⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Bundeswehr verlost den Einsatzort per Wagenreihung
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (gefühlt: wird durchgesagt)

Ein unabhängiger Beobachter prüft die Lostrommel auf Manipulation. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Für die neue Bedarfswehrpflicht hat sich die Bundeswehr Verstärkung geholt. Das Losverfahren zur Auswahl der Rekruten übernimmt künftig ein Partner mit jahrzehntelanger Zufallserfahrung: die Deutsche Bahn.
Ein Ministeriumssprecher erklärte die Wahl so: „Wir haben ein System gesucht, das junge Menschen an Orte bringt, an die sie nie wollten.“
„Zu Zeiten, die niemand vorhersagen kann. Da gab es nur einen Kandidaten.“
Gezogen wird künftig nicht aus einer Lostrommel. Stattdessen nutzt die Bundeswehr das System der Wagenreihung.
„Es ist maximal zufällig“, bestätigte ein Bahnsprecher stolz. „Selbst wir können es nicht vorhersagen.“
Auch die Bekanntgabe folgt bewährten Standards. Der Einsatzort wird den Rekruten zwei Minuten nach Abfahrt durchgesagt – unverständlich, aber verbindlich.
Wer die Durchsage verpasst, gilt automatisch als Reserve. Wer sie versteht, wird Funker.
Der erste Jahrgang wurde bereits einberufen. Der Sonderzug zur Grundausbildung fiel am Morgen allerdings aus.
Die Bundeswehr richtete umgehend einen Ersatzverkehr ein: Die Rekruten marschieren.
Betroffen sind zunächst 40.000 junge Menschen. Ausgewählt werden sie nach Wagennummer.
Wer in Wagen 12 sitzt, kommt zur Marine. Wagen 12 gibt es nicht in allen Zügen.
Für diese Fälle greift eine Ersatzregel. Dann entscheidet der Zugbegleiter nach Gefühl.
Der Wehrbeauftragte hat Bedenken angemeldet. Das Verfahren sei nachvollziehbar, aber nicht überprüfbar.
Das Ministerium sieht darin gerade den Vorteil. Man wolle Einflussnahme ausschließen.
Erste Rekruten berichten von gemischten Erfahrungen. Ein Berliner landete in Bayern und ein Bayer in Bebra.
In Bebra gibt es keine Kaserne. Der Rekrut wartet dort bis zur Klärung.
Die Bahn hält das für vertretbar. Man habe an diesem Bahnhof schon ganz andere Dinge stehen lassen.
Das Verfahren ist geregelt. Es soll Gleichbehandlung sichern.
Gesichert wird sie durch Zufall. Das ist nachvollziehbar.
Mitgeteilt wird der Einsatzort per Nachricht. Sie geht am Tag der Anreise raus.
Am Tag der Anreise sitzt der Betroffene bereits im Zug. Die Fahrkarte gilt für eine bestimmte Strecke.
Ändert sich das Ziel, ist sie ungültig. Eine Erstattung ist vorgesehen und zu beantragen.
Beantragt wird sie mit einem Formular, das den Einsatzort nennt.
Der Einsatzort unterliegt der Geheimhaltung.
Von 610 Anträgen wurden 41 bewilligt. Der Rest scheiterte an unvollständigen Angaben.
„Streng genommen“, so das Ministerium, „ist das dann schon die Ausbildung.“
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Erstattungsformular verlangt die Angabe des Einsatzorts, der Einsatzort unterliegt der Geheimhaltung +++
+++ Von 610 Anträgen wurden 41 bewilligt +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen