Bist du bereit, den Preis zu zahlen? [Ein Text für Bühnenträumer]

Das Trassenentgelt · was eine Fahrt kostet

Bist du bereit, den Preis zu zahlen?

Jeder Auftritt kostet. Abende, Nerven, Geld und manchmal Freundschaften.

Ich habe einmal ausgerechnet, was mich ein einziges Jahr auf Bühnen gekostet hat. Die Zahl am Ende hat mich nicht erschreckt. Was danach in derselben Tabelle stand, schon.

Es war ein Januar. Ich hatte gerade meine Steuerunterlagen sortiert.

Dabei ist mir aufgefallen, wie viele Bahntickets sich angesammelt hatten. Also habe ich sie zusammengerechnet.

Dann kamen die Abende dazu. Dann die Stunden am Schreibtisch.

Am Schluss stand eine Zahl in Euro und eine in Stunden. Beide waren hoch und beide waren erwartbar.

Dann habe ich eine dritte Spalte angelegt. Die hatte mit Geld nichts zu tun.

Was in dieser Spalte stand, sage ich dir am Ende. Es ist der eigentliche Preis, und ihn rechnet fast niemand nach.

Waschbär steht abends vor einem Fahrkartenautomaten auf dem Bahnsteig – Bild zum preis des erfolgs bühne
Vor jeder Fahrt steht der Preis. Bei Bühnen steht er nirgends angeschrieben.

Es gibt bei der Bahn eine Gebühr, die kaum jemand kennt. Sie heißt Trassenentgelt.

Jedes Unternehmen zahlt sie dafür, dass sein Zug auf einem Gleis fahren darf. Pro Kilometer und pro Fahrt.

Der Fahrgast sieht davon nichts. Er sieht nur den Ticketpreis.

Auf Bühnen ist es genauso. Es gibt einen sichtbaren Preis und einen, den nur du bezahlst.

Dieser Text macht beide Rechnungen auf. Ehrlich und ohne die übliche Ermutigung am Ende.

Er ist für zwei Leute geschrieben. Für den, der gerade anfängt und wissen will, worauf er sich einlässt.

Und für den, der seit Jahren dabei ist und sich manchmal fragt, ob das noch stimmt. Beide bekommen dieselbe Tabelle.

Kurz vorweg

Dieser Beitrag soll dich nicht abschrecken. Er soll dich auch nicht anfeuern.

Er soll dir die Rechnung zeigen, bevor du sie bekommst. Das ist etwas anderes.

Ich habe fast alles davon selbst bezahlt. Zwei Posten tun mir bis heute leid.

Und trotzdem würde ich es wieder tun. Warum, steht ganz am Ende und ist keine Floskel.

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Erste Rechnung
Was auf dem Beleg steht

Der Preis, den du in Euro zahlst

Fangen wir mit dem Einfachen an. Geld lässt sich zählen.

Die Anfahrt

Bei zwölf Abenden im Jahr und einer durchschnittlichen Strecke kommst du auf einen dreistelligen Betrag. Bei mir waren es in einem starken Jahr über sechshundert Euro.

Eine Bahncard rechnet sich ab ungefähr acht Fahrten. Das ist der wichtigste Spartipp und gleichzeitig der langweiligste.

Die Übernachtungen

Ein Slam endet um halb elf. Der letzte Zug fährt um zehn.

Diese eine Stunde kostet dich entweder ein Zimmer oder eine Couch. Die Couch ist billiger und kostet Sozialkapital.

Das Drumherum

Getränke, Essen unterwegs, das Bier danach. Klingt nach nichts und summiert sich auf ein paar hundert Euro im Jahr.

Dazu kommen die Dinge, die man für nötig hält. Ein Foto, eine Website, vielleicht ein Workshop.

Was zurückkommt

Bei offenen Bühnen: meistens nichts. Manchmal ein Getränk und der Eintritt.

Preisgelder liegen zwischen fünfzig und zweihundert Euro. Gebuchte Auftritte sind eine andere Welt und ein anderer Beitrag.

Unterm Strich zahlst du in den ersten Jahren drauf. Das ist keine Schwarzmalerei, sondern der Normalfall.

Ich nenne dir meine Zahl von damals, damit du eine Größenordnung hast. In einem starken Jahr waren es ungefähr elfhundert Euro Kosten.

Zurückgekommen sind in demselben Jahr etwa dreihundert. Macht ein Minus von achthundert Euro.

Das entspricht ungefähr einem günstigen Urlaub. So habe ich es damals für mich eingeordnet.

Diese Einordnung war hilfreich und ehrlich. Sie hat aus einer diffusen Sorge eine Zahl gemacht.

Und eine Zahl kann man ansehen. Eine Sorge nicht.

„Das klingt, als sollte man es lassen.“

Nein. Es klingt wie jedes andere Handwerk am Anfang. Wer ein Instrument lernt, zahlt auch erst einmal jahrelang Unterricht. Der Unterschied ist nur, dass beim Slam von Anfang an ein Publikum dabei ist. Das täuscht eine Karriere vor, wo noch eine Ausbildung stattfindet.

Der Denkfehler am Anfang
Warum niemand vorher rechnet

Weshalb dir das vorher keiner sagt

Es gibt einen Grund, warum diese Rechnung selten aufgemacht wird. Sie ist unhöflich.

Wer neu ist, will hören, dass alles möglich ist. Wer erfahren ist, will nicht als Miesmacher dastehen.

Also sagt man sich gegenseitig freundliche Dinge. Das ist nett und hilft niemandem.

Der Vergleich, der alles verzerrt

Dazu kommt ein zweites Problem. Du siehst immer nur die Sichtbaren.

Auf Bühnen und im Netz erscheinen die Leute, bei denen es gerade läuft. Die anderen sieht man nicht, weil sie nicht auftreten.

Damit entsteht ein schiefes Bild von diesem Beruf. Es sieht aus, als wäre Erfolg der Normalfall.

In Wahrheit siehst du eine Auswahl. Und zwar genau die Auswahl, die den Preis bisher gezahlt hat.

Was das mit dir macht

Du hältst deine eigene Mühe für ein Zeichen von Unbegabtheit. Dabei ist sie der Normalzustand.

Ich habe das jahrelang selbst geglaubt. Bis ich einmal einen sehr bekannten Slammer gefragt habe, wie lange er für einen Text braucht.

Er hat gesagt: sechs bis acht Wochen. Ich hatte mit drei Tagen gerechnet.

Dieser eine Satz hat mir mehr geholfen als jeder Workshop. Er hat nämlich meinen Maßstab korrigiert.

Deshalb steht dieser Beitrag hier, obwohl er unangenehm ist. Ein falscher Maßstab kostet mehr als jede Fahrkarte.

Wer denkt, alle anderen hätten es leichter, hört irgendwann auf. Nicht weil der Preis zu hoch wäre, sondern weil er ihn für sein persönliches Versagen hält. Das ist der teuerste Irrtum in diesem ganzen Betrieb.

Zweite Rechnung
Was keine Quittung hat

Der Preis, den du in Abenden zahlst

Jetzt wird es unbequem. Zeit ist die einzige Währung ohne Nachschub.

Die Abende selbst

Ein Auftritt kostet dich einen ganzen Abend. Meistens ab siebzehn Uhr und bis nach Mitternacht.

Bei zwölf Abenden im Jahr sind das zwölf Abende, an denen du woanders wärst. Das klingt nach wenig und fühlt sich anders an, wenn Geburtstage darunter sind.

Die Tage danach

Den kennt niemand von außen. Nach einem Auftritt bist du am nächsten Tag zu nichts zu gebrauchen.

Das gilt nach guten Abenden genauso wie nach schlechten. Der Körper unterscheidet da nicht.

Die Zeit vor dem Bildschirm

Das Schreiben ist der größte Posten und der unsichtbarste. Er fällt an, wenn alle anderen fernsehen.

Bei mir sind es ungefähr zweihundert Stunden im Jahr. Das entspricht fünf vollen Arbeitswochen.

Die Zeit im Kopf

Diese lässt sich nicht messen und ist trotzdem real. Ein unfertiger Text fährt überall mit.

Meine Frau erkennt inzwischen, wann ich gerade an einem Text bin. Sie sagt, ich schaue dann durch Leute hindurch.

Acht Minuten einer Musikerin, die ihre Tourkosten offenlegt. Die Zahlen sind größer als deine, die Struktur ist dieselbe.

Waschbär sitzt allein im letzten Zug der Nacht am dunklen Fenster – Bild zum preis des erfolgs bühne
Der letzte Zug ist der ehrlichste Ort dieses Berufs. Hier rechnet jeder einmal nach.
Dritte Rechnung
Der Posten, über den niemand spricht

Was dich das mit anderen Menschen macht

Hier wird es persönlich. Und hier liegen die zwei Posten, die mir leidtun.

Du wirst zu einem Menschen, der oft absagt

Nicht dramatisch und nicht böse. Aber wenn dein Freundeskreis dreimal fragt und du dreimal einen Auftritt hast, fragen sie beim vierten Mal nicht mehr.

Das passiert langsam und fällt niemandem auf. Am wenigsten dir selbst.

Du erzählst Dinge auf Bühnen, bevor du sie zu Hause sagst

Das ist der zweite Posten und der schwerere. Ich habe einmal einen Text über meinen Vater vorgetragen, in dem etwas stand, das ich ihm nie gesagt hatte.

Ein Bekannter von ihm saß im Publikum. So hat mein Vater es erfahren.

Das war kein schlimmer Satz und trotzdem der falsche Weg. Wir haben es geklärt, und ich würde es heute anders machen.

Mehr dazu steht in Grenzen setzen.

Du bekommst einen zweiten Freundeskreis

Das ist die Gegenbuchung und sie ist groß. Nach zwei Jahren kennst du in fünf Städten Leute.

Diese Leute verstehen ohne Erklärung, warum du an einem Dienstag nach Chemnitz fährst. Das ist mehr wert, als es klingt.

Bei diesem Posten gibt es allerdings einen Haken. Der zweite Freundeskreis ersetzt den ersten nicht.

Slam-Bekanntschaften sind warm und meistens ortsgebunden. Man sieht sich, wenn man auftritt.

Wer pausiert, verliert diesen Kreis erstaunlich schnell. Das ist niemandem vorzuwerfen und fühlt sich trotzdem seltsam an.

Deshalb rate ich dazu, den ersten Kreis zu pflegen. Auch wenn dort niemand versteht, warum du dienstags wegfährst.

Vier Tarifzonen
Der Preis hängt davon ab, wo du gerade stehst

Was dich das in welcher Phase kostet

Der Preis ist nicht in jedem Jahr gleich. Er verschiebt sich, und zwar in eine unerwartete Richtung.

Zone 1: die ersten Auftritte

Hier ist der finanzielle Preis niedrig. Du fährst in deine eigene Stadt und bleibst zwei Stunden.

Teuer ist etwas anderes. Es sind die Nächte vorher, in denen du nicht schläfst.

Diese Zone dauert ungefähr ein halbes Jahr. Danach lässt die Angst messbar nach.

Zone 2: die Jahre des Fahrens

Jetzt wird es finanziell teuer. Du fährst weiter weg, weil du in deiner Stadt alles kennst.

Gleichzeitig steigt der Zeitaufwand steil an. In dieser Zone verlieren die meisten ihr Gleichgewicht.

