Workshops geben: Vom Slammer zum Kursleiter

Workshops geben: Vom Slammer zum Kursleiter
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Workshops geben: Vom Slammer zum Kursleiter

Ein Gerüst steht nicht für sich selbst.

Es steht um ein Gebäude herum, das jemand anders baut, und es kommt weg, sobald das Gebäude trägt.

Genau das ist ein guter Workshop. Nicht deine Bühne mit Publikumsbeteiligung, sondern eine Konstruktion, die andere Leute stützt, während sie etwas hinstellen.

Und der schwerste Teil ist, sie rechtzeitig wieder abzubauen.

Der häufigste Fehler ist nicht schlechtes Material. Es ist, dass der Kursleiter im Weg steht.

EBENE 01Nötige Vorbereitungmehr als du denkst
EBENE 02Anteil, in dem du redestmöglichst wenig
EBENE 03Sinnvolle Gruppengrößeacht bis fünfzehn
EBENE 04Häufigster Fehlerzu viel erklären
EBENE 05Bestes Zeichen für Erfolgsie streiten sich

Fangen wir mit dem Moment an, in dem die Frage zum ersten Mal kommt.

Meistens kommt sie nach einem Auftritt, von einer Lehrerin oder einer Bibliothek.

Ob du das nicht mal mit einer Gruppe machen könntest.

Und weil du auf einer Bühne stehen kannst, sagst du zunächst einmal ja.

Auf der Bühne bist du der Mittelpunkt. Im Workshop bist du die Person, die dafür sorgt, dass du es nicht bist.

Das ist der ganze Unterschied.

Und er ist größer, als er klingt.

Denn alles, was dich auf einer Bühne gut macht, ist hier erst mal im Weg.

Vor dem Poetry-Slam-Workshop geben: ein Stuhlkreis mit leeren Blättern
Ein Kreis, leere Blätter, fünfzehn Leute. Ab hier wird es dein Job.

Der Satz von Joseph Beuys und sein zweiter Teil

Jeder Mensch ist ein Künstler. Der Satz von Joseph Beuys steht auf Plakaten und in Werbebroschüren.

Meistens wird er dort abgeschnitten.

Beuys selbst hat weitergesprochen. Damit sage er nichts über die Qualität, sondern nur etwas über die Möglichkeit, die in jedem Menschen vorliegt.

Das ist ein Unterschied, der für deinen Workshop alles verändert.

Du versprichst niemandem, dass er nach vier Stunden gut schreibt.

Du zeigst, dass alle im Raum etwas zu erzählen haben und dass es Handwerkszeug dafür gibt.

Wer mehr verspricht, enttäuscht am Ende des Tages zwölf Leute auf einmal.

Was in diesem Beitrag steht

Wie du einen Poetry-Slam-Workshop geben kannst, der tatsächlich etwas auslöst.

Also welche Übungen tragen, wie du die Zeit einteilst und wann du besser den Mund hältst.

Dazu kommen zwei Untersuchungen: eine über das Stützen beim Lernen und eine darüber, warum die zufriedenste Gruppe nicht die ist, die am meisten gelernt hat.

Außerdem ein Stundenblatt für einen dreistündigen Workshop.

Zum Mitmachen gibt es fünf Übungen, sieben Bretter und vier deutsche Videos.

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EBENE 06

Warum Bühnenkönnen hier zunächst im Weg steht

Das klingt nach falscher Bescheidenheit und ist eine praktische Beobachtung.

Was dich auf der Bühne gut macht, aber nicht im Kurs

Zunächst, dass du Aufmerksamkeit halten kannst, auch über längere Strecken.

Außerdem, dass du weißt, wie man eine Stille aushält und füllt.

Drittens, dass du fertige Formulierungen im Kopf hast.

Und schließlich, dass du gern vorn stehst.

Sonst würdest du es nicht tun.

Warum genau das im Workshop stört

Zunächst redet zu lang, wer Aufmerksamkeit halten kann.

Außerdem füllt Stille trotzdem, wer sie aushalten kann, weil er es gewohnt ist.

Wer fertige Formulierungen hat, gibt Antworten, bevor jemand die Frage stellt.

Und wer gern vorn steht, merkt zu spät, dass die Gruppe längst arbeiten könnte.

Die Bühne
Du bist der Mittelpunkt.
Du redest, sie hören zu.
Stille ist ein Mittel.
Am Ende gibt es Applaus.
Deine Wirkung zählt.
Der Workshop
Sie sind der Mittelpunkt.
Sie schreiben, du wartest.
Stille ist Arbeitszeit.
Am Ende hat jemand einen Text.
Ihre Ergebnisse zählen.

Die dritte Zeile ist die schwerste Umstellung überhaupt.

Denn eine schweigende Gruppe fühlt sich an wie ein Auftritt, der schiefgeht.

Tatsächlich ist sie meistens das genaue Gegenteil.

Wenn fünfzehn Leute still schreiben, funktioniert dein Workshop gerade.

Woran erkennst du, dass ein Workshop läuft?
Auflösung
An Stille oder an Streit. Beides heißt, dass die Gruppe arbeitet — warum gute Stimmung sogar ein schlechtes Zeichen sein kann, steht in Ebene 19.
Irgendwann fragt dich jemand, ob du das beibringen kannst. Die ehrliche Antwort lautet: noch nicht, aber das ist lernbar.
CLIP 1Workshops strukturieren: Aufbau und Ablauf
Die Dramaturgie eines Workshops, unabhängig vom Thema. Der Unterbau zum Stundenblatt aus Ebene 23.
EBENE 09

Der Griff: bau ein Gerüst und nimm es wieder weg

Jetzt der Teil, für den du hergekommen bist.

Es gibt eine Haltung, die alles andere ordnet.

Der Griff
Gib so viel Vorgabe, dass jemand anfangen kann — und nimm sie weg, sobald er läuft.

Am Anfang braucht eine Gruppe enge Aufgaben: ein Wort, eine Form, eine Minute. Wer vor einem leeren Blatt sitzt und hört „schreib doch mal was", schreibt nichts.

Aber genau diese Vorgaben müssen später verschwinden. Sonst schreiben am Ende fünfzehn Leute deinen Text.

Das war es.

Also erst stützen, dann loslassen.

Ein Gerüst, das stehen bleibt, verdeckt irgendwann das Gebäude.
Poetry-Slam-Workshop geben heißt stützen: ein Holzgerüst mit offenen oberen Ebenen
Unten fest, oben offen. So sieht ein guter Workshopverlauf aus.

Woran du merkst, dass die Vorgabe zu eng ist

Zunächst daran, dass alle Texte ähnlich klingen.

Und zwar nach dir.

Außerdem fragen die Leute ständig nach, ob sie etwas dürfen.

Drittens entstehen brave Ergebnisse, die niemanden überraschen.

Und schließlich langweilt sich der Teil der Gruppe, der schon schreibt.

Woran du merkst, dass die Übung zu weit gefasst ist

Zunächst daran, dass mehrere vor leeren Blättern sitzen und sich nicht bewegen.

Außerdem beginnen Gespräche über etwas anderes.

Drittens fragt jemand, was du eigentlich hören willst.

Und schließlich schreiben am Ende nur die drei, die sowieso schreiben.

BRETT 01Deine Vorgabe
Nimm eine Übung, die du kennst, und schreib auf, wie eng und wie weit du sie stellen könntest.
Warum nur ein Griff und nicht zwölf
Weil im Raum alles gleichzeitig passiert: Jemand ist fertig, jemand fängt nicht an, jemand redet zu viel, und die Zeit läuft anders als geplant.

In dieser Lage denkt niemand an Methodik.

Man denkt an eine einzige Frage: Braucht diese Person gerade mehr Halt oder weniger?
EBENE 12

Fünf Übungen, die zuverlässig tragen

Jetzt wird es konkret.

Nämlich fünf Übungen, sortiert nach dem Zeitpunkt im Ablauf.

Bei jeder steht das Ziel, der Ablauf und warum sie funktioniert.

Ü1Die zwei Minuten am Anfang
Ziel: Alle haben etwas geschrieben, bevor jemand Angst bekommt
So läuft sie ab
Ein einziges Wort an die Wand, zwei Minuten Zeit, alles schreiben, was einem dazu einfällt. Kein Satzbau, keine Form, kein Vorlesen. Danach wird nichts besprochen.
Das Ziel ist nicht der Text, sondern der überwundene Anfang. Wer in Minute drei schon etwas auf dem Blatt hat, sitzt den ganzen Workshop anders da.
Ü2Der Gegenstand
Ziel: Konkret werden, ohne über Konkretheit zu reden
So läuft sie ab
Jeder legt einen Gegenstand aus seiner Tasche auf den Tisch. Dann tauschen alle, und jeder schreibt fünf Minuten über den fremden Gegenstand, ohne zu fragen, wem er gehört.
Der fremde Gegenstand erzwingt Beobachtung statt Erinnerung. Und er nimmt den Druck weg, etwas Persönliches liefern zu müssen. Das Persönliche kommt trotzdem, meistens durch die Hintertür.
Ü3Die verbotene Zeile
Ziel: Merken, wovon der eigene Text tatsächlich lebt
So läuft sie ab
Jeder streicht aus seinem Text die Zeile, die er am besten findet. Dann wird der Text ohne sie vorgelesen.
Manchmal fällt er zusammen, dann war er auf eine Pointe gebaut. Manchmal wird er besser, weil die Lieblingszeile nur schön war. Diese Übung lehrt mehr über Aufbau als jeder Vortrag darüber.
Beim Poetry-Slam-Workshop geben zurücktreten: der Waschbär steht neben dem Tisch
Nicht vorn, sondern daneben. Und meistens mit dem Mund zu.

Die zwei Übungen für die zweite Hälfte

Ü4Das Vorlesen zu zweit
Ziel: Vorlesen üben, ohne dass es ein Auftritt ist
So läuft sie ab
Zwei Personen setzen sich zusammen und lesen sich gegenseitig ihren Text vor. Danach sagt jeder nur einen Satz: an welcher Stelle er zugehört hat.
Vor fünfzehn Leuten vorzulesen ist für viele zu viel. Vor einer Person geht fast immer. Und die Rückmeldung ist eng genug gefasst, dass niemand in eine Kritik rutscht.
Ü5Der freiwillige Schluss
Ziel: Ein Ende, das niemanden überfährt
So läuft sie ab
Wer will, liest zum Schluss vor. Wer nicht will, muss nicht. Und das sagst du zu Beginn des Workshops, nicht erst am Ende.
Ein angekündigtes Pflichtvorlesen sorgt dafür, dass die Hälfte der Gruppe drei Stunden lang an das Vorlesen denkt statt an den Text. Freiwilligkeit kostet dich nichts und verändert die ganze Stimmung.
Vier Übungen sind Handwerk. Die fünfte ist eine Zusage, und du gibst sie in den ersten fünf Minuten.
BRETT 02Deine Übungen
Such dir drei aus, mehr passen nicht in drei Stunden. Und leg fest, welche zuerst kommt.
EBENE 15

Was Stützen eigentlich heißt

Für den Griff aus Ebene 09 gibt es einen Fachbegriff.

Und er stammt aus einer Arbeit von 1976.

David Wood, Jerome Bruner und Gail Ross veröffentlichten sie im Journal of Child Psychology and Psychiatry.

Sie heißt The Role of Tutoring in Problem Solving und hat den Begriff eingeführt, den man heute überall liest: Gerüstbau.

Wie die Untersuchung ablief

Zunächst sollten Kinder von drei bis fünf Jahren aus Holzklötzen eine Pyramide bauen.

Die war rund dreiundzwanzig Zentimeter hoch und hatte sechs Ebenen.

Allein schafften sie das nicht, mit einer helfenden Person schon.

Beobachtet wurde also nicht das Bauen, sondern das Helfen.

Die sechs Funktionen, die sie beschrieben haben

Zunächst das Anwerben, also überhaupt Interesse an der Aufgabe wecken.

Zweitens das Vereinfachen: die Aufgabe so weit einschränken, dass sie zur vorhandenen Fähigkeit passt.

Drittens das Am-Ball-Halten, wenn jemand abzudriften droht.

