Der Waschbär von Gleis 3 kandidiert fürs Kanzleramt

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Der Waschbär von Gleis 3 kandidiert fürs Kanzleramt

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (gefühlt: eine Legislatur)

Waschbär Kanzlerkandidat: Waschbär steht mit erhobener Pfote hinter einem Rednerpult mit Mikrofonen

Der Kandidat bei seiner Antrittsrede. Die Fragerunde fiel wegen einer Durchsage aus. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Paukenschlag am Bahnsteig: Der Waschbär von Gleis 3 hat am Mittwoch seine Kandidatur für das Kanzleramt angekündigt.

Es ist die erste Bewerbung eines Berufspendlers seit Jahrzehnten.

Auslöser war nach eigenen Angaben die Sommerbilanz der Bundesregierung. Der Kanzler hatte erklärt, man sei auf dem richtigen Weg.

„Wenn das der richtige Weg ist“, so der Waschbär, „möchte ich bitte den Ersatzverkehr.“

Sein Programm trägt er auf einem gefundenen Kassenbon bei sich. Es umfasst drei Punkte.

Erstens Pünktlichkeit: „Ich stehe seit vier Jahren jeden Abend um 21:47 Uhr am Gleis. Fragt mal die Bahn, wie schwer das ist.“

Zweitens Transparenz: „Ich arbeite nachts. Aber wenigstens kann mir jeder dabei zusehen.“

Drittens Haushalt: „Ich mache seit Jahren aus Weggeworfenem ein Abendessen. Der Bundeshaushalt ist da nur der nächste Schritt.“

Auf Nachfrage ergänzte er einen vierten Punkt. Er betrifft die Mülltrennung am Bahnsteig.

„Vier Behälter, ein Sack. Ich weiß, wovon ich rede. Ich war drin.“

Koalitionsaussagen wollte der Kandidat nicht treffen.

Er schließe grundsätzlich nichts aus. Außer Katzen.

Die Wahlkampftour beginnt kommende Woche. Der Waschbär reist konsequent mit der Bahn.

Geplant sind neun Termine in drei Tagen. Erfahrungswerte liegen dazu vor.

Die Kandidatur wurde um 21:47 Uhr bekanntgegeben. Anwesend waren zwei Reisende und eine Taube.

Die Taube ist inzwischen als Servicekraft geführt. Sie war anwesend, das genügt der Kennzahl.

Nach der Ankündigung stieg die Aufmerksamkeit rasant. Innerhalb einer Nacht kannten ihn drei Bahnsteige.

Die etablierten Parteien reagierten zurückhaltend. Man wolle den Wettbewerb nicht kommentieren.

Ein Generalsekretär räumte allerdings ein, der Kandidat sei schwer angreifbar. Er habe keine Vergangenheit in Ausschüssen.

Erste Umfragen sehen ihn bei 4 Prozent. Bei Pendlern liegt er bei 61.

Besonders stark ist er in Hessen. Dort kennt man die Zusammenhänge.

Ein Wahlkampfbüro gibt es nicht. Der Kandidat ist an jedem Abend am Gleis erreichbar.

Zur Finanzierung äußerte er sich knapp. Er nehme keine Spenden, nur Pfandflaschen.

Beobachter rechnen deshalb nicht vor 2029 mit seiner Ankunft.

Der Kandidat sieht darin kein Problem: „Dann bin ich pünktlich zur Wahl da. Als Einziger.“

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Erste Wahlplakate hängen – alle exakt auf Augenhöhe von Mülleimern +++

+++ Umfrage: Waschbär bei Pendlern bei 87 Prozent – bei Katzen stabil bei null +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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