Die Bremsprobe dauert elf Minuten, die Fahrt neun

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Die Bremsprobe dauert elf Minuten, die Fahrt neun

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Bremse hält)

Bremsprobe Satire: Waschbär steht neben einem stehenden Regionalzug an einem Bahnsteig

Der Zug steht. Die Bremse funktioniert. Foto: wpa (Symbolbild)

Wuppertal (wpa) – Auf der Strecke zwischen Wuppertal und Solingen dauert die Fahrt neun Minuten. Die vorgeschriebene Bremsprobe dauert elf.

Sie wird vor jeder Fahrt gemacht. So ist es geregelt.

Der Zug steht dabei am Bahnsteig. Die Türen bleiben zu.

Fahrgäste warten draußen. Sie sehen den Zug und kommen nicht hinein.

„Die Sicherheit hat Vorrang“, sagt Sicherheitsbeauftragter Egon Fünfbar. Die Probe sei unverzichtbar.

Das bestreitet niemand. Die Bremsprobe prüft den Druck in der Hauptluftleitung.

Er muss bei fünf bar liegen. Danach wird entlüftet und wieder gefüllt.

Elf Minuten Prüfung für neun Minuten Fahrt. Die Sicherheit dauert länger als der Weg.

Frau Reinbold steht vor der verschlossenen Tür. Der Zug ist da, sie ist es auch, dazwischen elf Minuten.

Sie sieht ihren Sitzplatz durch das Fenster. Einsteigen darf sie erst, wenn der Druck stimmt.

Die Probe ist richtig, die Strecke ist kurz. Beides zusammen ergibt mehr Warten als Fahren.

Der Vorstand verweist auf die geltenden Sicherheitsvorschriften. Sie gelten, unabhängig von der Streckenlänge.

Eine neun Minuten lange Linie mit elf Minuten Vorlauf ist ineffizient. Nicht die Probe, die Linie ist das Problem.

Der Minister lobt die konsequente Einhaltung der Bremsvorschriften. Konsequent steht der Zug länger, als er fährt.

Gemessen wird die durchgeführte Bremsprobe, nicht die Gesamtzeit. Geprüft ist alles, gefahren wird kurz.

Für kurze Pendelstrecken gäbe es Verfahren mit Vorabprüfung. Sie sind zugelassen und würden das Warten verkürzen.

Die Probe schützt, das steht fest. Das Warten davor schützt nur den Fahrplan der Vorschrift.

So sichert man eine Neun-Minuten-Fahrt, indem man elf Minuten davor prüft. Die Türen bleiben zu, der Zug bleibt sicher.

Neun Minuten fahren, elf Minuten warten, Tür zu. Das ist das Verhältnis auf dieser Strecke.

Zwischen Wuppertal und Solingen dauert die Bremsprobe elf Minuten und die Fahrt neun, und die Fahrgäste warten davor vor verschlossenen Türen. Unverzichtbar ist die Probe, nur die neun Minuten kurze Linie passt nicht zu ihr.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Bremsprobe elf Minuten, Fahrzeit neun – die Probe ist in der Fahrzeit nicht eingeplant +++

+++ 340 Minuten Anfangsverspätung in der Jahresauswertung eines Triebfahrzeugführers, der sie nicht verursacht hat +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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