Bahn baut ein Gepäckband statt des Aufzugs, teurer und anderthalb Stunden langsamer

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Bahn baut ein Gepäckband statt des Aufzugs, teurer und anderthalb Stunden langsamer

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Gepäck folgt)

Gepäckband Satire: Waschbär steht mit leeren Pfoten neben einem Gepäckförderband in einer Bahnhofshalle

Der Koffer kommt. Später. Foto: wpa (Symbolbild)

Düsseldorf (wpa) – Die Deutsche Bahn führt an sechs Bahnhöfen ein Gepäckband ein. Man gibt sein Gepäck vor der Fahrt ab.

Es fährt getrennt vom Fahrgast. Ankunft meist eine Stunde später.

„Wir entlasten den Innenraum“, sagt Sprecherin Bettina Gepäckstück. Und die Reisenden gleich mit.

Entlastet wird der Reisende um sein Gepäck und um anderthalb Stunden. Getrennt reist beides, teurer.

Abgegeben wird 30 Minuten vor Abfahrt. Ausgegeben 60 Minuten nach Ankunft.

Die Reise dauert damit anderthalb Stunden länger. Der Konzern nennt das Umverteilung.

Der Preis: 12 Euro je Stück. Versicherung nicht dabei.

Die gibt es extra. Der Anbieter sitzt in Luxemburg.

Gebaut wurde das Band an sechs Bahnhöfen. An denselben fehlt seit Jahren ein Aufzug.

Frau Rehberg trägt ihren Koffer die Treppe hoch, den Aufzug gibt es nicht. Ein Gepäckband gibt es, für 12 Euro.

Das Band nimmt ihr den Koffer ab und gibt ihn anderthalb Stunden später zurück. Die Treppe nimmt es ihr nicht.

Der Vorstand nennt das Gepäckband eine Serviceinnovation. Innoviert wurde das Tragen, nicht das Steigen.

Wo ein Aufzug fehlt, hilft ein Band, das langsamer ist als der Reisende. Getragen wird trotzdem, nur teurer.

Der Minister lobt den Komfortgewinn im Reisegepäck. Komfortabel ist es, ohne Koffer, ohne Aufzug, anderthalb Stunden länger.

Gemessen wird die Zahl der Gepäckbänder, nicht der Aufzüge. Gebaut sind sechs Bänder, gefehlt haben sechs Aufzüge.

Ein Aufzug hätte allen geholfen, das Band hilft dem, der 12 Euro zahlt und Zeit hat. Priorisiert wurde das Zahlprodukt.

Für den Aufzug läuft weiter eine Prüfung. Für das Band lief eine Ausschreibung, gewonnen in Luxemburg.

So entlastet die Bahn den Innenraum, indem der Koffer getrennt und später reist. Der Aufzug bleibt im Konzept.

12 Euro, anderthalb Stunden, ein Band statt einer Treppe ohne Aufzug. Das ist die Umverteilung.

Die Bahn baut an sechs Bahnhöfen ein Gepäckband für 12 Euro je Stück, das anderthalb Stunden nach dem Reisenden ankommt, genau dort, wo seit Jahren der Aufzug fehlt. Frau Rehberg trägt ihren Koffer weiter die Treppe hoch.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Band 610.000 Euro plus zwei Personen, ein Aufzug hätte 410.000 gekostet +++

+++ Der Aufzug ist seit 2018 beantragt, Wartezeit auf das Gepäck 61 Minuten +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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