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Glasfaser bis zum Bordstein, sieben Meter fehlen
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (sieben Meter)

Der Chefredakteur sieht das Kabel. Es endet hier. Foto: wpa (Symbolbild)
Rostock (wpa) – Der Glasfaserausbau in Rostock gilt seit 2023 als abgeschlossen. Die Ausbauquote beträgt 94 Prozent.
Gemessen wird die Verfügbarkeit am Bordstein. Angeschlossen sind 41 Prozent der Haushalte.
Die Differenz sind die letzten Meter. Sie liegen auf dem Privatgrundstück.
Für ihre Verlegung ist der Eigentümer zuständig. Kosten: rund 1.900 Euro.
„Die Erschließung ist erfolgt“, teilt der Netzbetreiber mit. Erschlossen ist die Straße.
Gefördert wurde der Ausbau mit öffentlichen Mitteln. Die Förderung endet am Bordstein.
Sie endet dort, weil Privatgrundstücke nicht förderfähig sind. So steht es in der Förderrichtlinie.
Die Richtlinie stammt von 2018. Geändert wurde sie zweimal.
Beide Änderungen betrafen die Antragsfristen. Die Grundstücksgrenze blieb.
Damit hängt der Erfolg eines Ausbauprogramms an sieben Metern.
Der aufgegrabene Gehweg vor dem Haus wurde 2022 wieder verschlossen. Der Schacht blieb.
Er hat einen Deckel. Darunter liegt das Kabelende.
Zweimal im Jahr wird der Schacht kontrolliert. Die Kontrolle kostet 40 Euro.
Über zehn Jahre sind das 800 Euro. Der Anschluss kostet 1.900.
Wer nicht anschließt, behält seinen alten Anschluss. Er läuft über Kupfer.
Kupferanschlüsse sollen bis 2030 abgeschaltet werden. Das hat der Betreiber angekündigt.
Danach bleibt Mobilfunk. In Teilen des Landkreises ist der lückenhaft.
Lückenhaft dort, wo auch die Glasfaser nicht angeschlossen ist. Dieselben Orte.
Ein Zuschussprogramm für die letzten Meter wurde geprüft. Eingestuft als beihilferechtlich schwierig.
Am Bahnhof endet die Glasfaser 400 Meter vor dem Bahnsteig. Dort beginnt Bahngelände.
Für die letzten 400 Meter braucht es einen Gestattungsvertrag. Die Bearbeitung dauert 18 Monate.
Der Anschluss kostet dort 41.000 Euro. Beantragt 2023.
Zuständig ist der Bereich Immobilien. Der finanziert aus dem Titel für Aufenthaltsqualität.
Der Titel ist ausgeschöpft.
Ohne Anschluss läuft die Fahrgastinformation über Mobilfunk. Der ist an dieser Stelle unterbrochen.
Unterbrochen, weil der Mast auf einem Grundstück steht, dessen Nutzungsvertrag 2024 auslief. Verlängert wurde er nicht.
Zuständig ist derselbe Bereich.
Frau Erdmann leitet eine Sägerei im Landkreis und braucht eine stabile Verbindung. Sie hat 1.900 Euro bezahlt.
Ihre vier Nachbarn haben nicht bezahlt.
Sie sagt, für einen Betrieb rechne sich das. Für einen Haushalt rechne es sich nicht.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Hausanschluss 1.900 Euro, Bahnhofsanschluss 41.000 – Titel für Aufenthaltsqualität ausgeschöpft +++
+++ Der Mobilfunkmast steht auf einem Grundstück, dessen Nutzungsvertrag 2024 auslief +++
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