Die Bahn holt sich einen Waschbären ins Management, wegen seiner Pünktlichkeit

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Die Bahn holt sich einen Waschbären ins Management, wegen seiner Pünktlichkeit

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (gefühlt 45)

Bahn Pünktlichkeit Satire: Waschbär steht abends neben einem Mülleimer am Bahnsteig, im Hintergrund ein roter Fernzug

Der künftige Konzernwaschbär bei der abendlichen Gleisinspektion am Berliner Hauptbahnhof. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Überraschende Wende in der Konzernzentrale der Deutschen Bahn: Nach der Juli-Pünktlichkeit von 52,6 Prozent im Fernverkehr hat das Unternehmen einem Waschbären eine Führungsposition angeboten.

Das Tier erscheint seit vier Jahren jeden Abend um exakt 21:47 Uhr am Mülleimer von Gleis 3. Seine Pünktlichkeitsquote liegt bei 100 Prozent.

100 Prozent gegen 52,6. Der Abstand gab den Ausschlag.

„Hier liefert jemand Abend für Abend eine Leistung ab, von der unser Fernverkehr nur träumen kann“, sagt Konzernsprecher Roland Zugschluss. „Und das ganz ohne Stellwerk.“

Ohne Stellwerk, ohne Fahrplan, ohne Ausrede. Der Kandidat kommt einfach.

Intern gilt der Waschbär als Effizienzwunder. Er betreibt seit Jahren erfolgreiches Recycling.

Er kennt die Infrastruktur von unten. Und er hat noch nie eine Weichenstörung verursacht.

Der Waschbär selbst gab sich zurückhaltend. „Ich habe Bedingungen gestellt“, teilte er über seinen Sprecher mit.

„Bezahlung in Pommesresten“, sagt er. „Keine Meetings vor Mitternacht.“

„Und ich fasse das Sanierungskonzept nicht an“, so der Waschbär. „Ich wühle zwar im Müll, aber ich habe Standards.“

Standards, die der Konzern erst suchen muss. Der Kandidat bringt sie mit.

Die feierliche Amtseinführung war für Dienstag geplant. Sie wurde inzwischen verschoben.

Der Sonderzug mit der Ernennungsurkunde hat aktuell 87 Minuten Verspätung. Der neue Chef wartet pünktlich am Gleis.

Der Konzern beschäftigt derzeit 340.000 Menschen. Eine Führungskraft mit dieser Quote war bislang nicht darunter.

340.000 Beschäftigte, eine Quote von 52,6. Einer von außen schafft 100.

Die Personalabteilung prüfte den Kandidaten drei Wochen lang. Bemängelt wurde einzig das Fehlen eines Lebenslaufs.

Der Waschbär reichte daraufhin einen Kassenbon ein. Darauf standen vier Jahreszahlen und ein Bahnsteig.

Das genügte der Kommission. Man suche ohnehin niemanden mit Bahnerfahrung.

Ein Konzern, der einen Waschbären befördert, weil er pünktlicher ist als der eigene Fernverkehr, hat sein Zeugnis selbst geschrieben. Zuverlässig ist am Gleis 3 nur, wer nicht auf der Gehaltsliste steht.

Vier Jahre pünktlich um 21:47, 100 Prozent gegen 52,6, bezahlt in Pommesresten, 87 Minuten Verspätung bei der eigenen Amtseinführung. Die Bahn holt sich einen Waschbären ins Management, und den Lebenslauf ersetzt ein Kassenbon mit vier Jahreszahlen und einem Bahnsteig.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Der Zug um 6:14 Uhr fiel an 41 Tagen aus und kam an 94 Tagen später – 135 von 250 Werktagen +++

+++ An Gleis 3 stehen morgens rund vierzig Menschen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →