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Tauben im Bahnhof werden künftig als Servicekräfte geführt
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Personal anwesend)

Das Team ist vollzählig. Foto: wpa (Symbolbild)
Dortmund (wpa) – Die Deutsche Bahn führt die Tauben in ihren Bahnhöfen künftig als Servicekräfte. Die Umstellung erfolgte im Juli.
Grund ist eine Kennzahl. Gemessen wird die Personalpräsenz je Station.
„Präsenz ist Präsenz“, erklärte Personalvorstand Bernd Diensteinteilung. „Wir zählen, was da ist.“
Die Kennzahl war zuletzt gesunken. An 1.900 Bahnhöfen gibt es kein Personal mehr.
Mit den Tauben liegt der Wert nun bei 100 Prozent. Kein Bahnhof gilt mehr als unbesetzt.
Der Betriebsrat hat Bedenken angemeldet. Die neuen Kollegen seien nicht tariflich erfasst.
Auch eine Vertretung fehle. Man arbeite an einer Lösung.
Die Bahn verweist auf die Aufgabenbeschreibung. Diese umfasse Anwesenheit und nichts weiter.
Damit unterscheide sich die Tätigkeit kaum vom Bestand. Der Satz wurde später zurückgezogen.
Fahrgastverbände nennen die Umstellung eine Frechheit. Man wolle Auskunft und keine Anwesenheit.
Der Konzern hält dagegen. Auskunft sei nie Teil der Kennzahl gewesen.
Gezählt werden bundesweit rund 40.000 Tauben. Die Zahl stammt aus einer Schätzung von 2018.
Eine neue Erhebung ist nicht vorgesehen. Sie gilt als aufwendig.
Für die Tauben ändert sich nichts. Sie erhalten weder Vergütung noch Dienstkleidung.
Ein Sozialverband hat dennoch Beschwerde eingelegt. Er sieht darin eine Verhöhnung des Personalmangels.
Die Bahn bedauert den Eindruck. Man habe es sachlich gemeint.
Sachlich betrachtet fehlen dem Konzern 22.000 Beschäftigte. Besetzt werden konnten zuletzt 40 Prozent der Stellen.
Als Gründe gelten Bezahlung und Schichten. Beides wird derzeit überprüft.
Ein Ergebnis wird für 2028 erwartet. Bis dahin bleibt die neue Zählweise.
In Dortmund wurde die Regelung erstmals angewendet. Der Bahnhof gilt seither als voll besetzt.
Reisende bemerken davon wenig. Auskunft gibt weiterhin niemand.
Immerhin ist jetzt jemand da. Und zwar zuverlässig.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
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+++ Betriebsrat fordert eine Vertretung für die neuen Kollegen +++
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