Die Bahn-App zeigt Verspätungen jetzt in Echtzeit, aber erst hinterher

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Die Bahn-App zeigt Verspätungen jetzt in Echtzeit, aber erst hinterher

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Ladezeit: 8)

Bahn App Satire: Waschbär hält am Bahnsteig ein Smartphone in den Pfoten und schaut ratlos auf den leeren Bildschirm

Ein Nutzer testet das Update. Der Zug war zu diesem Zeitpunkt bereits weg. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Die Bahn hat ihre App aktualisiert. Verspätungen erscheinen jetzt in Echtzeit, allerdings erst nach ihrem Eintreten.

Damit erfahren Reisende zuverlässig, was ihnen bereits passiert ist. Vorhersagen entfallen.

Was passiert ist, steht fest. Nur ändern kann man es nicht mehr.

„Prognosen waren nie unsere Stärke“, sagt Digitalvorstand Mareike Startbildschirm. „Rückblicke schon.“

Der Rückblick ist ehrlich und nutzlos. Er kommt, wenn der Zug schon weg ist.

Neu ist außerdem eine Funktion für den Gleiswechsel. Sie meldet ihn, sobald der Zug abgefahren ist.

Gemeldet wird der Wechsel nach der Abfahrt. Rennen kann man dann nur noch symbolisch.

Nutzer loben die neue Ehrlichkeit. Kritik gibt es nur an der Ladezeit.

Die App braucht im Schnitt acht Minuten zum Start. Das entspricht laut Bahn dem Konzernstandard.

Acht Minuten Ladezeit sind der Standard. In der Zeit fährt der Zug oder auch nicht.

Die App wurde bislang 12 Millionen Mal geladen. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 1,4 Sternen.

1,4 Sterne sind wenig und ehrlich. Sie passen zur Ehrlichkeit der App.

Besonders gelobt wird die Ehrlichkeit im Fehlerfall. Statt einer Fehlermeldung erscheint ein Achselzucken.

Das Achselzucken ist das ehrlichste Symbol des Konzerns. Es sagt genau so viel wie die Durchsage.

„Ich weiß jetzt immer ganz genau, was schiefgelaufen ist“, sagt Nutzerin Petra Grothe. „Nur eben hinterher.“

Frau Grothe öffnet die App, wenn der Zug weg ist. Dann erklärt sie ihr, warum.

Für den Herbst ist eine weitere Funktion angekündigt. Der Trostmodus spielt bei Ausfällen leise Musik.

Die Musik tröstet, der Zug fährt trotzdem nicht. Getröstet wird, wer wartet.

Datenschützer prüfen derzeit die Standortabfrage. Die App will wissen, wo der Nutzer gerne wäre.

Echtzeit erst hinterher, acht Minuten Ladezeit, 12 Millionen Downloads, 1,4 Sterne, ein Trostmodus für den Herbst. Frau Grothe erfährt jetzt genau, warum ihr Zug weg ist, nur eben nachdem er weg ist.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Gemessen wird nur an Bahnhöfen, hier im Abstand von 22 Minuten +++

+++ GPS-Erfassung ist möglich und für 2029 vorgesehen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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