Großer Hund zahlt den halben Fahrpreis, der Waschbär fährt umsonst

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Großer Hund zahlt den halben Fahrpreis, der Waschbär fährt umsonst

Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (fahrscheinfrei)

Hund Bahn Ticket Satire: Waschbär sitzt entspannt auf einem Zugsitz am Fenster

Ein Fahrgast ohne Fahrkarte und ohne Sorgen. Foto: wpa (Symbolbild)

Bremen (wpa) – Große Hunde brauchen in der Bahn eine eigene Fahrkarte. Für Waschbären gilt das nicht.

Der Grund ist einfach. Im Tarif kommen sie nicht vor.

„Was nicht geregelt ist, ist erlaubt“, sagt Tarifexpertin Doris Tariflücke. So steht es sinngemäß auf Seite 340.

Auf Seite 340 fehlt der Waschbär. Wo er fehlt, fährt er frei.

Hundebesitzer kritisieren die Ungleichbehandlung. Ihr Tier sitze wenigstens still.

Der Hund sitzt, der Waschbär räumt das Bordbistro. Bezahlt wird der Ruhige, geduldet der Findige.

Die Bahn prüft eine Anpassung. Ein eigener Tarif für Kleinbären sei denkbar.

Ein Tarif für Kleinbären wäre ein Novum. Bis dahin fährt der Waschbär im Rahmen der Tariflücke.

Bis dahin gilt Bestandsschutz. Wer nachts im Bordbistro sitzt, wird nicht kontrolliert.

Frau Dobslaw zahlt für ihren Schäferhund den halben Fahrpreis. Neben ihr sitzt ein Waschbär, umsonst.

Ihr Hund hat einen Fahrschein, der Waschbär eine Lücke. Geregelt ist der eine, frei der andere.

Der Vorstand nennt die Lage eine tarifliche Feinheit. Fein ist die Lücke, teuer der Hund.

Betroffen sind jährlich rund 900.000 Hunde. Für sie gilt der halbe Fahrpreis.

900.000 zahlende Hunde, ein frei fahrender Waschbär, eine Seite 340. Das ist die Gleichbehandlung.

Der Minister lobt die klare Tarifstruktur für Tiere. Klar ist sie für Hunde, offen für Bären.

Wer im Tarif nicht vorkommt, entzieht sich ihm. Der Waschbär ist der Gewinner der Lücke.

Für die Schließung der Lücke gibt es einen Prüfauftrag. Er dauert länger als eine Nacht im Bordbistro.

So regelt die Bahn die Tierbeförderung, indem sie den Hund zahlen lässt und den Waschbären übersieht. Geregelt ist Seite 340, frei die Ausnahme.

Halber Fahrpreis für 900.000 Hunde, kein Preis für den Waschbären, Seite 340. Das ist der Tarif.

Große Hunde zahlen in der Bahn den halben Fahrpreis, 900.000 im Jahr, der Waschbär fährt umsonst, weil er im Tarif nicht vorkommt. Was nicht geregelt ist, ist erlaubt, sinngemäß Seite 340, bis die Bahn einen Tarif für Kleinbären prüft.

+++ MÜLLEIMER-TICKER +++

+++ Assistenzhunde fahren kostenlos, die Bescheinigung ist mitzuführen +++

+++ Nachreichen kostet sieben Euro Bearbeitungsgebühr und dauerte vier Monate +++

Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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