14 Wochen gesperrt, um Sperrungen zu erforschen

⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.

14 Wochen gesperrt, um Sperrungen zu erforschen

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (in Prüfung)

Waschbär steht vor einem gesperrten Streckenabschnitt mit Bauzaun und offenem Schotterbett

Der Chefredakteur prüft die Prüfung. Sie liegt im Zeitplan. Foto: wpa (Symbolbild)

Berlin (wpa) – Die Bahn hat einen Streckenabschnitt bei Halle 14 Wochen gesperrt. Untersucht werden sollte die Wirkung von Streckensperrungen.

Gebaut wurde auf dem Abschnitt nicht. Die Sperrung war der Untersuchungsgegenstand.

Nicht gebaut wurde, weil das den Untersuchungsgegenstand verändert hätte.

Beauftragt wurde ein Institut. Honorar: 610.000 Euro.

Der Ersatzverkehr in diesen 14 Wochen kostete 2,4 Millionen. Beide Beträge im selben Bericht.

„Wir wollen belastbare Daten“, erklärt Projektleiter Rüdiger Fahrplanmaß. Belastbar sind Daten aus dem Feld.

Das Feld sind hier 61 Kilometer und rund 8.000 Reisende täglich. Sie wurden vorher nicht gefragt.

Gefragt wurden sie im vierten Monat. Erhoben wurde, wie zufrieden sie mit dem Ersatzverkehr sind.

Erwartet wurde ein niedriger Wert. Ein niedriger Wert galt als Bestätigung der Hypothese.

Die Hypothese lautet, dass Sperrungen belasten.

Diese Hypothese wurde 2019 schon einmal überprüft. Damals kam dasselbe heraus.

Die Studie von 2019 wurde nicht veröffentlicht. Sie liegt im Archiv.

Gefunden wurde sie im Juni. Von einer Praktikantin.

Die neue Studie lief trotzdem weiter. Ein Abbruch hätte den Vertrag berührt.

Der Vertrag enthält eine Ausfallklausel. 80 Prozent des Honorars.

Weiterlaufen kostete damit 20 Prozent mehr als Abbrechen. Gerechnet hat das die Rechtsabteilung.

Für die Untersuchung wurde eine Kontrollgruppe gesucht. Eine vergleichbare Strecke ohne Sperrung.

So eine Strecke wurde im Netz nicht gefunden. Die Suche dauerte drei Wochen.

Ersatzweise wurde die Strecke mit sich selbst verglichen. Vorher und nachher.

Vorher fuhren dort Züge. Nachher fahren dort wieder Züge.

Zwischendurch fuhr ein Bus. Er brauchte 44 Minuten länger.

Diese 44 Minuten sind der Kern der Untersuchung. Sie standen vorher im Fahrplan.

Das Ergebnis liegt vor. Vollsperrungen seien wirtschaftlich, wenn in ihnen gebaut werde.

Der Satz steht auf Seite 4. Im Original ist er hervorgehoben.

An der Befragung beteiligten sich 340 Personen. Der Fragebogen hat 31 Fragen.

Frau Schleicher pendelt auf dem Abschnitt und wurde im Juli befragt. Frage 14 will eine Bewertung von eins bis sechs.

Sie hat sechs angekreuzt. Frage 15 will den Grund.

Das Feld ist zwei Zeilen groß. Sie hat geschrieben, sie stehe seit Februar früher auf.

Ausgewertet wird das als Freitext.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ 14 Wochen Sperrung ohne Bauarbeiten, damit der Untersuchungsgegenstand unverändert bleibt +++

+++ Untersuchung 610.000 Euro, Ersatzverkehr 2,4 Millionen +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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