, besser als ich mich je beschrieben hätte. Ich hab das Buch zugeklappt. Ich musste kurz atmen."

67. Die Erwartungen, die deine Identität formen.

„Ich bin, was andere aus mir gemacht haben. Nicht komplett. Aber mehr als ich zugebe. Der Sohn, der stark ist. Der Freund, der zuhört. Der Kollege, der liefert. Irgendwo dazwischen: ich."

68. Was Herkunft mit dir gemacht hat – ob du willst oder nicht.

„Ich rede anders, wenn ich nach Hause fahre. Andere Worte. Anderen Tonfall. Ich weiß nicht, welche Version echter ist. Vielleicht beide. Vielleicht keine."

69. Das Selbstbild, das jemand anderes gezeichnet hat.

„Sie hat mich einmal beschrieben. In einem Streit. Treffend. Vernichtend. Ich hab dagegen gehalten. Aber ein Teil von mir hat gedacht: Stimmt das? Ich frag mich das noch."

70. Wer du wärst, wenn du nie gelernt hättest, dich zu verstellen.

„Lauter. Unbequemer. Ehrlicher. Vielleicht einsamer. Vielleicht freier. Vielleicht beides. Ich frag mich manchmal: War das ein Tausch? Und war er fair?"



Natur & Stille


71. Regen – was er in dir auslöst.

„Ich mag Regen. Nicht romantisch. Sondern weil er erlaubt, drin zu bleiben. Ohne Erklärung. Ohne schlechtes Gewissen. Regen ist eine Entschuldigung für Rückzug."

72. Was Stille hörbar macht.

„In der Stille hör ich, was ich tagsüber übertöne. Den Zweifel. Die Frage. Das Grummeln, das kein Hunger ist. Deshalb mag ich Stille nicht. Deshalb brauch ich sie."

73. Was Nacht mit dir macht.

„Tagsüber bin ich wer, der funktioniert. Nachts bin ich wer, der denkt. Das sind verschiedene Menschen. Ich mag den Nacht-Menschen mehr. Er ist ehrlicher."

74. Ein Tier, das dich mehr gelehrt hat als Menschen.

„Der Hund meiner Großmutter. Er hat mich angeschaut, ohne etwas zu wollen. Einfach angeschaut. Das hab ich von keinem Menschen je so gefühlt."

75. Der Moment vor dem Gewitter.

„Wenn die Luft steht. Wenn alles wartet. Wenn man weiß, dass gleich was kommt. Ich lieb diesen Moment. Er fühlt sich an wie Ehrlichkeit kurz vor dem Ausbruch."

76. Was du an einem einsamen Ort gefunden hast.

„Nicht Frieden. Mich. Den Teil von mir, der sonst keine Chance hat, sich zu zeigen. Weil immer Lärm ist. Weil immer Erwartungen sind. Alleine – da ist er."

77. Winter als innere Jahreszeit.

„Manche Jahre haben nur Winter. Nicht kalt. Nur: leer. Wartend. Als ob das Leben Pause macht. Ich hab gelernt, den Winter nicht zu bekämpfen. Nur durchzuhalten."

78. Was Morgen mit dir macht – der frühe, bevor alles anfängt.

„Fünf Uhr morgens gehört mir. Noch keine Erwartungen. Noch keine Rolle. Noch kein Tag. Nur Kaffee und dieser eine Moment, in dem alles noch möglich ist."

79. Das Meer – nicht als Metapher, sondern als Erinnerung.

„Wir waren einmal da. Du hast meine Hand gehalten. Das Meer war laut. Wir haben nichts gesagt. Das war das beste Gespräch, das wir je hatten."

80. Was Wald mit deinem Kopf macht.

„Drei Minuten zwischen Bäumen und mein Kopf wird leiser. Nicht still. Leiser. Das ist kein Wunder. Das ist Biologie. Ich geh trotzdem hin, wenn es zu laut wird."



Absurdes & Alltag


81. Die Supermarkt-Schlange als Gesellschaftsstudie.

„Vor mir: eine Frau mit 47 Einzelteilen und einem Gutschein aus 2019. Hinter mir: ein Mann, der seufzt. Ich bin das Sandwich zwischen zwei Verzweiflungen. Das ist mein Dienstag."

82. Was dein Kühlschrank über dich aussagt.

„Halbvoller Senf. Drei Biere. Etwas Undefinierbares in Folie. Das ist mein Innenleben. Greifbar. Kühl. Leicht beunruhigend."

83. Die Autocorrect-Katastrophe, die eine Beziehung verändert hat.

„Ich wollte schreiben: Ich liebe dich. Es kam: Ich liebe Dich nicht. Ich hab drei Stunden gebraucht, um das zu erklären. Wir reden noch darüber."

