Durchdacht: Kinderabteil und Ruhezone trennen vier Zentimeter Sperrholz

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Durchdacht: Kinderabteil und Ruhezone trennen vier Zentimeter Sperrholz

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (leise bitte)

Kinderabteil Satire: Waschbär steht im Gang eines Zugwagens zwischen zwei Abteilen

Links wird gespielt. Rechts wird geschlafen. Foto: wpa (Symbolbild)

Dortmund (wpa) – In einem neuen Zugtyp liegt das Kinderabteil neben der Ruhezone. Getrennt sind sie durch eine Wand.

Die Wand ist vier Zentimeter dick. Sie dämmt 18 Dezibel.

Ein spielendes Kind erreicht 75 Dezibel. In der Ruhezone kommen 57 an.

Erlaubt sind dort laut Aushang keine Gespräche. Gemessen wird nicht.

„Die Anordnung folgt der Wagenlogik“, erklärt Innenraumplaner Volker Grundriss. Gedacht seien beide Bereiche ruhig. Gedacht ist hier das entscheidende Wort.

Die Planung stammt aus dem Jahr 2011. Damals gab es keine Ruhezone in diesem Wagen.

Sie wurde 2016 nachträglich eingerichtet. Der Grundriss blieb unverändert.

Eine Verlegung war geprüft worden. Sie hätte 40 Sitzplätze gekostet.

Das galt als zu teuer. Die Entscheidung fiel im Vorstand.

Beschwerden gibt es seit der Eröffnung. Im vergangenen Jahr waren es 3100.

Sie kommen aus beiden Richtungen. Eltern fühlen sich beobachtet.

Fahrgäste in der Ruhezone fühlen sich gestört. Beide haben recht.

Die Bahn hat ein Schild angebracht. Es bittet um gegenseitige Rücksicht.

Das Schild hängt zwischen den Bereichen. Es hat die Beschwerden nicht gesenkt.

Im Gegenteil, sie stiegen um neun Prozent. Der Zusammenhang ist unklar.

Eine Möglichkeit wäre eine dickere Wand. Sie würde 12 Zentimeter messen.

Dafür müssten die Wagen umgebaut werden. Die Kosten lägen bei 62 Millionen.

Die Bahn prüft das seit 2019. Ein Ergebnis liegt nicht vor.

Eine zweite Möglichkeit wäre eine Umbenennung. Aus der Ruhezone würde ein normaler Bereich.

Das kostet nur die Schilder. Der Vorschlag kam aus dem Marketing.

Er wurde abgelehnt. Die Ruhezone sei ein Verkaufsargument.

In der Schweiz liegen Familien- und Ruhebereich in verschiedenen Wagen. Das ist dort seit 2008 Standard.

Die deutsche Bahn kennt dieses Vorbild. Sie hat es 2013 geprüft.

Der Prüfbericht empfahl die Übernahme. Umgesetzt wurde sie nicht.

Als Grund nannte man die Wagenreihung. Sie wäre komplizierter geworden.

Damit bleibt alles wie es ist. 40 Sitzplätze wogen im Vorstand schwerer als der Schlaf der einen und die Nerven der anderen. Eltern werden angestarrt und Müde werden geweckt. Dazwischen hängt ein Schild, das um Rücksicht bittet.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Kinderabteil neben Ruhezone – dazwischen vier Zentimeter und viel Hoffnung +++

+++ Auf 3100 Beschwerden antwortete der Konzern mit einem Schild – danach kamen neun Prozent mehr +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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