Zulassung geregelt: Für das gedruckte Bahnersatzteil verlangt die Behörde ein handgefertigtes Vergleichsmuster

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Zulassung geregelt: Für das gedruckte Bahnersatzteil verlangt die Behörde ein handgefertigtes Vergleichsmuster

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (im Druck)

Waschbär steht in einer Werkhalle neben einem geöffneten Wagenkasten

Der Chefredakteur hält das Teil. Es darf noch nicht eingebaut werden. Foto: wpa (Symbolbild)

Neumünster (wpa) – Für ein im 3D-Verfahren gedrucktes Ersatzteil verlangt die Zulassungsstelle ein Vergleichsmuster. Es muss handgefertigt sein.

Verglichen werden soll die Maßhaltigkeit. Als Referenz gilt die traditionelle Fertigung.

Das gedruckte Teil ist nach vier Stunden fertig. Das handgefertigte braucht elf Monate.

Elf Monate sind die Wartezeit beim einzigen Betrieb, der es noch anfertigt. Er liegt in Sachsen.

„Wir brauchen eine belastbare Referenz“, erklärt Prüfsachverständiger Marcel Sinterschicht. Belastbar ist die Hand.

Der Betrieb beschäftigt vier Feilenschleifer. Der jüngste ist 58.

Der älteste geht 2027 in Rente. Nachwuchs gibt es keinen.

Der Beruf wurde 2011 aus der Ausbildungsordnung gestrichen. Gestrichen wurde er wegen fehlender Nachfrage.

Die Nachfrage entstand 2024 neu. Sie entstand durch die Zulassungsvorschrift.

Die Vorschrift stammt aus dem Jahr 1998. Damals gab es keinen 3D-Druck.

Geändert wurde sie nicht. Sie gilt unverändert für neue Verfahren.

Eine Änderung wäre möglich. Zuständig ist eine Behörde mit 41 offenen Stellen.

Von diesen 41 sind 14 seit über zwei Jahren ausgeschrieben. Gesucht werden Prüfsachverständige.

Prüfsachverständiger wird man in einem Verfahren, das selbst mehrere Jahre dauert. Es wird von derselben Behörde durchgeführt.

Damit prüft der Engpass seinen eigenen Nachschub. Das ist keine Absicht, sondern Aufbau.

In Neumünster stehen zwei Triebwagen seit Februar. Ihnen fehlt jeweils dasselbe Teil.

Das Teil kostet als Druck 400 Euro. Das Vergleichsmuster kostet 6.100.

Der Ausfall der beiden Fahrzeuge kostet rund 90.000 Euro im Monat. Er wird auf einem anderen Konto geführt.

Beide Konten gehören dem Konzern. Zusammengerechnet werden sie nicht.

Auf der betroffenen Linie fährt seit Februar ein Bus. Er braucht 28 Minuten länger.

Frau Petrenko pendelt auf dieser Linie und fährt seit Februar Bus. Das sind rund 205 Stunden im Jahr.

Sie hat im Juni bei der Bahn angerufen und gefragt, woran es liege. Man hat ihr von dem Teil erzählt.

Sie sagt, sie habe das für einen Scherz gehalten. Man habe ihr versichert, es sei keiner.

Der Drucker in Neumünster läuft weiter. Er fertigt Teile, die nicht sicherheitsrelevant sind.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Vergleichsmuster in Auftrag gegeben, gefertigt wird es von Hand +++

+++ Der letzte Feilenschleifer der Region geht 2027 in Rente +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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