⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Die Bahn senkt ihre Emissionen um 14 Prozent, weil 16 Prozent weniger Fahrgäste fahren
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (klimaneutral)

Der Chefredakteur begutachtet die Bilanz. Sie ist grün. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Die Emissionen des Schienenverkehrs sind im vergangenen Jahr um 14 Prozent gesunken. Der Wert steht im Klimabericht.
Im selben Zeitraum sanken die Fahrgastzahlen um 16 Prozent. Dieser Wert steht im Anhang.
Der Anhang liegt der Mitteilung nicht bei. Er wird auf Anfrage herausgegeben.
Auf Anfrage heißt: wenn jemand fragt. Gefragt hat zunächst niemand.
„Die Schiene leistet ihren Beitrag“, teilt das Ministerium mit. Geleistet wurde er durch Rückgang.
Die Emissionen je Personenkilometer sind unverändert. Gesunken ist die Zahl der Personenkilometer.
Gesunken sind sie, weil weniger gefahren wurde. Nicht, weil sauberer gefahren wurde.
Das ist der übliche Effekt. Er tritt bei jedem Angebotsrückgang auf.
Angebotsrückgang gab es auf 41 Regionalstrecken. Gestrichen wurden vor allem Spätverbindungen.
Weniger gefahren wurde, weil weniger bestellt wurde. Die Bestellungen sanken um elf Prozent.
Gesunken sind sie, weil die Regionalisierungsmittel den Kostenanstieg nicht decken. Das Geld reicht für weniger Züge.
Weniger Züge bedeuten weniger Emissionen. So rechnet sich der Erfolg.
Frau Steinke fuhr abends mit der letzten Regionalbahn. Diese Verbindung wurde gestrichen.
Jetzt fährt sie mit dem Auto nach Hause. Ihr persönlicher Klimabeitrag ist gestiegen.
Wer nicht mehr fahren kann, fährt Auto. Die Emissionen des Straßenverkehrs stiegen um 1,4 Prozent.
Verlagert wurde also nichts eingespart. Es wurde nur verschoben.
Der Konzern feiert die Zahl aus dem Bericht. Die Zahl aus dem Anhang feiert niemand.
Der Minister lobt den Rückgang der Emissionen. Gelobt wird ein leeres Gleis.
Ein Klimaerfolg, der aus weniger Zügen und weniger Fahrgästen besteht, ist der Erfolg der Straße. Gesunken ist die Schiene, gestiegen der Verkehr daneben.
14 Prozent weniger Emissionen, 16 Prozent weniger Fahrgäste, 41 gestrichene Strecken, 1,4 Prozent mehr auf der Straße. Frau Steinke fährt jetzt Auto, und der Beitrag der Schiene zum Klima besteht darin, dass sie seltener fährt.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Schienenemissionen minus 14 Prozent, Straßenemissionen plus 1,4 – absolut ist das mehr +++
+++ Beide Zahlen stehen im selben Bericht +++
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen