Reinigungserfolg: Bahn entfernt Sehenswürdigkeit für 24.000 Euro

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Reinigungserfolg: Bahn entfernt Sehenswürdigkeit für 24.000 Euro

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Wand grau)

Graffiti Satire: Waschbär steht vor einer frisch grau gestrichenen Betonwand neben Gleisen

Die Wand ist gereinigt. Alle finden sie schlechter. Foto: wpa (Symbolbild)

Offenbach (wpa) – An einer Wand in Offenbach war neun Jahre lang ein großes Graffiti. Im Juni wurde es entfernt.

Die Entfernung kostete 24.000 Euro. Sie dauerte elf Tage.

Seitdem ist die Wand grau. Sie misst 80 mal 4 Meter.

Die Bahn hat 140 Beschwerden erhalten. Alle betreffen die Entfernung.

„Damit hatten wir nicht gerechnet“, sagt Objektmanager Roland Grauton. Üblicherweise beschwere man sich über Farbe, nicht über deren Abwesenheit.

Das Bild zeigte eine Flusslandschaft. Es war 2017 entstanden.

Der Urheber ist unbekannt. Er hat sich nie gemeldet.

Die Bahn stufte es zunächst als Sachbeschädigung ein. Eine Anzeige lief ins Leere.

Danach blieb das Bild stehen. Eine Entfernung war nicht vorgesehen.

2024 wurde es in einen Stadtführer aufgenommen. Als Sehenswürdigkeit.

Fahrgäste fotografierten es regelmäßig. Es gab dazu einen eigenen Hashtag.

Die Entfernung erfolgte im Rahmen einer Routinereinigung. Sie war lange geplant.

Der Auftrag lautete auf Reinigung der Wand. Eine Ausnahme war nicht vermerkt.

Die ausführende Firma hielt sich daran. Ein Fehler liegt nicht vor.

Die Stadt Offenbach hat sich beschwert. Sie sieht einen Verlust für das Stadtbild.

Die Bahn bedauert den Vorgang. Sie verweist auf die interne Abstimmung.

Diese sei in diesem Fall unterblieben. Künftig werde vorher geprüft.

Ein Verfahren dafür wird erarbeitet. Es soll 2027 vorliegen.

Die Wand ist inzwischen wieder besprüht. Das geschah im Juli.

Das neue Bild zeigt eine Flusslandschaft. Es ähnelt dem alten.

Die Bahn hat es zur Kenntnis genommen. Eine Entfernung ist derzeit nicht geplant.

Bundesweit entfernt die Bahn jährlich 900.000 Quadratmeter Graffiti. Die Kosten liegen bei 34 Millionen Euro.

Der weitaus größte Teil betrifft Züge. Wandflächen machen 12 Prozent aus.

Bei Zügen wird sofort gereinigt. Bei Wänden nach Dringlichkeit.

Die Dringlichkeit bemisst sich am Inhalt. Beleidigendes wird binnen 48 Stunden entfernt.

Landschaften haben keine Frist. Deshalb stand das Bild neun Jahre.

Für 24.000 Euro hat der Konzern eine Sehenswürdigkeit in eine graue Wand verwandelt und 140 Beschwerden kassiert. Vier Wochen später war sie wieder bemalt, mit demselben Motiv. Entfernt wird es diesmal nicht.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 24.000 Euro für graue Wand – 140 Beschwerden wegen der Entfernung +++

+++ Der Auftrag lautete Reinigung – eine Rückfrage bei der Stadt war nicht vorgesehen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →