7 Arten von Slammern – welcher bist du?

Wagenstandsanzeiger · Abschnitt A bis G

7 Arten von Slammern – welcher bist du?

Am Bahnsteig hängt eine Tafel. Sie sagt dir, wo dein Wagen hält. Auf einer Slam-Bühne hängt keine. Deshalb hängen wir jetzt eine auf.

Es gibt keinen richtigen Typ. Es gibt nur zwei Sorten. Die eine weiß, wo sie hält. Die andere steht jeden Abend am falschen Abschnitt.

Marek stand auf Platz vier der Liste. Er war zweiundzwanzig und hatte einen lustigen Text in der Jackentasche.

Vor ihm ging eine Frau auf die Bühne. Sie sprach so leise, dass die Leute an der Bar ihre Gläser abstellten.

Nach ihm sollte einer kommen, der brüllte.

Ich kannte den Typen. Der brüllte immer.

Marek kam zu mir an den Bühnenrand. Er hielt sein Blatt so fest, dass die Kante wellig wurde.

„Ich glaube, ich bin hier falsch“, sagte er. „Die machen alle was Echtes. Ich mache Witze.“

Ich habe ihm an dem Abend einen Satz gesagt. Er hat ihn zuerst als Beleidigung verstanden.

Zwei Jahre später hing dieser Satz bei ihm über dem Schreibtisch. Er steht weiter unten in diesem Text.

Vorher brauchst du die Tafel.

Waschbär steht am Bahnsteig vor einem Wagenstandsanzeiger und sucht seinen Abschnitt – Bild für die typen von slammern
Die Tafel sagt nicht, welcher Wagen der beste ist. Sie sagt nur, wo deiner hält.

Kurz vorweg

Das hier ist keine Schublade. Niemand ist nur ein Typ.

Die meisten sind zwei. Manche wechseln nach fünf Jahren komplett.

Ich verspreche dir zwei Dinge. Du erkennst dich in mindestens einem Wagen wieder. Und du erkennst die Falle, in die du seit Jahren tappst.

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Wagen 1 · die Lok
Typ 1 von 7

Der Wütende

Er betritt die Bühne wie ein Mensch, der eine Rechnung offen hat.

Die ersten drei Zeilen kommen zu schnell. Das ist kein Fehler. Das ist Druck.

Der Wütende ist die Lok. Er zieht den ganzen Abend.

Nach ihm sitzt der Saal anders da.

Seine Stärke ist brutal einfach. Er will etwas.

Und man hört es in jedem Wort.

Ein Publikum verzeiht dir fast alles. Es verzeiht dir nicht, dass dir dein eigener Text egal ist.

Beim Wütenden ist er nie egal. Das ist sein Vorsprung.

„Du bist Lehrer, Taylor. Sei ehrlich. Was verdienst du eigentlich?“

Silvester 1998. Taylor Mali sitzt auf einer Party. Ein Anwalt erklärt der Runde, dass Lehrer zu wenig verdienen. Und dass genau das beweist, wie wenig sie taugen.

Mali antwortet nicht gut. Er nennt einfach seine Zahl. Dann geht er nach Hause.

Am nächsten Tag setzt er sich hin. Er schreibt „What Teachers Make“. Der Text läuft bis heute um die Welt.

Quelle: Taylor Mali über die Entstehung von „What Teachers Make“, 1998; Buch gleichen Titels, Putnam 2012. Zitat sinngemäß übersetzt.

Merkst du, was da passiert ist?

Die Wut kam am Abend. Der Text kam am nächsten Tag.

Dazwischen lag eine Nacht. Diese Nacht ist der ganze Unterschied.

Achte nicht auf die Lautstärke. Achte darauf, wann er leiser wird.

Und jetzt die Falle. Sie ist so nah an der Stärke, dass man sie nicht sieht.

Der Wütende verwechselt Lautstärke mit Richtung.

Eine Lok ohne Gleis ist kein Zug. Sie ist ein sehr schwerer Gegenstand mit viel Lärm.

Ich habe Abende gesehen, an denen drei Wütende hintereinander liefen. Nach dem dritten klatschte der Saal aus Höflichkeit.

Nicht weil die Themen schlecht waren. Sondern weil niemand mehr wusste, wohin die Fahrt ging.

„Aber meine Wut ist echt. Soll ich sie jetzt verstecken?“

Nein. Verstecken wäre das Schlimmste. Aber Wut ist Treibstoff und kein Fahrplan. Tank sie ein. Dann entscheide, wohin.

Das Gegenmittel ist unangenehm klein.

Schreib deinen Text. Leg ihn weg. Schlaf eine Nacht darüber.

Am nächsten Morgen stellst du eine einzige Frage. Was soll der Mensch in Reihe sieben danach tun?

Wenn du keine Antwort hast, hast du gebrüllt. Wenn du eine hast, hast du gezogen.

Der nächste Wagen ist das genaue Gegenteil. Und er gewinnt öfter, als alle denken.

Wagen 2 · das Ruheabteil
Typ 2 von 7

Die Leise

Sie geht nach vorn und macht nichts Großes. Sie stellt sich hin und wartet.

Und dann kippt der Raum. Nicht sofort. Nach etwa zwanzig Sekunden.

Es ist wie das Ruheabteil im Zug. Du gehst hinein und senkst automatisch die Stimme.

Niemand hat dich dazu aufgefordert. Der Raum hat es getan.

Genau das kann die Leise. Sie zwingt den Saal, sich nach ihr zu richten.

Waschbär sitzt still im Ruheabteil eines Zuges, alle anderen beugen sich vor – Bild zu den typen von slammern
Wer leise spricht, verschiebt die Arbeit. Ab jetzt muss der Saal sich anstrengen.

Der Wütende schiebt seinen Text ins Publikum. Die Leise zieht das Publikum zu sich.

Beides funktioniert. Nur das Zweite sieht nach nichts aus.

„Als Introvertierte habe ich Panik vor dem Reden auf Bühnen.“

Susan Cain sagt diesen Satz über sich selbst. Sie hat ein Buch über stille Menschen geschrieben. Dann sollte sie damit auf die größte Rednerbühne der Welt.

Ihre Lösung war nicht, laut zu werden. Sie suchte sich Vorbilder, die ruhig sprechen. Und sie ging mit einem Koffer in der Hand auf die Bühne.

Der Vortrag von 2012 hat inzwischen über dreißig Millionen Aufrufe. Sie hat ihn nicht gewonnen, weil sie ihre Art abgelegt hat. Sondern weil sie sie mitgenommen hat.

Quelle: Susan Cain, „The power of introverts“, TED2012; Aussagen aus späteren TED-Interviews. Zitat sinngemäß übersetzt.

Sieh dir die ersten fünfzehn Sekunden an. Sie macht nichts. Und alle schauen.

Jetzt die Falle. Sie ist gemein, weil sie erst nach Monaten zuschlägt.

Die Leise verwechselt Zurückhaltung mit Bescheidenheit.

Ein Ruheabteil funktioniert nur mit Tür. Ohne Tür ist es einfach ein Abteil, in dem man schlecht versteht.

Die Leise braucht also einen harten Rahmen. Der Rahmen ist der Anfang.

Ich habe sie oft untergehen sehen. Fast immer lag es an denselben fünfzehn Sekunden.

Der Saal war noch nicht bereit. Sie hat trotzdem angefangen.

„Ich kann doch nicht einfach dastehen und warten. Das ist doch peinlich.“

Es fühlt sich für dich wie eine Ewigkeit an. Für den Saal sind es drei Sekunden. Und in diesen drei Sekunden entscheidet er, dass du wichtig bist.

Das Gegenmittel heißt: erst der Raum, dann der Text.

Geh nach vorn. Stell dich hin. Zähl innerlich bis drei.

Dein erster Satz muss kurz sein und trocken. Kein Bild. Keine Erklärung.

Mehr über diese erste Sekunde findest du in Selbstsicher auftreten. Danach kommst du hierher zurück.

Wagen 3 · der Speisewagen
Typ 3 von 7

Der Komiker

Er ist der beliebteste Wagen im ganzen Zug. Alle wollen hin.

Der Komiker hat einen Vorteil, den kein anderer Typ hat. Er bekommt sofort eine Antwort.

Der Wütende weiß nie, ob er getroffen hat. Die Leise auch nicht.

Der Komiker hört es.

Lachen ist die ehrlichste Rückmeldung der Welt. Man kann es nicht höflich fälschen.

Deswegen werden Komiker schnell besser. Sie kriegen jeden Abend hundert kleine Noten.

Waschbär serviert im vollen Speisewagen und alle lachen – Bild zum Komiker unter den typen von slammern
Im Speisewagen ist immer was los. Die Frage ist nur, ob jemand satt wird.

Und damit sind wir bei der teuersten Falle in diesem ganzen Text.

Der Komiker verwechselt Lachen mit Ankommen.

Ein Witz baut Spannung auf und löst sie sofort wieder. Das ist sein Job.

Nur bleibt danach nichts übrig. Der Saal ist gut gelaunt und leer.

„Eine Geschichte hat drei Teile. Ein Witz hat nur zwei.“

Hannah Gadsby steht 2017 auf der Bühne und kündigt an, mit Comedy aufzuhören. Ihr Programm heißt „Nanette“.

Ihr Vorwurf trifft die Bauform des Witzes. Aufbau und Pointe. Anfang und Mitte.

Das Ende fehlt. Sie sagt, sie habe ihre eigene Geschichte jahrelang an der schlimmsten Stelle eingefroren. Weil die Pointe genau dort saß.

Sie hörte danach nicht wirklich auf. Aber sie hat der ganzen Zunft eine Frage vor die Füße gelegt.

Quelle: Hannah Gadsby, „Nanette“, Bühnenfassung 2017, Netflix 2018. Zitat sinngemäß übersetzt und gekürzt.

Das ist keine Absage an Humor. Das ist eine Frage nach dem dritten Teil.

„Und wenn die Leute einfach nur lachen wollen?“

Dann lass sie lachen. Aber hör nicht dort auf. Der beste lustige Text macht beides. Erst tut es weh vor Lachen. Dann tut es einfach weh.

Das Gegenmittel ist eine einzige Zeile. Die letzte.

Nimm deinen lustigsten Text. Streich die letzte Pointe.

Setz stattdessen einen Satz hin, der stimmt. Kein Witz. Nur wahr.

Der Saal wird kurz still. Diese Stille ist das, wofür du hier bist.

Wie diese Mechanik technisch funktioniert, steht in Pointen bauen.

Der nächste Wagen wird fast immer übersehen. Dabei hält er den ganzen Zug zusammen.

Zwischenhalt · die Reihung
Bevor es mit Wagen 4 weitergeht

Warum die Reihenfolge dich schlägt

Ein Zug wird nicht zufällig zusammengestellt. Es gibt Regeln.

Der Speisewagen hängt in der Mitte. Sonst laufen die Leute den halben Zug entlang.

Beim Slam ist das genauso. Nur zieht dort ein Los.

Und dieses Los entscheidet mehr über deinen Abend, als du glaubst.

Ich habe das an einem Abend in Kassel gelernt. Zwei Frauen mit fast demselben Thema.

Beide schrieben über ihre Mutter. Beide waren gut.

Die erste kam auf Platz zwei. Der Saal war noch kalt und wach.

Die zweite kam auf Platz sechs. Vor ihr lief ein Provokateur.

Sie bekam vier Punkte weniger. Für denselben Text hätte sie auf Platz zwei gewonnen.

Das ist nicht ungerecht. Das ist Physik.

Ein Saal hat einen Zustand. Und jeder Auftritt vor dir verändert ihn.

Nach einem lauten Text ist der Raum aufgeheizt. Nach einem leisen ist er weich.

Nach einem lustigen Text will er weiterlachen. Das ist die schwierigste Ausgangslage von allen.

„Dann ist das Ganze doch reine Glücksache.“

Die Reihenfolge ist Glück. Deine Reaktion darauf ist es nicht. Genau hier trennt sich der dritte Platz vom Finale.

Es gibt eine einfache Gegenmaßnahme. Sie kostet dich zwölf Sekunden.

Steh am Bühnenrand und hör dem Menschen vor dir zu. Wirklich zuhören, nicht deinen Text durchgehen.

Dann triff eine Entscheidung. Willst du anschließen oder brechen?

Anschließen heißt: Du nimmst den Zustand mit. Der Saal ist warm und du bleibst warm.

Brechen heißt: Du machst das Gegenteil. Nach viel Lärm gehst du ins Flüstern.

Beides funktioniert. Nur das Dritte funktioniert nie.

Das Dritte heißt: einfach anfangen und hoffen. So macht es die Hälfte des Feldes.

Es gibt dafür einen kleinen technischen Trick. Er passt in einen Satz.

Ändere nicht deinen Text. Ändere nur, wie du die ersten zwei Zeilen sprichst.

Langsamer, wenn der Saal noch lacht. Schneller, wenn er gerade betroffen ist.

Zwei Zeilen. Mehr brauchst du nicht, um einen Raum zu übernehmen.

Und noch etwas gehört zur Reihung. Manche Wagen vertragen sich nicht.

Zwei Verletzliche hintereinander sind eine Zumutung. Der Saal kann nicht zweimal am Stück bluten.

Zwei Komiker hintereinander sind ein Wettbewerb. Der zweite verliert fast immer.

Wenn du das weißt, hörst du beim Warten anders zu. Du wartest nicht mehr auf deinen Einsatz.

Du liest den Zug.

Und jetzt zurück auf den Bahnsteig. Der nächste Wagen wird fast immer übersehen.

Wagen 4 · der Packwagen
Typ 4 von 7

Die Chronistin

Sie erzählt dir, wie die Küche ihrer Großmutter gerochen hat. Und du riechst sie.

Die Chronistin ist der Packwagen. Früher hing er hinten dran und niemand sah hinein.

Aber dort lag alles. Post, Fahrräder, Kisten, Särge. Das ganze echte Leben.

Ihre Stärke ist die genaue Beobachtung. Sie bringt Dinge mit, die kein anderer sieht.

Nicht „mein Vater war streng“. Sondern der Wecker auf seiner Seite des Bettes. Und dass er ihn nie brauchte.

Waschbär sortiert im Packwagen Kisten und Koffer und notiert alles – Bild zur Chronistin unter den typen von slammern
Im Packwagen liegt alles. Die Frage ist nur, was du davon auslädst.

Ein gutes Detail schlägt jede große Behauptung. Das ist das älteste Gesetz beim Schreiben.

Die Chronistin kennt es im Schlaf. Sie hat davon zu viele.

Und genau das ist ihre Falle. Sie verwechselt Inventar mit Geschichte.

Ein Packwagen, der nur fährt, ist ein Lager auf Rädern. Irgendwo muss ausgeladen werden.

Ich habe Texte gehört, die vier Minuten lang wunderbar waren. Und in denen nichts passierte.

Der Saal war ehrfürchtig. Danach konnte niemand sagen, worum es ging.

„Aber die Stimmung ist doch der Punkt.“

Stimmung ist der Bahnhof. Sie ist nicht die Fahrt. Ein Mensch muss etwas wollen und es nicht bekommen. Erst dann wird aus deinem Bild eine Geschichte.

Das Gegenmittel ist ein einziges Wort. Es heißt „plötzlich“.

Nimm deinen schönsten Text. Such die Stelle in der Mitte.

Schreib dort einen Bruch hinein. Irgendetwas geht kaputt oder jemand geht weg.

Ab da darfst du wieder beschreiben. Jetzt trägt jedes Detail Gewicht.

Wie du solche Brüche baust, steht in Die geilste Struktur im Poetry Slam.

Wagen 5 · der Triebwagen
Typ 5 von 7

Der Virtuose

Bei ihm klingt jede Zeile wie ein Uhrwerk. Reime, die du nicht kommen siehst.

Der Virtuose ist der Triebwagen. Antrieb und Fahrgastraum in einem Gehäuse.

Er braucht keine Lok. Er ist sein eigener Motor.

Seine Stärke ist echt und wird oft kleingeredet. Handwerk ist kein Schmuck.

Ein Text mit Takt kommt an. Ein Text ohne Takt franst aus.

Der Virtuose kann etwas, das man nicht fühlen kann. Man muss es lernen.

Und dann kommt seine Falle. Sie ist die eleganteste von allen sieben.

Der Virtuose verwechselt Bewunderung mit Berührung.

Ein Triebwagen kann leer fahren. Er fährt dann sogar besser.

Nach seinem Auftritt sagen die Leute „Wahnsinn, wie der das macht“. Sie sagen nie „das war ich“.

Das ist der Unterschied zwischen Applaus und Erinnerung.

Ich kannte einen Jonas aus Bielefeld. Der konnte auf jedes Wort einen Reim setzen.

In seinem ersten Jahr hat er fast alles gewonnen. Die Leute standen danach um ihn herum.

Dann fragte ihn jemand an der Bar, worum es in seinem Text ging.

Jonas hat drei Sekunden gebraucht. Dann hat er gelacht und gesagt: „Eigentlich um nichts.“

Er hat danach ein halbes Jahr nichts geschrieben. Der Satz an der Bar hatte ihn erwischt.

Heute reimt er immer noch so gut. Nur weiß er inzwischen, wofür.

„Soll ich jetzt schlechter reimen, damit es echter wirkt?“

Auf keinen Fall. Behalte dein Handwerk. Aber bau eine Stelle ein, an der es aussetzt. Genau dort glaubt man dir.

Das Gegenmittel heißt Aussetzer mit Absicht.

Such die stolzeste Stelle in deinem Text. Die mit dem besten Reim.

Setz kurz davor drei nackte Wörter. Ohne Reim. Ohne Rhythmus.

Der Saal fällt in diesem Moment in dich hinein. Danach darf dein Uhrwerk weiterlaufen.

Mehr dazu findest du in Rhythmuswechsel.

Wagen 6 · das offene Fenster
Typ 6 von 7

Die Verletzliche

Sie sagt Dinge, bei denen im Saal jemand die Hand vor den Mund nimmt.

In alten Wagen konnte man das Fenster herunterziehen. Dann war der Fahrtwind plötzlich im Abteil.

Genau das macht sie. Sie zieht das Fenster herunter.

Ihre Stärke ist Mut. Und Mut wirkt sofort.

Ein Publikum spürt binnen Sekunden, ob jemand etwas riskiert. Es sitzt dann anders.

Waschbär zieht im fahrenden Zug das Fenster herunter und schließt die Augen im Fahrtwind – Bild zur Verletzlichen unter den typen von slammern
Das offene Fenster wirkt sofort. Man kann es aber auch wieder schließen.

Jetzt kommt die Falle, die am meisten kostet. Nicht an Punkten. An Substanz.

Die Verletzliche verwechselt Wunde mit Text.

Ein Fenster, das immer offen steht, ist kein Fenster mehr. Es ist ein Loch.

Und irgendwann friert die ganze Fahrt.

Ich sage das mit großem Respekt. Ich habe diesen Fehler selbst zwei Jahre lang gemacht.

Ich habe geglaubt, dass Ehrlichkeit reicht. Sie reicht nicht.

Sie ist der Rohstoff. Der Text ist die Arbeit danach.

„Aber es ist mir wirklich passiert. Das reicht doch.“

Es reicht für dich. Es reicht nicht für den Saal. Der Saal war nicht dabei. Er braucht eine Form, damit er hineinpasst.

Das Gegenmittel ist eine schlichte Regel. Erzähl nur von Narben.

Eine offene Wunde gehört nicht auf die Bühne. Sie gehört an einen Ort, wo dir jemand hilft.

Eine Narbe darfst du zeigen. Sie hält Licht aus.

Wo diese Grenze genau liegt, klärt Poetry Slam ist keine Therapie.

Bleibt ein Wagen. Er ist der lauteste im Zug und der am wenigsten verstandene.

Wagen 7 · das Gefahrgut
Typ 7 von 7

Der Provokateur

Er sagt den Satz, den alle denken und keiner ausspricht.

Am Kesselwagen hängt eine orange Tafel mit Zahlen. Sie sagt der Feuerwehr, womit sie es zu tun hat.

Der Provokateur ist dieser Wagen. Gefährlich und nützlich. Beides gleichzeitig.

Seine Stärke wird unterschätzt. Er verschiebt, was im Raum sagbar ist.

Nach einem guten Provokateur trauen sich andere mehr. Das ist ein echter Dienst am Abend.

Und jetzt seine Falle. Sie klingt banal und ist es nicht.

Der Provokateur verwechselt Reaktion mit Wirkung.

Ein Knall ist keine Veränderung. Ein Knall ist nur laut.

Wer jeden Abend eine Stufe drauflegt, kommt schnell an die Decke. Danach gibt es nur noch Wiederholung.

Das habe ich mehrfach gesehen. Im ersten Jahr ist er der Mutigste im Raum.

Im dritten Jahr ist er der Berechenbarste.

In Erfurt habe ich einmal erlebt, wie es richtig geht.

Ein junger Typ hat einen Satz gesagt, bei dem zwei Leute aufgestanden sind. Sie sind wirklich gegangen.

Der Raum war danach eiskalt. Man hörte die Kühlung hinter der Bar.

Dann hat er eine Pause gemacht. Und dann kam sein zweiter Satz.

Er hat gesagt, dass ihm klar sei, was er da gerade getan habe. Und dass er es trotzdem meine.

Der Saal ist ihm ab da bis zum Ende gefolgt.

Er hat nicht gewonnen. Er wurde Zweiter.

Aber über diesen Auftritt reden die Leute dort heute noch.

„Jemand muss diese Dinge doch sagen.“

Ja. Und das ist wertvoll. Aber sag danach noch einen Satz. Der zweite Satz entscheidet, ob es Haltung war oder nur Krach.

Das Gegenmittel ist die orange Tafel. Sag dazu, worum es dir geht.

Nicht als Erklärung. Als Teil des Textes.

Ein einziger Satz reicht. Er zeigt, dass du deine eigene Wirkung kennst.

Damit wirst du vom Kesselwagen zum Zug.

Der Wagen ohne Nummer
Steht auf keiner Tafel

Der Nachahmer

Es gibt einen achten Typ. Er steht auf keinem Wagenstandsanzeiger.

Man erkennt ihn daran, dass er jeden Abend anders klingt.

Im März war er wütend. Im April leise. Im Mai hat er gereimt wie ein Uhrwerk.

Immer war es die Art des Menschen, der zuletzt gewonnen hat.

Das ist kein Charakterfehler. Das ist eine völlig normale Phase.

Ich war anderthalb Jahre lang genau dieser Mensch. Ich habe geglaubt, ich suche meinen Stil.

In Wahrheit habe ich Angst gehabt. Angst davor, dass mein eigener Wagen zu klein ist.

Nachahmen ist der schnellste Weg, etwas zu lernen. Und der langsamste, jemand zu werden.

Ein Zug, der jede Woche umgebaut wird, fährt nie eine ganze Strecke. Er steht ständig im Betriebswerk.

„Aber ich weiß doch noch gar nicht, wer ich bin.“

Das musst du auch nicht wissen. Du musst nur aufhören, es jede Woche neu zu raten. Bleib ein halbes Jahr bei einer Art. Dann weißt du mehr als nach fünfzig Versuchen.

Es gibt einen Test dafür. Er dauert eine Minute und ist unangenehm ehrlich.

Frag jemanden, der dich dreimal gehört hat. Frag nach einem einzigen Wort für deine Art.

Kommt sofort eine Antwort? Dann hast du einen Wagen.

Kommt ein „also, das ist unterschiedlich“? Dann bist du noch der Nachahmer.

Das ist keine schlechte Nachricht. Es heißt nur, dass deine Arbeit gerade woanders liegt.

Umbau im Betriebswerk
Was in fünf Jahren passiert

Dein Wagen verändert sich – aber anders, als du denkst

Fast alle glauben, sie würden irgendwann den Typ wechseln. Das passiert selten.

Was passiert, ist etwas anderes.

Der Wagen bleibt. Die Ladung wird schwerer.

Der Wütende wird nicht sanft. Er wird genauer.

Er brüllt nicht mehr gegen alles. Er brüllt gegen eine Sache und meint sie ernst.

Die Leise wird nicht lauter. Sie wählt bessere Stellen für ihre Stille.

Der Komiker wird nicht ernst. Er lässt nur eine Tür offen.

Die Chronistin sammelt weiter. Sie lädt nur mehr aus.

Das ist die eigentliche Entwicklung. Kein Umbau, sondern Zuladung.

Ich kenne eine Slammerin aus Halle. Sie tritt seit elf Jahren auf.

Sie war immer die Leise. Sie ist es heute noch.

Nur hört man ihr heute anders zu. Früher musste sie um Ruhe kämpfen.

Heute wird der Saal still, sobald sie aufsteht. Sie hat nichts an sich geändert.

Sie hat elf Jahre lang dasselbe getan. Das ist der ganze Trick.

„Elf Jahre? So lange will ich nicht warten.“

Musst du auch nicht. Nach einem Jahr hört man den Unterschied schon deutlich. Elf Jahre sind nur die Version, bei der niemand mehr diskutiert.

Es gibt eine Ausnahme von dieser Regel. Sie kommt selten und dann heftig.

Manchmal passiert einem Menschen etwas Großes. Dann wechselt der Wagen wirklich.

Ein Komiker wird zur Verletzlichen. Ein Wütender wird zum Chronisten.

Das kannst du nicht planen. Und du solltest es dir nicht wünschen.

Solche Wechsel kosten meistens etwas, das man nicht zurückbekommt.

Bis dahin gilt eine einfachere Regel. Nutze den Wagen, den du hast.

Und jetzt fehlt noch eine Sache. Der Satz, den ich Marek gesagt habe.

Der Blick von der Bank
Was die Jury mit deinem Typ macht

Jeder Wagen wird anders bewertet

Eine Jury ist kein Messgerät. Sie sitzt auf einer Bank am Bahnsteig und schaut zu.

Und Menschen auf einer Bank haben Gewohnheiten. Die sind bei jedem Typ andere.

Das ist kein Vorwurf. Es hilft dir nur, wenn du es vorher weißt.

Der Wütende bekommt früh hohe Zahlen. In der ersten Runde ist er oft vorn.

Im Finale kippt das häufig. Der Saal hat ihn schon einmal gehört und kennt die Tonlage.

Die Leise bekommt in Runde eins zu wenig. Fast immer.

Sie braucht einen Raum, der schon zugehört hat. Den gibt es erst später am Abend.

Der Komiker liegt konstant hoch. Nach oben fehlt ihm trotzdem oft ein halber Punkt.

Denn Lachen ist leicht zu geben. Die Höchstnote gibt man für etwas anderes.

Die Chronistin bekommt Respekt. Respekt und Zahlen sind leider zwei verschiedene Dinge.

Der Virtuose kriegt die Zahlen sofort. Er kriegt sie auch dann, wenn niemand ergriffen ist.

Die Verletzliche schwankt am stärksten. Entweder Bestnote oder Mitleid.

Der Provokateur spaltet die Bank. Zwei Neuner und eine Vier sind bei ihm normal.

„Dann schreibe ich eben, was gut bewertet wird.“

Das haben viele probiert. Es funktioniert etwa vier Abende lang. Danach hört man dir an, dass du eine Note willst und keine Geschichte erzählst.

Es gibt trotzdem etwas, das du damit anfangen kannst.

Nimm die Schwäche deines Typs und rechne sie ein.

Bist du die Leise? Dann brauchst du in Runde eins den härteren Text.

Bist du der Wütende? Dann heb dir die Variante mit der leisen Stelle fürs Finale auf.

Bist du der Komiker? Dann geh in der zweiten Runde mit dem Text ran, der wehtut.

Das ist kein Taktieren. Das ist Fahrplan.

Du änderst nicht, wer du bist. Du änderst nur, welchen Wagen du wann anhängst.

Und noch eine Beobachtung, die mich lange gestört hat.

Die Jury bewertet fast nie den Text allein. Sie bewertet, wie sicher du wirkst.

Ein mittelmäßiger Text mit klarer Haltung schlägt einen guten Text mit zitternden Händen.

