⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Die Bahn nennt ihre Funklöcher jetzt Achtsamkeitszonen, das war günstiger als der Ausbau
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (offline)

Ein Fahrgast betritt die Achtsamkeitszone. Unfreiwillig. Foto: wpa (Symbolbild)
Würzburg (wpa) – Die Deutsche Bahn hat alle Funklöcher entlang ihrer Strecken neu bewertet. Sie gelten künftig als Achtsamkeitszonen.
Betroffen sind rund 2.700 Kilometer. Erfasst wurden 4.100 einzelne Zonen.
Die längste liegt in Thüringen. Sie misst 31 Kilometer.
„Wir haben den Ausbau kalkuliert“, sagt Netzsprecher Marco Funkstille. „Die Umdeutung war günstiger.“
Günstiger ist sie, weil sie nichts baut. Umbenannt ist schneller als verlegt.
Fahrgäste sollen die Zeit ohne Empfang bewusst erleben. Empfohlen werden Atemübungen und der Blick aus dem Fenster.
Im Tunnel entfällt auch der Blick. Da empfiehlt die Bahn Innenschau.
Innenschau im Tunnel ist konsequent. Draußen ist ohnehin nichts zu sehen.
Geschäftsreisende kritisieren das Konzept. Sie hätten Termine, keine Bedürfnisse.
Die Bahn bleibt gelassen. Wer arbeiten wolle, könne das auch nach der Ankunft tun.
Nach der Ankunft ist der Termin vorbei. Dann braucht es das Netz nicht mehr.
Herr Wiegand wollte im Zug eine Mail beantworten. Stattdessen atmete er 31 Kilometer lang.
Er erreichte sein Ziel entspannt und unerreichbar. Die Mail wartet noch.
Für die Neubewertung wurde eine Agentur beauftragt. Sie entwickelte auch den Begriff Stille Strecke.
Die Stille Strecke klingt nach Erholung. Sie ist ein Funkloch mit Broschüre.
Die Kosten lagen bei 800.000 Euro. Ein Mobilfunkmast kostet 250.000 Euro.
Für den Preis der Umdeutung stünden drei Masten. Gebaut wurde ein Begriff.
Der Bundesnetzagentur ist die Umdeutung bekannt. Sie ändert nichts an den Ausbauzielen.
Ein Konzern, der seine Funklöcher zu Achtsamkeitszonen erklärt, verkauft den Mangel als Angebot. Gespart wird der Mast, empfohlen die Atmung.
2.700 Kilometer, 4.100 Zonen, 31 Kilometer am Stück, 800.000 Euro für den neuen Namen. Herr Wiegand atmete statt zu mailen, und für das Geld hätte man drei Masten bauen können, statt einen Begriff.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Sperrpausen bis 2029 an Bauvorhaben vergeben, Mobilfunk ist keines +++
+++ Zugeteilt wurden drei Nachtstunden für 2028 – sie reichen für 400 Meter +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen