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Umleitung eingerichtet: Ersatzbus fährt durch den gesperrten Tunnel
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Berg im Weg)

Der Tunnel ist gesperrt. Die Umleitung ist ausgeschildert. Foto: wpa (Symbolbild)
Kaiserslautern (wpa) – Der Eisenbahntunnel bei Kaiserslautern wird saniert. Er ist seit Mai gesperrt.
Für Fahrgäste gibt es einen Ersatzverkehr. Er wurde ausgeschildert.
Die Schilder führen zu einer Straße. Diese Straße nutzt denselben Tunnel.
Es handelt sich um einen kombinierten Tunnel. Schiene und Straße liegen nebeneinander.
Der Straßenteil ist offen. Der Schienenteil nicht.
Der Bus fährt also durch den Tunnel. Der Zug darf nicht.
„Das ist korrekt“, bestätigt Streckenmanager Alois Lichtraum. Die Arbeiten beträfen nur das Gleis, der Tunnel sei nicht beleidigt.
Fahrgäste haben trotzdem nachgefragt. Die Zahl der Anfragen lag im Juni bei 340.
Die meisten wollten den Grund für das Umsteigen wissen. Die Antwort fiel technisch aus.
Sie verwies auf die Lichtraumprofile. Und auf die Oberleitung.
Die Oberleitung wird erneuert. Dafür muss der Strom abgeschaltet werden.
Der Bus fährt mit Diesel. Er braucht keinen Strom.
Damit ist der Ersatzverkehr möglich. Und der Zugverkehr nicht.
Die Fahrzeit mit dem Bus beträgt 14 Minuten. Mit dem Zug waren es neun.
Der Unterschied liegt am Tempolimit. Im Tunnel gilt 60.
Für Züge galten 120. Die Beschleunigung ist ebenfalls unterschiedlich.
Die Sanierung dauert bis November. Sie liegt im Zeitplan.
Das teilte die Bahn im Juli mit. Zuvor hieß es September.
Die Verschiebung wurde mit Feuchtigkeit begründet. Der Tunnel ist an einer Stelle undicht.
Die Stelle war bekannt. Sie wurde 2014 zuletzt untersucht.
Damals wurde eine Sanierung empfohlen. Sie wurde für später eingeplant.
Der Tunnel stammt aus dem Jahr 1875. Er ist 1120 Meter lang.
Er wurde zuletzt 1962 grundlegend erneuert. Seitdem gab es kleinere Arbeiten.
Die jetzige Sanierung kostet 31 Millionen Euro. Geplant waren 22 Millionen.
Die Differenz erklärt die Bahn mit der Feuchtigkeit. Sie war im Angebot nicht enthalten.
Zwölf Jahre lag der Befund in einer Schublade. Jetzt kostet er neun Millionen extra, und der Konzern nennt es eine planmäßige Umsetzung.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Umleitung ausgeschildert – sie führt durch den gesperrten Tunnel +++
+++ 31 statt 22 Millionen, weil eine seit 2014 bekannte undichte Stelle niemanden interessierte +++
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