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Stuttgart 21 heißt jetzt Stuttgart 27 und liegt damit im Plan
Waschbär-Presseagentur · Lesezeit: 2 Minuten (gefühlt bis 2027)

Der Projektbeauftragte verschafft sich einen Überblick über den Zeitplan. Foto: wpa (Symbolbild)
Stuttgart (wpa) – Nach der geplatzten Eröffnung im Dezember 2026 hat die Deutsche Bahn das Projekt Stuttgart 21 offiziell in Stuttgart 27 umbenannt. Damit liegt das Vorhaben zum ersten Mal seit Baubeginn voll im Plan.
„Das Problem war nie der Bahnhof“, sagt Projektsprecherin Carmen Schildwechsel. „Das Problem war die Zahl.“
Stuttgart 21 sei seinem Namen zuletzt um Jahre hinterhergelaufen. Stuttgart 27 dagegen sei ihm sogar voraus.
Voraus ist der Name, hinterher der Bau. Der Abstand heißt jetzt Puffer.
„Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Projekts haben wir mehr Zeit als nötig“, so Schildwechsel. „Das fühlt sich ehrlich gesagt etwas ungewohnt an.“
Ungewohnt ist der Vorsprung, gewohnt der Rückstand. Gewonnen wurde er per Umbenennung.
Die Umbenennung kostet nach Konzernangaben 40 Millionen Euro. Sie gilt als der mit Abstand günstigste Bauabschnitt des Projekts.
40 Millionen für neue Ziffern sind wenig. Verglichen mit dem Rest ist es ein Schnäppchen.
Hintergrund der Verschiebung sind Probleme mit der digitalen Signaltechnik. Vereinfacht gesagt: Der Bahnhof ist fertig, er weiß es nur noch nicht.
Fertig ist der Bau, unklar ist die Technik. Der Bahnhof wartet auf sein eigenes Signal.
Die Landesregierung reagierte verärgert. Man fühle sich getäuscht, hieß es aus dem Verkehrsministerium.
Getäuscht fühlt sich, wer die Zahl für ein Datum hielt. Sie war immer nur ein Name.
Die Bahn wies die Kritik zurück und verwies auf die neue Verlässlichkeit. Sollte auch 2027 nicht reichen, liege der nächste Projektname bereits fertig in der Schublade.
In der Schublade wartet die nächste Zahl. Verlässlich ist nur der Wechsel.
Das Projekt läuft seit 2010. Ursprünglich sollte es 2019 fertig sein.
Aus 2019 wurde 2021, dann 2026, jetzt 2027. Gebaut wird an der Jahreszahl.
Die Kosten liegen inzwischen bei 11,5 Milliarden Euro. Geplant waren 4,5 Milliarden.
Für den Namenswechsel mussten 2.400 Schilder getauscht werden. Sie lagern nun in einer Halle bei Kornwestheim.
2.400 alte Schilder warten auf ihren Wert als Andenken. Die neuen hängen schon bereit für 2028.
Seit 2010 im Bau, 11,5 statt 4,5 Milliarden, 40 Millionen für neue Ziffern, 2.400 Schilder in Kornwestheim. Stuttgart 21 heißt jetzt Stuttgart 27 und liegt im Plan, und der nächste Name wartet schon in der Schublade.
+++ MÜLLEIMER-TICKER +++
+++ Kosten bei Beschluss 4,5 Milliarden, zuletzt genannt 11,5 +++
+++ Die neue Lesart des Projektnamens enthält kein Zieljahr mehr +++
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