14 Wochen gesperrt, um Streckensperrungen zu erforschen

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14 Wochen gesperrt, um Streckensperrungen zu erforschen

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (in Prüfung)

Waschbär steht vor einem gesperrten Streckenabschnitt mit Bauzaun und offenem Schotterbett

Der Chefredakteur prüft die Prüfung. Sie liegt im Zeitplan. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Die Bahn hat einen Abschnitt bei Halle 14 Wochen gesperrt. Untersucht werden sollte die Wirkung von Streckensperrungen.

Gebaut wurde auf dem Abschnitt nicht. Die Sperrung selbst war der Untersuchungsgegenstand.

Nicht gebaut wurde, weil Bauen den Gegenstand verändert hätte. Man sperrte, um das Sperren zu studieren.

„Wir untersuchen unter realen Bedingungen“, sagt Forschungsvorstand Reinhold Sperrwirkung. Real war die Sperrung, sinnlos der Anlass.

Beauftragt wurde ein Institut, Honorar 610.000 Euro. Es erforschte, was jeder Pendler kennt.

Der Ersatzverkehr kostete in den 14 Wochen 2,4 Millionen. Beide Beträge stehen im selben Bericht.

3 Millionen, um herauszufinden, dass Sperren stört. Das wusste man vorher, nur nicht mit Gutachten.

Der Vorstand nennt das evidenzbasierte Planung. Die Evidenz kostete drei Millionen und ein Vierteljahr.

Gesperrt wurde für die Forschung, gefahren wurde Bus. Der Bus stand im Stau, die Erkenntnis im Bericht.

Frau Kraus pendelte 14 Wochen mit dem Ersatzbus. Für eine Studie, von der sie nichts wusste.

Sie war das Studienobjekt, ohne es zu ahnen. Ihre verlorene Zeit ist jetzt ein Datenpunkt.

Gefragt wurde sie nicht, gemessen schon. Ihr Stau ist Teil der Evidenz, unbezahlt.

Das Ergebnis: Sperrungen verlängern die Reisezeit. Ein Satz, für den es 610.000 Euro brauchte.

Der Minister lobt die wissenschaftliche Fundierung der Bauplanung. Fundiert ist das Offensichtliche, teuer die Bestätigung.

Hätte man in den 14 Wochen gebaut, wäre etwas fertig. Man forschte lieber über das Nichtbauen.

So wird aus einer Sperrung eine Studie. Aus einer Studie ein Bericht, aus dem Bericht ein Regal.

Für nächstes Jahr ist eine Folgestudie geplant. Zur Wirkung von Ersatzverkehr, mit weiterer Sperrung.

Erforscht wird der Mangel, behoben wird er nicht. Forschung ist billiger als Bauen, sagt der Bericht.

3 Millionen, 14 Wochen, ein bekannter Satz. Das ist die Bilanz dieser Untersuchung.

Man sperrte die Strecke 14 Wochen, um zu erforschen, wie Sperrungen wirken. Ergebnis: Sie stören. Kosten mit Ersatzverkehr: drei Millionen.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 14 Wochen Sperrung ohne Bauarbeiten, damit der Untersuchungsgegenstand unverändert bleibt +++

+++ Untersuchung 610.000 Euro, Ersatzverkehr 2,4 Millionen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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