Bei mir war das Jahr drei bis fünf. Ich habe damals vierzig Abende gemacht und zwei Texte geschrieben.

Zone 3: die ersten bezahlten Auftritte

Hier dreht sich die Geldseite. Ein bezahlter Abend gleicht drei unbezahlte aus.

Dafür kommt ein neuer Posten dazu, mit dem niemand rechnet. Es ist die Erwartung.

Wer bezahlt wird, darf nicht mehr einfach ausprobieren. Das kostet Freiheit, und Freiheit war der eigentliche Grund.

Zone 4: das Danach

Irgendwann wirst du seltener gefragt. Das passiert allen und hat nichts mit deiner Qualität zu tun.

Szenen erneuern sich, und irgendwann bist du nicht mehr die neue Entdeckung. Das ist der teuerste Moment von allen.

Wer dann nur wegen der Nachfrage gefahren ist, hört hier auf. Wer wegen der Sache gefahren ist, macht weiter.

„Kann man Zone 2 überspringen?“

Man kann sie abmildern. Der Trick ist eine Obergrenze, die du dir vorher setzt. Ich habe damals keine gehabt und deshalb ein ganzes Jahr verheizt. Hätte ich mir zwölf Abende vorgenommen, wären daraus wahrscheinlich sechs gute Texte geworden statt zwei.

Waschbär wartet nachts allein auf einer Bank im leeren Wartesaal – Bild zum preis des erfolgs bühne
Zwischen dem Auftritt und dem letzten Zug liegen oft fünfzig Minuten. Sie gehören zum Preis.

Diese vier Zonen haben eine Gemeinsamkeit. In jeder wird etwas anderes teuer.

Wer das weiß, wundert sich weniger. Und rechnet vorher statt hinterher.

Bei der Bahn gibt es dafür ein eigenes Wort. Sie nennt es Lebenszykluskosten.

Damit ist gemeint, was ein Fahrzeug über seine gesamte Dienstzeit kostet. Der Kaufpreis ist dabei der kleinere Teil.

Wartung, Ersatzteile und Personal kosten über Jahrzehnte ein Vielfaches. Wer nur den Kaufpreis vergleicht, entscheidet falsch.

Genau dieser Fehler passiert beim ersten Auftritt. Man sieht die Fahrkarte und den freien Abend.

Was danach kommt, sieht man nicht. Und es dauert Jahre statt Stunden.

Das ist kein Grund, es zu lassen. Es ist ein Grund, die Rechnung von Anfang an größer aufzumachen.

Wer das tut, plant anders. Und trifft seine Entscheidungen für Jahre statt für einen Dienstag.

Ein Gegenmodell
Eine Frau, die den Preis umgedreht hat

Was passiert, wenn man einfach fragt

Vierzehn Minuten. Achte auf die Stelle, an der sie von der Kiste in Harvard Square erzählt.

Amanda Palmer hat jahrelang als lebende Statue gearbeitet. Sie stand als Braut auf einer Kiste in Harvard Square.

Wer ihr Geld gab, bekam eine Blume und einen langen Blick. Das war der ganze Handel.

Später hat sie ihre Musik über eine Sammelaktion finanziert. Sie wollte hunderttausend Dollar.

Zusammengekommen sind fast 1,2 Millionen. Von ungefähr fünfundzwanzigtausend Menschen.

Ihr Vortrag heißt sinngemäß „Die Kunst des Bittens“. Ihr Kernsatz ist unbequem: Man muss die Leute nicht dazu bringen zu zahlen. Man muss sie lassen.

Quelle: Amanda Palmer, Vortrag bei TED, Februar 2013; die Sammelaktion lief 2012 für das Album „Theatre Is Evil“. Sinngemäß übersetzt.

Mich interessiert daran nicht die Million. Mich interessiert die Kiste.

Jahrelang stand da eine Frau still auf einer Kiste. Das ist ungefähr das Gegenteil von Karriere.

Sie hat in dieser Zeit etwas gelernt, das später alles getragen hat. Nämlich Menschen anzuschauen und etwas zu geben, bevor sie zahlen.

Das ist übertragbar. Wer auf kleinen Bühnen etwas gibt, bekommt später etwas zurück.

Nur eben nicht sofort und nicht berechenbar. Das ist der schwerste Teil der ganzen Rechnung.

„Bei ihr hat es funktioniert. Bei den meisten nicht.“

Richtig, und das gehört dazugesagt. Aus jeder Erfolgsgeschichte lässt sich hinterher eine Regel bauen, und die stimmt dann nur für diesen einen Fall. Was übertragbar bleibt, ist nicht der Erfolg. Es ist die Haltung auf der Kiste.

Waschbär zählt am Tisch bei Lampenlicht einen kleinen Haufen Münzen – Bild zum preis des erfolgs bühne
Manche Abende bringen zwölf Euro. Das ist kein Gehalt und trotzdem eine Antwort.
Die Gegenbuchung
Sieben Posten auf der anderen Seite

Was du dafür bekommst

Eine Rechnung hat zwei Seiten. Hier ist die andere.

Du lernst, vor Menschen zu sprechen

Das ist die banalste und wertvollste Gegenbuchung. Sie wirkt in jedem Beruf und in jedem Gespräch.

Ich kenne Leute, die dadurch Bewerbungsgespräche anders führen. Und eine, die deswegen ihre Doktorarbeit verteidigt hat, ohne zu zittern.

Du bekommst eine Erlaubnis, genauer hinzusehen

Wer schreibt, schaut anders. Ein Wartesaal wird zum Materiallager.

Das verändert deinen Alltag mehr als jeder Auftritt. Und es kostet nichts extra.

Du bekommst Sprache für deine eigenen Sachen

Das ist der Posten, den ich am spätesten verstanden habe. Wer über etwas schreibt, versteht es hinterher besser.

Nicht weil Schreiben Therapie wäre. Sondern weil Formulieren eine Form von Denken ist.

Du bekommst Leute, die dich kennen

Nicht dein Netzwerk, sondern Menschen. Der Unterschied zeigt sich, wenn es dir schlecht geht.

Du bekommst Abende, an die du dich erinnerst

Von den letzten zehn Jahren weiß ich fast nichts mehr. Von zwanzig Abenden weiß ich alles.

Du bekommst einen Grund, irgendwohin zu fahren

Ich kenne durch Slams ungefähr vierzig deutsche Städte. Keine davon hätte ich sonst besucht.

Du bekommst gelegentlich einen Satz zurück

Zwei- oder dreimal im Jahr sagt dir jemand etwas, das alles aufwiegt. Diese Sätze lassen sich nicht planen und nicht kaufen.

Bei mir war der letzte im Frühjahr. Eine Frau hat mir nach einem Abend gesagt, sie habe ihrer Tochter wegen eines Textes von mir etwas erzählt.

Was genau, hat sie nicht gesagt. Und ich habe nicht gefragt.

Solche Sätze kommen übrigens nie nach den großen Abenden. Sie kommen nach den kleinen.

Bei zweihundert Zuschauern spricht dich hinterher niemand an. Bei zwanzig schon.

Das ist eine der wenigen Stellen, an denen die Rechnung sofort aufgeht. Der billigste Abend liefert den höchsten Ertrag.

Drei Abrechnungen
Was drei Leute mir geantwortet haben

Wie andere ihre Rechnung aufmachen

Ich habe drei Leute gefragt, was sie das kostet. Alle drei haben mit einer Zahl angefangen und mit etwas anderem geendet.

Die Pflegerin, dreiunddreißig

Sie hat gesagt: ungefähr vierhundert Euro im Jahr und sechs Wochenenden. Das sei zu verkraften.

Dann hat sie eine Weile nachgedacht. Und noch etwas hinzugefügt.

Sie sagte, sie schlafe seit dem ersten Auftritt schlechter. Nicht schlecht, aber leichter.

Es gebe jetzt immer einen Text im Kopf. Das sei anstrengend und sie wolle es nicht mehr missen.

Der Student, dreiundzwanzig

Er hat zuerst gelacht und gesagt, er habe kein Geld. Also koste es ihn nichts.

Dann kam heraus, dass er zwei Prüfungen verschoben hatte. Wegen zweier Auftritte in derselben Woche.

Das war ihm vorher nicht als Preis erschienen. Es war einfach passiert.

Genau das ist gefährlich. Ein Preis, den man nicht bemerkt, wird nie verhandelt.

Die Veranstalterin, einundfünfzig

Sie tritt selbst nicht auf und zahlt trotzdem. Elf Jahre lang jeden Monat einen Abend.

Ihre Rechnung war die klarste von allen. Sie sagte, es koste sie einen Abend im Monat und ungefähr zweihundert Euro im Jahr.

Auf die Frage nach der Gegenseite hat sie nur einen Satz gesagt. In dieser Stadt gäbe es sonst nichts davon.

„Alle drei klingen zufrieden. Wo sind die Unglücklichen?“

Berechtigter Einwand. Ich habe drei Leute gefragt, die noch dabei sind. Wer aufgehört hat, taucht in solchen Gesprächen nie auf. Genau deshalb steht in diesem Beitrag ein eigener Abschnitt über die Warnschilder. Er ist keine Pflichtübung, sondern die Gegenstimme zu diesen drei.

Auffällig war bei allen dreien dasselbe Muster. Die Zahl kam schnell und war klein.

Der eigentliche Posten kam nach einer Pause. Und er hatte in keinem Fall mit Geld zu tun.

Bei der Pflegerin war es der Schlaf. Beim Studenten waren es zwei Prüfungen.

Bei der Veranstalterin war es die Verantwortung. Sie kann nicht einfach aufhören, weil dann etwas verschwindet.

Frag dich also nicht zuerst nach dem Geld. Frag dich, was nach der Pause kommt.

Tarifgestaltung
Sechs Wege, den Preis zu senken

Wie du weniger bezahlst, ohne aufzuhören

Der Preis ist nicht fix. Diese sechs Sachen senken ihn deutlich.

1. Fahr weniger weit und dafür öfter

Vier Abende in der eigenen Region bringen mehr als zwei quer durchs Land. Sie kosten ein Viertel.

Außerdem lernst du dort Leute zweimal kennen. Und beim zweiten Mal beginnt alles Interessante.

2. Leg deine Abende auf feste Wochentage

Wenn dein Umfeld weiß, dass du dienstags weg bist, planen alle drumherum. Absagen kosten dann kein Sozialkapital mehr.

Das klingt nach Kleinigkeit und ist der wirksamste Punkt dieser Liste. Er hat bei mir mehr gerettet als alles andere.

3. Frag nach Fahrtkosten

Viele Veranstalter zahlen sie, wenn man fragt. Fast niemand fragt.

Die Frage ist nicht unverschämt. Sie ist der normale Vorgang in jedem anderen Bereich auch.

4. Behalte deine Texte länger

Wer jeden Monat einen neuen Text braucht, zahlt in Stunden am meisten. Ein guter Text darf zwanzigmal laufen.

Das ist keine Faulheit, sondern Handwerk. Musiker spielen ihre Lieder jahrzehntelang.

5. Halte den Tag danach frei

Klingt nach Luxus und ist eine Sparmaßnahme. Ein verplanter Folgetag kostet dich zwei Tage statt einem.

6. Nimm jemanden mit

Das halbiert den sozialen Preis auf einen Schlag. Aus einem verlorenen Abend wird ein gemeinsamer.

Meine Frau ist inzwischen bei ungefähr jedem dritten Auftritt dabei. Das war die beste Veränderung von allen.

Es hat allerdings eine Umstellung gebraucht. Anfangs war mir das unangenehm.

Ich wollte nicht, dass jemand mein Scheitern sieht. Das klingt vernünftig und war der eigentliche Fehler.

Denn dadurch wurde die Bühne zu einem getrennten Leben. Und getrennte Leben werden teuer.

Wer die Sache mit nach Hause nimmt, muss sie nicht dauernd verteidigen. Sie gehört dann einfach dazu.

Das ist der billigste Rabatt in dieser ganzen Liste. Er kostet nur ein bisschen Stolz.

Waschbär verlässt eine warm beleuchtete Feier und schaut noch einmal zurück – Bild zum preis des erfolgs bühne
Der teuerste Posten steht auf keiner Quittung. Er steht an der Tür und schaut dir hinterher.
Die Warnschilder
Vier Zeichen, dass der Preis zu hoch geworden ist

Wann du wirklich aufhören solltest

Ein ehrlicher Text nennt auch die Abbruchkriterien. Hier sind vier.

Du freust dich vier Mal hintereinander nicht mehr

Ein Abend ohne Vorfreude ist normal. Vier hintereinander sind ein Signal.

Dann brauchst du keine Motivation, sondern eine Pause. Meistens reichen drei Monate.

Du schreibst nur noch für die Wertung

Wenn du beim Schreiben zuerst an Punkte denkst, hat sich die Richtung gedreht. Der Text arbeitet dann für die Jury statt für dich.

Das ist kein moralisches Problem. Es ist ein praktisches, weil solche Texte schlechter werden.

Dein Umfeld nimmt Schaden

Nicht „ist genervt“. Genervt sein gehört dazu.

Aber wenn dir jemand sagt, dass er dich vermisst, ist das eine Rechnung. Und die musst du bezahlen.

Du machst weiter, weil du sonst niemand wärst

Das ist das ernsteste Zeichen. Wer die Bühne braucht, um jemand zu sein, zahlt jeden Preis.

Und wird dann irgendwann alles verlieren. Dazu steht mehr in Applaus-Sucht.

„Und wenn zwei davon auf mich zutreffen?“

Dann sag den nächsten Abend ab und nimm dir drei Monate. Nicht als Entscheidung gegen die Bühne, sondern als Prüfung. Wenn du nach drei Monaten Sehnsucht hast, hast du deine Antwort. Wenn du Erleichterung spürst, hast du sie auch.

Falsche Rechnungen
Fünf Denkfehler beim Aufrechnen

Womit du dich selbst betrügst

Beim Rechnen macht fast jeder dieselben fünf Fehler. Ich habe alle fünf gemacht.

Fehler 1: Du rechnest nur die Auftritte

Der Auftritt ist der kleinste Posten. Er dauert fünf Minuten.

Alles andere drumherum kostet das Fuenfzigfache. Wer nur Auftritte zählt, kommt auf eine schöne und falsche Zahl.

Fehler 2: Du vergleichst mit Leuten, die davon leben

Das ist der häufigste und härteste Denkfehler. Du siehst jemanden auf einer großen Bühne und rechnest deine Zahlen dagegen.

Das ist ungefähr so sinnvoll, wie einen Regionalzug mit einem Fernverkehrszug zu vergleichen. Sie fahren beide, aber nach anderen Regeln.

Fehler 3: Du bewertest jeden Abend einzeln

Ein einzelner Abend lohnt sich fast nie. Die Rechnung geht erst über ein Jahr auf.

Wer nach jedem Dienstag Bilanz zieht, hört im Herbst auf. Rechne in Jahren.

Fehler 4: Du zählst nur, was messbar ist

Euro und Stunden lassen sich zählen. Deshalb landen sie in der Tabelle.

Der Nutzen dagegen ist unzählbar. Damit steht in jeder Rechnung nur die Kostenseite scharf.

Das ist ein bekanntes Problem und betrifft jede Nebenbahn. Man kann ausrechnen, was sie kostet. Was sie ermöglicht, kann man nicht ausrechnen.

Fehler 5: Du rechnest gegen ein Leben ohne Bühne

Das ist der subtilste Fehler. Du stellst dir vor, wie viel Zeit und Geld du ohne all das hättest.

Aber diese Zeit würde nicht leer bleiben. Sie würde sich mit irgendetwas füllen.

Die ehrliche Frage lautet also nicht, was dich das kostet. Sie lautet, wofür du diese Abende sonst ausgeben würdest.

Diese fünfte Frage habe ich mir einmal wirklich gestellt. Die Antwort war ernüchternd.

In den Jahren vor dem ersten Auftritt hatte ich genauso wenig Zeit. Ich weiß nur bis heute nicht, wofür sie draufgegangen ist. Das ist kein Argument für die Bühne. Es ist ein Argument gegen die Illusion, dass ohne sie alles offen wäre.

Es gibt einen sechsten Denkfehler, der nur Fortgeschrittene betrifft. Er heißt: Ich habe schon so viel investiert.

Dieser Satz ist eine Falle. Das Geld von gestern kommt nicht zurück, egal wie lange du weitermachst.

Die einzige gültige Frage ist die nach morgen. Willst du nächsten Dienstag auf eine Bühne?

Wenn ja, ist alles gut. Wenn nein, war nichts davon umsonst.

Die dritte Spalte
Die Auflösung

Was in meiner Tabelle wirklich stand

Ich hatte damals zwei Spalten mit Zahlen. Euro und Stunden.

Dann habe ich eine dritte angelegt und überlegt, was sonst noch dazugehört. In diese Spalte habe ich Namen geschrieben.

Es waren die Namen von Veranstaltungen, bei denen ich nicht war. Ein Geburtstag, eine Taufe, zwei Abende mit Freunden.

Es waren sieben Einträge in einem Jahr. Sieben klingt nach wenig.

Dann habe ich die letzten fünf Jahre dazugerechnet. Und da stand plötzlich eine sehr unangenehme Zahl.

Der eigentliche Preis steht nicht in Euro. Er steht in Namen.

Ich habe daraufhin nicht aufgehört. Ich habe zwei Dinge geändert.

Erstens: feste Wochentage, damit mein Umfeld planen kann. Zweitens: eine Obergrenze von zwölf Abenden im Jahr.

Seitdem stehen in der dritten Spalte ein bis zwei Namen im Jahr. Das kann ich verantworten.

Und die Bühne ist trotzdem noch da. Sie ist nur kleiner geworden und passt jetzt in mein Leben.

Das ist die eigentliche Antwort auf die Frage in der Überschrift. Du musst nicht bereit sein, jeden Preis zu zahlen.

Du musst nur wissen, welchen. Und du musst ihn dir selbst aussuchen, bevor jemand anderes ihn festlegt.

Denn wenn du ihn nicht festlegst, macht es der Betrieb. Und der kennt keine Obergrenze.

Es kommt immer noch eine Anfrage. Es gibt immer noch einen Abend, der sich lohnen könnte.

Genau deshalb steht in jedem Fahrplan eine Zahl. Ein Zug fährt nicht so oft wie möglich, sondern so oft wie festgelegt.

Das ist keine Einschränkung, sondern die Bedingung für Verlässlichkeit. Ohne Fahrplan gibt es keinen Betrieb, sondern nur Fahrten.

Nimm dir also eine Zahl für das nächste Jahr. Egal ob vier oder zwanzig.

Sie muss nur von dir kommen. Dann ist der Preis deiner, und keiner, den dir jemand aufmacht.

Der Unterschied in einem Satz: Nicht der Preis entscheidet, ob du weitermachst, sondern ob du ihn selbst festgelegt hast.

Die ganze Rechnung auf einen Blick

Was du zahlst:
Fahrtkosten und Übernachtungen.
Verpflegung unterwegs und Ausstattung.
Zwölf Abende im Jahr.
Zwölf Folgetage, an denen du wenig schaffst.
Ungefähr zweihundert Stunden Schreibzeit.
Die Zeit im Kopf, die nie aufhört.
Ein paar Einladungen, die du absagst.

Was du bekommst:
Du lernst, vor Menschen zu sprechen.
Du siehst deinen Alltag genauer an.
Du bekommst Sprache für deine eigenen Sachen.
Du bekommst Leute in mehreren Städten.
Du bekommst zwanzig Abende, die bleiben.
Du bekommst ein paarmal im Jahr einen Satz, der alles aufwiegt.

Häufige Fragen zu diesem Beitrag

Lohnt sich das denn nun?

Diese Frage kann dir niemand beantworten, weil sie von deiner dritten Spalte abhängt. Mach sie einmal auf. Danach weißt du mehr als nach jedem Ratgeber.

Ich habe wenig Geld. Geht das trotzdem?

Ja, aber anders. Bleib regional, frag nach Fahrtkosten und nutze offene Bühnen in deiner Nähe. Der finanzielle Preis lässt sich auf ein Viertel drücken, der zeitliche nicht.

Wird der Preis mit der Zeit kleiner?

Der finanzielle ja, wenn Auftritte bezahlt werden. Der zeitliche bleibt gleich. Und der soziale wird größer, je erfolgreicher du wirst. Das ist die unangenehmste Nachricht dieses Beitrags.

Dein Link-Kompass
Wonach brennt’s heute?

Hier liegen 337 Beiträge über Bühne, Stimme, Texte und den ganzen schönen Wahnsinn dazwischen.

🎤Bühne & Performance37

Präsenz, Körper, Ausstrahlung – alles, was passiert, sobald du oben stehst.

Achtung: Gift für deinen Auftritt!Bewegung auf der Bühne: Stehen, gehen oder erstarren?Bühnenpräsenz Übungen: Dein Weg zur unwiderstehlichen Ausstrahlung
Charisma ist keine Gabe. Es ist Kontrolle über deine Wirkung.Dein erster Slam: Die 8 Dinge, die NIEMAND dir sagtDein Flow beim Poetry Slam- So kannst unendlich sprechenEine felsenfeste Präsenz während deines Poetry-SlamsHände hoch – und keiner hört zu: Die Gestik-Falle auf der BühneImprovisieren, wenn’s schiefgeht: Souverän aus dem ChaosJim Carrey und die Sprache der Gesichter – ein Slam ohne WorteKörperspannung: Der unsichtbare Muskel, der deinen Poetry Slam rettetMimik einsetzen: Dein Gesicht erzählt mitOlaf Schubert ist eine Kunstfigur & warum du auch einen Olaf Schubert brauchstOnline-Slams: Poetry Slam im PixelkäfigPerformance Poetry – Hör mit dem Herz, nicht mit den AugenPoetry Slam für Anfänger: Der Moment, in dem dich die Bühne verschlingtPoetry Slam in Zeitlupe – Wie Gelassenheit deine Bühne rettetPoetry Slam Persona entwickeln: Warum du nicht länger warten darfst, bis weißer Rauch steigt – erschaffe deine Bühnenfigur, die stärker ist als deine Zweifel.Publikum aktivieren, ohne Fremdscham auszulösenPublikumsansprache im Poetry Slam: Der Moment, in dem dein Text plötzlich lebtRequisiten im Slam: Erlaubt, verboten, überflüssig?Selbstsicher auftreten: Wie du die Bühne betrittst und der Raum dir gehörtSlam Poetry lernen: Von der stillen Maus zum Bühnen-MonsterVom Gedanken zur Bühne: Meisterhafter Fokus beim Poetry SlamWie du stehst, bevor du sprichst: Haltung als erste Botschaft20 Fallen, die dir dein Bühnen-Genick brechen11 Bewegungen, die dich nervös aussehen lassen13 Dinge, die Profis auf der Bühne anders machen12 Sätze, die du auf der Bühne nie sagen solltest15 Gründe, warum dein Publikum nichts für dich tut30 Fehler, die dich auf der Bühne als Anfänger entlarven17 Wege, ein langweiliger Slammer zu sein, den keiner bucht5 Minuten Text, 50 Entscheidungen: Ein Auftritt in Zeitlupe21 kleine Gesten, die dein Publikum sofort auf deine Seite ziehenDie 27 Gesetze der BühnenwirkungDie 10 Gebote für Slam-Anfänger, die keiner aufschreibtDie einzige Strategie, die auf der Bühne immer funktioniert
✍️Schreiben & Textaufbau45

