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DB gewinnt gegen DB, beide Angebote aus einem Haus
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (zwei Angebote)

Der Chefredakteur sucht den Unterschied. Es gibt keinen mehr. Foto: wpa (Symbolbild)
Frankfurt (wpa) – Die Deutsche Bahn hat eine Ausschreibung gewonnen. Unterlegen war eine Tochter der Deutschen Bahn.
Ausgeschrieben hatte das Land ein Netz mit 4,1 Millionen Zugkilometern. Eingegangen sind zwei Angebote.
Beide aus demselben Konzern. Beide im selben Gebäude erstellt.
Erstellt in zwei Abteilungen auf zwei Etagen. Verbunden durch eine Treppe.
„Die Vertraulichkeit war jederzeit gewahrt“, sagt Vergabeleiter Hendrik Doppelbesetzung. Gewahrt durch getrennte Aktenschränke.
Zwei Aktenschränke, eine Treppe, ein Konzern. So sieht Wettbewerb bei der Bahn aus.
Der Gewinner ist die Bahn, der Verlierer auch. Das Land zahlt, egal wer gewinnt.
Ein Wettbewerb ohne Konkurrenz ist eine Formalie. Ausgeschrieben wurde, entschieden hat der Flur.
Der Vorstand nennt das erfolgreiche Marktteilnahme. Teilgenommen hat der Markt mit sich selbst.
Getrennt waren die Teams durch eine Etage. Getrennt sind sie durch nichts, was zählt.
Herr Nagel fährt im betroffenen Netz und hoffte auf Wettbewerb. Auf einen anderen Betreiber, frische Züge.
Gewonnen hat die Bahn, verloren die Bahn. Für ihn ändert sich nichts, nur der Aktenschrank.
Frische Züge kommen nicht, der Betreiber bleibt derselbe. Die Ausschreibung war ein Ritual.
Der Minister lobt den funktionierenden Wettbewerb auf der Schiene. Funktioniert hat die Treppe zwischen zwei Etagen.
Getrennte Schränke sollen die Vertraulichkeit sichern. Gesichert ist die Form, nicht die Konkurrenz.
Zwei Angebote, ein Absender, ein Ergebnis. Der Wettbewerb fand im Haus statt, unter sich.
Für die nächste Ausschreibung ist wieder mit zwei Angeboten zu rechnen. Aus demselben Gebäude, zwei Etagen.
So gewinnt die Bahn zuverlässig gegen sich selbst. Ein Nullsummenspiel mit Ausschreibungskosten.
Ausgeschrieben, geprüft, vergeben, alles intern. Der Markt war ein Treppenhaus.
Die DB hat die Ausschreibung gegen die DB gewonnen, beide Angebote aus einem Haus. Getrennt waren sie durch eine Treppe, der Wettbewerb fand unter sich statt.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Zwei Bieter aus demselben Konzern, Abstand 1,4 Prozent +++
+++ Der dritte Bieter gab kein Angebot ab – Fahrzeuglieferzeit vier Jahre +++
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