Hightech im Werk: 34-Euro-Hammer schlägt Ultraschallgerät für 280.000 Euro

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Hightech im Werk: 34-Euro-Hammer schlägt Ultraschallgerät für 280.000 Euro

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Ton stimmt)

Radsatz Satire: Waschbär steht neben einem Zugrad in einer Werkstatthalle

Der Ton ist hell. Das Rad darf weiterfahren. Foto: wpa (Symbolbild)

Nürnberg (wpa) – In einer Werkstatt in Nürnberg werden Räder mit einem Hammer geprüft. Der Prüfer schlägt dagegen und hört zu.

Klingt es hell, ist das Rad in Ordnung. Klingt es dumpf, hat es einen Riss.

Das Verfahren stammt aus dem Jahr 1886. Es ist bis heute zugelassen.

„Es funktioniert“, sagt ein Prüfer. Die Trefferquote liege bei 99,4 Prozent.

Ein Ultraschallgerät erreicht 99,6 Prozent. Es kostet 280.000 Euro.

Der Hammer kostet 34 Euro. Er hält etwa zwölf Jahre.

Die Bahn hat beides angeschafft. Der Ultraschall steht in der Halle.

Er wird selten benutzt. Die Bedienung dauert 20 Minuten je Rad.

Der Hammer braucht vier Sekunden. Ein Zug hat 32 Räder.

Damit dauert die Prüfung gut zwei Minuten. Mit Ultraschall wären es zehn Stunden.

Die Prüfer werden drei Jahre ausgebildet. Ein Teil davon ist Gehörschulung.

Sie hören Töne, die andere nicht unterscheiden. Das ist keine Übertreibung.

Ein Test einer Fachhochschule bestätigte es. Die Prüfer erkannten Risse, die das Gerät übersah.

Bundesweit gibt es noch 140 solcher Prüfer. Vor zwanzig Jahren waren es 600.

Nachwuchs ist schwer zu finden. Der Beruf gilt als altmodisch.

Die Bahn wirbt jetzt mit dem Hammer. Auf Plakaten steht „Hören Sie den Unterschied“.

Die Kampagne kostet 900.000 Euro. Sie brachte bisher vier Bewerbungen.

Zwei davon kamen von Musikern. Einer war Schlagzeuger.

Er hat die Prüfung bestanden. Die Ausbildung beginnt im Oktober.

Der zweite ist Klavierstimmer. Auch er wurde genommen.

Die Bahn prüft nun eine Kooperation mit Musikhochschulen. Gespräche laufen seit Juni.

Der Werkleiter nennt das naheliegend. 900.000 Euro Plakatkampagne brachten vier Bewerbungen. Für das Geld hätte man zwölf Prüfer drei Jahre lang ausbilden können.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Rad klingt einwandfrei – Ultraschallgerät hört seit acht Jahren zu +++

+++ Noch 140 Prüfer bundesweit, vor zwanzig Jahren 600 – die Kampagne brachte vier Bewerbungen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →