Kofferschablone passt nicht durch die Zugtür

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Kofferschablone passt nicht durch die Zugtür

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Koffer zu groß)

Koffer Satire: Waschbär steht neben einem großen Rollkoffer auf einem Bahnsteig

Der Koffer wird gemessen. Draußen. Foto: wpa (Symbolbild)

Stuttgart (wpa) – Die Bahn kontrolliert seit Juli die Koffermaße. Erlaubt sind 75 mal 55 mal 30 Zentimeter.

Gemessen wird mit einer Schablone aus Metall. Sie steht am Bahnsteig.

Die Schablone ist 90 Zentimeter breit. Die Zugtür 80.

Damit passt die Schablone nicht in den Zug. Kontrolliert wird nur draußen.

„Das ist der vorgesehene Ablauf“, sagt Gepäckbeauftragter Hubert Lichtraum. Vorgesehen seit Juli.

In der Praxis wird selten kontrolliert. Dafür fehlt das Personal.

Im Juli gab es 41 Kontrollen. Bei rund 12 Millionen Fahrgästen.

Wer die Maße überschreitet, zahlt 25 Euro. Eingenommen wurden im ersten Halbjahr 41.000 Euro.

Betroffen sind vor allem Reisende mit Werkzeug, Umzugsgut oder Kinderwagen.

Die Bahn wollte die Regel erst strenger fassen. Vorgesehen war ein Beförderungsausschluss.

Der Plan wurde 2024 aufgegeben. Grund war ein Rechtsgutachten.

Es hielt die Durchsetzung für unpraktikabel. Die Schablonen waren da schon bestellt.

Es sind 900 Stück. Kosten: 1,1 Millionen Euro.

Aufgestellt wurden 340. Der Rest liegt in einem Lager in Fulda.

Eine Verwendung ist nicht geplant.

Die aufgestellten Schablonen werden anders genutzt. Fahrgäste stellen Getränke darauf ab.

Manche lehnen ihr Fahrrad daran. Beides ist nicht vorgesehen.

Untersagt ist es auch nicht. Ein Hinweisschild fehlt.

Die Bahn prüft, ob eines nötig ist. Die Prüfung läuft seit Mai.

Ein Ergebnis wird für Herbst erwartet. Es wird intern beraten.

Fahrgastverbände nennen das Ganze überflüssig. Gepäck sei selten das Problem.

Im Fernverkehr gibt es je Wagen acht Gepäckplätze. Bei 82 Sitzen.

Das Verhältnis stammt aus einer Zeit mit weniger Gepäck. Festgelegt 1996.

Seitdem ist das durchschnittliche Reisegepäck um 40 Prozent gewachsen. Die Zahl der Plätze blieb gleich.

Eine Anpassung ist nicht vorgesehen. Sie würde Sitzplätze kosten.

Herr Baytekin ist 51 und fährt montags mit Werkzeug zur Baustelle, freitags zurück. Sein Koffer ist zwei Zentimeter zu breit.

Seit März zahlte er 50 Euro in der Woche. Ein zweiter, kleinerer Koffer wäre teurer gewesen.

Ein gebrauchter Firmenwagen war billiger. Den hat er seit Juni.

Die Schablone hat funktioniert.

+++ 1,1 Millionen Euro für Schablonen an 340 Bahnhöfen, Entgelt bei Überschreitung 25 Euro +++

+++ Acht Gepäckplätze auf 82 Sitze – das Verhältnis wurde 1996 festgelegt +++

+++ Acht Gepäckplätze auf 82 Sitze – das Verhältnis wurde 1996 festgelegt +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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