⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
1.400 neue Schilder führen alle zum Ausgang, keins zum Zug
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Weg unklar)

Alle Pfeile zeigen nach draußen. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Der Berliner Hauptbahnhof hat ein neues Wegeleitsystem. 1.400 Schilder.
Die Schilder führen zuverlässig zum Ausgang. Andere Ziele seltener.
„Der Ausgang ist das häufigste Ziel“, sagt Projektleiter Dietmar Wegeplan. Ermittelt wurde das per Befragung.
Teilgenommen haben 200 Personen. Gefragt wurde nach dem Ziel des Besuchs.
Die häufigste Antwort war Weiterkommen. Gewertet wurde sie als Ausgang.
Andere Deutungen waren nicht vorgesehen.
Das System folgt einer Hierarchie. Ganz oben steht der Ausgang.
Oben steht er, weil im Brandfall jeder rausmuss. Das ist richtig und vorgeschrieben.
Darunter kommen Gleise, Aufzüge und Service. In kleinerer Schrift.
Kleinere Schrift heißt: ab vier Metern nicht mehr lesbar. Die Halle ist 94 Meter lang.
Wer auf 94 Metern nur den Ausgang lesen kann, geht zum Ausgang.
Gleise sind bis zur ersten Ebene ausgeschildert. Dann übernimmt die Anzeigetafel.
Die hängt in der Halle. Wer von unten kommt, sieht sie nicht.
Dafür gibt es einen Hinweis. Der verweist auf die App.
Die braucht Empfang. Auf den unteren Ebenen gibt es keinen.
Das System kostete 12 Millionen Euro. Entwickelt von einem Büro in Köln.
Das hatte vorher Flughäfen ausgestattet. Da gilt derselbe Grundsatz.
Ein Flughafen hat aber einen Ausgang. Ein Bahnhof hat sieben.
Alle sieben sind ausgeschildert. Welcher der richtige ist, steht nicht dabei.
Am Ausgang steht kein Schild zurück zu den Gleisen. Das war nicht im Auftrag.
Der Auftrag umfasste die Ebene Halle. Der Vorplatz gehört der Stadt.
Eine Ergänzung am Vorplatz kostet 41.000 Euro. Beantragt ist sie nicht.
Fahrgastverbände haben es getestet. Vier von fünf erreichten die Straße.
Den Zug erreichte eine. Sie kannte den Bahnhof schon.
Die Bahn nimmt die Kritik ernst. Man werde nachbessern.
Geplant sind 200 zusätzliche Schilder. Sie sollen zu den Gleisen führen.
Das alte System war von 1998. Es führte zu den Gleisen.
Ausgetauscht wurde es wegen des Designs. Die Schrift galt als überholt.
Bis zur Nachbesserung hilft eine einfache Regel. Man folge den Menschen mit Koffern.
Die kennen den Weg meist auch nicht. Aber sie gehen entschlossen.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Gleisschilder ab vier Metern nicht mehr lesbar, die Halle ist 94 Meter lang +++
+++ Umsetzung 12 Millionen, die fehlende Ergänzung am Vorplatz 41.000 +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen