Fremde Geschichten erzählen: Wem gehört das Thema?
Die Frage wird meistens falsch gestellt.
Sie lautet nicht: Darf ich das? Sondern: Was brauche ich dafür?
Denn ein Verbot gibt es nicht. Es gibt nur Texte, die tragen, und Texte, die auffliegen.
Und zwischen beiden liegt Arbeit.
Beim Thema fremde Geschichten reden beide Lager laut. Und beide vereinfachen.
Das eine sagt: Kunst darf alles.
Alles andere sei Zensur.
Das andere sagt dagegen: Erzähl nur, was du selbst erlebt hast.
Beide Sätze klingen zwar klar.
Trotzdem helfen sie dir beim Schreiben nicht.
Denn ein Text über etwas Fremdes kann durchaus gut sein.
Allerdings kann er auch peinlich werden.
Und zwar auf eine Art, die man von außen sofort sieht.
Was in diesem Beitrag steht
Wie du fremde Geschichten erzählen kannst, ohne dass es schiefgeht.
Du bekommst fünf Stufen der Nähe, eine Prüfung und ein Hausblatt.
Dazu zwei Untersuchungen darüber, was Lesen mit Menschen macht.
Zum Mitmachen gibt es sieben Fragen und zwei deutsche Videos.
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Jetzt Kanal folgenWarum die Frage falsch gestellt wird
Zunächst führen die üblichen Fragen nirgendwohin.
Was beide Lager beim Thema fremde Geschichten übersehen
Zunächst sagt das eine Lager, jeder dürfe über alles schreiben.
Das stimmt zwar rechtlich.
Aber es sagt nichts darüber, ob der Text etwas taugt.
Das andere Lager sagt, man solle bei sich bleiben.
Dagegen wäre das das Ende der Literatur.
Denn dann könnte niemand mehr über eine andere Person schreiben.
Die bessere Frage nach der Nähe
Sie lautet nämlich: Wie weit bin ich weg?
Denn Nähe ist keine Ja-Nein-Frage.
Vielmehr gibt es Abstufungen.
Wer über seinen Nachbarn schreibt, ist beispielsweise näher dran als bei einem fremden Land.
Denn je weiter weg, desto mehr Arbeit brauchst du.
Denn die linke Spalte führt zu einem Streit.
Die rechte führt zu einem besseren Text.
Das ist der ganze Unterschied.
Und deshalb geht es hier nur um die rechte Spalte.
Auflösung
Der Griff: red mit jemandem, bevor du schreibst
Jetzt der wichtigste Handgriff.
Er ist unbequem und ersetzt fast alle anderen.
Nicht danach. Nicht zur Absicherung. Vorher.
Denn dann verändert das Gespräch den Text. Wenn du erst hinterher fragst, verteidigst du nur noch, was schon dasteht.
Das war es also: erst reden, dann schreiben.
Warum ein Gespräch für fremde Geschichten so viel bringt
Erstens bekommst du Einzelheiten, die du nie erfunden hättest.
Und genau daran erkennt man später, ob jemand recherchiert hat.
Zweitens merkst du, wo dein Bild falsch war.
Und zwar meistens an drei Stellen.
Drittens hörst du außerdem, wie jemand darüber spricht.
Also welche Wörter er benutzt und welche nicht.
Und viertens merkst du außerdem oft, dass die Geschichte anders ist als die, die du schreiben wolltest.
Meistens ist sie besser.
Wie du nach einer fremden Geschichte fragst
Sag zuerst, worum es geht.
Und zwar in zwei Sätzen.
Frag danach nach Einzelheiten, nicht nach Bedeutung.
Also: Wie sah der Raum aus?
Nicht: Was hat das mit Ihnen gemacht?
Und schließlich mach klar, dass ein Nein in Ordnung ist.
Denn niemand schuldet dir seine Geschichte, nur weil du sie brauchst.
Nicht die Antwort, dass du es lassen musst. Sondern die, dass du gerade nicht nah genug dran bist.
Manchmal hilft es, das Thema kleiner zu machen. Statt über ein ganzes Land zu schreiben, schreibst du über eine Straße. Und die kennst du vielleicht doch.
Fünf Stufen der Nähe
Jetzt wird es konkret.
Nämlich fünf Abstände zwischen dir und dem Thema.
Bei jedem steht, was du hast, was dir fehlt und was ich raten würde.
Die zwei Stufen mit dem größten Abstand
Das Argument, das oft zu schnell kommt
In dieser Debatte fällt immer derselbe Satz.
Er lautet: Literatur macht Menschen empathischer.
Also dürfe man auch über Fremdes schreiben.
Es sei sogar gut so.
Der Satz stützt sich meistens auf eine bestimmte Untersuchung.
Woher das Empathie-Argument kommt
David Kidd und Emanuele Castano veröffentlichten 2013 eine Arbeit in der Zeitschrift Science.
Zunächst ließen sie Menschen kurze Texte lesen.
Also entweder anspruchsvolle Literatur, Unterhaltung oder Sachtexte.
Danach maßen sie außerdem, wie gut die Leute Gefühle in Gesichtern erkannten.
Dabei schnitt besser ab, wer Literatur gelesen hatte.
Die Arbeit wurde weltweit zitiert.
Warum das Argument für fremde Geschichten wackelt
Allerdings wollten andere Forschende das Ergebnis nachprüfen.
Zunächst fand eine große Wiederholung mit 792 Personen keinen Effekt.
Vier weitere Wiederholungen ebenfalls nicht.
Und als die ursprünglichen Autoren die fremden Daten neu auswerteten, kam ihr Muster auch dort nicht heraus.
Was das für dich bedeutet
Zunächst also: Benutz dieses Argument lieber nicht.
Denn wer sich darauf beruft, steht nämlich auf dünnem Eis.
Außerdem brauchst du es gar nicht.
Ein Text muss niemanden zu einem besseren Menschen machen.
Er muss nur stimmen.
Das ist eine ganz andere Anforderung und eine, die du beeinflussen kannst.
Der ehrliche Haken, und er geht in beide Richtungen
Die ursprüngliche Arbeit ist zwar nicht widerlegt.
Allerdings ist sie umstritten.
Die Autoren haben Einwände gegen die Wiederholungen vorgebracht.
Und andere Untersuchungen finden durchaus Zusammenhänge zwischen Lesen und sozialem Verständnis, nur eben schwächere.
Was man sagen kann: Ein einzelner Text macht niemanden empathischer.
Alles darüber hinaus ist offen.
Worauf es stattdessen ankommt
Es gibt eine zweite Untersuchung.
Und die ist für dich nützlicher.
Matthijs Bal und Martijn Veltkamp veröffentlichten sie 2013 in der Zeitschrift PLOS ONE.
Ihre Frage war genauer gestellt.
Wie sie vorgegangen sind
Sie ließen Menschen eine Geschichte lesen.
Manche eine erfundene, manche einen Sachtext.
Danach fragten sie nicht nur nach Empathie.
Außerdem fragten sie, wie sehr die Leute in die Geschichte hineingezogen worden waren.
Und dann maßen sie noch einmal nach einer Woche.
Was der zweite Versuch ergab
Zunächst hing der Effekt davon ab, wie sehr jemand hineingeriet.
Wer stark hineingezogen wurde, zeigte eine Woche später mehr Empathie.
Dagegen zeigte weniger, wer gar nicht hineingeriet.
Wer gar nicht hineingezogen wurde, zeigte weniger als vorher.
Dagegen passierte bei den Sachtexten in beide Richtungen nichts.
Was das für deine Texte über fremde Themen bedeutet
Vor allem der zweite Befund ist wichtig.
Denn er sagt: Ein schlecht gemachter Text über ein fremdes Thema ist nicht einfach wirkungslos.
Vielmehr kann er das Gegenteil bewirken.
Also Abwehr statt Verständnis.
Und genau das ist der Grund, warum handwerkliche Sorgfalt hier keine Nebensache ist.
| Häufige Annahme | Was die Daten zeigen | Was du daraus machst |
|---|---|---|
| Hauptsache, das Thema ist wichtig. | Das Thema allein wirkt nicht. | Am Handwerk arbeiten. |
| Ein gut gemeinter Text hilft. | Ohne Sog eher nicht. | Auf Sog achten, nicht auf Absicht. |
| Schlimmstenfalls passiert nichts. | Es kann rückwärts gehen. | Halbfertiges nicht lesen. |
| Lesen macht empathisch. | Umstritten. | Nicht damit argumentieren. |
| Sachtexte wirken genauso. | Dort passierte nichts. | Erzählen statt erklären. |
Die dritte Zeile ist die wichtigste.
Denn sie widerlegt die bequeme Annahme, ein gut gemeinter Text könne höchstens nutzlos sein.
Bei einem fremden Thema ist genau das nicht der Fall.
Der ehrliche Haken
Zunächst waren es zwei Versuche mit Studierenden in den Niederlanden.
Die gelesenen Geschichten waren kurz und literarisch.
Außerdem wurde Empathie über einen Fragebogen gemessen, nicht über Verhalten.
Und der Befund erklärt nicht, was einen Text mitreißend macht.
Er sagt nur, dass es darauf ankommt.
Sechs Schritte vor dem Schreiben
Damit du weißt, was zu tun ist.
Sechs Schritte, je weiter weg das Thema, desto wichtiger.
Warum Schritt vier so viel bringt
Denn die meisten Probleme entstehen an dieser Stelle.
Denn viele wählen die Ich-Form aus Sicht der betroffenen Person.
Das wirkt intensiver, ist aber die schwierigste Variante überhaupt.
Aus der eigenen Sicht zu schreiben, ist meistens ehrlicher und fast immer besser.
Du willst mehr von diesen Ideen?
Hier liegen 280 Beiträge über Bühne, Stimme, Texte und den ganzen schönen Wahnsinn dazwischen. Such dir raus, was heute weh tut.
Präsenz, Körper, Ausstrahlung – alles, was passiert, sobald du oben stehst.
Atem, Pause, Lautstärke, Mikro – dein wichtigstes Werkzeug feinjustiert.
Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.
Metapher, Reim, Pointe, Rhythmus – die Werkzeuge im Detail.
Wenn das Blatt leer bleibt: Stoff, der wirklich zündet.
Wut, Kindheit, Verlust, Körper – die Texte, die etwas kosten.
Für die Tage, an denen nichts geht und alles zittert.
Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.
Was die Bühne mit dir macht – im besten und im härtesten Sinn.
Outfit, Schlaf, Technik, kaltes Publikum: der Abend selbst.
Anmeldung, Zeitlimit, Jury, Finalrunde – wie der Laden läuft.
Abkürzungen und Methoden, die dir sonst keiner verrät.
Aus Auftritten wird ein Name. Und irgendwann ein Einkommen.
Wie weit darfst du gehen – und wem gehört die Geschichte?
Bücher, Bühnenmenschen und Geschichten, die deinen Stoff aufladen.
Gleis, Wartesaal, Fundbüro – wo dieser Blog herkommt.
Die schrägen Texte. Genau die, die am längsten hängen bleiben.
Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.
Die Perspektive entscheidet mehr als das Thema
Hier liegt der größte Hebel.
Allerdings wird er oft übersehen.
Vier Möglichkeiten, eine fremde Geschichte zu erzählen
Erstens die Ich-Form aus Sicht der betroffenen Person.
Das ist die schwierigste Variante.
Zweitens die Ich-Form aus deiner eigenen Sicht.
Also als jemand, der zusieht, fragt oder danebensteht.
Drittens eine Erzählerstimme von außen.
Sie beschreibt, ohne zu behaupten, in einem Kopf zu sitzen.
Und viertens die Leerstelle.
Du erzählst, was du nicht weißt.
Warum die zweite so oft die beste ist
Zunächst ist sie ehrlich.
Du behauptest nichts, was du nicht wissen kannst.
Außerdem ist sie konkret.
Denn deine eigene Position kennst du genau.
Und sie ist meistens interessanter.
Der Abstand selbst wird zum Thema.
Ein Text darüber, wie schwer es ist, etwas zu verstehen, sagt oft mehr als ein Text, der so tut, als hätte er es verstanden.
Wann die erste Variante trotzdem geht
Zunächst dann, wenn du sehr nah dran bist.
Also auf Stufe eins bis drei.
Oder wenn du wirklich gearbeitet hast.
Mehrere Gespräche, Recherche, Gegenlesen.
Und wenn du sagen kannst, warum es diese Perspektive braucht.
Wenn die Antwort nur lautet, dass es stärker wirkt, ist es die falsche Wahl.
Du erzählst, was du nicht weißt. Also nicht die Geschichte deiner Großmutter im Krieg, sondern die Tatsache, dass du sie nie erfahren hast.
Das klingt nach Verzicht und ist oft der stärkere Text. Denn diese Lücke gehört dir wirklich.
Wenn Kritik kommt
Bei fremden Themen kommt sie öfter.
Und das ist normal.
Zwei Arten von Kritik an fremden Themen
Die erste sagt: Das stimmt nicht.
Also geht es um einen Fehler im Detail.
Die zweite sagt: Das steht dir nicht zu.
Die erste ist einfach.
Du prüfst sie und änderst oder nicht.
Dagegen ist die zweite schwerer.
Denn sie ist keine Frage nach dem Text.
Wie du mit der zweiten umgehst
Frag deshalb zuerst nach, was genau nicht gepasst hat.
Denn oft steckt hinter dem Vorwurf ein konkretes Detail.
Und das kannst du ändern.
Manchmal steckt aber auch nur eine Grundsatzposition dahinter.
Dann darfst du übrigens anderer Meinung sein.
Du musst nur wissen, dass es eine Meinung gegen eine andere ist und keine Sachfrage.
Wenn drei Leute drei verschiedene Sachen nennen, liegt es meistens am Thema und nicht an mir.
Das ist keine perfekte Regel. Aber sie hat mir schon einige unnötige Diskussionen erspart.
Zehn Fehler bei fremden Themen
Fünf beim Schreiben, fünf danach.
Fünf Fehler beim Schreiben
Fehler 1: Ohne Gespräch anfangen
Fehler 2: Eine ganze Gruppe erklären wollen
Fehler 3: Die schwerste Perspektive wählen
Fehler 4: Auf Empathie-Argumente bauen
Fehler 5: Halbfertiges lesen
Denn beim fremde Geschichten erzählen entscheidet nicht der Mut, sondern die Vorarbeit.
Fünf Fehler danach
Fehler 6: Nicht gegenlesen lassen
Fehler 7: Kritik als Angriff sehen
Fehler 8: Sofort alles streichen
Fehler 9: Über die Kritik einen Text schreiben
Fehler 10: Den Text trotzig öfter lesen
Sechs Schritte für dein Thema
Von der Idee bis zur Bühne.
Drei Schritte vorher
Schritt 1 – Die Stufe bestimmen
Schritt 2 – Ein Gespräch führen
Schritt 3 – Den Ausschnitt verkleinern
Drei Schritte am Text
Schritt 4 – Die Perspektive prüfen
Schritt 5 – Gegenlesen lassen
Schritt 6 – Auf Sog prüfen
Denn Schritt sechs prüft, was Schritt fünf nicht prüfen kann.
Die Abnahme
Alles aus diesem Beitrag auf einer Seite.
Der Text über meinen Großvater
Ich wollte einen Text über meinen Großvater schreiben.
Er war als Junge geflohen.
Und zwar im Winter, mit seiner Mutter.
Erzählt hat er davon allerdings nie.
Ich kenne nur drei Sätze aus zweiter Hand.
Warum das nicht funktioniert hat
Denn der Text war voller Sachen, die ich mir ausgedacht hatte.
Ich wusste nicht, wie kalt es war.
Außerdem wusste ich nicht, was sie dabeihatten.
Stattdessen habe ich es aus Filmen genommen.
Und genau so klang es auch.
Beim Vorlesen merkte ich, dass ich einen Film nacherzählte und nicht das Leben meines Großvaters.
Was ich dann gemacht habe
Danach habe ich die Perspektive gewechselt.
Der neue Text handelt davon, dass ich es nicht weiß.
Er hat drei Sätze von ihm.
Ansonsten stehen darin meine eigenen Fragen.
Und er ist deutlich besser, weil alles darin stimmt.
„Ich hatte versucht, seine Geschichte zu erzählen. Erzählen konnte ich nur meine: die von jemandem, dem sie fehlt.“Meine Notiz danach — und der Grund für Nähe 27
Wie ich fremde Themen heute angehe
Inzwischen schreibe ich fast immer aus meiner eigenen Sicht.
Und wenn ich doch in einen fremden Kopf will, rede ich vorher mit mindestens zwei Leuten.
Das kostet zwar Zeit.
Dafür macht es den Text jedes Mal besser.
Außerdem erspart es mir hinterher unangenehme Gespräche.
Was Recherche nicht ersetzt
Gute Vorarbeit sorgt immerhin dafür, dass dein Text stimmt.
Ob er jemanden hineinzieht, entscheidet sie nicht.
Warum das Handwerk gerade hier zählt
Bei einem eigenen Erlebnis trägt dich nämlich die Erinnerung.
Bei einem fremden Thema hast du das nicht.
Du musst also alles bauen, was sonst von selbst da ist: die Bilder, den Rhythmus, den Sog.
Kurz gesagt: Fremde Themen verlangen mehr Können, nicht weniger.
Über 200 Storytricks, Bildsprache, Bühnenpräsenz und Auftritts-Hacks. Also die Mittel, mit denen ein Text jemanden hineinzieht, auch ohne eigene Erinnerung.
Die Recherche machst du in einer Woche. Den Sog baust du dein Leben lang.
Erst reden, dann schreiben. Ausschnitt klein halten. Und gegenlesen lassen.
Übrigens ist der häufigste Einwand gegen diesen Beitrag, das sei alles viel zu vorsichtig.
Das ist es nicht.
Es ist einfach die Arbeit, die ein guter Text braucht.
Bei einem eigenen Thema macht man sie unbewusst.
Bei einem fremden nicht.
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Präsenz, Körper, Ausstrahlung – alles, was passiert, sobald du oben stehst.
Atem, Pause, Lautstärke, Mikro – dein wichtigstes Werkzeug feinjustiert.
Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.
Metapher, Reim, Pointe, Rhythmus – die Werkzeuge im Detail.
Wenn das Blatt leer bleibt: Stoff, der wirklich zündet.
Wut, Kindheit, Verlust, Körper – die Texte, die etwas kosten.
Für die Tage, an denen nichts geht und alles zittert.
Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.
Was die Bühne mit dir macht – im besten und im härtesten Sinn.
Outfit, Schlaf, Technik, kaltes Publikum: der Abend selbst.
Anmeldung, Zeitlimit, Jury, Finalrunde – wie der Laden läuft.
Abkürzungen und Methoden, die dir sonst keiner verrät.
Aus Auftritten wird ein Name. Und irgendwann ein Einkommen.
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