Warum Bahnhofsdurchsagen verpuffen – und dein Poetry Slam auch

"Der ICE 1234 fährt heute von Gleis 7."

Perfekt formuliert. Klar. Korrekt.



Und?

Weg.

Drei Sekunden später hast du sie vergessen, weil dein Gehirn gelernt hat, solche Durchsagen zu ignorieren. Sie sind Teil des Hintergrundrauschens. Sie sind... normal.

Normal ist der Tod auf der Bühne.


Warum ich Bahnhofsdurchsagen sofort vergesse – und warum dein Poetry Slam genauso untergeht


Gleis 7.

Verspätung.

Wieder mal.


Poetry Slam Wirkung Erlebnis

Erfurt, meine Heimatstadt.

 Wartete auf einen ICE, der nie kam.

Stattdessen kam diese Stimme aus dem Lautsprecher. Diese verdammte, monotone, seelenlose Stimme, die mir mitteilte, dass "der ICE 1234 heute circa 20 Minuten später eintrifft, wir bitten um Entschuldigung."

Drei Sekunden später?




Vergessen.

Komplett ausradiert aus meinem Kurzzeitgedächtnis.

Warum?

Weil es klang wie tausendmal zuvor. Weil die Stimme so neutral war, dass mein Gehirn sie als irrelevant einstufte. Weil diese Durchsage genauso klang wie jede andere Durchsage in jedem anderen Bahnhof in jedem anderen Leben.

Routiniert. Austauschbar. Tot.

Dann kam eine zweite Durchsage.

Anders.

"Meine Damen und Herren, ich muss Ihnen leider mitteilen, dass der ICE 1234 heute RICHTIG spät dran ist. Warum? Keine Ahnung. Vermutlich hat jemand den Fahrplan mit dem Horoskop verwechselt. Wir empfehlen Ihnen, sich einen Kaffee zu holen. Einen großen."

WUMM.

Jeder schaute auf. Gelächter. Gemurmel. Smartphones wurden gezückt, um das zu filmen.

Diese Durchsage?

Die vergesse ich nie.

Poetry Slam Wirkung Wirkung


Das ist Poetry Slam Wirkung.

  • Nicht die schönen Worte.
  • Nicht die korrekten Reime.
  • Nicht die technisch perfekte Performance.

Sondern das, was im Kopf bleibt, wenn alles andere schon verblasst ist.


Gleiche Aussage -  anderer Text

(Diese Aussage kannst du dir abschreiben)


Wenn du aber auf die Bühne gehst und deine eigene verdammte Frequenz findest, dann bist du die zweite Durchsage. Die, über die man noch Tage später spricht.


Dein Link-Kompass
Wonach brennt’s heute?

Hier liegen 345 Beiträge über Bühne, Stimme, Texte und den ganzen schönen Wahnsinn dazwischen.

🎤Bühne & Performance37

Präsenz, Körper, Ausstrahlung – alles, was passiert, sobald du oben stehst.

Achtung: Gift für deinen Auftritt!Bewegung auf der Bühne: Stehen, gehen oder erstarren?Bühnenpräsenz Übungen: Dein Weg zur unwiderstehlichen Ausstrahlung
Charisma ist keine Gabe. Es ist Kontrolle über deine Wirkung.Dein erster Slam: Die 8 Dinge, die NIEMAND dir sagtDein Flow beim Poetry Slam- So kannst unendlich sprechenEine felsenfeste Präsenz während deines Poetry-SlamsHände hoch – und keiner hört zu: Die Gestik-Falle auf der BühneImprovisieren, wenn’s schiefgeht: Souverän aus dem ChaosJim Carrey und die Sprache der Gesichter – ein Slam ohne WorteKörperspannung: Der unsichtbare Muskel, der deinen Poetry Slam rettetMimik einsetzen: Dein Gesicht erzählt mitOlaf Schubert ist eine Kunstfigur & warum du auch einen Olaf Schubert brauchstOnline-Slams: Poetry Slam im PixelkäfigPerformance Poetry – Hör mit dem Herz, nicht mit den AugenPoetry Slam für Anfänger: Der Moment, in dem dich die Bühne verschlingtPoetry Slam in Zeitlupe – Wie Gelassenheit deine Bühne rettetPoetry Slam Persona entwickeln: Warum du nicht länger warten darfst, bis weißer Rauch steigt – erschaffe deine Bühnenfigur, die stärker ist als deine Zweifel.Publikum aktivieren, ohne Fremdscham auszulösenPublikumsansprache im Poetry Slam: Der Moment, in dem dein Text plötzlich lebtRequisiten im Slam: Erlaubt, verboten, überflüssig?Selbstsicher auftreten: Wie du die Bühne betrittst und der Raum dir gehörtSlam Poetry lernen: Von der stillen Maus zum Bühnen-MonsterVom Gedanken zur Bühne: Meisterhafter Fokus beim Poetry SlamWie du stehst, bevor du sprichst: Haltung als erste Botschaft20 Fallen, die dir dein Bühnen-Genick brechen11 Bewegungen, die dich nervös aussehen lassen13 Dinge, die Profis auf der Bühne anders machen12 Sätze, die du auf der Bühne nie sagen solltest15 Gründe, warum dein Publikum nichts für dich tut30 Fehler, die dich auf der Bühne als Anfänger entlarven17 Wege, ein langweiliger Slammer zu sein, den keiner bucht5 Minuten Text, 50 Entscheidungen: Ein Auftritt in Zeitlupe21 kleine Gesten, die dein Publikum sofort auf deine Seite ziehenDie 27 Gesetze der BühnenwirkungDie 10 Gebote für Slam-Anfänger, die keiner aufschreibtDie einzige Strategie, die auf der Bühne immer funktioniert
✍️Schreiben & Textaufbau50

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Alte Texte retten: Von der Schublade zurück auf die BühneAuthentisch schreiben – So wirst du zum Poetry SlamerDas Gepäck, das du nicht brauchst: 7 Sorten Ballast, die jeder Text mitschleppt
Dein Repertoire: Welche Texte du immer dabeihaben solltestDein Text ist zu klug – und genau deshalb langweiligDer Perspektivtext: Schreib aus der Sicht von jemand anderemDer rote Faden mit Twist: Wenn dein Ende alles umdrehtDialog im Slam-Text: Zwei Stimmen, ein AuftrittDie 7 Todsünden des Slam-TextsDie ersten 10 Sekunden: Pack sie, bevor sie blinzelnDie geilste Struktur im Poetry Slam, die jeden Zuschauer weiche Knie machen wird.Die Koala-Methode: Warum dein Poetry Slam authentisch stinken mussDie letzte Zeile: Der Satz, der über alles entscheidetDu vs. Ich: Welche Perspektive trifft härter? – Die Macht der Erzählstimme im Poetry SlamEin Bahnsteig, drei Texte [wie ein Stoff drei Formate trägt]Freestyle Poesie: Techniken und Bühnentipps 2025Freestyle Poetry Slam: Wenn dein Kopf schneller brennt als dein Blatt PapierGeschichten schreiben: Wie du aus einem Gedanken einen Text machst, der niemanden kaltlässtHandschrift oder Laptop: Womit du wirklich besser schreibstKill your Darlings: Streich dich zum KillertextLaut lesen: Der einzige Test, der die Wahrheit sagtLyrik schreiben ist kein Gefühl. Es ist ein Schlag ins Gesicht.Poetry Slam Texte Beispiele: 7 Bühnenstücke, die dein Publikum sofort packenRecherche für Slam-Texte: Wenn Fakten deine Zeilen schärfenRoter Faden oder Chaos? Warum dein bester Poetry Slam beides brauchtSchreiben lernen mit Poetry SlamSchreibretreat: Ein Wochenende nur du und der TextSchreibroutinen: Disziplin schlägt Inspiration – auch auf der BühneStrophenaufbau im Poetry Slam: So bekommt dein Text Rhythmus statt ChaosTestpublikum: Wem du deinen Text zuerst vorlesen solltestTextarchiv anlegen: Ordnung im kreativen ChaosTitel finden, die neugierig machen statt zu erklärenÜberarbeiten: Warum die zweite Fassung über alles entscheidetWarum dein Text nicht zündet – und keiner es dir sagtWie aus einer Verspätung mein bester Text wurde [Werkstattbericht in 4 Fassungen]Wie du wunderschöne Poetry Texte schreibst, um andere zu begeistern43 Schreibtricks für Slam-Texte – ernsthaft18 Übergänge, die deinen Text zusammenhalten10 Gebote für erste Sätze, die keiner überhört7 Textformate, die auf jeder Bühne funktionieren12 Wege, einen Text in 20 Minuten fertig zu kriegen11 Hacks von Helmut Schmidt zum Stehgreif Poetry Meister60 Wörter, die deinen Slam-Text vergiften – mit Gegengift14 Fragen, die deinen Text besser machen als jedes Feedback111 Zeilenanfänge für Tage, an denen dir nichts einfällt [+ Vorlage]Die 15 Gebote des Erzählens auf der BühneDie einzigen 5 Regeln, die ein Slam-Text wirklich brauchtDie 1435 Millimeter: Die Spurweite, auf der jeder gute Text fährtLebendig schreiben: die Oberleitung, aus der dein Text Strom ziehtSlam Text beenden: der Bremsweg, auf dem deine letzte Zeile trifft
🧠Mindset & mentale Stärke40

Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.

Alleine denken lernen – oder du denkst gar nichtComeback: Zurück auf die Bühne nach langer PauseDas ist es, was ich will.
Dein inneres Publikum: Die Stimme im Kopf, die dich klein machtDer Tag danach: Warum das Hoch nach dem Auftritt so tief fälltDie magische Kraft des mentalen Trainings im Poetry Slam!Ein Manifest fürs LebenEs ist alles in dir – Warum du aufhören musst zu suchenFehler machen ist Pflicht – warum dein Poetry Slam sonst nur ein Staubkorn bleibtGeduld mit dir selbst: Warum dein zehnter Text besser istKomfortzone verlassen – Warum dein Poetry Slam erst brennt, wenn du dich verbrennstKommentare, Kritik und Hate: Was du liest und was nichtLeben genießen? Dann schreib, als gäb’s kein PublikumMeine 5 dümmsten Slam-FehlerMut statt Talent: Warum sich trauen mehr zählt als BegabungNach der Bühne bist du du: Rollen ablegen statt verschmelzenPause vom Slam: Wenn du eine Weile nicht mehr willstPerfektionismus loslassen: Gut genug schlägt nie fertigPersönlichkeitsentwicklung auf 180Resilienz trainieren: Werde unkaputtbarSchlechte Wertung einstecken: 4,5 sind kein Urteil über dichSelbstbewusstsein für Mutige: Dieser Beitrag ist nichts für WeicheierSelbstbild zerlegt: Wie du auf der Slam-Bühne endlich echt wirstSelbstwert im Poetry Slam: Warum deine Haltung lauter ist als jeder ApplausSelbstzweifel? Das ist kein Hindernis – das ist der Rohstoff deines Texts.Späteinsteiger: Mit vierzig zum ersten Mal ans MikroUmgang mit Applaus-Sucht: Wenn Bestätigung zur Droge wirdVergangenheit loslassen – dein Poetry Slam verdient GegenwartVergleich mit anderen Slammern: Das schnellste GiftVerletzlichkeit zeigen: Warum echte Schwäche deine Stärke istWarum die meisten Slammer nie über den dritten Platz hinauskommenWarum ich mich als Poetry Slamer nicht schämeWarum Poetry Slam dein bequemes Leben sprengt – und genau das brauchstWarum Poetry Slam deine Persönlichkeit zerstörtWas du von „Man lernt nie aus“ lernen kannst fürs Poetry SlamZiele setzen fürs Slam-Jahr: Zwölf Monate, ein PlanDas Gesetz der 100 AuftritteDie 3 Phasen vom Zittern zur SouveränitätDas Manifest des BühnenmenschenBist du bereit, den Preis zu zahlen? Ein Text für Bühnenträumer
🏆Wettbewerb, Regeln & Szene33

Anmeldung, Zeitlimit, Jury, Finalrunde – wie der Laden läuft.

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🚀Sichtbarkeit, Business & Karriere26

Aus Auftritten wird ein Name. Und irgendwann ein Einkommen.

Auf Tour gehen: Wie du über deine Stadt hinauswächstDein Text ist tot – bis Social Media ihn wiederbelebt.Deine Bühnen-Community: Wie du dein Publikum treu machst

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der hier fehlt.


Warum dein Gehirn Routine hasst (und Poetry Slam daraus lernen muss)


Lass uns über Neurowissenschaft reden.

Keine Angst, wird nicht langweilig.


Sonst würde ich es nicht erwähnen...



Dein Gehirn ist ein fauler Hund.

Es will Energie sparen. Deshalb ignoriert es alles, was es schon tausendmal gesehen oder gehört hat.


Das nennt man "Habituation". (den Begriff musste ich selber erst mal googeln)



Beispiel:

Du ziehst in eine neue Wohnung. Am ersten Tag hörst du jedes Geräusch. Die Heizung. Die Nachbarn. Die Straße draußen.

Zwei Wochen später?

Hörst du nichts mehr. Dein Gehirn hat gelernt:

"Ach, das. Nicht wichtig. Ignorieren."



Dasselbe passiert auf der Poetry-Slam-Bühne.

Was auf so einer Bühne wirklich passiert – und warum manche Sätze hängen bleiben.

Wenn du klingst wie hundert andere Slammer, dann schaltet das Publikum ab.

Nicht weil du schlecht bist.

Sondern weil du erwartet bist.



Hier ein Experiment:

Geh auf YouTube.

Such nach "Poetry Slam" + "Liebe".

Schau dir die ersten zehn Videos an.

Zähle, wie viele davon mit einer Metapher über "Feuer", "Sterne" oder "Flügel" beginnen.

Spoiler:

Mindestens sieben, ich hab es selber schon aus Langeweile gemacht.

Das ist das Problem. Nicht, dass die Metaphern schlecht sind. Sie sind nur... benutzt. Verbraucht. Tot.

Dein Gehirn registriert: "Ah, kenne ich. Weitergehen."

Und schon bist du weg. Vergessen.

Wie die Durchsage am Bahnhof.


Abstand Poetry Slam Wirkung Feuer



Aber.

Manchmal gibt es diese eine Durchsage, die anders ist.

Die dich aufweckt.

Die dich zum Lachen bringt.

Die du noch Wochen später erzählst.

Was ist der Unterschied?

Bruch.

Unerwartetes.

Eigenheit.


Ich will das Jahr vergessen...

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München Hauptbahnhof.

Pandemie.

Maske.

Stress.

Ich will es vergessen....

Durchsage: "Sehr geehrte Fahrgäste, bitte halten Sie Abstand. Und falls Sie das nicht können: Bitte halten Sie wenigstens die Luft an."
Abstand Poetry Slam Wirkung

Pause.

Dann:

Gelächter. Überall.

Diese Durchsage?

Die vergesse ich nie.

Warum?

Weil sie einen Bruch hatte. Weil sie menschlich war. Weil jemand beschlossen hat, nicht wie ein Roboter zu klingen, sondern wie ein Mensch mit Humor.

     Ein kleines Dienstgeheimnis (nicht öffnen,           wenn  ich dich nicht triggern soll)

Randnotiz am Rande...

  • Mach ich auch teilweise unbewusst in diesem Beitrag
  • Mach ich auch unbewusst in meinen Aussagen





Beispiele:

Erwartet: "Liebe ist wie ein Feuer."

Bruch: "Liebe ist wie WLAN. Manchmal da, manchmal nicht, und du weißt nie, warum."

Erwartet: "Mein Herz ist gebrochen."

Bruch: "Mein Herz ist nicht gebrochen. Es hat nur die Garantie verloren."

Erwartet: "Ich vermisse dich so sehr."

Bruch: "Ich vermisse dich. Aber nur bis 14 Uhr. Danach geht's eigentlich."

Siehst du das Muster?

Der Bruch liegt nicht in der Technik.

  • Er liegt in der Perspektive.
  • In der Ehrlichkeit.
  • In der Eigenheit.






Die "Tagebuch-der-Schande"-Methode

Schritt 1: Nimm ein leeres Notizbuch

Kein Computer. Kein Handy. Ein echtes Notizbuch.

Warum?

Weil Handschrift eine direkte Verbindung zu deinem Unterbewusstsein hat. Du kannst nicht so schnell denken wie tippen. Das zwingt dich, ehrlicher zu sein.


Schritt 2: Stelle dir eine brutale Frage

Hier sind ein paar Vorschläge:

  • Was ist der peinlichste Gedanke, den ich diese Woche hatte?
  • Was ist die größte Lüge, die ich mir selbst erzähle?
  • Was würde ich tun, wenn niemand zusehen würde?
  • Was ist der dunkelste Gedanke, den ich je hatte – und den ich niemandem erzählt habe?


Schritt 3: Schreibe die Antwort auf

Ungefiltert.

Ohne zu zensieren.

Ohne zu überlegen, ob das "gut genug" für einen Text ist.

Einfach schreiben.


Schritt 4: Lies es am nächsten Tag noch einmal

Wenn du es liest und denkst: "Fuck, das kann ich nicht laut sagen" – dann weißt du, dass du Gold gefunden hast.

Das ist der Satz.

Das ist die Wahrheit.

Das ist dein Text.


4 Fenster Poetry Slam Wirkung

Beispiel:

Ich habe diese Methode selbst verwendet.

Vor ein paar Jahren hatte ich eine Phase, in der ich dachte: "Ich habe nichts mehr zu sagen. Alle meine Texte klingen gleich."

Also nahm ich ein Notizbuch.

Stellte mir die Frage: "Was ist die größte Lüge, die ich mir selbst erzähle?"

Und schrieb:

"Ich erzähle mir, dass ich glücklich bin. Aber die Wahrheit ist: Ich habe Angst, glücklich zu sein. Weil ich dann etwas zu verlieren hätte."


Das saß.

Das tat weh.

Aber das war echt.

Und daraus wurde ein Text, der bei einem Slam in Berlin stehende Ovationen bekam.

Nicht weil er technisch perfekt war.

Sondern weil er wahr war.

Jetzt kommen wir zu den Beispielen.

Denn Theorie ist schön und gut.

Aber du willst wissen: Wie setze ich das konkret um?

Hier sind zehn Beispiele von der Bühne, vom Bahnhof, vom Leben – die dir zeigen, wie Poetry Slam Wirkung funktioniert.

Text über Social Media:


Erwartet: "Social Media macht uns einsam."

Mit Bruch: "Social Media macht uns einsam. Aber wir scrollen trotzdem weiter. Weil wir hoffen, dass irgendwo zwischen den perfekten Fotos jemand genauso kaputt ist wie wir."

"Das Leben ist kurz"


Perspektive 1 (poetisch):

"Das Leben ist kurz. Aber die Nächte sind lang."

Perspektive 2 (ehrlich):

"Das Leben ist kurz. Aber es fühlt sich trotzdem verdammt lang an, wenn du unglücklich bist."

Text über Trauer:

Schreibe einen Text über ein schweres Thema.

Aber baue einen Moment ein, der tröstet.

Nicht kitschig.

Nicht aufgesetzt.

Sondern ehrlich.

"Mein Vater ist gestorben.

Und ich weiß nicht, wie man das macht. Trauern. Ich hab gegoogelt. 'Wie trauert man richtig?' 5 Millionen Ergebnisse. Als gäb's dafür ein Tutorial.

Schritt 1: Weine.

Schritt 2: Erzähl allen, dass es dir gut geht.

Schritt 3: Lüge.

Aber weißt du, was mir geholfen hat?

Ein verdammter Döner.

Ich stand am Bahnhof. Wollte nach Hause. Und plötzlich dachte ich: Papa hätte jetzt auch Hunger. Also hab ich mir einen geholt.

Und ich schwöre dir: Das war die ehrlichste Trauerarbeit, die ich je gemacht hab."

Es muss kein  Happy End geben

Hannah Gadsby.

Australische Comedian.

Ihr Netflix-Special "Nanette" hat die Comedy-Welt auf den Kopf gestellt.

Warum?

Weil sie mitten im Programm aufhört, lustig zu sein.

Sie sagt:

"I built a career out of self-deprecating humor. And I don't want to do that anymore. Because self-deprecation is not humility. It's humiliation."


Das Publikum?

Schockiert.

Still.

Gefangen.

Was macht das so kraftvoll?

Der Meta-Bruch.

Hannah spricht nicht nur über ihr Thema. Sie spricht über die Form selbst. Sie zerlegt die Erwartung, dass sie lustig sein muss. Und genau das macht sie unvergesslich.

Für deinen Poetry Slam bedeutet das:

Du darfst über deine eigene Form sprechen.

Du darfst das Publikum darauf hinweisen, was du gerade tust.

Beispiel:


"Ich stehe hier und erzähle euch von meiner Kindheit.

Von meinem Vater, der nie da war.

Von meiner Mutter, die zu viel da war.

Und ihr wartet jetzt auf die Pointe, oder?

Auf den Moment, wo ich sage: 'Aber am Ende war's okay.'

Wo ich euch erlaube, euch wieder gut zu fühlen.

Fick das.

Es war nicht okay.

Es ist immer noch nicht okay.

Und ich schulde euch kein Happy End."



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Zweiunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch, das du lesen solltest
— Stephan Pinkwart —

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Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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