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Ersatzbus fährt durch den Tunnel, den der gesperrte Zug nicht darf
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Berg im Weg)

Der Tunnel ist gesperrt. Die Umleitung ist ausgeschildert. Foto: wpa (Symbolbild)
Kaiserslautern (wpa) – Der Eisenbahntunnel bei Kaiserslautern wird saniert. Seit Mai gesperrt.
Für Fahrgäste gibt es einen Ersatzverkehr. Er wurde ausgeschildert.
Die Schilder führen zu einer Straße. Die nutzt denselben Tunnel.
Es ist ein kombinierter Tunnel. Schiene und Straße liegen nebeneinander.
Der Straßenteil ist offen. Der Schienenteil nicht.
Der Bus fährt also durch den Tunnel. Der Zug darf nicht.
„Das ist korrekt“, sagt Streckenmanager Alois Tunnelmund. Die Arbeiten beträfen nur das Gleis.
Gesperrt ist das Gleis, gebaut wird am Gleis, gefahren wird daneben. Im selben Berg, durch dasselbe Loch.
Der Fahrgast steigt in den Bus, um den Tunnel zu umfahren. Der Bus fährt hindurch, wo der Zug stünde.
Herr Gaub saß im Ersatzbus und erkannte den Tunnel. Es war der, den er sonst im Zug durchfuhr.
Er umfuhr die Sperrung, indem er durch sie hindurchfuhr. Nur eben auf der Straße daneben.
Der Vorstand nennt den Ablauf regelkonform. Konform ist die Sperrung des Gleises, nicht die Logik.
Der Zug könnte fahren, technisch, durch die offene Röhre. Er darf nicht, weil sein Gleis Baustelle ist.
Der Minister lobt die durchdachte Verkehrsführung während der Sanierung. Durchdacht führt der Bus durch den gesperrten Tunnel.
Gemessen wird die Sperrung des Gleises, nicht die Absurdität. Gesperrt ist der Zug, offen der Weg für den Bus.
Für die Sanierung ist ein Ende im Herbst geplant. Bis dahin fährt der Ersatz durch die Sperrung.
Ein Ersatzverkehr, der die Umleitung durch das umleitete Bauwerk führt, ist selten. Hier ist er ausgeschildert.
So umfährt man einen gesperrten Tunnel, indem man durch ihn fährt. Nur nicht auf dem Gleis, sondern daneben.
Zwei Röhren, ein Berg, ein offener Weg für den Bus. Der Zug wartet draußen, bis sein Gleis fertig ist.
Der Eisenbahntunnel bei Kaiserslautern ist gesperrt, doch der Ersatzbus fährt durch denselben kombinierten Tunnel, dessen Straßenteil offen ist. Herr Gaub umfuhr die Sperrung, indem er durch sie hindurchfuhr, nur der Zug darf das nicht.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Befund von 2014, Untersuchung dreimal zurückgestellt – Sperrung jetzt 41 statt 22 Wochen +++
+++ Ersatzverkehr 210.000 Euro je Woche, die versäumte Untersuchung hätte 90.000 gekostet +++
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