Parken am Bahnhof kostet 14 Euro, die Bahnfahrt 9,20

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Parken am Bahnhof kostet 14 Euro, die Bahnfahrt 9,20

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (Parkschein extra)

Park and Ride Satire: Waschbär sitzt auf der Motorhaube eines Autos auf einem leeren Parkplatz vor einem Bahnhof

Ein Pendler rechnet nach. Er bleibt sitzen. Foto: wpa (Symbolbild)

Dortmund (wpa) – Das Parken am Bahnhof Dortmund kostet ab September 14 Euro pro Tag. Die Fahrt nach Essen kostet 9,20 Euro.

Damit übersteigt die Parkgebühr erstmals den Fahrpreis. Die Bahn nennt das eine bewusste Steuerung.

„Wir wollen Menschen auf die Schiene bringen“, sagt Sprecherin Ulrike Parkgebühr. Und zwar früher.

Früher auf die Schiene heißt: ohne Auto zum Bahnhof. Gemeint ist Bus oder Rad.

Gemeint ist die Anreise mit Bus oder Rad. Beides gibt es am Standort nicht.

Der nächste Bus fährt zweimal täglich. Er hält 900 Meter entfernt.

Ein Radweg ist geplant. Fertig 2032.

Bis 2032 gibt es kein Rad, zweimal täglich einen Bus, und 14 Euro Parkgebühr. Die Steuerung führt ins Leere.

Betroffen sind rund 1.400 Stellplätze. Die Auslastung lag zuletzt bei 96 Prozent.

96 Prozent Auslastung heißt: Die Leute brauchen das Auto zum Bahnhof. Es gibt keinen anderen Weg.

Herr Bleeck parkt dort täglich und steigt in die Bahn. Ab September zahlt er fürs Parken mehr als für die Fahrt.

Er würde den Bus nehmen, er fährt zweimal am Tag. Er würde radeln, der Weg kommt 2032.

Der Vorstand nennt die Gebühr eine Lenkungsmaßnahme. Gelenkt wird der Pendler in ein Angebot, das es nicht gibt.

Wer das Parken verteuert, ohne eine Alternative zu bieten, verteuert nur das Bahnfahren. Teurer wird die Anreise, nicht grüner.

Der Minister lobt die verkehrslenkende Preisgestaltung. Gelenkt wird der Preis, nicht der Verkehr.

Gemessen wird die Parkgebühr, nicht die Erreichbarkeit ohne Auto. 14 Euro fürs Parken, 2032 für den Radweg.

Für den Bus gibt es keinen dichteren Takt. Für das Rad keinen fertigen Weg.

So bringt die Bahn Menschen auf die Schiene, indem sie das Parken verteuert und sonst nichts anbietet. Teurer parkt, wer fahren will.

14 Euro Parken, 9,20 Fahrt, zweimal Bus, Radweg 2032. Das ist die Steuerung.

Parken am Bahnhof Dortmund kostet ab September mehr als die Bahnfahrt, damit die Leute per Bus oder Rad kommen, den es zweimal täglich und ab 2032 gibt. Herr Bleeck zahlt fürs Parken mehr als für die Fahrt und hat keine Alternative.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Tagesgebühr 6,50 Euro bei einem Fahrpreis von 5,90 +++

+++ Ab 6:40 Uhr ist der Parkplatz voll, die Erweiterung steht seit 2020 auf der Liste +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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