Personal aufgestockt: Bahn stellt Lokführer ein, die den stehenden Zug bewachen, bis ein Gleis frei wird

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

Personal aufgestockt: Bahn stellt Lokführer ein, die den stehenden Zug bewachen, bis ein Gleis frei wird

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (im Stand)

Waschbär steht mit einer Warnweste an einem Bahnsteig neben einem haltenden Regionalzug

Der Chefredakteur hat Dienst. Der Zug auch. Foto: wpa (Symbolbild)

Fulda (wpa) – Die Bahn schafft 340 neue Stellen im Fahrdienst. Die Aufgabe besteht darin, stehende Züge zu bewachen.

Bewacht werden Fahrzeuge, die auf ein freies Gleis warten. Die Wartezeit beträgt im Schnitt vier Stunden.

Die Tätigkeit heißt Bereitstellungsbegleitung. Sie wurde im Juli in den Tarifvertrag aufgenommen.

Bezahlt wird nach Entgeltgruppe 6. Das entspricht etwa 41.000 Euro im Jahr.

„Ein Fahrzeug darf nicht unbeaufsichtigt bleiben“, erklärt Betriebsleiter Egon Prellbock. Unbeaufsichtigt stand es bis Juni immer.

Bis Juni war das kein Problem. Ein Vorfall ist in zwölf Jahren nicht bekannt.

Der Anlass war ein Audit. Ein Auditor hatte gefragt, wer zuständig sei.

Zuständig war niemand. Das wurde als Feststellung erfasst.

Feststellungen müssen abgestellt werden. Abgestellt wurde sie durch 340 Stellen.

Die Kosten betragen rund 14 Millionen Euro im Jahr. Der Auditor kostete 9.000.

Warum die Züge überhaupt warten, war nicht Gegenstand des Audits. Sie warten, weil die Gleise belegt sind.

Belegt sind sie, weil Bahnsteige zurückgebaut wurden. Zurückgebaut wurden sie zwischen 1996 und 2011.

In Fulda fielen dabei vier von zwölf Gleisen weg. Die Zugzahl ist seitdem gestiegen.

Ein neues Gleis wäre möglich. Die Fläche liegt daneben und gehört dem Konzern.

Sie ist seit 2014 als Parkplatz verpachtet. Der Pachtvertrag läuft bis 2039.

Gekündigt werden könnte er gegen Entschädigung. Die Entschädigung liegt bei rund 2 Millionen Euro.

Das ist weniger als ein Jahr Bereitstellungsbegleitung. Beide Zahlen wurden nie nebeneinandergelegt.

Sie stehen in verschiedenen Abteilungen. Zwischen Immobilien und Betrieb gibt es keine gemeinsame Rechnung.

Herr Krause ist 41 und war Berufskraftfahrer. Er hat im April die Ausbildung zum Lokführer abgeschlossen.

Eingesetzt wird er seit Juli in der Bereitstellungsbegleitung. Er steht neben Zügen.

Gefahren ist er seit der Prüfung 14 Stunden. Gestanden hat er 620.

Er sagt, die Bezahlung stimme. Er sagt auch, er habe sich das anders vorgestellt.

Seine Streckenkenntnis verfällt nach drei Jahren ohne Befahrung. Das steht in der Vorschrift.

Er hat noch zwei Jahre und acht Monate. Danach müsste er den Kurs wiederholen.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Neue Tätigkeit im Tarifvertrag ergänzt, sie heißt Bereitstellungsbegleitung +++

+++ Erster Bewacher meldet nach vier Stunden, der Zug sei noch da +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp

  • Neue Slam-Texte zuerst
  • Gedanken vom Gleis
  • Keine E-Mail, kein Spam

Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.

Jetzt Kanal folgen
QR-Code zum Bahn-Slam WhatsApp-Kanal 📷 Scannen & folgen
🦝 Komm mit meinem Waschbär an Bord – schon jetzt an Gleis 1 der Bahn-Slam-Community.
Kanal ansehen →

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

Zeige alle Beiträge von BahnSlam →