Ein Abreißkalender · 31 Blätter
31 Bilder für Gefühle, die keiner mehr hören kann

Montag, 6:48 Uhr, Bahnhofskiosk an Gleis 1.
Selin, 24, bestellt einen Kaffee und klappt ihr Notizbuch auf.
Sie will Gefühle beschreiben, aber auf dem Papier stehen nur Wörter, keine Bilder.
Traurig.
Sehnsucht.
Gebrochenes Herz.
Dreimal unterstrichen.
Ihr Text über die Trennung soll in vier Wochen auf die Bühne.
Hinter der Theke steht Otto, 71.
Neben seiner Kasse hängt ein Abreißkalender, und wie jeden Morgen reißt er das oberste Blatt ab.
Dann dreht er es um und schreibt mit Bleistift etwas auf die Rückseite.
„Was schreiben Sie da?“, fragt Selin.
Otto schiebt ihr das Blatt über die Theke.
Auf der Rückseite steht ein einziger Satz.
„Frau an Gleis 3 hält ihren Becher mit beiden Händen, obwohl der Kaffee längst kalt ist.“
„Jeden Tag einen“, sagt Otto.
„Was ich sehe oder was mir jemand erzählt.“
„Seit Jahren.“
Selin schaut auf ihr Notizbuch.
Traurig, dreimal unterstrichen.
Und plötzlich kommt ihr das Wort sehr leer vor.
Selin und Otto gibt es so nicht. Aber das Gefühl, dass die eigenen Gefühlswörter auf dem Papier nichts auslösen, kennt fast jeder, der schreibt.
Kennst du das?
Du willst etwas Großes sagen.
Über Trauer, über Wut, über Liebe, über Sehnsucht.
Und alles, was rauskommt, klingt wie schon hundertmal gehört.
Nicht, weil deine Gefühle klein wären.
Sondern weil die Wörter dafür abgegriffen sind wie eine alte Türklinke.
Heute bekommst du einen ganzen Monat.
Einunddreißig Kalenderblätter, einunddreißig Bilder für die vier müdesten Gefühle der Bühne.
Und am Ende das Verfahren, mit dem du deine eigenen findest.
Eins noch: Eines der einunddreißig Blätter ist anders als die anderen.
Welches, und warum, erzählt Otto am Ende selbst.
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Das Etikett
„Ich war so wütend.“
Der Saal nickt. Und vergisst.
Das Bild
„Ich habe die Tür extra leise zugemacht.“
Der Saal baut die Wut selbst.
Ein Signal zeigt nie das Wort „Halt“.
Es zeigt ein rotes Licht.
Und jeder weiß, was gemeint ist.
Genau darum geht es hier.
Ein Gefühlswort ist eine Abkürzung.
Es fasst tausend verschiedene Erfahrungen unter einem Etikett zusammen.
Im Alltag ist das praktisch.
Wenn du sagst, dass du traurig bist, weiß dein Gegenüber ungefähr, wie es sich verhalten soll.
Auf der Bühne ist genau das dein Problem.
Der Saal bekommt das Etikett.
Nicht die Erfahrung.
Und weil das Etikett bei allen gleich aussieht, entsteht in keinem einzigen Kopf ein Bild.
Ein Bild dagegen zwingt das Gehirn, etwas zu bauen.
Und was man selbst gebaut hat, vergisst man langsamer.
Aber hier kommt der Haken: Auch starke Bilder nutzen sich ab.
Der leere Stuhl war einmal eine große Erfindung.
Nach unzähligen Texten mit leerem Stuhl ist er nur noch das Wort Trauer mit mehr Silben.
Deshalb vorweg zwei ehrliche Hinweise.
Die einunddreißig Blätter sind nicht zum Abschreiben da.
Wörtlich übernommen, sind sie bald genauso abgegriffen wie die Wörter, die sie ersetzen.
Sie sind Beispiele für ein Verfahren.
Und sie sind bewusst klein.
Große Bilder haben dasselbe Problem wie große Wörter.
Blatt 1 bis 8: statt Trauer
Abreißkalender · Blatt 1 bis 8
Trauer ist das am stärksten abgenutzte Gefühl der Bühne.
Und sie kommt fast immer mit demselben Zubehör.
Regen, Scherben, Stille, ein leerer Stuhl.
Diese acht Blätter funktionieren anders.
Sie zeigen nicht das Gefühl.
Sie zeigen seine Spuren im Alltag.
Fällt dir was auf?
In keinem dieser acht Sätze steht ein Gefühlswort.
Das ist der ganze Trick.
Ein Publikum hört „Beifahrersitz“ und fühlt Trauer, ohne dass jemand das Wort gesagt hat.
Und weil es das Gefühl selbst herstellt, statt es zu übernehmen, hält es länger.
Warum Trauer vorne steht?
Weil sie am stärksten abgenutzt ist.
Wer hier ein eigenes Bild findet, schafft es überall.
Blatt 9 bis 16: statt Wut
Abreißkalender · Blatt 9 bis 16
Wut ist das Gefühl, das auf Bühnen am häufigsten laut wird.
Und dadurch am schnellsten langweilt.
Ein Saal gewöhnt sich schnell an Lautstärke.
An eine geballte Faust unter dem Tisch gewöhnt er sich nie.
Also merke: Wut wirkt fast immer stärker, wenn sie zurückgehalten wird.
Das ist kein moralischer Rat.
Das ist Handwerk.
Ein Saal spürt Druck nur dort, wo etwas dagegenhält.
Und noch etwas übersieht man leicht.
Ein Publikum kann Wut nur mitfühlen, wenn es den Anlass kennt.
Sonst sitzt es vor jemandem, der schreit, und weiß nicht, wofür.
Wer schreit, kann nebenbei nichts erzählen.
Wer eine Tür leise zumacht, kann alles dazu sagen.
Blatt 17 bis 24: statt Liebe
Abreißkalender · Blatt 17 bis 24
Liebe ist der schwierigste Fall.
Hier wurde fast jedes Bild schon einmal benutzt.
Der Ausweg heißt Beiläufigkeit.
Nicht der große Moment.
Sondern die Handlung, die niemand als Liebe bezeichnen würde.
Alle acht Blätter handeln von etwas, das man tut.
Keines von etwas, das man fühlt.
Und bei Liebe gibt es eine Regel, die fast alles entscheidet.
Erzähl von der anderen Person, nicht von deinem Gefühl.
Ein Text, der beschreibt, wie sehr jemand liebt, handelt vom Sprecher.
Ein Text, der beschreibt, was der andere tut, handelt von beiden.
Das Zweite ist fast immer wärmer.
Und es ist der einzige Weg, über Liebe zu schreiben, ohne dass es peinlich wird.

Selin hat an diesem Morgen lange auf Blatt 22 gestarrt.
Die Hand am Sitz beim Rückwärtsfahren.
Ihr Ex hat das auch immer gemacht.
Sie hatte es vergessen.
Oder besser: Sie hatte nie ein Wort dafür gehabt.
Jetzt hat sie ein Bild.
Blatt 25 bis 31: statt Sehnsucht
Abreißkalender · Blatt 25 bis 31
Sehnsucht ist von den vieren das leerste Wort.
Es taucht meistens dort auf, wo jemand nicht genau sagen will, wonach er sich sehnt.
Bei Trauer gibt es einen Verlust, bei Wut einen Auslöser, bei Liebe einen Menschen.
Sehnsucht richtet sich oft auf etwas, das es nie gab.
Deshalb sind die Bilder hier Dinge, die man aufbewahrt.
Aufbewahren ist die sichtbarste Handlung, die Sehnsucht hervorbringt.
Ein Schlüssel, der nichts mehr aufschließt, sagt in drei Sekunden mehr als das Wort.
Kein Bullshit: Blatt 31 ist das schwächste im ganzen Kalender.
Der Bahnsteig, die abfahrenden Züge … das ist schon fast wieder ein Klischee.
Otto hat es trotzdem drin gelassen.
Wenn du es benutzt, muss etwas dazukommen, das nur dir gehört.
Wie Zeigen statt Sagen im Kleinsten aussieht, lässt sich beim Haiku lernen.
Der japanische Dichter Matsuo Bashō lebte von 1644 bis 1694 und gilt als Meister dieser Form.
Sein bekanntestes Haiku besteht aus drei Angaben: ein alter Teich, ein springender Frosch, das Geräusch des Wassers.
Kein Gefühlswort, keine Deutung.
Überliefert ist durch seinen Schüler Hattori Dohō auch sein Rat, wer etwas über die Kiefer lernen wolle, müsse zur Kiefer gehen.
Achte beim Zuschauen darauf, was in diesen Gedichten alles nicht steht.
Genau das ist die Lektion.
Die vier Fragen: so findest du dein eigenes Bild
Jetzt kommt der Teil, der wichtiger ist als alle einunddreißig Blätter.
Denn jedes Bild oben lässt sich mit denselben Fragen finden.
Und sie funktionieren bei jedem Gefühl.
Zuerst streichst du das Gefühlswort.
Meistens bleibt ein Lückensatz übrig.
„Ich war …, als sie ging.“
Diese Lücke ist deine Aufgabe.
Die dritte Frage ist die wichtigste.
Gefühle sitzen im Körper, und der Körper tut Dinge.
Er hält etwas fest, räumt etwas weg, lässt etwas stehen.
Bonus: Wenn die vier Fragen nichts hergeben, nimm die Reservefrage.
Gefühle verändern Gewohnheiten, und Gewohnheiten sind sichtbar.
Jemand, der plötzlich das Radio auslässt, sagt mehr über sich als drei Adjektive.
Selin hat die Fragen noch am selben Abend ausprobiert.
Mit ihrem schwächsten Satz.
Selins Durchgang
Neuer Satz
„Ich habe an einem Sonntag im August Besteck sortiert, das schon sortiert war, und einen Löffel gefunden, der uns nie gehört hat.“
Das Wort traurig kommt darin nicht mehr vor.
Im ganzen Text nicht mehr.
Und der Löffel, der niemandem gehörte, ist ihre letzte Zeile geworden.
Fallen, Tests und drei Gefühle, die kaum jemand nutzt
Drei Fallen
- Das Bild und das Wort. „Sein Kaffeebecher steht ganz hinten, damit er nicht kaputtgeht. So sehr vermisse ich ihn.“ Der zweite Satz löscht den ersten. Streich das Wort, immer.
- Das zu große Bild. Ozeane, Abgründe, brennende Häuser. Ein Ozean voller Tränen ist eine zweite Behauptung, ein zu voller Aschenbecher ist ein Bild.
- Das Bild ohne Bezug. Ein starkes Bild, das mit dem Text nichts zu tun hat, wirkt eingeklebt. Taucht der Gegenstand kein zweites Mal auf, gehört er in deine Sammlung für später.
Die erste Falle ist die gemeinste.
Man baut ein schönes Bild und schreibt danach hin, was es bedeutet.
Warum?
Weil sich das Wort sicherer anfühlt.
Du willst sichergehen, dass der Saal es versteht.
Genau dieses Absichern ist der häufigste Grund, warum Texte nichts auslösen.
Ein Signal, das zum roten Licht noch ein Schild mit „Halt“ trägt, wirkt nicht sicherer.
Es wirkt misstrauisch.
Test 1 · geprüft
Kann man es fotografieren?
„Der Schlüssel zu einem ausgetauschten Schloss“: ja. „Die Leere danach“: nein, das ist ein Gedanke.
Test 2 · geprüft
Funktioniert es ohne Zusammenhang?
Sag nur den Satz. Fragt dein Gegenüber nach, trägt das Bild. Nickt es bloß, ist es zu erwartbar.
Test 3 · geprüft
Passt es zu zwei Gefühlen?
Die besten Bilder tun das. Der Kaffeebecher ganz hinten ist Trauer und Zärtlichkeit zugleich.
„Darf ich das Wort Liebe jetzt gar nicht mehr benutzen?“
Doch.
Einmal pro Text.
Ein Gefühlswort wirkt wie ein Ausrufezeichen: einmal gesetzt stark, dreimal gesetzt bedeutungslos.
Und der beste Platz dafür ist spät.
Nachdem der Saal das Gefühl schon durch drei Bilder kennt.
Dann wirkt das Wort wie eine Bestätigung und nicht wie eine Behauptung.
Sonderblätter · drei Gefühle, die kaum jemand mitbringt
Erleichterung
Man ist nur nach etwas erleichtert, also erzählt der Text die Angst automatisch mit.
Ein Bild: Jemand räumt nach einem Arztbesuch als Erstes die Spülmaschine aus.
Peinlichkeit
Jeder im Saal hatte sie diese Woche, keiner erzählt davon. Das schafft sofort Nähe.
Ein Bild: Jemand winkt zurück und merkt, dass die Person hinter ihm gemeint war.
Dankbarkeit ohne Anlass
Nicht die große, sondern die kleine an einem Dienstag. Schwer ohne Kitsch, gerade deshalb ein gutes Ziel.
Ein Bild: Jemand dreht das Radio leiser, um den Menschen neben sich besser atmen zu hören.
Neben den vier müden Gefühlen gibt es welche, die auf Bühnen fast nie vorkommen.
Genau deshalb wirken sie sofort.
Wenn du an einem offenen Abend auffallen willst, ist das der kürzeste Weg.
Nimm ein Gefühl mit, das niemand sonst mitbringt.
Wie stark Zeigen statt Benennen wirken kann, zeigt ein berühmtes Gemälde.
Edward Hopper malte 1942 „Nighthawks“: ein paar Menschen nachts in einem Diner hinter einer großen Glasscheibe.
Heute gilt das Bild weltweit als Sinnbild städtischer Einsamkeit.
Hopper selbst hat diese Deutung eher heruntergespielt.
Überliefert ist, er habe die Szene gar nicht als besonders einsam gesehen, er habe sie nur stark vereinfacht.
Unbewusst, so sagte er sinngemäß, habe er wohl die Einsamkeit einer großen Stadt gemalt.
