Open Mic: Der Einstieg, bei dem dich niemand bewertet

Open Mic: Der Einstieg, bei dem dich niemand bewertet

Open Mic: Der Einstieg, bei dem dich niemand bewertet

Ein Slam misst dich.

Ein Open Mic lässt dich üben.

Das klingt nach einem kleinen Unterschied und ist der größte, den es zwischen zwei Bühnenformaten gibt.

Denn sobald jemand Punkte vergibt, schreibst du anders.

Du gehst auf Wirkung, du sicherst ab, du nimmst das Risiko raus.

Auf einer Bühne ohne Wertung fällt das alles weg.

Und übrig bleibt der Text.

Keine Jury, kein Druck, nur Mikro und Mut. Genau deshalb ist es das beste Trainingslager, das du kriegst.
EINHEIT 01Auftrittsdauerfünf bis sieben Minuten
EINHEIT 02Wertungkeine
EINHEIT 03Anmeldungbeim Host, oft vorher
EINHEIT 04Übliche Besetzungzehn bis zwölf Acts
EINHEIT 05Gagein der Regel keine

Fangen wir mit der Abgrenzung an, weil dieselben Wörter für verschiedene Dinge verwendet werden.

Eine offene Liste beim Poetry Slam ist ein Startplatz in einem Wettbewerb.

Du trägst dich ein, du liest.

Und danach hältst jemand eine Zahl hoch.

Ein Open Mic ist etwas anderes: eine Bühne ohne Wettbewerb, auf der oft alles vorkommt — Musik, Comedy, Text, manchmal Zauberei.

Auf der offenen Liste wirst du gemessen. Auf dem Open Mic wirst du nur gehört.

Beides ist zwar nützlich, allerdings braucht beides andere Texte.

Dieser Beitrag handelt vom zweiten Format und davon, wofür man es tatsächlich benutzen sollte.

Vor dem Open Mic: eine kleine Bühne mit Mikrofonständer und Verstärker
Eine kleine Bühne, ein Mikro, ein Verstärker. Mehr ist da nicht.

/ Der Mann, der den Soloabend erfunden hat

Bis ins neunzehnte Jahrhundert war ein Konzertabend ein Gemischtwarenladen.

Mehrere Künstler, Orchesterstücke, Gesang, dazwischen ein Solo.

Franz Liszt brach damit. Ab 1839 bestritt er ganze Abende allein am Klavier.

Sein Satz dazu lautete: Das Konzert bin ich.

Er spielte außerdem auswendig, was damals als unerhört galt. Ohne Noten hatten vor ihm nur Straßenmusiker gespielt.

Ein Open Mic ist das Gegenteil davon und trotzdem verwandt.

Viele Leute, kurze Auftritte, kein Star. Aber jeder hat für seine fünf Minuten die Bühne ganz für sich.

/ Was in diesem Beitrag steht

Wie ein Open Mic abläuft, wie du einen Platz bekommst und was du dort trainieren kannst.

Also welche fünf Dinge man nur auf einer Bühne ohne Wertung üben kann und wie du dich in einer gemischten Besetzung benimmst.

Dazu kommen zwei Untersuchungen: eine darüber, warum Auftreten mehr bringt als Üben, und eine darüber, was eine Belohnung mit der Lust an einer Sache macht.

Außerdem ein Trainingsblatt für einen ganzen Abend.

Zum Mitmachen gibt es fünf Einheiten, sieben Spots und drei deutsche Videos.

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EINHEIT 06

Wie ein Open Mic abläuft

Die Formate heißen zwar unterschiedlich und funktionieren fast überall gleich.

/ Der übliche Ablauf beim Open Mic

Zunächst teilen sich an einem Abend meist zehn bis zwölf Auftretende die Bühne.

Außerdem hat jeder ungefähr fünf bis sieben Minuten, manchmal acht.

Drittens gibt es eine Person, die das Ganze zusammenhält, in der Szene Host oder Moderation genannt.

Und schließlich läuft die Anmeldung über genau diese Person, meistens vorher und nicht spontan vor Ort.

/ Wie du beim Open Mic einen Platz bekommst

Zunächst einmal in vielen Fällen über soziale Netzwerke.

Dort wird ein Abend angekündigt, und wer mitmachen will, kommentiert mit einem einzigen Wort: Spot.

Die ersten zehn bis zwölf kommen auf die Liste.

Und weil regelmäßig Leute abspringen, lohnt es sich, kurz vorher noch einmal nachzusehen oder einfach vorbeizuschauen.

Die offene Liste beim Slam
Wettbewerb mit Wertung.
Nur Textbeiträge.
Eintrag am Abend.
Publikum vergleicht.
Ergebnis am Ende.
Das Open Mic
Kein Wettbewerb.
Musik, Comedy, Text gemischt.
Anmeldung vorher beim Host.
Publikum hört zu.
Kein Ergebnis.

Die zweite Zeile hat praktische Folgen, die viele unterschätzen.

Auf einer gemischten Bühne sitzt du zwischen einer Singer-Songwriterin und jemandem mit Kartentricks.

Ein reiner Wortbeitrag hat es dort schwerer, weil das Publikum oft wegen der Musik gekommen ist.

Das ist kein Grund wegzubleiben, sondern einer, es vorher zu wissen.

Was ist der Kern eines Open Mic?
Auflösung
Eine Bühne ohne Wertung. Genau das Fehlen der Punkte macht das Format zum Trainingslager — warum das nachweislich etwas ändert, steht in Einheit 19.
Keine Jury, kein Druck, nur Mikro und Mut.
CLIP 1Eine offene Bühne von innen
Wie so ein Abend organisiert ist und warum es die Formate gibt. Aus Sicht der Veranstaltenden.
EINHEIT 09

Der Griff: geh mit einer Frage hin, nicht mit einem Ziel

Jetzt der Teil, für den du hergekommen bist.

Es gibt eine Haltung, die aus einem Abend eine Trainingseinheit macht.

Der Griff
Nimm dir für jeden Abend genau eine Frage vor, die du beantwortet haben willst — und nicht das Ziel, gut anzukommen.

Also etwa: Trägt der Anfang? Funktioniert die Stelle in der Mitte? Kann ich das langsamer sprechen, ohne dass es zerfällt?

Denn ohne Wertung gibt es kein Ergebnis, das dir etwas sagt. Die Frage ist dein Ersatz dafür, und sie ist besser als jede Punktzahl.

Das war es.

Also eine Frage pro Abend.

Wer ohne Frage hingeht, kommt mit einem Gefühl zurück. Wer mit einer Frage hingeht, kommt mit einer Antwort zurück.
Beim Open Mic warten: der Waschbär sitzt am Tisch und hört zu
Die meiste Zeit sitzt du und hörst zu. Auch das gehört zum Training.

/ Warum das ohne Wertung nötig ist

Auf einem Slam bekommst du nämlich am Ende eine Zahl.

Sie sagt wenig.

Aber sie sagt irgendetwas, und daran kann man sich festhalten.

Auf einem Open Mic bekommst du Applaus.

Und der ist bei allen ungefähr gleich.

Ohne eigene Frage nimmst du deshalb nichts mit außer der Erinnerung, dass es okay war.

/ Wie du auf der Bühne die Antwort bekommst

Zunächst, indem du die Stelle beim Sprechen selbst beobachtest.

Außerdem, indem du auf Geräusche achtest statt auf Lachen: Gläser, Gespräche, Stühle.

Wenn es an einer Stelle still wird, hast du sie.

Drittens, indem du eine Person im Publikum bittest, genau darauf zu achten.

Und schließlich, indem du hinterher aufschreibst, was du gemerkt hast.

Und zwar noch am selben Abend.

SPOT 01Deine Frage
Formulier für deinen nächsten Auftritt eine einzige Frage. Konkret, auf eine Stelle bezogen.
Warum nur ein Griff und nicht zwölf
Weil du beim ersten Mal ohnehin nichts mitbekommst.

Der Puls ist oben, die Zeit vergeht anders, und hinterher weißt du nicht mehr genau, was du gesagt hast.

Eine einzige Frage überlebt diesen Zustand. Eine Liste mit sieben Beobachtungspunkten nicht.
EINHEIT 12

Fünf Einheiten, die es nur hier gibt

Jetzt wird es konkret.

Nämlich fünf Dinge, die man auf einer Bühne mit Wertung kaum üben kann.

Bei jeder steht das Ziel, wie es abläuft und warum es wirkt.

E1
Der Rohtext
Ziel: herausfinden, ob eine Idee trägt
SO GEHT ES
Nimm einen Text mit, der noch nicht fertig ist, und sag das vorher an. Ein Satz genügt: Das ist neu, mal sehen. Danach liest du ihn genau so, wie er ist.
Auf einem Slam kostet dich das den Abend, hier kostet es nichts. Und du erfährst in fünf Minuten, was drei Überarbeitungen nicht zeigen.
E2
Das halbe Tempo
Ziel: merken, wie viel Zeit ein Text verträgt
SO GEHT ES
Denselben Text, den du kennst, deutlich langsamer sprechen. Mit echten Pausen, auch wenn sie sich falsch anfühlen.
Fast alle sprechen zu schnell, und fast niemand traut sich das auszuprobieren, wenn Punkte auf dem Spiel stehen. Hier verlierst du nichts dabei.
E3
Der leise Schluss
Ziel: einen Text ohne Knall beenden
SO GEHT ES
Nimm einen Text, der sonst laut endet, und nimm den Schluss zurück. Leiser, kürzer, ohne Aufforderung zum Applaus.
Wertungen belohnen laute Enden. Deshalb bauen alle laute Enden. Ob dein Text auch leise trägt, findest du nur dort heraus, wo niemand wertet.
Anmeldung fürs Open Mic: eine leere Liste auf dem Tresen
Ein Zettel auf dem Tresen oder ein Kommentar in einer Gruppe. Mehr ist die Anmeldung nicht.

/ Die zwei Einheiten für Fortgeschrittene

E4
Das fremde Publikum
Ziel: vor Leuten lesen, die nicht wegen Text da sind
SO GEHT ES
Auf eine gemischte Bühne gehen, wo vor dir jemand Gitarre spielt. Und dann nicht lauter werden, sondern konkreter.
Ein Text, der eine Musikkneipe hält, hält später jeden Raum. Das ist die härteste und die nützlichste Einheit auf dieser Liste.
E5
Der zweite Durchgang
Ziel: denselben Text zweimal ausprobieren
SO GEHT ES
Denselben Text an zwei Abenden lesen und dazwischen genau eine Sache ändern. Nicht drei, eine.
Auf einem Slam liest du jeden Text vor neuem Publikum, also vergleichst du Äpfel mit Birnen. Hier kannst du eine Änderung isoliert prüfen, wie in einem Versuch.
Vier Einheiten üben den Text. Die vierte übt den Raum, und die ist die wichtigste.
SPOT 02Deine Einheiten
Such dir zwei aus, die du in den nächsten Monaten machst.
EINHEIT 15

Warum Auftreten mehr bringt als Üben

Es gibt einen Grund, warum zehn Auftritte mehr bringen als hundert Durchläufe zu Hause.

Henry Roediger und Jeffrey Karpicke haben ihn 2006 in Psychological Science sauber gezeigt.

Ihr Aufsatz heißt Test-Enhanced Learning, also etwa: Lernen durch Abrufen.

/ Wie der Versuch zum Abrufen ablief

Zunächst lasen Studierende Sachtexte.

Danach durfte eine Gruppe den Text noch einmal lesen, die andere musste abrufen, was sie behalten hatte.

Und zwar ohne jede Rückmeldung.

Beide Gruppen verbrachten dieselbe Zeit mit dem Stoff.

Geprüft wurde dann nach fünf Minuten, nach zwei Tagen und nach einer Woche.

/ Was der Belohnungsversuch ergab

/ Was der Abruf-Versuch ergab

Nach fünf Minuten war das Wiederholen besser.

Nach zwei Tagen und nach einer Woche war das Abrufen deutlich besser.

Und der Abstand war deutlich.

Der interessanteste Befund steht allerdings in einem Nebensatz.

Die Gruppe, die nur wiederholt hatte, war sich sicherer, den Stoff zu können.

Sie fühlte sich also besser vorbereitet und war es nicht.

Zu Hause proben fühlt sich sicherer an und wirkt schwächer. Auftreten fühlt sich unsicher an und wirkt.
nach Roediger und Karpicke 2006
Beim Open Mic üben: der Waschbär am Mikrofon vor kleinem Publikum
Fünf Minuten auf einer Bühne schlagen eine Stunde vor dem Spiegel.

/ Was das für offene Bühnen bedeutet

Zunächst: Ein Auftritt ist kein Test deines Könnens.

Sondern die Übung selbst.

Deshalb lohnt es sich, früher aufzutreten als man sich bereit fühlt.

Denn einen Text vor Leuten abzurufen ist genau die Handlung, die im Versuch besser gewirkt hat als Wiederholen.

Außerdem erklärt es, warum sich das Vorbereiten so gut anfühlt und warum man trotzdem beim dritten Auftritt viel weiter ist als nach drei Wochen Proben.

Und schließlich spricht es für Menge: Zehn kleine Abende schlagen einen großen, auf den du dich lange vorbereitest.

/ Der ehrliche Haken, und er ist deutlich

Zunächst ging es um Sachtexte und Erinnerungstests, nicht um Auftritte.

Außerdem waren es Studierende in einem Labor.

Drittens galt kurzfristig das Gegenteil: Nach fünf Minuten war Wiederholen besser.

Wer morgen auftritt, sollte also durchaus noch einmal durchgehen.

Und schließlich ist die Übertragung meine.

Immerhin ist sie ungewöhnlich nah: Einen Text auf einer Bühne zu sprechen ist buchstäblich Abrufen unter Bedingungen, die dem späteren Ernstfall entsprechen.

CLIP 2Ein Abend auf einer offenen Bühne
Ein Zusammenschnitt mit verschiedenen Beiträgen. Gut zu sehen, wie gemischt so eine Besetzung ist.
EINHEIT 19

Was eine Wertung mit deiner Lust macht

Jetzt zu der Frage, warum das Fehlen einer Jury kein Mangel ist.

Mark Lepper, David Greene und Richard Nisbett veröffentlichten 1973 im Journal of Personality and Social Psychology einen Feldversuch.

Er ist als Überrechtfertigungseffekt bekannt geworden.

/ Wie der Versuch ablief

Beobachtet wurden Kinder im Vorschulalter, die von sich aus gern malten.

Diese Kinder wurden in drei Gruppen geteilt.

Die erste malte, um dafür eine angekündigte Belohnung zu bekommen.

Die zweite bekam eine Belohnung, ohne vorher davon zu wissen.

Die dritte bekam keine.

Danach wurde beobachtet, wie viel die Kinder von selbst weitermalten.

/ Was dabei herauskam

Zunächst malte die Gruppe mit der angekündigten Belohnung danach weniger.

Die anderen beiden Gruppen nicht.

Entscheidend ist also nicht die Belohnung an sich.

Sondern die Erwartung.

Wer etwas tut, um etwas dafür zu bekommen, tut es danach seltener freiwillig.

Nicht der Applaus ändert etwas. Die Aussicht auf Punkte ändert etwas.
Der Gegensatz zum Open Mic: der Waschbär im harten Wettbewerbslicht
So sieht eine Bühne mit Wertung aus. Sie hat ihren Platz, nur nicht beim Üben.

/ Was das für deine Bühnenwahl bedeutet

Zunächst ist eine Bühne ohne Wertung kein abgespeckter Slam.

Vielmehr ist sie ein anderer Versuchsaufbau mit einem anderen Zweck.

Denn genau die fehlende Aussicht auf Punkte lässt dich anders schreiben und anders auftreten.

Außerdem erklärt es die Beobachtung, die viele nach ein paar Slam-Jahren machen: Man schreibt irgendwann für die Wertung und merkt es nicht.

Und schließlich ist der Befund kein Argument gegen Wettbewerbe.

Er ist ein Argument dafür, nicht nur Wettbewerbe zu spielen.

Verbreitete AnnahmeWas der Versuch nahelegtWas du daraus machst
Ohne Wertung fehlt der Ansporn.Erwartete Belohnung senkt die Lust.Bühnen ohne Punkte einplanen.
Applaus ist auch eine Wertung.Unerwartetes wirkte nicht so.Applaus ist unproblematisch.
Wettbewerb macht besser.Er verändert, was du baust.Beides mischen.
Ich schreibe unabhängig davon.Merkt man selten selbst.Gelegentlich ohne Wertung prüfen.
Preisgeld motiviert.Angekündigt eher nicht.Nicht danach auswählen.

Die zweite Zeile ist die tröstlichste.

Denn Applaus kommt nach dem Auftritt und nicht als Versprechen davor.

Nach diesem Befund ist er also unbedenklich, während eine angekündigte Punktzahl etwas verschiebt.

/ Der ehrliche Haken, und er ist umfangreich

Zunächst ging es um Vorschulkinder und ums Malen.

Außerdem um eine materielle Belohnung und nicht um Punkte von einer Publikumsjury.

Drittens ist die Forschungslage seit fünfzig Jahren umstritten.

Eine Auswertung von 1994 hielt den Effekt für eng begrenzt, eine andere von 1999 für gut belegt, jedenfalls bei angekündigten materiellen Belohnungen.

Und schließlich ist eine Slam-Wertung etwas anderes als Geld.

Der Sprung vom Malstift zum Mikrofon ist meiner und nicht ihrer.

EINHEIT 23

Ein Abend, aufgeteilt

Damit du weißt, wie so ein Abend aussieht, hier der ganze Ablauf.

Sechs Teile, von der Anmeldung bis zum Heimweg.

Trainingsblatt · ein Abend
Tage vorher
Spot sichern
Beim Host melden, oft über eine Gruppe in sozialen Netzwerken. Ein Wort genügt. Kurz vorher nochmal nachsehen, ob jemand abgesprungen ist.
Zu Hause
Frage festlegen
Eine einzige Frage für den Abend, nach dem Griff aus Einheit 09. Aufschreiben, nicht nur denken.
Vor Ort
Früh da sein
Dreißig Minuten vorher. Beim Host melden, den Raum ansehen, hören wie die Anlage klingt.
Vor dir
Zuhören
Die anderen Beiträge ansehen, auch die Musik. Das ist keine Höflichkeit, sondern der Teil, in dem du den Raum kennenlernst.
Deine Zeit
Fünf Minuten
Ansage kurz, Text ohne Erklärung, Ende ohne Aufforderung. Und die Zeit einhalten, ausnahmslos.
Danach
Bleiben und notieren
Bis zum Schluss bleiben. Und noch am selben Abend zwei Sätze aufschreiben zu deiner Frage.
Ergänzt wird das Ganze durch eine Regel, die nichts kostet: Überzieh niemals. Auf gemischten Bühnen ist das die einzige Todsünde.

/ Warum Zuhören beim Open Mic so viel bringt

Auf einem Slam sitzt man vor dem eigenen Auftritt oft draußen.

Auf einem Open Mic ist das schlechter Stil und außerdem dumm.

Denn du siehst dort, worauf dieses Publikum reagiert.

Und zwar an acht Beispielen vor dir.

Und du merkst, ob dein geplanter Text in den Abend passt oder ob du besser einen anderen nimmst.

SPOT 03Dein Abend
Geh die sechs Punkte durch und trag ein, wann du dich meldest und wann du da bist.
Dein Link-Kompass

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✍️
Schreiben & Textaufbau
31 Beiträge

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

EINHEIT 27

Die Etikette gemischter Bühnen

Auf einer reinen Slam-Bühne kennst du zwar die Regeln.

Auf einer gemischten Bühne gelten allerdings andere.

/ Was Musiker beim Open Mic von dir erwarten

Zunächst, dass du deine Zeit einhältst.

Wer überzieht, nimmt sie jemandem weg.

Außerdem, dass du dich nicht an ihrer Technik bedienst.

Frag, bevor du ein Mikrofon umstellst.

Drittens, dass du beim Umbau nicht redest.

Zwischen zwei Acts wird gestöpselt.

Und das dauert.

Und schließlich, dass du zuhörst.

Wer nur für den eigenen Auftritt kommt, fällt auf gemischten Bühnen sofort auf.

/ Was du von der Bühne erwarten kannst

Zunächst meistens ein Mikrofon und eine Anlage, oft nicht viel mehr.

Außerdem selten Licht, das dich anstrahlt.

Rechne mit hellem Raum.

Drittens keine Gage.

Manchmal ein Getränk, manchmal auch das nicht.

Und schließlich einen Host, der dich ankündigt und im Zweifel abbricht, wenn du überziehst.

Das ist sein Job und nicht persönlich gemeint.

Auf einer gemischten Bühne bist du Gast in einem Abend, der auch ohne dich stattgefunden hätte.
Die Bühne beim Open Mic teilen: Mikrofonständer neben Gitarre und Verstärker
Zwischen Verstärker und Gitarre. Das ist dein Arbeitsplatz für fünf Minuten.

/ Formate, die dem Open Mic ähneln

Neben dem klassischen Open Mic gibt es Kunst gegen Bares, kurz KgB.

Dort treten meist acht Leute auf, jeder bekommt ein Sparschwein.

Und das Publikum verteilt am Ende Geld statt Punkte.

Wer am meisten sammelt, gewinnt den Abend.

Es ist also doch ein Wettbewerb, nur mit anderer Währung.

Und dort gilt eine Beobachtung, die viele überrascht: Musik, Zauberei und Artistik werden oft höher bewertet als reine Wortbeiträge.

Für den Einstieg ist eine reine Textbühne deshalb meistens freundlicher.

Der Unterschied, der beim Üben zählt
Beim Kunst gegen Bares steht am Ende eine Belohnung, und du weißt das vorher.

Nach dem Befund aus Einheit 19 ist das genau die Anordnung, die verändert, wie du an die Sache herangehst.

Das macht das Format nicht schlecht, es macht es nur ungeeignet für das, wofür ein Open Mic gut ist: ausprobieren, ohne dass etwas davon abhängt.
SPOT 04Deine Bühnen
Sortier die Formate in deiner Gegend: Wo wird gewertet, wo nicht, und wo ist es gemischt?
CLIP 3Ein Auftritt auf einer offenen Bühne
Ein einzelner Beitrag, gefilmt von der auftretenden Person selbst. So sieht ein normaler Abend aus.
EINHEIT 31

Wenn es bei dir keine gibt

Ein Open Mic zu veranstalten ist übrigens einfacher als jedes andere Format.

/ Was du für ein eigenes Open Mic brauchst

Zunächst einen Raum mit einer Ecke, in der man stehen kann.

Außerdem ein Mikrofon und eine kleine Anlage, wenn der Raum größer als dreißig Leute ist.

Drittens eine Person, die moderiert und auf die Zeit achtet.

Und schließlich einen festen Termin, weil sonst niemand hinfindet.

/ Was du regeln musst

Zunächst die Länge pro Beitrag.

Und zwar streng.

Außerdem, wie man sich anmeldet und wie viele Plätze es gibt.

Drittens, ob Musik erlaubt ist.

Eine reine Textbühne ist ein anderes Publikum als eine gemischte, und beides ist gut.

Und schließlich, was passiert, wenn jemand etwas liest, das im Raum verletzend ist.

Das vorher zu klären ist unangenehm und hinterher deutlich unangenehmer.

Zum Geld
Ich bin weder Anwalt noch Steuerberater, und das hier ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

Bei einem Open Mic ohne Eintritt und ohne Gage ist die Lage meistens übersichtlich. Sobald du Eintritt nimmst, Gagen zahlst oder fremde Musikstücke aufführen lässt, kommen Fragen zu Abgaben und Verwertungsgesellschaften dazu.

Klär das mit dem Veranstaltungsort, bevor du anfängst. Die meisten Kneipen wissen, wie es geht.
EINHEIT 34

Zehn Fehler auf offenen Bühnen

Fünf davor, fünf im Raum.

Fünf Fehler davor

Fehler 1: Ohne Frage hingehen
Der Griff aus Einheit 09. Ohne Wertung nimmst du sonst nichts mit außer einem Gefühl.
Fehler 2: Spontan auftauchen
Die meisten Open Mics haben eine Liste, die Tage vorher voll ist. Ein Kommentar in der Gruppe reicht, aber er muss rechtzeitig kommen.
Fehler 3: Den Slam-Text mitnehmen
Ein Text mit lautem Schluss wirkt auf einer Bühne ohne Wertung wie eine Verkaufsveranstaltung.
Fehler 4: Die Bühne falsch wählen
Auf einer reinen Musikbühne hat ein Wortbeitrag es schwer. Das ist kein Urteil über dich, sondern über das Publikum.
Fehler 5: Zu lange planen
Nach Einheit 15 bringen zehn kleine Abende mehr als einer, auf den du dich drei Monate vorbereitest.

Denn ein Open Mic ist kein Auftritt, sondern eine Trainingseinheit.

Fünf Fehler im Raum

Fehler 6: Überziehen
Die einzige echte Todsünde. Wer sieben Minuten hat und neun nimmt, klaut sie der Person nach ihm.
Fehler 7: Erst zum eigenen Auftritt kommen
Fällt auf gemischten Bühnen sofort auf. Und du verpasst die acht Beispiele, an denen du den Raum lesen könntest.
Fehler 8: Sich für den Text entschuldigen
Ein Satz wie „der ist noch nicht fertig" ist als Ansage in Ordnung. Als Entschuldigung nimmt er dem Text die Chance.
Fehler 9: Gegen den Raum ankämpfen
Wenn hinten geredet wird, hilft nicht lauter, sondern konkreter. Und manchmal hilft gar nichts, dann ist es eben so.
Fehler 10: Sofort gehen
Der Teil danach ist der Grund, warum du beim nächsten Mal leichter einen Platz bekommst.
EINHEIT 39

Sechs Schritte für zwei Monate

Das reicht, um aus einzelnen Auftritten ein Training zu machen.

Drei Schritte zum Anfang

Schritt 1 – Zwei Bühnen finden
Eine reine Textbühne und eine gemischte. Beide in erreichbarer Nähe, beide mit festem Termin.
Schritt 2 – Einmal zusehen
Bevor du dich anmeldest. Danach weißt du, wie lang die Beiträge sind und wie der Ton ist.
Schritt 3 – Einen Spot sichern
Beim Host melden, meistens Tage vorher. Und kurz vorher noch einmal nachsehen, ob jemand abgesprungen ist.

Drei Schritte zum Training

Schritt 4 – Vier Termine eintragen
Nicht einen. Nach Einheit 15 zählt die Menge, und vier Abende sind in zwei Monaten machbar.
Schritt 5 – Pro Abend eine Frage
Aufgeschrieben, vorher. Und hinterher zwei Sätze dazu, noch am selben Abend.
Schritt 6 – Denselben Text zweimal lesen
Die Einheit aus Nummer fünf. Zwischen den beiden Abenden genau eine Sache ändern.

Denn Schritt sechs ist die einzige Möglichkeit, ohne Wertung trotzdem etwas zu messen.

Vier Abende, vier Fragen, vier Antworten. Das ist mehr Erkenntnis als ein Jahr Slam-Wertungen.
SPOT 05Deine zwei Monate
Trag vier Termine ein und leg fest, welchen Text du zweimal liest.
SPOT 06Deine Notizen
Nach jedem Abend zwei Sätze. Hier ist Platz für den ersten.
SPOT 07Dein nächster Schritt
Zum Schluss die zwei Fragen, die den Unterschied machen.
EINHEIT 44

Die Abnahme

Alles aus diesem Beitrag auf einer Seite.

NACHTRAG

Der Abend, an dem niemand zugehört hat

Ich war auf einer gemischten offenen Bühne in einer Kneipe, zwischen zwei Gitarristen.

Der Raum war voll.

Und es wurde durchgehend geredet.

Ich habe meinen besten Text gelesen und ungefähr die Hälfte meiner eigenen Worte nicht gehört.

Danach war ich sicher, dass der Abend verschwendet war. Er war der lehrreichste des ganzen Jahres.

/ Was ich gemerkt habe

Zunächst wurde es an genau zwei Stellen kurz leiser.

Beide Male war es nicht bei einer Pointe.

Sondern bei einem konkreten Detail.

Einmal ging es um einen Fahrkartenautomaten, einmal um die Farbe einer Jacke.

Der Rest, auf den ich stolz war, ging vollständig im Geräusch unter.

Beim Open Mic zuhören: der Waschbär wartet an einem Tisch
Man lernt auf offenen Bühnen mehr aus Nebengeräuschen als aus Applaus.

/ Was ich daraus gemacht habe

Seitdem messe ich Texte nicht mehr an Lachern.

Sondern an Stille.

Und ich achte darauf, wo genau ein Text konkret wird, weil das offenbar die Stellen sind, an denen jemand aufhört zu reden.

Auf einem Slam hätte ich das nie herausgefunden.

Dort ist es immer still.

Und die Wertung hätte mir am Ende eine Zahl gegeben statt einer Beobachtung.

„Ein Abend, an dem niemand zugehört hat, hat mir gezeigt, an welchen zwei Stellen mein Text tatsächlich funktioniert. Bei perfekter Stille hätte ich das nicht sehen können.“
Meine Notiz danach — und der Grund für Einheit vier

/ Wie ich offene Bühnen heute nutze

Inzwischen gehe ich zweimal im Jahr bewusst auf eine schwierige Bühne.

Also eine, auf der geredet wird, weil dort sichtbar wird, was ohne Aufmerksamkeitsvorschuss trägt.

Das ist unangenehm und es dauert einen Abend.

Und es sagt mehr über einen Text als zehn wohlwollende Auftritte.

WEITERGEHEN

Was Bühnenzeit nicht ersetzt

Zehn Abende auf offenen Bühnen machen dich immerhin sicherer.

Ob deine Texte besser werden, entscheiden sie nicht.

Nach dem Training auf dem Open Mic bleibt der Text
Die Bühne zeigt dir, wo es hakt. Reparieren musst du es zu Hause.
Ein Open Mic sagt dir, wo ein Text nicht trägt. Es sagt dir nicht, wie du ihn reparierst.

/ Warum beides zusammengehört

Nach Einheit 15 lernst du zwar durch Auftreten mehr als durch Wiederholen.

Aber Auftreten allein liefert dir nur Beobachtungen.

Was du mit einer Beobachtung machst, ist Handwerk.

Und das übt man nicht auf einer Bühne.

Sondern am Schreibtisch.

Kurz gesagt: Die Bühne stellt die Diagnose.

Die Behandlung machst du selbst.

Poetry Master
Genau dafür habe ich Poetry Master gebaut.

Über 200 Storytricks, Bildsprache, Bühnenpräsenz und Auftritts-Hacks. Also die Werkzeuge für das, was du auf offenen Bühnen über deine Texte herausfindest.

Den ersten Spot bekommst du in einer Woche. Was du damit anfängst, baust du dein Leben lang.

Eine Frage pro Abend. Kein lauter Schluss. Und niemals überziehen.
Keine Jury, kein Druck, nur Mikro und Mut. Und danach zwei Sätze im Notizbuch.

Übrigens habe ich nie wieder erlebt, dass ein Abend so nutzlos war, wie er sich angefühlt hat.

Auch der schlechteste hatte zwei Stellen, an denen es kurz still wurde.

Man muss nur hinhören statt hinzuhoffen.

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Die zweiunddreißig Bücher

Zweiunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch
— Stephan Pinkwart —
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Schreiben & Textaufbau
31 Beiträge

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

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Die offene Liste
Der Startplatz beim Wettbewerb, nicht dasselbe.
Lesebühne
Das dritte Format ohne Wertung.
Kaltes Publikum
Für den Abend, an dem geredet wird.

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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