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Verlagerung wirkt: Nach der vierten Mauterhöhung sinkt der Anteil der Schiene erneut
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (verlagert)

Der Chefredakteur zählt die Lastwagen. Es werden mehr. Foto: wpa (Symbolbild)
Duisburg (wpa) – Die Lkw-Maut ist zum vierten Mal seit 2019 erhöht worden. Ziel ist die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene.
Der Anteil der Schiene am Güterverkehr lag 2019 bei 19 Prozent. Er liegt heute bei 16.
Gesunken ist er in jedem Jahr seit der ersten Erhöhung. Der Zusammenhang wurde untersucht.
Untersucht wurde er 2024. Festgestellt wurde, dass die Maut die Preise erhöht, aber nicht die Verlagerung.
Verlagert wird nur, wenn eine Alternative verfügbar ist. Verfügbar ist sie im Einzelwagenverkehr kaum noch.
„Die Instrumente greifen mit Verzögerung“, erklärt ein Sprecher des Ministeriums. Verzögert greifen sie seit sieben Jahren.
Die Mauteinnahmen betragen rund 8 Milliarden Euro im Jahr. Sie fließen überwiegend in die Straße.
Das ist gesetzlich so geregelt. Ein Anteil für die Schiene wurde 2023 eingeführt.
Er beträgt derzeit rund 20 Prozent. Vorgesehen war eine höhere Quote.
Die höhere Quote wurde im Vermittlungsausschuss reduziert. Als Grund werden Zusagen an Länder genannt.
Im selben Jahr wurden die Trassenpreise um 18 Prozent erhöht. Trassenpreise zahlt der Güterverkehr auf der Schiene.
Damit wurde die Schiene teurer, während die Straße teurer wurde. Beides gleichzeitig hebt die Lenkungswirkung auf.
Aufgefallen ist das einem Verband. Er hat 2024 darauf hingewiesen.
Der Hinweis wurde zur Kenntnis genommen. Die Trassenpreise sind seither zweimal gestiegen.
Ein Trassenpreiszuschuss wurde 2025 eingeführt. Er beträgt 350 Millionen Euro im Jahr.
Beantragt wird er je Zug. Der Antrag umfasst vier Seiten.
Bewilligt wurden im ersten Jahr 61 Prozent der Anträge. Die übrigen waren unvollständig.
Unvollständig waren sie überwiegend bei kleinen Anbietern. Sie haben keine eigene Antragsabteilung.
Damit erreicht die Förderung überwiegend große Anbieter. Das war nicht die Absicht.
Es ist die Folge des Antragsverfahrens. Sie war absehbar.
Herr Lindner betreibt eine Spedition mit 14 Lastwagen. Er zahlt seit Januar 41.000 Euro mehr Maut im Jahr.
Er hat dreimal versucht, auf die Schiene zu wechseln. Ihm konnte niemand einen verlässlichen Slot zusagen.
Er sagt, er zahle die Maut und fahre trotzdem Straße. Eine Wahl habe er nicht.
Seine Lastwagen stehen in Duisburg. Daneben liegt ein Gleis.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Vierte Erhöhung seit 2019, Schienenanteil sank von 19 auf 16 Prozent +++
+++ Einnahmen fließen überwiegend in die Straße, so sieht es das Gesetz vor +++
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