⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Sicherheit zuerst: Bremsprobe dauert elf Minuten, die Fahrt neun
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Bremse hält)

Der Zug steht. Die Bremse funktioniert. Foto: wpa (Symbolbild)
Wuppertal (wpa) – Auf der Strecke zwischen Wuppertal und Solingen dauert die Fahrt neun Minuten. Die vorgeschriebene Bremsprobe dauert elf.
Sie wird vor jeder Fahrt durchgeführt. Das ist so geregelt.
Der Zug steht dabei am Bahnsteig. Die Türen bleiben geschlossen.
Fahrgäste warten draußen. Sie sehen den Zug und kommen nicht hinein.
„Die Sicherheit hat Vorrang“, sagt Sicherheitsbeauftragter Egon Prellbock. Die Probe sei unverzichtbar.
Die Bremsprobe prüft den Druck in der Hauptluftleitung. Er muss bei fünf bar liegen.
Danach wird entlüftet. Dann wird wieder gefüllt.
Der Vorgang wiederholt sich dreimal. Jedes Mal dauert es etwa drei Minuten.
Die Zeit wurde 1974 festgelegt. Damals waren die Züge länger.
Heute besteht der Zug aus zwei Wagen. Die Vorschrift blieb gleich.
Eine Anpassung wurde 2011 beantragt. Der Antrag liegt beim Eisenbahn-Bundesamt.
Dort wird er geprüft. Eine Frist gibt es nicht.
Der Fahrplan berücksichtigt die Probe nicht. Er rechnet mit vier Minuten Standzeit.
Die restlichen sieben Minuten gelten als Verspätung. Sie werden dem Zug angerechnet.
Damit ist die Verbindung dauerhaft unpünktlich. Die Quote liegt bei elf Prozent.
Das ist der schlechteste Wert im Land. Die Ursache ist bekannt.
Geändert wurde trotzdem nichts. Zuständig sei das Bundesamt.
Das Bundesamt verweist auf die Bahn. Sie müsse einen neuen Antrag stellen.
Der alte Antrag sei formal veraltet. Er stamme aus einer früheren Verordnung.
Die Bahn prüft das. Ein neuer Antrag ist in Vorbereitung.
Bis dahin bleibt es bei elf Minuten. Fahrgäste nutzen die Zeit unterschiedlich.
Der Verkehrsverbund hat das Problem 2019 öffentlich gemacht. Eine Reaktion blieb aus.
Er hat den Vorgang im Mai erneut vorgelegt. Die Antwort steht noch aus.
Seit 2011 liegt ein Antrag auf Anpassung. Er wird geprüft, eine Frist gibt es nicht. Fünfzehn Jahre lang stehen Fahrgäste vor einem Zug, dessen Türen zu sind, während drinnen dreimal Luft abgelassen wird.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Bremse einsatzbereit – der Zug leider nicht mehr im Fahrplan +++
+++ Elf Prozent Pünktlichkeit auf dieser Linie – der schlechteste Wert im Land, Ursache bekannt seit 2011 +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen