Slam-Formate erklärt: Von Team-Slam bis Dead-or-Alive

Dresden · zweites Mikrofon

Slam-Formate erklärt: Von Team-Slam bis Dead-or-Alive

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Neben meinem Mikrofon stand ein zweites. Und ich hatte keine Ahnung, warum.

Dresden, ein Kellerclub in der Neustadt, ich hatte mich zwei Wochen vorher online angemeldet.

Auf der Bühne standen zwei Mikrofonständer.

Ich hielt das für einen Aufbaufehler, bis die Moderation den Abend eröffnete und das Wort Team-Slam benutzte.

Meine Partnerin für diesen Abend hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nie gesehen.

Wir hatten zwanzig Minuten, um aus zwei fertigen Einzeltexten etwas Gemeinsames zu bauen.

Das Ergebnis war schlecht. Und es war trotzdem der lehrreichste Abend des ganzen Jahres.

Poetry-Slam-Formate falsch gelesen: der Waschbär steht am Mikrofon und schaut auf ein zweites, leeres Mikrofon daneben
Zwei Ständer. Und eine Anmeldung, die ich offensichtlich nicht zu Ende gelesen hatte.

Dieser Beitrag ist der Überblick, den ich damals gebraucht hätte.

Denn die Poetry-Slam-Formate unterscheiden sich stärker, als es von außen aussieht.

Am Ende bekommst du wieder genau einen Griff. Er kostet dich vier Abende im Jahr.

Denn Poetry-Slam-Formate sind keine Deko. Sie bestimmen, was du an dem Abend überhaupt üben kannst.

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Kapitel 01 Grundlagen

Was alle Poetry-Slam-Formate gemeinsam haben

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So verschieden die Poetry-Slam-Formate auch sind, ein Kern bleibt überall gleich.

Diese vier Regeln findest du von der Dorfkneipe bis zur Meisterschaft.

Regel eins: eigener Text

Du trägst vor, was du selbst geschrieben hast.

Das ist die wichtigste Regel überhaupt und der Unterschied zu einer Lesung oder einem Rezitationswettbewerb.

Ausnahmen gibt es nur in eigens angekündigten Sonderformaten. Eines davon steht in Kapitel sieben.

Trotzdem gilt diese Regel in nahezu allen Poetry-Slam-Formaten ohne Diskussion.

Regel zwei: Zeitlimit

Im deutschsprachigen Raum sind sechs Minuten der verbreitetste Wert.

Manche Veranstaltungen setzen fünf an, manche sieben. Bei Meisterschaften wird die Zeit streng genommen, bei offenen Bühnen oft großzügiger.

Frag im Zweifel vorher nach, denn Überziehen kostet je nach Haus Punkte oder das Mikrofon.

Außerdem unterscheiden sich die Poetry-Slam-Formate genau an dieser Stelle am deutlichsten.

Regel drei: keine Requisiten, keine Kostüme, keine Musik

Auf der Bühne stehen du, ein Mikrofon und höchstens ein Blatt Papier.

Diese Regel ist nicht dazu da, dich zu ärgern. Sie sorgt dafür, dass alle mit denselben Mitteln antreten und dass der Text im Mittelpunkt bleibt.

Deshalb wirken Poetry-Slam-Formate nach außen so schlicht. Das ist Absicht.

Regel vier: das Publikum entscheidet

Entweder über eine Jury aus dem Publikum, die Punkte vergibt, oder direkt über Applaus.

Beides hat Vor- und Nachteile, und beides ist keine literarische Bewertung. Mehr dazu steht in Umgang mit Applaus-Sucht.

Der wichtigste Satz zu allen Regeln
Diese vier Punkte sind Konvention, kein Gesetz.

Jede Veranstaltung darf sie anpassen, und viele tun das. Deshalb steht auf jeder guten Ankündigung, welche Regeln gelten. Genau da hätte ich in Dresden nachlesen sollen.
Kapitel 02 Ursprung

Marc Smith erfand das Ganze in einer Kneipe

6

Der Poetry Slam kommt nicht aus der Universität, sondern aus Chicago.

Der amerikanische Dichter Marc Kelly Smith, im Hauptberuf lange Bauarbeiter, fand die Lesebühnen seiner Zeit zu steif und zu akademisch.

Also besuchte er offene Mikrofone und baute sie um, indem er einen Wettbewerb daraus machte.

Die Zuschauer bekamen Wertungskarten. Das war die ganze Erfindung.

Alles, was heute unter Poetry-Slam-Formate läuft, geht auf diesen einen Einfall zurück.

Der ehrliche Haken bei der Jahreszahl

Die Quellen nennen unterschiedliche Daten.

Häufig steht 1984 für die ersten Versuche in der Get Me High Lounge, während die berühmte Reihe im Green Mill Jazz Club ab 1986 lief.

Manche deutschen Berichte sprechen schlicht von den späten achtziger Jahren.

Richtig ist in jedem Fall: Mitte der achtziger Jahre, Chicago, eine Kneipe.

Warum das für dich praktisch ist
Alle Poetry-Slam-Formate, die du gleich kennenlernst, sind Abwandlungen einer einzigen Idee aus einer Bar.

Es gibt keine oberste Regelbehörde und kein Regelwerk, das irgendwo hinterlegt wäre. Deshalb darf jede Stadt und jede Veranstaltung eigene Varianten erfinden – und tut das auch.
Kapitel 03 Format 1

Der Standard-Slam: das Grundformat aller Poetry-Slam-Formate

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Das ist der Abend, den die meisten meinen, wenn sie Poetry Slam sagen.

Formatkarte
Standard-Slam
Zeitlimitmeist 6 Minuten
Wer tritt anfünf bis zwölf Einzelpersonen
WertungPublikumsjury mit Karten oder Applaus
AblaufVorrunde, dann Finale der zwei bis drei Besten
Für Einsteigergut geeignet, wenn Newcomer ausdrücklich willkommen sind
Der Klassiker. Du meldest dich an, wirst gelost, trägst deinen Text vor und bekommst eine Wertung. Wer weiterkommt, spielt im Finale einen zweiten Text. Deshalb solltest du immer zwei Texte dabeihaben, auch wenn du nicht damit rechnest, ins Finale zu kommen.

Der häufigste Anfängerfehler bei diesem Format ist genau dieser: nur einen Text mitbringen.

Dann steht man im Finale und improvisiert.

Übrigens gilt das bei fast allen Poetry-Slam-Formaten mit Finalrunde, nicht nur beim Standard-Slam.

Kapitel 04 Format 2

Die offene Bühne: der beste erste Schritt

67
Formatkarte
Offene Bühne / Open Mic
Zeitlimitoft großzügiger, 5 bis 10 Minuten
Wer tritt analle, die sich eintragen
Wertungmeistens keine
AblaufReihenfolge nach Liste, kein Finale
Für Einsteigerdie beste Wahl überhaupt
Kein Wettbewerb, keine Punkte, kein Gewinner. Dadurch fällt der ganze Druck weg, und du kannst dich auf das Vortragen konzentrieren. Viele Städte haben offene Bühnen, die ausdrücklich als Übungsraum gedacht sind. Wer noch nie aufgetreten ist, sollte hier anfangen und nicht bei einem Wettbewerb.
Poetry-Slam-Formate für den Einstieg: eine kleine offene Bühne in einem hellen Jugendzentrum
Unspektakulär, hell und ohne Punkte. Genau deshalb ist es der beste Anfang.

Ein Hinweis, der oft fehlt: Auch bei offenen Bühnen gilt meistens die Regel mit dem eigenen Text.

Frag trotzdem nach, weil manche Reihen ausdrücklich alles zulassen, von Musik bis Kleinkunst.

Denn gerade bei offenen Bühnen weichen die Poetry-Slam-Formate am stärksten voneinander ab.

Kapitel 05 Format 3

Der U20-Slam: eigene Liga, gleiche Poetry-Slam-Formate

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Formatkarte
U20-Slam
Zeitlimit6 Minuten, wie im Standard-Slam
Wer tritt anJugendliche unter zwanzig Jahren
Wertungwie beim Standard-Slam
Ablaufeigene Stadt-, Landes- und deutschsprachige Meisterschaften
Für Einsteigersehr gut, wenn du in die Altersgruppe fällst
Inhaltlich gelten dieselben Regeln: selbst geschriebene Texte, sechs Minuten, das Publikum entscheidet. Der Unterschied liegt in der Altersgrenze und darin, dass sich rund um die U20-Szene ein eigener Wettbewerbsbaum entwickelt hat, von regionalen Ausscheidungen bis zu Landesmeisterschaften.

Wer über zwanzig ist, kann bei den U20-Wettbewerben nicht mitmachen, aber hingehen.

Zuerst irritiert diese Altersgrenze viele. Sie ist allerdings genau der Grund, warum das Format funktioniert.

Und das lohnt sich, weil das Niveau in dieser Liga seit Jahren erstaunlich hoch ist.

Außerdem siehst du dort Poetry-Slam-Formate in ihrer konzentriertesten Form. Die Nachwuchsszene probiert schlicht mehr aus.

Kapitel 06 Format 4

Der Team-Slam: zwei Stimmen, ein Text

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Das Format, in das ich in Dresden gestolpert bin.

Formatkarte
Team-Slam
Zeitlimitoft länger, meist 8 bis 10 Minuten
Wer tritt anTeams aus zwei bis vier Personen
Wertungwie beim Standard-Slam, aber für das Team
Ablaufteils feste Teams, teils vor Ort ausgelost
Für Einsteigeranspruchsvoll, aber extrem lehrreich
Mehrere Personen tragen gemeinsam einen Text vor. Das kann abwechselnd sein, im Chor, als Dialog oder mit verteilten Rollen. Bei Meisterschaften gibt es eigene Teamwertungen, bei kleineren Abenden werden die Teams manchmal spontan gelost.

Warum Team-Slam so viel beibringt

Weil du zum ersten Mal hörst, wie dein Text klingt, wenn ihn jemand anderes spricht.

Das ist eine Erfahrung, die dir kein Alleinauftritt jemals liefert.

Außerdem lernst du zwangsläufig etwas über Timing, denn ihr müsst euch abstimmen.

Und drittens verlierst du die Kontrolle, was für die meisten die eigentliche Übung ist.

Damit ist der Team-Slam unter allen Poetry-Slam-Formaten das mit dem größten Lerneffekt pro Abend.

Praktischer Hinweis
Steht in der Ankündigung Team-Slam, dann lies weiter, ob du ein eigenes Team mitbringst oder vor Ort eines zugelost bekommst.

Beides ist üblich. Und beides ändert die Vorbereitung vollständig.
Kapitel 07 Format 5

Dead or Alive: lebende Poeten gegen tote Klassiker

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Das ungewöhnlichste Format auf dieser Liste, und das am häufigsten missverstandene.

Formatkarte
Dead or Alive Slam
Zeitlimitwie im Standard-Slam, meist 6 Minuten
Wer tritt aneingeladene Slam-Poetinnen gegen Schauspielerinnen
WertungPublikum entscheidet: Dead or Alive
Ablaufkuratierte Show, meist im Theater
Für Einsteigernicht offen, aber ein hervorragender Abend zum Zuschauen
Die lebenden Stars der Slam-Szene treten gegen tote Dichterinnen und Dichter an. Deren Klassiker werden von professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern auf die Bühne gebracht. Am Ende entscheidet das Publikum, ob die Toten zurück ins Grab geschickt werden.

Der Punkt, den fast alle falsch verstehen

Bei Dead or Alive trägst du nicht selbst den Text eines toten Dichters vor.

Genau das hatte ich lange geglaubt.

Und ich war damit nicht allein, weil der Name genau diesen Eindruck erzeugt.

Die Seite der Toten wird von Schauspielensembles übernommen, und die lebende Seite besteht aus eingeladenen Poetinnen und Poeten.

Es ist also keine offene Anmeldung, sondern eine kuratierte Theaterproduktion.

Deshalb steht Dead or Alive in dieser Liste der Poetry-Slam-Formate etwas abseits.

Poetry-Slam-Formate im Theater: der Waschbär auf der Bühne, gegenüber ein leeres antikes Rednerpult
Modernes Mikrofon gegen altes Pult. Die ganze Idee des Formats in einem Bild.

Woher es kommt

Nach Angaben der veranstaltenden Sprechstation fand der erste Dead or Alive Slam 2007 am Theater Konstanz statt.

Seitdem läuft das Format regelmäßig an größeren Häusern, unter anderem in Stuttgart, Bochum und Siegen.

Was du davon hast
Als Zuschauer sehr viel. Denn du erlebst dieselben Regeln, angewendet auf Texte, die zweihundert Jahre alt sind.

Danach verstehst du besser, was auf einer Slam-Bühne eigentlich funktioniert – und was nur unsere Gegenwart gut findet.
Kapitel 08 Format 6 bis 11

Sechs weitere Poetry-Slam-Formate kurz erklärt

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Diese Varianten begegnen dir regelmäßig, ohne dass sie überall gleich heißen.

Drei Formate mit veränderten Regeln

Themen-Slam
Alle Texte müssen zu einem vorgegebenen Thema passen, das teils Wochen vorher, teils erst am Abend bekannt gegeben wird. Ein hervorragendes Trainingsgelände, weil du gezwungen bist, etwas Neues zu schreiben, statt den bewährten Text noch einmal zu nehmen.
Speed-Slam oder Kurz-Slam
Deutlich verkürztes Zeitlimit, oft zwei oder drei Minuten. Klingt harmlos und ist es nicht: Kürzen ist die schwerste Disziplin. Wer einmal einen Sechs-Minuten-Text auf zwei gebracht hat, schreibt danach anders.
Duell-Slam oder K.-o.-Slam
Zwei Personen treten direkt gegeneinander an, das Publikum entscheidet, wer weiterkommt. Turnierbaum statt Punktetabelle. Nervlich anstrengender als ein normaler Abend, weil jede Runde alles entscheidet.

Drei Formate mit verändertem Rahmen

Best-of-Slam oder Champions-Slam
Eingeladene Gewinnerinnen und Gewinner früherer Abende treten gegeneinander an. Keine offene Anmeldung. Für dich ist das der Abend, an dem du am meisten lernst, wenn du mit einem Notizbuch im Publikum sitzt.
Nacht-Slam oder Late-Night-Slam
Spätere Anfangszeit, oft nach einer Hauptveranstaltung, häufig lockerer und lauter. Das Publikum ist müder und gleichzeitig aufgedrehter. Texte, die auf Konzentration bauen, haben es hier schwerer als solche mit Tempo.
Science Slam
Eine eigene Familie und streng genommen kein Poetry Slam. Hier tragen Forschende ihre eigene wissenschaftliche Arbeit vor, verständlich und unterhaltsam. Requisiten und Folien sind meistens ausdrücklich erlaubt, was der größte Unterschied zum Poetry Slam ist.

Daneben gibt es unzählige lokale Erfindungen, vom Weihnachtsslam bis zum Slam im Schwimmbad.

Genau diese Vielfalt ist der Grund, warum sich die Poetry-Slam-Formate nicht abschließend auflisten lassen.

Trotzdem lassen sich fast alle auf die vier Regeln aus Kapitel eins zurückführen.

Kapitel 09 Übersicht

Die Zeitlimits im Vergleich

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Das Zeitlimit ist der Wert, der sich zwischen den Formaten am stärksten unterscheidet.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Spannen, bevor du dich für einen Abend entscheidest.

Grafik 1 · Minuten auf der Bühne
Übliche Spannen im deutschsprachigen Raum. Jede Veranstaltung darf davon abweichen.
Speed-Slam2–3 Min.
Standard-Slam5–7 Min.
U20-Slam5–6 Min.
Dead or Alive5–6 Min.
Offene Bühne5–10 Min.
Team-Slam8–10 Min.
Sechs Minuten sind der verbreitetste Einzelwert. Alles andere ist Variation.
Zeitlimits der Poetry-Slam-Formate: der Waschbär mit einer Stoppuhr in der Gasse neben der Bühne
Die Stoppuhr ist das einzige Gerät, das bei allen Formaten mitläuft.
Kapitel 10 Ursprung

Wie die Poetry-Slam-Formate nach Deutschland kamen

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1994 erzählten ein paar Amerikaner einem Berliner von einem Trend aus Chicago.

Der Berliner hieß Wolf Hogekamp, und er machte daraus in der Bar Ex’n’Pop in Schöneberg eine offene Bühne.

Aus dieser Reihe wurde die älteste durchgehende Slam-Reihe Deutschlands.

Anfangs war Hogekamp der Einzige, der auf Deutsch vortrug. Die übrigen Auftretenden kamen aus den USA.

Damals gab es also genau ein Format. Alle weiteren Poetry-Slam-Formate kamen erst danach dazu.

Und dann kamen die Meisterschaften

1997 organisierte Hogekamp die ersten deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften.

Sie fanden am 3. und 4. Oktober 1997 statt, sämtliche Runden liefen im Ex’n’Pop, und rund zweihundert Menschen sahen zu.

Erster deutschsprachiger Meister wurde Bas Böttcher, Jahrgang 1974, der als erster deutscher Slam-Poet gilt.

Seit 2001 sind die Meisterschaften auf den gesamten deutschen Sprachraum ausgeweitet. Österreich und die Schweiz sind seit 2000 dabei, Liechtenstein seit 2009, Luxemburg seit 2014.

