Großer Wurf: Neues Sitzmuster für 31 Millionen wird von 4 Prozent erkannt

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Großer Wurf: Neues Sitzmuster für 31 Millionen wird von 4 Prozent erkannt

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Muster gleich)

Polster Satire: Waschbär sitzt auf einem gemusterten Zugsitz in einem leeren Wagen

Das neue Muster. Links davon das alte. Foto: wpa (Symbolbild)

München (wpa) – Die Bahn hat ein neues Polstermuster eingeführt. Es kostet über die Laufzeit 31 Millionen Euro.

Entworfen wurde es von einer Agentur. Der Entwurf dauerte 14 Monate.

Das Muster zeigt kleine Rauten in Blau und Grau. Das alte zeigte kleine Rauten in Blau und Grau.

Ein Test wurde im Mai durchgeführt. 600 Fahrgäste sahen beide Muster nebeneinander.

Vier Prozent erkannten einen Unterschied. Der Rest sah keinen.

„Das war so beabsichtigt“, sagt Designleiterin Carola Rautenmuster. Man habe 2,1 Millionen dafür bezahlt, dass niemand etwas bemerkt. Das nennt man dann Wiedererkennungswert.

Die Neuerung liegt im Material. Es ist schwerer entflammbar.

Zudem lässt es sich besser reinigen. Beides war der eigentliche Anlass.

Das Muster wurde bei der Gelegenheit überarbeitet. Es war formal veraltet.

Woran das lag, sagt die Bahn nicht. Die Agentur äußert sich ebenfalls nicht.

Die Umrüstung läuft bis 2033. Sie erfolgt bei ohnehin fälligen Erneuerungen.

Zusatzkosten entstünden dadurch kaum. Das ist die Darstellung der Bahn.

Der Rechnungshof sieht das anders. Er hat den Vorgang im Juli geprüft.

Sein Bericht nennt die Designkosten unverhältnismäßig. Sie betragen 2,1 Millionen.

Die Bahn weist die Kritik zurück. Design sei Teil der Markenführung.

Fahrgäste äußerten sich zurückhaltend. Die meisten hatten nichts bemerkt.

Wer den Unterschied kannte, fand ihn gering. Das galt auch für Fachleute.

Ein Innenarchitekt lobte die Zurückhaltung. Ein anderer nannte sie mutlos.

Die Bahn plant bereits die nächste Überarbeitung. Sie ist für 2035 vorgesehen.

Ein Wettbewerb dazu wird 2029 ausgeschrieben. Die Rahmenbedingungen stehen fest.

Gefordert wird ein hoher Wiedererkennungswert. Und eine deutliche Erneuerung.

Das alte Muster lief 21 Jahre. Es wurde 2004 eingeführt.

Damals war der Unterschied größer. Vorher waren die Sitze einfarbig.

Der Wechsel damals kostete 44 Millionen Euro. Erkannt wurde er von 81 Prozent.

Diese Zahl gilt intern als Maßstab. Erreicht wurde sie seitdem nicht mehr.

Wie beides zusammengeht, klärt der Wettbewerb. Er kostet wieder Millionen. In denselben Zügen fällt im Sommer die Klimaanlage aus und im Winter die Heizung. Die Rauten sind dafür jetzt neu, und niemand sieht es.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Neues Polster für 31 Millionen – 96 Prozent sehen keinen Unterschied +++

+++ Rechnungshof nennt 2,1 Millionen Designkosten unverhältnismäßig – der Konzern nennt es Markenführung +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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