⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Zwölf Jahre Studie über deinen Sitzplatz, der Zug fällt aus
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Platz besetzt)

Fensterplatz. Er war frei. Foto: wpa (Symbolbild)
Hamburg (wpa) – Zwölf Jahre hat der Konzern erforscht, wo die Fahrgäste sitzen wollen. Am Fenster oder am Gang.
Gefilmt wurde in 41 Zügen. Mit Kameras, über der Kopfstütze.
Zwölf Jahre lief die Studie. Zwölf Jahre schaute keiner auf den Fahrplan.
„Wir wollten es ganz genau wissen“, sagt Forschungschefin Almut Datenkrake. Genau weiß man jetzt: nichts.
Das Ergebnis passt auf einen Bierdeckel. Der Mensch nimmt, was frei ist.
Dafür brauchte es zwölf Jahre. Und einen Haufen Geld.
Das Geld kam vom Bund. Der fragt nicht, wo es bleibt.
Signifikant war nur eins. Die gefilmten Züge fielen am häufigsten aus.
Weniger Züge, weniger Fahrgäste. So schrumpfte die Stichprobe von allein.
Am Ende saß in vielen Zügen niemand. Weil keiner mehr fuhr.
Der Konzern nennt das Forschung. Andere nennen es Beschäftigungstherapie.
Beschäftigt war ein ganzes Institut. Bezahlt hat es der Fahrgast.
Umgesetzt wird das Ergebnis sofort. Es gibt weiter Fenster und Gang.
Beide Plätze sind besetzt. Auf dem einen liegt ein Koffer, auf dem anderen auch.
Für dich bleibt der Boden. Der ist zu hundert Prozent verfügbar.
Der Vorstand sitzt derweil bequem. In der ersten Klasse ist jeder Platz frei.
Dort braucht es keine Studie. Dort fragt man den Pöbel nicht.
Der Minister lobt die Forschung. Verstanden hat er sie nicht.
Herr Vollmer wollte im Mai ans Fenster. Er fand einen Koffer und ein Kamerakabel.
Gesessen hat er auf dem Boden. Erforscht war das seit zwölf Jahren.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Drei Erhebungswellen über zwölf Jahre, befragt wurden Reisende mit Sitzplatz +++
+++ Im Gang standen im Berufsverkehr im Mittel 41 Personen – sie kommen in keiner Welle vor +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen