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Fax abgeschafft: Behörden kaufen 900 gebrauchte Geräte nach, eines steht in der Betriebszentrale der Bahn
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Empfang bestätigt)

Der Chefredakteur sendet ein Fax. Es kommt an. Foto: wpa (Symbolbild)
Wiesbaden (wpa) – Die Landesverwaltung hat das Fax zum Jahresende abgeschafft. Die Abschaffung betrifft die Neubeschaffung.
Vorhandene Geräte durften weiterbetrieben werden. Ihre Zahl sank durch Defekte.
Nachgekauft wurden im laufenden Jahr 900 gebrauchte Geräte. Neugeräte werden nicht mehr hergestellt.
Der Preis je Gerät liegt bei rund 190 Euro. Für 900 Geräte sind das 171.000 Euro.
„Wir stellen die Erreichbarkeit sicher“, teilt das Ministerium mit. Sichergestellt wird der Empfang.
Benötigt werden die Geräte für Gegenstellen, die nichts anderes annehmen. Genannt werden Gerichte, Kliniken und das Notfallmanagement der Bahn.
Gerichte nehmen elektronische Dokumente über ein eigenes Postfach an. Das Postfach setzt eine Karte voraus.
Die Karte wird von einer Zertifizierungsstelle ausgegeben. Die Ausgabe dauert sechs Wochen.
Kliniken nehmen Faxe an, weil ihre Systeme nicht verbunden sind. Eine Verbindung ist seit 2019 vorgesehen.
Der Meilenstein liegt bei 2030. Bis dahin gilt das Fax auch für Streckensperrungen.
Das Fax gilt als rechtssicher. Es erzeugt einen Sendebericht.
Der Sendebericht belegt die Übertragung. Er belegt nicht den Zugang.
Diese Unterscheidung ist gerichtlich geklärt. Sie stammt aus dem Jahr 1996.
Eine E-Mail belegt beides nicht. Deshalb wird gefaxt.
Für die 900 Geräte wurden Telefonanschlüsse benötigt. Analoge Anschlüsse werden nicht mehr angeboten.
Benötigt wird deshalb ein Adapter. Er kostet 61 Euro je Gerät.
Für 900 Geräte sind das 54.900 Euro. Sie kommen zu den 171.000 hinzu.
Die Abschaffung des Fax wurde 2023 als Beitrag zum Bürokratieabbau gemeldet. Die Meldung umfasst sechs Seiten.
Der Nachkauf wurde nicht gemeldet. Meldepflichtig ist nur der Abbau.
Beide Vorgänge betreffen dieselbe Verwaltung. Sie stehen in zwei Berichten.
Frau Ortmann arbeitet in einem Amt in Wiesbaden und faxt täglich. Sie faxt an ein Krankenhaus.
Das Krankenhaus faxt zurück. Beide Seiten hätten E-Mail.
Sie sagt, sie habe einmal nachgefragt. Man habe ihr gesagt, es sei so vorgesehen.
Das Faxgerät auf ihrem Schrank ist Baujahr 2004. Ein baugleiches steht in der Betriebszentrale Duisburg.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ 900 gebrauchte Geräte nachgekauft, Neugeräte werden nicht mehr hergestellt +++
+++ Abschaffung gilt weiterhin, sie betrifft die Neubeschaffung +++
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