Viertens das Markieren des Wesentlichen, also den Hinweis darauf, worauf es an dieser Stelle ankommt.

Fünftens die Frustkontrolle.

Und zwar ausdrücklich so, dass keine Abhängigkeit von Zuspruch entsteht.

Und sechstens das Vormachen dessen, was der andere noch nicht kann.

Fünf dieser sechs Funktionen bestehen darin, wegzunehmen statt hinzuzugeben. Nur eine ist Vormachen.
Poetry-Slam-Workshop geben ist Gerüstbau: ein Holzgerüst mit sechs Ebenen
Sechs Ebenen, sechs Funktionen. Die Ähnlichkeit ist Zufall und passt trotzdem.

Was Gerüstbau für deinen Workshop bedeutet

Zunächst ist die häufigste Aufgabe nicht das Erklären.

Sondern das Vereinfachen.

Denn wer nicht anfangen kann, braucht keine bessere Erklärung.

Sondern eine kleinere Aufgabe.

Außerdem lohnt sich der Blick auf die fünfte Funktion.

Frust wegnehmen, ohne dass jemand von deinem Lob abhängig wird, ist der schwierigste Teil des ganzen Jobs.

Und schließlich steht das Vormachen ganz hinten und nicht vorn.

Genau umgekehrt bauen die meisten ihren ersten Workshop.

Der ehrliche Haken, und er ist deutlich

Zunächst ging es um Kinder zwischen drei und fünf Jahren und um Holzklötze.

Das ist weit weg von Erwachsenen, die einen Text schreiben.

Außerdem war es eine Beobachtungsstudie und kein Vergleich von Methoden.

Es wurde beschrieben, was gute Helfende tun, nicht bewiesen, dass es besser wirkt.

Drittens geht der Aufsatz von einer helfenden Person und einem Kind aus.

Ein Workshop mit fünfzehn Leuten ist etwas anderes.

Und genau darüber gibt es inzwischen eigene Forschung.

Und schließlich wird der Begriff heute für so ziemlich alles verwendet, was mit Unterstützung zu tun hat.

Das macht ihn bequem und unscharf.

CLIP 2So bereitest du deinen Workshop vor
Vorbereitung mit Checklisten. Das meiste passiert vorher und nicht im Raum.
EBENE 19

Warum die zufriedenste Gruppe nicht die beste ist

Jetzt zu dem Befund, der jedem Kursleiter unangenehm ist.

Louis Deslauriers und Kolleginnen und Kollegen von der Harvard University veröffentlichten ihn 2019 in den Proceedings of the National Academy of Sciences.

Er trägt den umständlichen Titel Measuring actual learning versus feeling of learning, also: gemessenes Lernen gegen gefühltes Lernen.

Wie die Untersuchung aufgebaut war

Zunächst wurde in großen Physikkursen derselbe Stoff auf zwei Arten unterrichtet.

Einmal aktiv, also mit Aufgaben, die die Studierenden selbst bearbeiteten.

Und einmal als Vorlesung, gehalten von erfahrenen und gut bewerteten Lehrenden.

Die Inhalte und die Unterlagen waren identisch, die Zuteilung erfolgte zufällig.

Und niemand versuchte, die Studierenden von einer Methode zu überzeugen.

Was der Vergleich der Gruppen ergab

Zunächst lernte die aktiv unterrichtete Gruppe messbar mehr.

Gleichzeitig schätzte sie ihren eigenen Lernerfolg niedriger ein als die Gruppe in der Vorlesung.

Beides hing sogar stark gegenläufig zusammen.

Die Autoren ziehen daraus einen unbequemen Schluss: Wer Lehre nach der gefühlten Zufriedenheit bewertet, fördert vielleicht die schlechtere Methode.

Die Gruppe, die dir die beste Rückmeldung gibt, ist nicht zwingend die, die am meisten mitgenommen hat.
nach Deslauriers und anderen 2019
Beim Poetry-Slam-Workshop geben zurückhalten: der Waschbär sitzt am Rand des Tisches
Zuhören statt eingreifen. Das fühlt sich für alle unangenehmer an und wirkt besser.

Was das für deine Workshops bedeutet

Zunächst ist ein unterhaltsamer Workshop nicht automatisch ein guter.

Denn wer drei Stunden lang zuhört und dabei lacht, geht zufrieden nach Hause und hat nichts geschrieben.

Außerdem erklärt es ein Gefühl, das viele Kursleiter kennen: Der Workshop, in dem sich alle abgemüht haben, fühlt sich hinterher schlechter an als der, in dem du gut unterhalten hast.

Und schließlich heißt es nicht, dass Rückmeldung wertlos ist.

Es heißt nur, dass Zufriedenheit und Wirkung zwei verschiedene Dinge sind.

Verbreitete AnnahmeWas die Untersuchung nahelegtWas du machst
Gute Stimmung heißt guter Kurs.Nicht zwingend.Auch auf Ergebnisse schauen.
Wenn ich gut erkläre, lernen sie.Selbermachen wirkt stärker.Weniger reden, mehr Aufgaben.
Anstrengung ist ein schlechtes Zeichen.Oft das Gegenteil.Stille aushalten.
Der Feedbackbogen sagt es mir.Nur teilweise.Nach dem Text fragen, nicht nach dem Gefühl.
Zufriedenheit ist egal.Sie ist es nicht.Beides beachten, nicht verwechseln.

Die vierte Zeile ist die praktischste Änderung, die du vornehmen kannst.

Denn statt zu fragen, wie es war, kannst du fragen, was jemand mitnimmt.

Und die Antwort auf diese Frage sagt dir deutlich mehr über deinen Workshop.

Der ehrliche Haken, und er ist wichtig

Zunächst ging es um Physikkurse an einer Universität und um zwei Themen.

Außerdem waren es kurze Einheiten und keine ganzen Semester.

Drittens wurde mit einem Wissenstest gemessen.

Bei einem Schreibworkshop gibt es so einen Test nicht.

Und das macht die Übertragung heikel.

Und schließlich betonen die Autoren selbst, dass ihr Befund nicht heißt, Lernende mögen aktives Arbeiten nicht.

Viele gewöhnen sich daran, sobald sie merken, dass es wirkt.

EBENE 23

Drei Stunden, aufgeteilt

Damit du nicht mit einem leeren Ablaufplan dasitzt, hier ein vollständiger Vorschlag.

Drei Stunden mit einer Pause, für eine Gruppe von etwa zwölf Personen.

Stundenblatt · drei Stunden
0:00 bis 0:15
Ankommen und Zusage
Kurze Runde, wer da ist. Und der eine Satz, der alles entspannt: Am Ende liest vor, wer möchte.
0:15 bis 0:35
Die zwei Minuten
Übung eins. Erst schreiben lassen, dann kurz zeigen, was dabei entstanden ist, ohne es zu bewerten.
0:35 bis 1:15
Der Gegenstand
Übung zwei, mit genug Zeit. Danach lesen drei bis vier Leute vor, mehr nicht.
1:15 bis 1:30
Pause
Wirklich Pause. Und du gehst nicht herum, um Gespräche zu führen, sondern lässt die Gruppe unter sich.
1:30 bis 2:20
Überarbeiten
Die verbotene Zeile, danach zu zweit vorlesen. Der Teil, in dem am meisten passiert und du am wenigsten sagst.
2:20 bis 3:00
Der freiwillige Schluss
Wer will, liest vor. Danach ein Satz von dir, kurz, und keine Zusammenfassung von allem.
Ergänzt wird das Ganze durch eine Regel, die nichts kostet: Plane ein Drittel weniger, als du für machbar hältst.

Warum du für einen Workshop weniger planen solltest

Jede Übung dauert nämlich länger als gedacht.

Und zwar zuverlässig.

Außerdem entstehen genau in den ungeplanten Minuten die Gespräche, wegen derer Leute wiederkommen.

Wer seinen Plan durchzieht, hetzt die Gruppe durch das, was gerade wichtig wäre.

Und ein Workshop, der eine Übung zu wenig hatte, ist immer besser als einer, der eine zu viel hatte.

BRETT 03Dein Stundenblatt
Übertrag die sechs Blöcke auf deinen eigenen Termin und streich dann eine Übung.
Dein Link-Kompass

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Schreiben & Textaufbau
31 Beiträge

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

EBENE 27

Wer vor dir sitzt und was das ändert

Ein Workshop ist nämlich kein Format, sondern fünf verschiedene.

Workshops mit Schulklassen

Zunächst die häufigste Anfrage und gleichzeitig die schwierigste Gruppe.

Denn niemand ist freiwillig da.

Und das ändert alles.

Rechne mit einer Gruppe, in der drei Leute schreiben wollen, fünf mitmachen und der Rest abwartet.

Der Erfolg misst sich hier nicht an guten Texten.

Sondern daran, dass niemand den Nachmittag als verlorene Zeit erlebt.

Kurse mit Erwachsenen in der Volkshochschule

Zunächst sind alle freiwillig da und haben dafür bezahlt.

Das macht es leichter und bringt eine andere Schwierigkeit mit: Manche kommen mit einem fertigen Bild davon, was gute Texte sind.

Außerdem sitzen dort oft Leute, die seit Jahren schreiben und noch nie jemandem etwas gezeigt haben.

Für die ist das Vorlesen zu zweit der eigentliche Moment des Tages.

Bei Schulklassen kämpfst du um Aufmerksamkeit. Bei Erwachsenen kämpfst du gegen Erwartungen.
Poetry-Slam-Workshop geben in jedem Raum: leere Stühle im Kreis
Derselbe Kreis, völlig verschiedene Gruppen. Der Plan muss beides aushalten.

Die drei anderen Fälle

Zunächst Jugendgruppen außerhalb der Schule, die freiwillig kommen und deshalb deutlich leichter sind als Klassen.

Außerdem Firmen, bei denen du meistens nicht Schreiben unterrichtest, sondern Auftreten.

Drittens Bibliotheken und Kulturhäuser, wo die Gruppen gemischt sind und du das Niveau erst im Raum erfährst.

Und für alle gilt dasselbe: Frag vorher, wer kommt, wie viele und ob sie freiwillig da sind.

Die Frage, die du vorher immer stellst
Ist die Teilnahme freiwillig?

Das ist die einzige Angabe, die deinen Plan wirklich verändert. Alles andere kannst du im Raum anpassen.

Bei unfreiwilligen Gruppen brauchst du kürzere Übungen, mehr Bewegung und die Bereitschaft, den halben Plan wegzuwerfen. Wer das erst vor Ort merkt, hat einen langen Nachmittag.
BRETT 04Deine Gruppe
Schreib auf, welche Gruppe du bekommst und was du deshalb an deinem Plan änderst.
CLIP 3Workshop moderieren: die Checkliste
Moderation als Handwerk. Besonders nützlich für den Teil, in dem eine Gruppe diskutiert statt schreibt.
EBENE 31

Honorar, Absprachen und was schiefgeht

Vorab und deutlich
Ich bin weder Anwalt noch Steuerberater, und das hier ist keine Rechts- oder Steuerberatung.

Sobald du Workshops gegen Honorar gibst, berührst du Fragen zur Selbstständigkeit, zur Rechnungsstellung, zur Umsatzsteuer und möglicherweise zur Künstlersozialkasse. Bei Arbeit mit Minderjährigen kommen je nach Träger weitere Anforderungen dazu, etwa ein erweitertes Führungszeugnis.

Klär das vorher mit einer Steuerberatung und mit dem Träger. Was hier steht, ist eine grobe Orientierung.

Trotzdem lohnen sich drei praktische Gewohnheiten.

Vorher schriftlich festhalten

Also wie lange, wie viele Personen, welcher Raum, welches Material.

Außerdem, ob eine Lehrkraft im Raum bleibt, was bei Schulklassen einen enormen Unterschied macht.

Drittens, wann und wie du bezahlt wirst.

Eine kurze Mail genügt.

Sie verhindert das meiste.

Den Kursraum vorher kennen

Frag außerdem nach, ob die Stühle beweglich sind.

Denn ein Raum mit festen Tischreihen macht die Hälfte der Übungen unmöglich.

Außerdem brauchst du eine Wand oder eine Tafel, an die du ein Wort schreiben kannst.

Und Papier und Stifte bringst du selbst mit, immer.

EBENE 34

Zehn Fehler beim Workshopgeben

Fünf beim Planen, fünf im Raum.

Fünf Fehler beim Planen

Fehler 1: Zu viel vorbereiten
Ein Drittel weniger als machbar. Jede Übung dauert länger als gedacht, und die guten Momente entstehen in den Lücken.
Fehler 2: Nicht fragen, ob die Teilnahme freiwillig ist
Die einzige Angabe, die deinen Plan wirklich verändert. Und die einzige, nach der fast niemand fragt.
Fehler 3: Mit einem Vortrag über Poetry Slam anfangen
Zwanzig Minuten Geschichte des Formats, und die Gruppe ist weg. Erst schreiben lassen, erklären später oder gar nicht.
Fehler 4: Vorlesen zur Pflicht machen
Dann denkt die halbe Gruppe drei Stunden lang ans Vorlesen statt an den Text. Freiwilligkeit kostet nichts.
Fehler 5: Den Raum nicht kennen
Feste Tischreihen machen die Hälfte der Übungen unmöglich. Eine Frage vorher spart dir die Improvisation.

Denn einen guten Poetry-Slam-Workshop geben heißt vor allem, sich selbst zurückzunehmen.

Fünf Fehler im Raum

Fehler 6: Zu viel reden
Der Fehler aus Ebene 06. Alles, was dich auf der Bühne gut macht, verleitet dich dazu.
Fehler 7: Stille füllen
Wenn fünfzehn Leute still schreiben, läuft dein Workshop gerade. Genau dann greifen die meisten ein.
Fehler 8: Eigene Texte vorlesen
Einmal am Anfang ist in Ordnung. Dreimal macht aus dem Workshop einen Auftritt mit Zuschauerbeteiligung.
Fehler 9: Ergebnisse bewerten
Du bist nicht die Jury. Sag, wo du zugehört hast, und lass das Urteil weg.
Fehler 10: Nach dem Gefühl fragen statt nach dem Ergebnis
Nach Ebene 19 sagt dir das wenig. Frag, was jemand mitnimmt, nicht, wie es war.
EBENE 39

Sechs Schritte bis zum ersten Termin

Das reicht von der Anfrage bis zu einem Plan, der trägt.

Drei Schritte vor der Zusage

Schritt 1 – Die vier Fragen stellen
Wie viele, wie alt, wie lange, freiwillig oder nicht. Erst danach sagst du zu.
Schritt 2 – Den Raum klären
Bewegliche Stühle, eine Wand zum Schreiben, genug Platz. Und wer Material stellt.
Schritt 3 – Honorar und Ablauf schriftlich
Eine Mail mit fünf Zeilen. Sie verhindert fast alles, was später ärgerlich wird.

Drei Schritte zum Plan

Schritt 4 – Drei Übungen auswählen
Aus den fünf in Ebene 12. Mehr passen nicht in drei Stunden, auch wenn es so aussieht.
Schritt 5 – Eine davon streichen
Der Griff aus dem Stundenblatt. Was du nicht schaffst, hättest du ohnehin gehetzt.
Schritt 6 – Die Zusage aufschreiben
Der Satz zum Vorlesen, wörtlich. Damit du ihn in den ersten fünf Minuten wirklich sagst.

Denn Schritt sechs entscheidet über die Stimmung der nächsten drei Stunden.

Vier Fragen vorher, drei Übungen, eine Zusage. Das ist der ganze erste Workshop.
BRETT 05Dein erster Termin
Trag ein, wann er ist und welche drei Übungen du nimmst.
CLIP 4Sechzehn Praxistipps für interaktive Workshops
Methoden, die Gruppen ins Arbeiten bringen. Passt zum Befund aus Ebene 19.
BRETT 06Deine Zusage
Schreib den Satz zum freiwilligen Vorlesen wörtlich auf. Dann sagst du ihn auch.
BRETT 07Dein nächster Schritt
Zum Schluss die zwei Fragen, die den Unterschied machen.
EBENE 44

Die Abnahme

Alles aus diesem Beitrag auf einer Seite.

NACHTRAG

Der Workshop, in dem ich zu gut war

Mein erster Workshop lief hervorragend, allerdings vor allem für mich.

Es war eine neunte Klasse, ein Freitagnachmittag.

Und ich hatte Angst vor der Langeweile im Raum.

Also habe ich getan, was ich konnte: unterhalten.

Ich habe drei eigene Texte vorgelesen, viel erzählt und die Gruppe zum Lachen gebracht. Es war ein sehr guter Auftritt.

Was am Ende dabei herauskam

Am Ende hatten zwei Schülerinnen etwas geschrieben.

Der Rest hatte drei Stunden lang zugesehen, wie ein Erwachsener seine Sache vorführt.

Die Lehrerin bedankte sich herzlich und sagte, die Klasse sei selten so aufmerksam gewesen.

Das habe ich damals als Lob verstanden.

Beim Poetry-Slam-Workshop geben gehört die Bühne anderen
Hinten stehen und jemand anderen ins Licht lassen. Das musste ich lernen.

Was ich beim zweiten Mal anders gemacht habe

Zunächst habe ich nach zehn Minuten die erste Übung gestartet.

Außerdem habe ich keinen einzigen eigenen Text vorgelesen.

Die Stimmung war deutlich zäher.

Und es gab Phasen, in denen niemand etwas sagte.

Am Ende hatten elf von neunzehn etwas auf dem Blatt, und vier haben freiwillig vorgelesen.

„Der erste Workshop hat sich besser angefühlt und der zweite hat mehr bewirkt. Ich habe zwei Jahre gebraucht, um diesem Satz zu glauben.“
Meine Notiz danach — und der Grund für Ebene 19

Wie ich meine Workshops heute aufbaue

Inzwischen lese ich höchstens einen eigenen Text vor.

Und zwar am Anfang.

Außerdem plane ich ein Drittel weniger, als ich für machbar halte.

Und wenn es im Raum still wird, zähle ich innerlich bis zwanzig, bevor ich irgendetwas sage.

Meistens redet vorher jemand anders.

Das ist der ganze Trick.

WEITERGEHEN

Was Methodik nicht ersetzt

Ein gutes Gerüst hilft anderen immerhin beim Bauen.

Was sie bauen sollen, musst du selbst kennen.

Poetry-Slam-Workshop geben braucht eigenes Handwerk: der Waschbär im Kursraum
Der Ablauf ist lernbar. Das Urteil darüber, was trägt, nicht so schnell.
Du kannst niemandem beibringen, eine Zeile zu bauen, die du selbst nicht bauen könntest.

Warum das Handwerk hier doppelt zählt

Auf der Bühne brauchst du dein Können nämlich für einen einzigen Text.

Im Workshop brauchst du es für fünfzehn fremde, die du nicht geschrieben hast.

Und du musst in Sekunden erkennen, woran es bei jedem einzelnen liegt.

Kurz gesagt: Unterrichten verlangt mehr Können als Auftreten, nicht weniger.

Poetry Master
Genau dafür habe ich Poetry Master gebaut.

Über 200 Storytricks, Bildsprache, Bühnenpräsenz und Auftritts-Hacks. Also das, was du brauchst, um bei einem fremden Text in dreißig Sekunden zu sehen, wo die Stelle ist.

Den Ablauf baust du an einem Abend. Das Urteil dahinter baust du dein Leben lang.

Erst stützen, dann loslassen. Weniger reden. Und Stille aushalten.
Irgendwann fragt dich jemand, ob du das beibringen kannst. Sag ja und plane ein Drittel weniger, als du für machbar hältst.

Übrigens hat mir zwei Jahre nach jenem zweiten Workshop jemand geschrieben.

Eine der elf, die damals etwas auf dem Blatt hatte, stand inzwischen selbst auf einer offenen Liste.

Von der Klasse aus dem ersten Workshop habe ich nie wieder gehört.

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✦ ✦ ✦ die zweiunddreißig bücher

Die zweiunddreißig Bücher

Zweiunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch
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Schreiben & Textaufbau
31 Beiträge

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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