Rangierbahnhof sortiert elf Tage nach Farbe statt nach Ziel

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Rangierbahnhof sortiert elf Tage nach Farbe statt nach Ziel

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (rot vor blau)

Rangierbahnhof Satire: Waschbär steht auf einem großen Gleisfeld mit Güterwagen

Alle roten Wagen stehen zusammen. Das war nicht das Ziel. Foto: wpa (Symbolbild)

Maschen (wpa) – Der Rangierbahnhof Maschen sortiert Güterwagen. Seit Juli sortierte er nach Farbe.

Eigentlich sollte er nach Zielbahnhof sortieren. Ein Update stellte die Software um.

Das Feld für das Ziel und das für die Lackierung liegen nebeneinander. Sie wurden vertauscht.

Aufgefallen ist es nach elf Tagen. Ein Disponent bemerkte die auffällige Ordnung.

„Es sah sehr aufgeräumt aus“, sagt Disponent Manfred Rangiergleis. Verdacht schöpfte er erst am elften Tag.

Rot bei Rot, Grau bei Grau, sauber getrennt. Nur führte keine Farbe nach irgendwo.

In der Zeit wurden 14.000 Wagen sortiert. Alle standen farblich korrekt.

Ihre Ziele lagen in vier Bundesländern. Die Zuordnung dazu fehlte.

Ein Güterbahnhof, der nach Farbe sortiert, ist ein Bilderbuch. Er ist kein Verteiler.

Frau Tewes wartete auf einen Wagen mit Ersatzteilen. Er stand elf Tage in Maschen, farblich passend, am falschen Ort.

Ihr Wagen war grau und ordentlich einsortiert. Nach Ziel gefragt hatte die Software nicht.

Der Vorstand nennt es einen isolierten Softwarefehler. Isoliert wirkte er elf Tage, über vier Länder.

Der Disponent bemerkte es, weil es zu schön aussah. Auffällig war die Ordnung, nicht die Warnung.

Kein Alarm schlug an, das System meldete Erfolg. Sortiert war alles, zugestellt nichts.

Der Minister lobt die Digitalisierung im Güterverkehr. Digitalisiert wurde die Verwechslung, elf Tage lang.

Gemessen wird die Zahl sortierter Wagen, nicht ihr Ziel. Sortiert sind 14.000, angekommen wenige.

Für die Rücksortierung nach Ziel brauchte es elf weitere Tage. Zuerst die Farbe, dann das Ziel, nacheinander.

So ordnet ein Rangierbahnhof den Güterverkehr, wenn zwei Felder tauschen. Schön war es, nutzlos auch.

14.000 Wagen, vier Länder, eine Farbe pro Gleis. Elf Tage lang das ordentlichste Chaos der Republik.

In Maschen sortierte der Rangierbahnhof elf Tage lang nach Lackierung statt nach Ziel, weil ein Update zwei Felder tauschte. Es sah sehr aufgeräumt aus, 14.000 Wagen standen farbrein, nur wusste keiner mehr, wohin sie sollten.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Update an 40 Wagen getestet, alle grau – 14.000 Wagen anschließend nach Farbe sortiert +++

+++ Ein Einzelwagen ersetzt einen Lkw, ein Ganzzug vierzig +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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