Digitalisierung umgesetzt: Der Antrag fürs zweite Gleis geht online, die Bearbeitung läuft weiterhin per Post

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Digitalisierung umgesetzt: Der Antrag fürs zweite Gleis geht online, die Bearbeitung läuft weiterhin per Post

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (digital eingereicht)

Verwaltung Digitalisierung Satire: Waschbär sitzt vor einem hohen Stapel Aktenordner an einem Schreibtisch

Der Chefredakteur reicht digital ein. Es wird gedruckt. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – In der Bundesverwaltung werden 94 Prozent der Anträge online eingereicht. Die Quote gilt als Erfolg der Digitalisierung.

Ausgedruckt werden 94 Prozent der eingereichten Anträge. Gedruckt wird im selben Haus.

Der Grund ist die Aktenführung. Sie erfolgt in Papierakten.

Papierakten sind vorgeschrieben, solange kein zugelassenes elektronisches System besteht. Ein solches System ist in Einführung.

„Wir befinden uns im Übergang“, teilt das Ministerium mit. Der Übergang läuft seit 2017.

Der Papierverbrauch ist seit 2017 um 22 Prozent gestiegen. Gestiegen ist auch die Digitalisierungsquote.

Beide Werte stehen im selben Jahresbericht. Sie stehen auf verschiedenen Seiten.

Gestiegen ist der Verbrauch, weil online mehr Anträge eingehen. Die Hürde ist niedriger geworden.

Niedrigere Hürden erzeugen mehr Anträge. Mehr Anträge erzeugen mehr Ausdrucke.

Das ist keine Fehlplanung. Es ist eine unvollständige Umsetzung.

Unvollständig ist sie, weil die zweite Hälfte teurer ist als die erste. Die erste war ein Formular.

Die zweite ist ein Aktensystem mit Schnittstellen. Betroffen sind auch die Planfeststellungsakten für neue Gleise.

Bewilligt wurden bisher 41 Millionen. Der Rest ist angemeldet.

Angemeldet ist er seit 2021. Bewilligt wird jährlich neu.

Die Einführung ist für 2031 vorgesehen. Sie war ursprünglich für 2022 vorgesehen.

Verschoben wurde sie viermal. Ein Verfahren für elf Kilometer zweites Gleis wartet seit 2016 auf die Umstellung.

Die Mittel waren vorhanden. Abgerufen wurden sie nicht.

Nicht abgerufen wurden sie, weil die Ausschreibung nicht fertig war. Die Ausschreibung umfasst 900 Seiten.

Erstellt wurde sie von einer Beratungsgesellschaft. Das Honorar beträgt 4,1 Millionen Euro.

Sie liegt seit 2023 vor. Veröffentlicht wurde sie nicht, gedruckt wurde sie 41 Mal.

Frau Ortmann arbeitet in einem Referat für Schienenwege und druckt täglich rund 190 Seiten. Sie heftet sie ab.

Sie sagt, sie habe den Antrag am Bildschirm gelesen. Gedruckt habe sie ihn danach.

Gedruckt werde er, weil er in die Akte müsse. Die Akte betrifft ein zweites Gleis bei Karlsruhe.

Der Schrank ist seit Juni voll. Ein zweiter ist bestellt, die Lieferzeit beträgt elf Wochen.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 94 Prozent digital eingereicht, 94 Prozent ausgedruckt +++

+++ Papierverbrauch gestiegen, ein Planfeststellungsverfahren umfasst 41 Ordner +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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