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Bahn verteidigt Streichung von Direktzügen: „Wer nicht umsteigt, verpasst die schönsten Bahnhöfe“
13. August 2026 · Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (gefühlt: 4 Umstiege)

Ein Reisender beginnt seine Entdeckerroute. Der Anschluss entdeckte derweil die Abfahrt. Foto: wpa (Symbolbild)
Berlin (wpa) – Immer weniger Städte sind ohne Umstieg erreichbar. Die Bahn sieht darin kein Problem, sondern ein Geschenk.
„Der Direktzug ist bequem, aber eindimensional“, erklärte Konzernstratege Holger Querverbund. „Wer nicht umsteigt, verpasst die schönsten Bahnhöfe des Landes.“
Reisen sei kein Transport, sondern eine Erfahrung. Und Erfahrungen mache man bekanntlich in Hanau, Fulda und Bitterfeld.
Das Unternehmen spricht deshalb nicht mehr von gestrichenen Verbindungen. Der neue Begriff lautet: „Entdeckerrouten“.
Eine Reise von Aachen nach Rügen umfasst künftig vier Umstiege. Früher nannte man das Odyssee, heute Städtetrip.
Besonders profitieren sollen Familien. „Kinder lieben Abwechslung“, so Querverbund. „Und nichts wechselt so oft wie unser Gleis.“
Wer seinen Anschluss verpasst, bekommt automatisch mehr Erlebnis. Kostenlos.
Auf die Frage nach seinem eigenen Arbeitsweg antwortete Querverbund ausweichend. Er wohne inzwischen im Büro.
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