Notbremse ziehen kostet jetzt 8,50 Euro, mit Vielnutzer-Rabatt

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Notbremse ziehen kostet jetzt 8,50 Euro, mit Vielnutzer-Rabatt

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ziehung extra)

Notbremse Satire: Waschbär steht im Zugabteil vor einem roten Notbremsgriff an der Wand

Ein Fahrgast prüft die neue Gebührenordnung. Foto: wpa (Symbolbild)

Köln (wpa) – Die Deutsche Bahn erhebt künftig eine Gebühr für das Ziehen der Notbremse. Sie beträgt 8,50 Euro.

Bisher war der Griff kostenlos. Er wurde nach Konzernangaben zu häufig genutzt.

„Eine Notbremse ist kein Angebot“, sagt Sicherheitsvorstand Karl Notbremsgriff. Sie ist eine Ausnahme.

Aus der Ausnahme wird ein Tarif. Die Ausnahme hat jetzt einen Preis.

Im vergangenen Jahr wurde 41.000 Mal gezogen. In 39.000 Fällen lag kein Notfall vor.

Häufigster Grund war eine geschlossene Tür. Zweithäufigster ein verpasster Anschluss.

Gezogen wird, wo die Bahn versagt, an der Tür und am Anschluss. Bezahlt wird es künftig vom Fahrgast.

Vielnutzer bekommen künftig einen Rabatt. Ab der zehnten Ziehung kostet es 6 Euro.

Ein Rabatt fürs häufige Notbremsen, das ist der Widerspruch im Angebot. Wer oft zieht, zieht günstiger.

Herr Adrian zog die Bremse, weil die Tür nicht öffnete. 8,50 Euro, für einen Fehler der Tür.

Er zahlte für das Anhalten, das die Bahn nötig machte. Die Tür klemmte, die Rechnung kam ihm.

Dazu gibt es eine Kundennummer und einen Ansprechpartner. Er meldet sich nicht.

Der Vorstand nennt die Gebühr eine Steuerung des Missbrauchs. Gesteuert wird die Kasse, nicht die Tür.

Eine Notbremse mit Kundennummer ist keine Ausnahme mehr, sondern ein Produkt. Verkauft wird der Nothalt, mit Treuerabatt.

Der Minister lobt die klare Regelung zur Notbremse. Klar ist der Preis, unklar die Tür, die klemmte.

Gemessen wird die Zahl der Ziehungen, nicht ihr Anlass. 39.000-mal war kein Notfall, oft war es die Bahn.

Für die klemmenden Türen gibt es eine Reparaturliste. Sie ist länger als die Rabattstaffel.

So senkt die Bahn die Zahl der Notbremsungen, indem sie sie berechnet. Wer zieht, zahlt, wer oft zieht, weniger.

8,50 Euro, ab zehn 6, eine Kundennummer, ein stummer Ansprechpartner. Das ist die Notbremse.

Die Bahn verlangt jetzt 8,50 Euro fürs Ziehen der Notbremse, mit Rabatt ab der zehnten Ziehung, obwohl der häufigste Grund eine geschlossene Tür ist. Herr Adrian zahlte für einen Halt, den die klemmende Tür nötig machte.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 2.400 Ziehungen, 210 als missbräuchlich eingestuft – die Gebühr gilt zunächst für alle +++

+++ Erstattung nach elf Wochen Prüfung +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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