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Alte Texte retten: Von der Schublade zurück auf die BühneAuthentisch schreiben – So wirst du zum Poetry SlamerDein Repertoire: Welche Texte du immer dabeihaben solltest
Dein Text ist zu klug – und genau deshalb langweiligDer Perspektivtext: Schreib aus der Sicht von jemand anderemDer rote Faden mit Twist: Wenn dein Ende alles umdrehtDialog im Slam-Text: Zwei Stimmen, ein AuftrittDie 7 Todsünden des Slam-TextsDie ersten 10 Sekunden: Pack sie, bevor sie blinzelnDie geilste Struktur im Poetry Slam, die jeden Zuschauer weiche Knie machen wird.Die Koala-Methode: Warum dein Poetry Slam authentisch stinken mussDie letzte Zeile: Der Satz, der über alles entscheidetDu vs. Ich: Welche Perspektive trifft härter? – Die Macht der Erzählstimme im Poetry SlamFreestyle Poesie: Techniken und Bühnentipps 2025Freestyle Poetry Slam: Wenn dein Kopf schneller brennt als dein Blatt PapierGeschichten schreiben: Wie du aus einem Gedanken einen Text machst, der niemanden kaltlässtHandschrift oder Laptop: Womit du wirklich besser schreibstKill your Darlings: Streich dich zum KillertextLaut lesen: Der einzige Test, der die Wahrheit sagtLyrik schreiben ist kein Gefühl. Es ist ein Schlag ins Gesicht.Poetry Slam Texte Beispiele: 7 Bühnenstücke, die dein Publikum sofort packenRecherche für Slam-Texte: Wenn Fakten deine Zeilen schärfenRoter Faden oder Chaos? Warum dein bester Poetry Slam beides brauchtSchreiben lernen mit Poetry SlamSchreibretreat: Ein Wochenende nur du und der TextSchreibroutinen: Disziplin schlägt Inspiration – auch auf der BühneStrophenaufbau im Poetry Slam: So bekommt dein Text Rhythmus statt ChaosTestpublikum: Wem du deinen Text zuerst vorlesen solltestTextarchiv anlegen: Ordnung im kreativen ChaosTitel finden, die neugierig machen statt zu erklärenÜberarbeiten: Warum die zweite Fassung über alles entscheidetWarum dein Text nicht zündet – und keiner es dir sagtWie du wunderschöne Poetry Texte schreibst, um andere zu begeistern43 Schreibtricks für Slam-Texte – ernsthaft18 Übergänge, die deinen Text zusammenhalten10 Gebote für erste Sätze, die keiner überhört7 Textformate, die auf jeder Bühne funktionieren12 Wege, einen Text in 20 Minuten fertig zu kriegen11 Hacks von Helmut Schmidt zum Stehgreif Poetry Meister60 Wörter, die deinen Slam-Text vergiften – mit Gegengift14 Fragen, die deinen Text besser machen als jedes Feedback111 Zeilenanfänge für Tage, an denen dir nichts einfällt [+ Vorlage]Die 15 Gebote des Erzählens auf der BühneDie einzigen 5 Regeln, die ein Slam-Text wirklich brauchtDie 1435 Millimeter: Die Spurweite, auf der jeder gute Text fährt
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Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.

Alleine denken lernen – oder du denkst gar nichtComeback: Zurück auf die Bühne nach langer PauseDas ist es, was ich will.
Dein inneres Publikum: Die Stimme im Kopf, die dich klein machtDer Tag danach: Warum das Hoch nach dem Auftritt so tief fälltDie magische Kraft des mentalen Trainings im Poetry Slam!Ein Manifest fürs LebenEs ist alles in dir – Warum du aufhören musst zu suchenFehler machen ist Pflicht – warum dein Poetry Slam sonst nur ein Staubkorn bleibtGeduld mit dir selbst: Warum dein zehnter Text besser istKomfortzone verlassen – Warum dein Poetry Slam erst brennt, wenn du dich verbrennstKommentare, Kritik und Hate: Was du liest und was nichtLeben genießen? Dann schreib, als gäb’s kein PublikumMeine 5 dümmsten Slam-FehlerMut statt Talent: Warum sich trauen mehr zählt als BegabungNach der Bühne bist du du: Rollen ablegen statt verschmelzenPause vom Slam: Wenn du eine Weile nicht mehr willstPerfektionismus loslassen: Gut genug schlägt nie fertigPersönlichkeitsentwicklung auf 180Resilienz trainieren: Werde unkaputtbarSchlechte Wertung einstecken: 4,5 sind kein Urteil über dichSelbstbewusstsein für Mutige: Dieser Beitrag ist nichts für WeicheierSelbstbild zerlegt: Wie du auf der Slam-Bühne endlich echt wirstSelbstwert im Poetry Slam: Warum deine Haltung lauter ist als jeder ApplausSelbstzweifel? Das ist kein Hindernis – das ist der Rohstoff deines Texts.Späteinsteiger: Mit vierzig zum ersten Mal ans MikroUmgang mit Applaus-Sucht: Wenn Bestätigung zur Droge wirdVergangenheit loslassen – dein Poetry Slam verdient GegenwartVergleich mit anderen Slammern: Das schnellste GiftVerletzlichkeit zeigen: Warum echte Schwäche deine Stärke istWarum die meisten Slammer nie über den dritten Platz hinauskommenWarum ich mich als Poetry Slamer nicht schämeWarum Poetry Slam dein bequemes Leben sprengt – und genau das brauchstWarum Poetry Slam deine Persönlichkeit zerstörtWas du von „Man lernt nie aus“ lernen kannst fürs Poetry SlamZiele setzen fürs Slam-Jahr: Zwölf Monate, ein PlanDas Gesetz der 100 AuftritteDie 3 Phasen vom Zittern zur SouveränitätDas Manifest des BühnenmenschenBist du bereit, den Preis zu zahlen? Ein Text für Bühnenträumer
🏆Wettbewerb, Regeln & Szene33

Anmeldung, Zeitlimit, Jury, Finalrunde – wie der Laden läuft.

Der eine Fehler, der dich jede Wertung kostetDer Weg zum Landesfinale: Wettbewerbe strategisch nutzenDie bittere Wahrheit über Poetry Slam, die dir keiner verrät
Die größten Veranstaltungsorte in Deutschland, Schweiz und Österreich fürs Poetry Slam.Die Slam-Szene hat ein Problem – und alle schauen wegEinen eigenen Slam veranstalten: Von der Idee zur ersten AusgabeFeedback geben, ohne zu verletzen: Der gute Umgang untereinanderGruppendynamik beim Poetry Slam: Warum die Bühne nie nur dir gehörtHör auf, Slam-Workshops zu buchen [5 Gründe]Kooperationen: Duo, Kollektiv oder Solo?Lesebühne statt Slam: Ohne Wettbewerb auf die BühneMeet5 Erfahrungen: ehrlicher Test, Kosten & TippsMeet5 erklärt: So findest du deine Slam-Crew für Bühne, Texte und unvergessene AbendeNeid in der Szene: Der Blick auf die Bühne der anderenOffene Liste Poetry Slam: So kommst du ohne Kontakte auf die BühneOpen Mic: Der Einstieg, bei dem dich niemand bewertetPoetry Slam Anmeldung 2025 – Dein Start auf die Bühne ohne UmwegePoetry-Slam-Moderator sein heißt führen, nicht labernSchreibgruppe gründen: Zusammen ist der Text besserScience Slam: Wissen mit PointeSlam-Formate erklärt: Von Team-Slam bis Dead-or-AliveSpoken Word vs. Poetry Slam: Wo verläuft die Grenze?Straßenpoesie: Wenn deine Bühne einfach der Gehweg istU20-Slam: Sehr jung, sehr laut, sehr gutWarum du ohne Netzwerk auf der Bühne und im Leben verlierst.Was du auf die zweite Bühne mitnimmstWie eine Slam-Jury tickt: Die Punkte hinter den PunktenWie funktioniert ein Poetry Slam Wettbewerb?Zukunft im Poetry Slam: Sieben Entwicklungen, die unsere Texte härter treffen1 oder 8? Wie deine Auftrittsreihenfolge zählt9 Dinge, die Slammer 2027 nicht mehr machen sollten6 Minuten, kein Wort zu viel: Dein Text gegen die Uhr7 Arten von Slammern – welcher bist du?
🚀Sichtbarkeit, Business & Karriere26

Aus Auftritten wird ein Name. Und irgendwann ein Einkommen.

Auf Tour gehen: Wie du über deine Stadt hinauswächstDein Text ist tot – bis Social Media ihn wiederbelebt.Deine Bühnen-Community: Wie du dein Publikum treu machst

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der hier fehlt.

Dein Auftrag für diese Woche

Mach deine eigene dritte Spalte auf. Schreib die Dinge auf, bei denen du im letzten Jahr nicht warst.

Keine Bewertung, nur eine Liste. Sie ist wahrscheinlich kürzer, als du befürchtest.

Und wenn sie lang ist, hast du gerade die wichtigste Information des Jahres bekommen. Rechtzeitig.

Waschbär steht glücklich im warmen Bühnenlicht nach dem Auftritt – Bild zum preis des erfolgs bühne
Zwei- bis dreimal im Jahr sieht ein Abend genau so aus. Dafür zahlt man die anderen.
Warum das alles die beste Nachricht ist

Ein Preis klingt nach Verlust. In Wahrheit ist er ein Beweis.

Denn niemand zahlt für etwas, das ihm egal ist. Wenn dich diese Rechnung erschreckt hat, heißt das nur eins.

Du hast etwas gefunden, das dir wichtig genug ist, um dafür zu zahlen. Die meisten Menschen suchen ihr Leben lang danach.

Bahn Slam · Edition

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— aber mit Wucht.

Wenn du diese Techniken nicht nur lesen,
sondern anwenden willst — wie ein Sniper mit Reimwaffe:

Was drinsteckt
  • Über 200 kranke Slam-Hacks
  • Storystrukturen wie ein Fitzek-Krimi
  • Übungen für Albtraum-Einstiege, Trauma-Texte, Schweige-Pausen
  • Provokations-Templates
  • Authentizitäts-Trigger
✦ ✦ ✦ die einunddreißig bücher

Die einunddreißig Bücher

Einunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm
— Stephan Pinkwart —

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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