Er hat ein Diner gemalt, keine Einsamkeit.
Das Gefühl ist trotzdem überall.
Oder besser: gerade deshalb.
Achte darauf, wie viele Deutungen aus einem Bild entstehen, in dem niemand etwas erklärt.
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Drei Regeln für deinen eigenen Kalender
Was du dir ausdenkst, gehört nicht hinein. Der ganze Wert liegt darin, dass nichts drinsteht, was du dir hättest ausdenken können.
Nicht „traurig: der Mann am Bahnsteig“, sondern nur die Beobachtung. Jede Zuordnung macht das Bild kleiner.
Beim Durchblättern findest du Dinge, die du nie gesucht hättest. Ein sortiertes Heft liest man nie wieder.
Otto hat keinen einzigen seiner Sätze am Schreibtisch erfunden.
Er hat sie gesehen oder gehört.
Am Kiosk, am Gleis, im eigenen Leben.
Und das ist die wichtigste Erkenntnis dieses Beitrags.
Sie ist unbequem.
Bilder findet man nicht beim Schreiben.
Man findet sie beim Leben.
Wer erst am Schreibtisch sucht, greift auf das zurück, was schon im Kopf liegt.
Und das ist bei allen ungefähr dasselbe.
Die meisten Einträge in so einem Heft werden mittelmäßig sein.
Ein paar sind gut.
Und wenn du Glück hast, sind im Jahr ein, zwei großartige dabei.
Klingt nach wenig?
Zwei großartige Bilder reichen für zwei großartige Texte.
Und falls du nächste Woche einen Auftritt hast und kein Heft?
Dann geh die vier Fragen für deinen konkreten Fall durch.
Und wenn dir gar nichts einfällt, ruf jemanden an, der dabei war.
Erinnerungen sind bei zwei Menschen fast immer vollständiger als bei einem.
Noch ein Tipp für den Vortrag.
Bilder brauchen mehr Zeit als Gefühlswörter.
Ein Saal, der „traurig“ hört, ist sofort fertig.
Ein Saal, der den Beifahrersitz hört, braucht eine Sekunde.
Diese Sekunde musst du ihm geben.
Nach jedem starken Bild ein Atemzug Pause.
Nicht theatralisch.
Einfach nur ein Atemzug.
Und Otto?
Am letzten Tag des Monats legt Otto einen Stapel auf die Theke.
Einunddreißig abgerissene Kalenderblätter, mit einem Gummi zusammengehalten.
„Für deinen Text“, sagt er.
Selin blättert sie im Wartesaal durch.
Die Frau mit dem kalten Becher.
Die Marmelade.
Der Schlüssel.
Auf Blatt 6 ist die Schrift anders.
Zittriger.
Als hätte jemand länger für diesen Satz gebraucht.
Sie geht zurück zum Kiosk und legt das Blatt auf die Theke.
Otto schaut es lange an.
„Das ist meins“, sagt er.
„Seit Annemarie tot ist, hab ich den Sitz nicht verstellt.“
„Ich hab nie gewusst, wie man das jemandem sagt.“
Dann kommt der Satz, um den es in diesem ganzen Beitrag geht.
„Man kann es nur zeigen“, sagt Otto.
„Sonst klingt es nach Selbstmitleid.“
Falls dich ein Verlust gerade selbst sehr beschäftigt: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar, kostenlos unter 0800 111 0 111.
Selin hat ihren Text zwei Wochen später gelesen.
Das Wort traurig kommt darin nicht mehr vor.
Nach dem Löffel in der letzten Zeile hat sie einen Atemzug gewartet.
Genau den, den der Saal gebraucht hat.
Also merke: Nicht das Gefühl ist verbraucht.
Nur sein Name.
Und Namen kann man ersetzen.
Trauer, Wut, Liebe und Sehnsucht sind nicht abgenutzt, weil sie schlecht wären.
Sie sind abgenutzt, weil sie die wichtigsten sind.
Über Steuererklärungen gibt es keine ausgeleierten Texte.
Die Abnutzung zeigt dir, wo die Themen liegen, die alle betreffen.
Dein Auftrag für diese Woche?
Nimm einen Text von dir und such das erste Gefühlswort.
Streich es.
Geh die vier Fragen durch: Wann genau, wo, was haben die Hände gemacht, was lag herum?
Und nimm den Gegenstand, der am wenigsten nach Gedicht klingt.
Genau der ist dein Bild.
Der Unterschied zwischen einem abgedroschenen und einem großartigen Text über Trauer ist nicht das Thema.
Es ist die Frage, ob sich jemand die Mühe gemacht hat, sein eigenes Bild zu suchen.
Du hast jetzt einunddreißig Beispiele und vier Fragen.
Der Rest liegt auf deinem Weg zum Bahnhof.