Das ist ungerecht und trotzdem wahr. Und es ist die beste Nachricht in diesem Abschnitt.

Denn Haltung kannst du lernen. Talent ist schwerer zu besorgen.

Wer seinen Wagen kennt, weiß auch, wie er dasteht. Und der Rest kommt von allein.

Mehr dazu findest du in Der eine Fehler, der dich jede Wertung kostet.

Zurück zu Marek

Er stand also am Bühnenrand und sagte, er sei hier falsch. Ich habe ihm geantwortet.

„Dein Problem ist nicht der Humor. Dein Problem ist, dass du nach dem Lachen aufhörst.“

Er hat mich angesehen wie einen Menschen, der ihm den Kaffee umgeschüttet hat. Dann ist er auf die Bühne gegangen und hat gewonnen.

Zwei Jahre später habe ich den Satz bei ihm an der Wand gesehen. Er hatte ihn abgeschrieben und dahinter drei Ausrufezeichen gemacht.

Der Unterschied in einem Satz: Anfänger fragen sich, welcher Typ der beste ist – Fortgeschrittene kennen die Falle ihres eigenen Typs und bauen jeden Abend dagegen an.

Checkliste: Finde deinen Wagen in drei Minuten

1. Nimm deine letzten drei Texte. Nicht die Lieblingstexte, sondern die letzten drei.

2. Schreib hinter jeden ein einziges Wort. Was willst du damit auslösen?

3. Steht dreimal dasselbe da? Dann hast du deinen Wagen gefunden.

4. Lies die Falle deines Typs noch einmal. Ehrlich sein tut hier kurz weh.

5. Bau das Gegenmittel in genau einen Text ein. Nicht in alle.

6. Trag ihn dreimal vor. Erst danach urteilst du.

Häufige Fragen zu diesem Beitrag

Kann ich mehrere Typen sein?

Fast alle sind zwei. Meistens gibt es einen Hauptwagen und einen, der nur manchmal mitfährt. Achte darauf, welcher unter Druck übernimmt. Das ist deiner.

Welcher Typ gewinnt am häufigsten?

Auf kurze Sicht der Komiker und der Wütende. Auf lange Sicht der, der seine Falle kennt. Ich habe leise Menschen ganze Finals gewinnen sehen.

Soll ich meinen Typ wechseln?

Nein. Wechsle nicht den Wagen, sondern die Ladung. Wer seinen Typ abwirft, klingt zwei Jahre lang nach niemandem.

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Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

Dein Auftrag für diese Woche

Geh zu einem Slam und schreib nichts. Setz dich in die dritte Reihe.

Ordne jeden Auftretenden einem Wagen zu. Nur ein Wort pro Person.

Notier dahinter, ob die Falle zugeschnappt ist. Du wirst erschrecken, wie oft.

Am Ende des Abends hast du eine Liste. Und du weißt genau, wo dein eigener Name draufsteht.

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Die zweiunddreißig Bücher

Zweiunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch
— Stephan Pinkwart —

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Warum das alles die beste Nachricht ist

Du musst kein anderer Mensch werden. Das war nie die Aufgabe.

Deine Falle ist die Rückseite deiner Stärke. Das heißt, du hast eine.

Ein Zug wird nicht besser, wenn alle Wagen gleich aussehen. Er wird besser, wenn jeder weiß, wozu er da ist. Deiner steht schon auf der Tafel.

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13 Dinge, die Profis auf der Bühne anders machen
Was der Unterschied zwischen Auftreten und Performen wirklich ist.

21 kleine Gesten, die dein Publikum sofort auf deine Seite ziehen
Winzigkeiten, die im Saal mehr bewegen als drei zusätzliche Strophen.

11 Bewegungen, die dich nervös aussehen lassen
Dein Kopf ist ruhig. Dein Körper erzählt gerade etwas anderes.

Meine 5 dümmsten Slam-Fehler
Selbst erlebt, selbst bezahlt und hier zum Nachmachen verboten.

Authentisch schreiben
Wie du klingst wie du selbst und nicht wie deine Vorbilder.

Themen finden für Poetry Slam
Hundert Themen, die brennen – für jeden Wagen etwas dabei.

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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