Lkw-Maut viermal erhöht, der Schienenanteil sinkt von 19 auf 16 Prozent

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Lkw-Maut viermal erhöht, der Schienenanteil sinkt von 19 auf 16 Prozent

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (verlagert)

Lkw-Maut Satire: Waschbär steht an einer Straße neben einem parkenden Lastwagen

Der Chefredakteur zählt die Lastwagen. Es werden mehr. Foto: wpa (Symbolbild)

Duisburg (wpa) – Die Lkw-Maut ist zum vierten Mal seit 2019 erhöht worden. Ziel ist die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene.

Der Anteil der Schiene am Güterverkehr lag 2019 bei 19 Prozent. Heute bei 16.

Gesunken in jedem Jahr seit der ersten Erhöhung. Der Zusammenhang wurde untersucht.

Untersucht 2024. Ergebnis: Die Maut erhöht die Preise, aber nicht die Verlagerung.

Verlagert wird nur, wenn es eine Alternative gibt. Im Einzelwagenverkehr gibt es sie kaum noch.

„Die Instrumente greifen mit Verzögerung“, sagt Ministeriumssprecher Kurt Mautstufe. Verzögert greifen sie seit sieben Jahren.

Sieben Jahre Verzögerung sind kein Anlauf mehr. Sie sind ein Ergebnis.

Die Maut verteuert den Lkw, die Schiene wird trotzdem nicht voller. Weil die Schiene keinen Platz mehr für ihn hat.

Der Einzelwagenverkehr, der die Güter aufnähme, wurde abgebaut. Verteuert wird der Lkw, das Gleis fehlt.

Frau Sander betreibt eine kleine Spedition und würde gern verlagern. Sie findet kein Gleis, das ihre Güter nimmt.

Sie zahlt die höhere Maut und fährt weiter Straße. Eine Wahl hat sie nicht, nur eine Rechnung.

Der Vorstand verweist auf die begrenzte Kapazität im Güterverkehr. Begrenzt hat man sie selbst, durch Streckenstilllegung.

Die Mauteinnahmen betragen rund 8 Milliarden Euro im Jahr. Sie fließen überwiegend in die Straße.

Das Geld gegen den Lkw baut die Straße für den Lkw. Der Kreis ist geschlossen, das Gleis nicht.

Der Minister lobt das Lenkungsinstrument Maut. Gelenkt wurde der Preis, nicht der Verkehr.

Gemessen wird die Höhe der Maut, nicht die Verlagerung. Erhöht ist sie viermal, verlagert wurde nichts.

Für die fünfte Erhöhung liegt ein Vorschlag vor. Er soll die Verlagerung endlich anstoßen, wie die vier zuvor.

So verlagert man Güter auf die Schiene, indem man die Straße verteuert und ausbaut. Beides zugleich, mit demselben Geld.

Der Anteil der Schiene sinkt, die Maut steigt, die Straße wächst. Drei Kurven, eine Richtung, gegen das Ziel.

Die Lkw-Maut wurde viermal erhöht, um Güter auf die Schiene zu holen, doch deren Anteil fiel von 19 auf 16 Prozent. Verlagern könnte Frau Sander gern, es fehlt nur das Gleis, und die 8 Milliarden bauen die Straße.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Mauteinnahmen fließen in dieselben 41 Korridore, die für die Sanierung gesperrt werden +++

+++ Anteil der Schiene am Güterverkehr von 19 auf 16 Prozent gesunken +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →