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4.500 Euro Prämie fürs E-Auto, geladen wird nach 41 Minuten Wartezeit elf Stunden lang
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Ladezeit 11 Stunden)

Der Chefredakteur sucht die Säule. Der Stellplatz ist markiert. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Der Kauf eines E-Autos wird seit Juli erneut gefördert. Die Prämie beträgt 4.500 Euro.
Im ersten Monat wurde sie 41.000 Mal beantragt. Bewilligt wurden 34.000 Anträge.
Vorausgesetzt ist eine Lademöglichkeit. Nachweisen muss man sie nicht.
Nachweisen könnte man sie ohnehin kaum. Die Ladepunkte fehlen.
Bundesweit fehlen nach eigener Schätzung 190.000 Stück. Vorgesehen sind sie bis 2031.
Errichtet wurden im vergangenen Jahr 22.000. In diesem Tempo ist 2031 eine Rundung.
„Der Hochlauf verläuft dynamisch“, teilt Ministeriumssprecher Hendrik Ladehemmung mit. Dynamisch ist bisher nur die Prämie.
In den Berliner Innenstadtbezirken hat rund die Hälfte der Haushalte keinen eigenen Stellplatz. Geladen wird dort öffentlich.
Die öffentlichen Punkte sind zu 84 Prozent belegt. Erhoben wurde das im Juli.
Die durchschnittliche Wartezeit beträgt 41 Minuten. Erst danach beginnt das Laden.
Das Laden dauert je nach Leistung bis zu elf Stunden. Elf Stunden entsprechen einer Nacht.
Nachts sind die Punkte am stärksten belegt. Wer nachts lädt, wartet also zuerst.
Frau Bujak hat sich die Prämie gesichert und ein E-Auto gekauft. Einen eigenen Stellplatz hat sie nicht.
Sie steht abends an einer öffentlichen Säule und wartet 41 Minuten. Dann lädt sie bis zum Morgen.
Auf mehreren Park-and-ride-Plätzen an Bahnhöfen wurden Stellplätze markiert. Vorgesehen sind sie für künftige Ladesäulen.
Die Markierung kostet 190 Euro je Platz. Die Säule selbst ist nicht terminiert.
Gefördert wird damit der Kauf, nicht das Laden. Das eine gibt es sofort, das andere vielleicht 2031.
Der Vorstand der Bahn verweist auf die markierten Flächen. Markiert ist die Zukunft, belegt die Gegenwart.
Eine Prämie für ein Auto, das man kaum laden kann, fördert den Kauf und nicht die Fahrt. Gekauft wird sofort, geladen über Nacht, wenn ein Punkt frei ist.
4.500 Euro Prämie, 190.000 fehlende Punkte, 84 Prozent belegt, 41 Minuten Wartezeit, elf Stunden Ladezeit. Frau Bujak steht abends an der Säule, und an den Bahnhöfen markiert man Ladesäulen, die es noch nicht gibt.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Prämie bis 4.100 Euro je Fahrzeug, ein Nachweis der Lademöglichkeit ist nicht erforderlich +++
+++ Ertüchtigung des Netzanschlusses am Bahnhof 210.000 Euro, Titel ausgeschöpft +++
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