Glasfaser zu 94 Prozent ausgebaut, angeschlossen sind 41 Prozent

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Glasfaser zu 94 Prozent ausgebaut, angeschlossen sind 41 Prozent

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (sieben Meter)

Glasfaser Satire: Waschbär steht vor einem aufgegrabenen Gehweg mit Kabelschacht

Der Chefredakteur sieht das Kabel. Es endet hier. Foto: wpa (Symbolbild)

Rostock (wpa) – Der Glasfaserausbau in Rostock gilt seit 2023 als abgeschlossen. Die Ausbauquote beträgt 94 Prozent.

Gemessen wird die Verfügbarkeit am Bordstein. Angeschlossen sind 41 Prozent der Haushalte.

Die Differenz sind die letzten Meter. Sie liegen auf dem Privatgrundstück.

Für ihre Verlegung ist der Eigentümer zuständig. Kosten: rund 1.900 Euro.

„Die Erschließung ist erfolgt“, sagt Netzsprecher Kurt Bordsteinkante. Erschlossen ist die Straße.

Ausgebaut ist die Leitung bis zum Bordstein. Am Bordstein endet die Quote und beginnt die Rechnung.

94 Prozent klingt fertig, 41 Prozent ist angeschlossen. Zwischen beiden liegen sieben Meter und 1.900 Euro.

Das ist dieselbe Rechnung wie beim Aufzug, der vorhanden ist, aber nicht fährt. Vorhanden zählt, nutzbar nicht.

Die Bahn kennt den Trick, die Netzbetreiber auch. Gemessen wird, was fertig aussieht, nicht was funktioniert.

Gefördert wurde der Ausbau mit öffentlichen Mitteln. Die Förderung endet am Bordstein.

Sie endet dort, weil Privatgrundstücke nicht förderfähig sind. So steht es in der Förderrichtlinie.

Herr Woll wohnt sieben Meter hinter dem Bordstein. Vor seinem Zaun liegt Glasfaser, hinter dem Zaun nicht.

Er zählt zur 94-Prozent-Quote und surft im alten Kupfer. Angeschlossen ist die Straße, nicht er.

Der Vorstand des Netzbetreibers meldet Vollzug. Vollzogen ist die Meldung, nicht der Anschluss.

Der Minister lobt den erfolgreichen Ausbau der digitalen Infrastruktur. Ausgebaut ist sie bis zum Rinnstein.

Gemessen wird die Verfügbarkeit, nicht die Nutzung. Verfügbar ist das Kabel, ungenutzt sieben Meter entfernt.

Für die letzten Meter gibt es keine Förderung. Es gibt eine Rechnung, an den Eigentümer.

So baut man ein Land aus, indem man an der Grundstücksgrenze aufhört. Die Quote ist voll, das Haus ist offline.

Die 1.900 Euro trennen die Meldung von der Wahrheit. Sie liegen zwischen Bordstein und Wohnzimmer.

Rostocks Glasfaser ist zu 94 Prozent ausgebaut und zu 41 Prozent angeschlossen, dazwischen sieben Meter und 1.900 Euro. Vorhanden ist das Kabel, wie der Aufzug, der dasteht und nicht fährt.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Hausanschluss 1.900 Euro, Bahnhofsanschluss 41.000 – Titel für Aufenthaltsqualität ausgeschöpft +++

+++ Der Mobilfunkmast steht auf einem Grundstück, dessen Nutzungsvertrag 2024 auslief +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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