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Neue ICE-Linie nach Antwerpen: Belgien beschwert sich über importierte Verspätung
14. August 2026 · Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (grenzüberschreitend)

Ein Fahrgast wartet auf den internationalen Anschluss. Seit Dienstag. Foto: wpa (Symbolbild)
Antwerpen (wpa) – Ab September fahren täglich zwei ICE-Zugpaare von Köln nach Antwerpen. In Belgien wächst die Sorge.
Befürchtet wird der Import deutscher Verspätung. Ein Phänomen, das im Nachbarland bislang unbekannt war.
„Wir haben nichts gegen deutsche Gäste“, erklärte ein Sprecher der belgischen Bahn. „Aber sie sollen ihre Verspätung zu Hause lassen.“
Gefordert wird eine Obergrenze an der Grenze. Züge mit mehr als 30 Minuten Rückstand sollen abgewiesen werden.
Fachleute halten die Regel für unrealistisch. Sie würde die Strecke faktisch stilllegen.
Die Deutsche Bahn zeigte sich gelassen. Man exportiere seit Jahren erfolgreich Verspätung in die Schweiz.
Dort werden verspätete deutsche Züge inzwischen am Grenzbahnhof abgefangen. Aus Rücksicht auf den eigenen Fahrplan.
Für Antwerpen sieht die Bahn eine ähnliche Lösung vor. Der ICE endet dann in Aachen.
Reisende erreichen Belgien anschließend zu Fuß. Nach Konzernangaben ist das die zuverlässigste Variante.
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