⚠ Störungsinfo: Auf diesem Abschnitt der Website fällt der Ernst bis auf Weiteres aus. Es verkehrt ein Satire-Ersatzverkehr. Wir bitten, die Freude zu entschuldigen.
Bahn baut Schließfächer zu Büros, zum Sitzen bleibt der Boden
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 3 Minuten (Buchung nötig)

Fach 214 ist jetzt ein Büro. Foto: wpa (Symbolbild)
Frankfurt (wpa) – Die Deutsche Bahn baut einen Teil ihrer Schließfächer um. Sie werden zu Arbeitsplätzen.
Nutzbar sind 90 mal 60 Zentimeter. Ein Sitzplatz ist nicht vorgesehen.
„Wir schaffen Rückzugsorte“, sagt Immobilienchef Klaus Ablagefach. „Der Bedarf ist da.“
Gebucht wird über eine App. Mindestens eine Stunde.
Der Preis liegt bei 9 Euro. Strom kostet 2 Euro extra.
Ein Anschluss ist in jedem zweiten Fach. Welches, zeigt die App nicht.
Umgebaut wurden erst mal 40 Fächer. Sie liegen im Untergeschoss.
Dort ist es ruhig. Empfang gibt es keinen.
Die Bahn verweist auf das WLAN. Das reicht bis zur Treppe.
Erste Buchungen gab es im Juli. Sechs wurden storniert.
Als Grund nannten die Kunden die Größe. Man habe sich das anders vorgestellt.
Der Konzern hat die Beschreibung angepasst. Jetzt stehen die Maße dabei.
Fahrgastverbände halten das für abwegig. Ein Bahnhof brauche Sitzplätze, keine Kabinen.
Die Bahn widerspricht. Sitzplätze gebe es genug.
In der Halle stehen 40 Bänke. Aus Metall, ohne Lehne.
Für längeres Sitzen taugen sie nicht. Das war so gewollt.
Genau diese Lücke sollen die neuen Fächer füllen. Gegen Gebühr.
Ein Betriebswirt hat nachgerechnet. Die Anlage lohnt sich ab 300 Buchungen im Monat.
Im ersten Monat waren es 34. Der Konzern spricht von einer Anlaufphase.
Für den Winter ist eine Erweiterung geplant. 200 weitere Fächer.
Gebaut wird an vier Bahnhöfen. Ausgewählt nach Fahrgastzahlen.
Die Arbeitsplätze ersetzen Gepäckschließfächer. Deren Zahl sinkt seit 2019.
Gepäckschließfächer gelten als unrentabel. Arbeitsplätze werden je halber Stunde abgerechnet.
Wer Gepäck hat, trägt es jetzt. Betroffen sind vor allem Umsteiger mit langen Wartezeiten.
Frau Osei, 31, wartet regelmäßig zwei Stunden. Sie hat einen Koffer und einen Rucksack.
Sie sitzt seit Mai auf dem Boden neben Gleis 7. Bänke gibt es dort seit dem Umbau vier.
Vier Bänke haben zwölf Plätze. In der Spitze warten dort 340 Menschen.
Die Arbeitsplätze sind gut ausgelastet.
Sie kosten vier Euro die halbe Stunde.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Arbeitsplätze ersetzen Gepäckschließfächer, Abrechnung je angefangener halber Stunde +++
+++ Vier Bänke mit zwölf Plätzen für in der Spitze 340 Wartende +++
Mehr Satire-Ersatzverkehr:
Alle Meldungen der Waschbär-Presseagentur
Achtung, Satire: Personen, Zitate und Pressestellen sind frei erfunden — im Gegensatz zu den Verspätungen.
Folge dem Bahn-Slam
auf WhatsApp
- Neue Slam-Texte zuerst
- Gedanken vom Gleis
- Keine E-Mail, kein Spam
Deine Nummer bleibt geheim. Du liest, ich schreibe – ganz ohne Datensammeln.
Jetzt Kanal folgen