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140.000-Euro-Studie: Wem gehört die Armlehne?
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Ellbogen frei)

Die mittlere Armlehne. Ungeklärt seit 1994. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Zwischen zwei Sitzen im Zug liegt eine Armlehne. Wem sie gehört, ist ungeklärt.
Die Bahn hat dazu eine Studie beauftragt. 140.000 Euro.
Befragt wurden 2.400 Fahrgäste. Das Ergebnis fiel eindeutig aus.
71 Prozent hielten die Armlehne für ihre eigene. Egal, welcher Sitzplatz.
„Das war zu erwarten“, sagt Komfortmanagerin Ilona Sitzschale. Man habe es trotzdem wissen wollen.
Das Ergebnis: kein einheitliches Nutzungsverständnis. Trifft zu und war vorher bekannt.
Aus der Studie folgte keine Regelung. Eine solche sei nicht durchsetzbar.
Kontrollen wären nötig. Dafür fehle das Personal.
Die Armlehne bleibt also umstritten. Das gilt als hinnehmbar.
In der ersten Klasse stellt sich die Frage nicht. Dort gibt es zwei Armlehnen je Sitz.
Das ist der wesentliche Unterschied zur zweiten Klasse. Der Aufpreis beträgt 40 Prozent.
Umgerechnet kostet die zweite Armlehne 23 Euro. Auf einer Fahrt Berlin–Köln.
Die Bahn weist die Rechnung zurück. Der Aufpreis umfasse weitere Leistungen.
Genannt werden mehr Beinfreiheit und ein Getränk. Beides ist unstrittig.
Neue Züge sollen breitere Armlehnen bekommen. 8,5 Zentimeter.
Bisher waren es 6. Zwei Zentimeter mehr kosten 3.100 Euro je Wagen.
Bei 900 bestellten Wagen sind das 2,8 Millionen. Umgesetzt bei Neubestellungen.
Die nächste Lieferung kommt 2031. Bis dahin bleibt es bei 6 Zentimetern.
Fahrgastverbände nennen das enttäuschend. Der Konflikt sei alltäglich.
Er trete auf jeder längeren Fahrt auf. Meist bleibt es beim Schweigen.
In seltenen Fällen wird gesprochen. Dann meist mit einer Entschuldigung.
Zugbegleiter werden selten geholt. Sie haben keine Handhabe.
Eine Schulung dazu gibt es nicht. Sie wurde auch nicht beantragt.
Beantragt wurde die Studie. Bewilligt im ersten Anlauf.
Ein Antrag auf 200 zusätzliche Sitzplätze im Nahverkehr liegt seit 2022 vor. Er ist im Verfahren.
In der Kommunikation läuft die Studie als Beleg für Kundenorientierung.
Der zuständige Bereich wurde intern ausgezeichnet. Der Preis ist eine Glasstele.
Sie steht in einem Flur, den man nur mit Ausweis betritt.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Studie 140.000 Euro, Ergebnis: kein einheitliches Nutzungsverständnis +++
+++ Zwei Zentimeter mehr Armlehne kosten 3.100 Euro je Wagen, bestellt für 2031 +++
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