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Verlagerung gefördert: Trassenpreise steigen um 18 Prozent, das Förderprogramm für die Schiene wächst parallel
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (verlagert)

Der Chefredakteur rechnet nach. Es hebt sich auf. Foto: wpa (Symbolbild)
Duisburg (wpa) – Die Trassenpreise für den Güterverkehr sind um 18 Prozent gestiegen. Die Erhöhung gilt seit Januar.
Im selben Monat wurde ein Zuschussprogramm aufgestockt. Es beträgt jetzt 350 Millionen Euro im Jahr.
Beide Maßnahmen betreffen dieselben Züge. Beschlossen wurden sie getrennt.
Die Erhöhung beschließt der Netzbetreiber. Sie folgt aus dem Finanzierungsvertrag.
Der Zuschuss wird vom Bund gewährt. Er soll die Erhöhung ausgleichen.
„Die Wettbewerbsfähigkeit bleibt erhalten“, teilt das Ministerium mit. Erhalten bleibt sie durch den Ausgleich.
Der Ausgleich wird je Zug beantragt. Der Antrag umfasst vier Seiten.
Bewilligt wurden im ersten Jahr 61 Prozent der Anträge. Die übrigen waren unvollständig.
Unvollständig waren sie überwiegend bei kleinen Anbietern. Sie haben keine Antragsabteilung.
Große Anbieter haben eine. Damit erreicht der Ausgleich überwiegend die Großen.
Die Trassenpreiserhöhung trifft alle. Sie wird automatisch abgebucht.
Der Netzbetreiber gehört demselben Konzern wie der größte Nutzer. Die Zahlung ist konzernintern.
Konzernintern hebt sie sich auf. Für externe Anbieter hebt sie sich nicht auf.
Externe Anbieter haben einen Marktanteil von 61 Prozent im Güterverkehr. Sie tragen die Erhöhung voll.
Der Ausgleich erreicht sie zu 61 Prozent. Die Differenz ist ihr Nachteil.
Der Nachteil beträgt nach Verbandsschätzung rund 190 Millionen Euro. Er wirkt gegen die Verlagerung.
Die Verlagerung ist das erklärte Ziel. Es steht im Koalitionsvertrag.
Der Schienenanteil am Güterverkehr lag 2019 bei 19 Prozent. Er liegt heute bei 16.
Gesunken ist er in jedem Jahr seit 2019. In jedem dieser Jahre stiegen die Trassenpreise.
Der Zusammenhang wurde untersucht. Untersucht hat ihn ein Institut im Auftrag des Bundes.
Herr Lindner betreibt eine Spedition mit 14 Lastwagen. Er hat dreimal versucht, auf die Schiene zu wechseln.
Beim dritten Versuch hat er den Zuschuss beantragt. Sein Antrag war unvollständig.
Gefehlt hat eine Anlage zur Trassenbuchung. Er hatte keine Trasse.
Ohne Trasse gibt es keine Buchung. Ohne Buchung gibt es keinen Zuschuss.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Trassenpreise plus 18 Prozent, Zuschuss plus 350 Millionen +++
+++ Beide Beträge betreffen dieselben Züge, beschlossen wurden sie getrennt +++
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