84. Das Gespräch mit dir selbst im Aufzug.

„Ich red mit mir. Immer. Im Aufzug, im Bad, beim Kochen. Ich bin mein eigenes Publikum. Manchmal applaudiere ich. Manchmal nicht."

85. Was du tust, wenn du eigentlich arbeiten solltest.

„Ich recherchiere sinnlose Dinge. Heute: Wie lange kann ein Mensch ohne Schlaf überleben. Elf Tage. Das war wichtiger als der Bericht."

86. Die IKEA-Anleitung als Lebensmetapher.

„Schritt 1: Alles auspacken. Schritt 2: Feststellen, dass ein Teil fehlt. Schritt 3: Weitermachen, als ob nicht. Schritt 4: Am Ende stimmt es irgendwie. Das ist auch mein Leben."

87. Der Moment, in dem du gemerkt hast, dass du deine Eltern wirst.

„Ich hab ihre Aussage benutzt. Wörtlich. Ich hab es gehört. Ich hab kurz innegehalten. Und dann weitergemacht. Weil was soll ich sonst tun."

88. Was öffentliche Verkehrsmittel mit dir machen.

„U-Bahn um acht Uhr morgens. Alle schauen weg. Niemand spricht. Vierzig Menschen auf zwanzig Quadratmetern – und komplette Stille. Das ist entweder Zivilisation oder ihr Ende."

89. Die To-Do-Liste, die nie kürzer wird.

„Ich schreib Dinge drauf, die ich schon erledigt hab. Nur um sie durchzustreichen. Das ist kein Produktivitäts-Hack. Das ist Selbstbetrug mit Stift."

90. Das Handy als dritte Hand.

„Ich greif danach, bevor ich weiß, warum. Reflex. Sucht. Gewohnheit. Alle drei. Es ist das Erste, was ich morgens seh. Das Letzte nachts. Das sagt alles."



Innenwelt & Psyche


91. Was Angst konkret mit deinem Körper macht.

„Flacher Atem. Enger Brustkorb. Hände, die kälter werden. Ich kenn das Gefühl auswendig. Es kommt trotzdem jedes Mal überraschend. Als ob Angst nie lernt, dass ich weiß, dass sie kommt."

92. Die Stimme in deinem Kopf – und was sie sagt.

„Du schaffst das nicht. Du bist zu viel. Du bist nicht genug. Ich kenn sie gut. Ich hab aufgehört, sie wegzuschicken. Ich red jetzt mit ihr. Manchmal überzeug ich sie. Meistens nicht."

93. Was passiert, wenn du aufhörst zu funktionieren.

„Alles. Alles passiert. Gefühle, die keine Termine kannten, kommen alle auf einmal. Das ist kein Zusammenbruch. Das ist Nachholen."

94. Scham – konkret, nicht theoretisch.

„Ich schäm mich für Dinge, die zehn Jahre alt sind. Mitten im Supermarkt. Ohne Vorwarnung. Scham hat keinen Kalender. Scham hat Ausdauer."

95. Was du dir erlaubst, wenn du alleine bist.

„Schwach sein. Nicht wissen. Zweifeln. Nichts tun und es nicht rechtfertigen. Das sind Luxusgüter. Ich gönn sie mir nur, wenn niemand schaut."

96. Der innere Kritiker – und wo er herkommt.

„Er klingt nicht nach mir. Er klingt nach jemandem, den ich kenne. Ich weiß, wer. Ich sag's nicht laut. Aber ich weiß es."

97. Was passiert, wenn du zu lange funktionierst.

„Du vergisst, wer du bist. Nicht dramatisch. Schleichend. Eines Tages merkst du: Ich weiß nicht mehr, was ich will. Nur noch, was erwartet wird."

98. Die Entscheidung, die du aus dem Bauch gemacht hast – und ob sie richtig war.

„Ja. Und nein. Beides gleichzeitig. Das ist keine Ausrede. Das ist die Wahrheit über alle wichtigen Entscheidungen."

99. Was du dir selbst schuldest – und nie gibst.

„Ehrlichkeit. Die echte. Nicht die nach außen. Die nach innen. Das ist unbequemer. Das hab ich noch nicht gelernt. Ich arbeite daran."

100. Was du schreiben würdest, wenn du wüsstest, dass niemand es liest.

„Alles. Den Rest. Den Teil, den ich hier nicht gezeigt hab. Das wäre der beste Text, den ich je geschrieben hab. Vielleicht schreib ich ihn. Vielleicht nur für mich. Das reicht auch."


Das sind deine 100 Themen.

Eines davon brennt gerade.

Du weißt welches.

Fang damit an.


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Wenn du diese Techniken nicht nur lesen,
sondern anwenden willst — wie ein Sniper mit Reimwaffe:

Was drinsteckt
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✦ ✦ ✦ die zweiunddreißig bücher

Die zweiunddreißig Bücher

Zweiunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch, das du lesen solltest
— Stephan Pinkwart —


Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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