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Ersatzverkehr für den Ersatzverkehr
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Bus für den Bus)

Der Bus für den Bus. Er kommt gleich. Foto: wpa (Symbolbild)
Gera (wpa) – Die Strecke bei Gera ist gesperrt. Dafür fährt seit Juni ein Ersatzverkehr.
Seit August fällt dieser Ersatzverkehr aus. Der Busunternehmer hat keine Fahrer mehr.
Die Bahn hat reagiert. Sie richtete einen Ersatzverkehr für den Ersatzverkehr ein.
Der fährt eine andere Route. Elf Kilometer länger.
„Wir haben schnell eine Lösung gefunden“, sagt Regionalleiter Uwe Umleitung. Gesichert sei die Anbindung.
Der neue Bus fährt vier Mal am Tag. Der alte fuhr acht Mal.
Die Fahrzeit stieg von 28 auf 47 Minuten. Mit dem Zug waren es 19.
Betroffen sind rund 1.900 Fahrgäste täglich. Viele sind auf die Verbindung angewiesen.
Der Ersatzverkehr wurde für zwölf Monate ausgeschrieben. Ausgeschrieben war ein Stundentakt.
Angebote gab es zwei. Das günstigere lag 31 Prozent unter dem anderen.
Angeboten wurde darin ein Zweistundentakt. Angenommen wurde es trotzdem.
Der Anbieter hatte damals 14 Fahrer. Heute neun.
Fünf haben gekündigt. Alle fünf in den Nahverkehr gewechselt.
Grund waren die Schichtzeiten. Der erste Bus startet um 4:20 Uhr.
Der letzte kommt um 23:50 Uhr zurück. Die Schicht liegt damit an der Grenze.
Sie ist zulässig. Zulässig heißt nicht beliebt.
Das räumt auch der Unternehmer ein. Er hat um eine Vertragsanpassung gebeten.
Die Bahn lehnte ab. Der Vertrag gelte wie geschlossen.
Nachverhandlungen seien nicht vorgesehen. Bezahlt werden die Fahrer nach einem Tarif von 2019.
Angepasst wurde der Tarif nicht. Ein zweiter Anbieter hätte zu diesen Bedingungen Fahrer gebraucht.
Der Unternehmer prüft nun die Kündigung. Zum Jahresende wäre sie möglich.
Dann bräuchte es einen dritten Ersatzverkehr. Ausgeschrieben wurde er bereits.
Ausgeschrieben zu denselben Bedingungen. Angebote gingen keine ein.
Was der Ausfall bei den Fahrgästen auslöst, erfasst die Bahn nicht. Es gebe keine Meldepflicht.
Herr Rausch hat zwei Stunden Mehrweg am Tag. Gerechnet hat er es im Juli.
Im August hat er den Arbeitgeber gewechselt. Der neue liegt an der Buslinie.
Er verdient dort 300 Euro weniger. Er sagt, das rechne sich trotzdem.
Sein Wechsel steht in keiner Statistik.
Für ihn gibt es keine.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Ausgeschrieben war ein Stundentakt, angeboten ein Zweistundentakt – angenommen, weil es das einzige Angebot war +++
+++ Neuausschreibung zu denselben Bedingungen, es ging kein Angebot ein +++
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