Über mich

Bahn-Slam · Poetry Slam auf Schienen

Stephan Pinkwart aus Erfurt. Hauptberuflich bei der Deutschen Bahn – und nebenbei Schreibkraft eines Waschbären.

Stephan Pinkwart

Der beste Schreibtisch, den ich kenne, ist ein Klapptisch am Fensterplatz. Ich bin als Mitarbeiter der Deutschen Bahn viel unterwegs, und irgendwann fängt man an mitzuschreiben: Ansagen, Halbsätze, Gespräche, die sonst zwischen zwei Halten verloren gehen. So entsteht der Poetry Slam hier – während der Fahrt.

Erfunden habe ich davon wenig. Ich bin nur der Stenograf. Der Waschbär diktiert, ich komme kaum hinterher.

Zeichnung: Ein Waschbär im grauen Sakko diktiert im Regionalzug, Stephan Pinkwart schreibt am Klapptisch mit
Arbeitsteilung im Regionalzug: Er redet, ich schreibe mit. Die Pointen gehören ihm, die Tippfehler mir.

Diese Seite hat drei Gleise

Gleis 1

Poetry Slam

Texte für die Bühne, geschrieben zwischen Abfahrt und Ankunft. Über Leute, die irgendwo sitzen und lieber woanders wären.

Gleis 2

Satire

Der Satire-Ersatzverkehr: Meldungen einer Presseagentur, die es nicht gibt, über Vorgänge, die es leider schon gibt. Jede Auskunft darin ist formal völlig korrekt. Genau das ist die Pointe.

Gleis 3

Bahnwissen

Im Lexikon „Ich verstehe nur Bahnhof“ steht, was am Schalter keiner erklärt: was das 9-Euro-Ticket wirklich verändert hat, was der Supersparpreis verschweigt und worüber das Eisenbahn-Bundesamt entscheidet.

Ein Satz, den du hier nicht findest

„Die Bahn ist böse.“

Das ist zu billig und stimmt auch nicht. Richtig ist: Vieles ist so gebaut, dass es schiefgehen muss – und die Rechnung dafür bekommst du, nicht der Konstrukteur.

Deshalb zeigt der Spott hier immer nach oben. Auf Pendler, Lokführer und die Kollegen im Service zielt er nie. Die stehen selbst im Regen.

Stephan Pinkwart

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