Zweihundert Zuschauer im Jahr 1997. Über vierzehntausend im Jahr 2011.
Die deutschsprachigen Meisterschaften in einer Zahl

Für 2011 gibt der Veranstalter über vierzehntausend Besucher an fünf Tagen an, davon viertausend allein im Finale.

Zwischen diesen beiden Zahlen liegen die meisten Poetry-Slam-Formate, die es heute gibt.

Der ehrliche Haken

Bei den frühen Jahreszahlen widersprechen sich die Quellen leicht.

Mal steht 1993 als Jahr des ersten deutschsprachigen Slams im Ex’n’Pop, mal 1994 als Jahr, in dem das Format dort etabliert wurde.

Unstrittig ist die Reihenfolge: erst Chicago, dann Berlin, dann alle anderen.

Für die Poetry-Slam-Formate selbst spielt das ohnehin keine Rolle. Wichtig ist nur, dass sie irgendwo angefangen haben.

Warum diese Geschichte hierher gehört
Sämtliche Poetry-Slam-Formate in diesem Beitrag sind in gut dreißig Jahren aus einer einzigen offenen Bühne entstanden.

Das heißt für dich zweierlei. Erstens ist nichts davon in Stein gemeißelt. Und zweitens darfst du selbst eines erfinden, wenn dir keines passt.
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Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

Kapitel 11 Der Griff

Der Formatwechsel: vier Abende im Jahr

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Jetzt der Teil, für den du hergekommen bist.

Es gibt genau eine Sache, die zuverlässig funktioniert. Und sie ist wieder enttäuschend simpel.

Der Griff
Nimm einmal im Quartal ein Format, das du noch nie gemacht hast.

Vier Abende im Jahr. Nicht mehr.

Und wähle es ausdrücklich danach, was du üben willst, und nicht danach, was du schon kannst.

Das war es. Vier Termine im Kalender.

Damit werden Poetry-Slam-Formate zu einem Trainingsplan statt zu einer Zufallsauswahl.

Warum das mehr bringt als jedes Training

Weil jedes Format dich zu genau einer Sache zwingt.

Beim Speed-Slam musst du kürzen. Beim Themen-Slam musst du neu schreiben. Beim Team-Slam musst du abgeben.

Diese Dinge kannst du zu Hause monatelang vornehmen und wirst sie nicht tun.

Ein angemeldeter Abend erledigt das in zwei Wochen.

Deshalb sind Poetry-Slam-Formate das billigste Trainingsgerät, das die Szene zu bieten hat.

Welches Format welche Fähigkeit trainiert

Was du üben willstWelches Format du nimmstWarum es funktioniert
KürzenSpeed-SlamZwei Minuten verzeihen keine Umwege.
Neues schreibenThemen-SlamDer bewährte Text passt garantiert nicht.
Abgeben und zuhörenTeam-SlamDu kontrollierst nur noch die Hälfte.
Ruhe und PräsenzOffene BühneOhne Punkte fällt der Wettkampfmodus weg.
NervenDuell-SlamJede Runde entscheidet sofort.
Alles beobachtenBest-of-SlamIm Publikum, mit Notizbuch.
Warum nur ein Griff und nicht zwölf
Weil ein Kalendereintrag funktioniert und ein guter Vorsatz nicht.

Alles Weitere in diesem Beitrag ist Nachschlagewerk. Das hier ist das Werkzeug.
Kapitel 12 Wegweiser

Welche Poetry-Slam-Formate passen gerade zu dir?

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Der häufigste Fehler beim Einstieg ist das falsche erste Format.

Grafik 2 · Der Wegweiser
Links dein Stand, rechts der nächste sinnvolle Abend.
Noch nie aufgetreten
Offene Bühne
Keine Punkte, kein Wettbewerb, freundliches Publikum.
Ein bis fünf Auftritte
Standard-Slam mit Newcomer-Hinweis
Erste Wertung erleben, ohne gleich gegen Profis anzutreten.
Unter zwanzig Jahre alt
U20-Slam
Eigene Liga, gleiche Regeln, sehr aktive Szene.
Fünf bis zwanzig Auftritte
Themen-Slam
Zwingt dich zum Schreiben statt zum Wiederholen.
Texte zu lang
Speed-Slam
Kürzen lernt man nur unter Zwang.
Zu sehr auf Kontrolle bedacht
Team-Slam
Abgeben, zuhören, gemeinsam timen.
Einfach neugierig
Dead or Alive als Zuschauer
Dieselben Regeln, angewendet auf Weltliteratur.

Ein einziger Hinweis dazu, weil er sonst untergeht.

Wenn du noch nie aufgetreten bist, nimm bitte wirklich die offene Bühne.

Ein Wettbewerb als erster Auftritt ist möglich und funktioniert bei manchen hervorragend. Bei den meisten sorgt er dafür, dass es kein zweites Mal gibt.

Also wähle unter allen Poetry-Slam-Formaten für den Anfang bewusst eines ohne Wertung.

Kapitel 13 Fragen

Häufige Fragen zu Poetry-Slam-Formaten

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Fragen zur Teilnahme

Woher weiß ich, welches Format an einem Abend läuft?
Aus der Ankündigung. Gute Veranstaltungen schreiben Zeitlimit, Anmeldeverfahren und Besonderheiten dazu. Wenn nichts dabeisteht, schreib der Veranstaltung eine kurze Nachricht. Das ist völlig üblich und niemand findet das seltsam.
Darf ich denselben Text bei mehreren Slams vortragen?
Ja, das ist der Normalfall. Bei Meisterschaften gibt es teils Regeln, dass ein Text innerhalb des Wettbewerbs nur einmal verwendet werden darf. Steht dann in der Ausschreibung.
Brauche ich für jedes Format einen anderen Text?
Nicht zwingend, aber meistens lohnt es sich. Ein Sechs-Minuten-Text funktioniert im Speed-Slam nicht, und ein Text ohne Thema passt nicht in einen Themen-Slam.
Kann ich bei einem Team-Slam ohne Team antreten?
Bei vielen Abenden ja, dann wirst du zugelost. Bei Meisterschaften nein, dort treten feste Teams an. Lies das unbedingt vorher nach, sonst geht es dir wie mir in Dresden.

Fragen zu Regeln und Wertung

Was passiert, wenn ich überziehe?
Das hängt vom Haus ab. Üblich sind Punktabzug, ein akustisches Signal oder im Extremfall das Abschalten des Mikrofons. Bei offenen Bühnen wird meistens nur freundlich erinnert.
Darf ich ablesen?
Ja, bei praktisch allen Poetry-Slam-Formaten. Ein Blatt Papier gilt nicht als Requisit. Auswendig wirkt stärker, aber ablesen ist ausdrücklich erlaubt und weit verbreitet.
Sind wirklich alle Sprachen erlaubt?
Grundsätzlich ja, das gehört zum Selbstverständnis der Szene. Praktisch entscheidet das Publikum, und ein Publikum bewertet, was es versteht. Frag im Zweifel vorher nach.
Warum gibt es keine einheitlichen Regeln?
Weil es keine zentrale Instanz gibt. Der Slam ist aus einer Kneipe entstanden und hat sich nie eine Regelbehörde zugelegt. Das ist Chaos und Stärke zugleich.
Kapitel 14 Übungen

Sechs Übungen für neue Poetry-Slam-Formate

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Diese sechs bereiten dich auf jeweils ein Format vor.

Danach fällt dir die Anmeldung für ein neues Format deutlich leichter.

Fang mit einer an, nicht mit allen.

Denn neue Poetry-Slam-Formate lernt man wie jedes Handwerk, nämlich in kleinen Schritten.

Drei Übungen am Text

Übung 1 – Die Halbierung
Nimm deinen längsten Text und bring ihn auf die Hälfte. Ohne Inhalt zu streichen, nur Formulierungen. Das ist die Vorbereitung auf jeden Speed-Slam und macht nebenbei jeden anderen Text besser.
Übung 2 – Das fremde Thema
Lass dir von jemandem ein Thema geben, das dich nicht interessiert, und schreib sieben Tage später einen Text dazu. Genau so funktioniert ein Themen-Slam.
Übung 3 – Die fremde Stimme
Gib deinen Text jemandem zum Vorlesen und hör nur zu. Du wirst Stellen hören, die du seit Monaten überliest. Das ist die halbe Team-Slam-Erfahrung, kostenlos.

Drei Übungen für den Abend

Übung 4 – Die Ankündigung lesen
Klingt albern und ist der Kern dieses Beitrags. Lies vor jeder Anmeldung die vollständige Ankündigung und notiere drei Dinge: Zeitlimit, Format, Anmeldeverfahren.
Übung 5 – Der zweite Text
Nimm zu jedem Wettbewerb einen zweiten Text mit, auch wenn du nicht mit dem Finale rechnest. Diese Übung besteht ausschließlich darin, ihn einzustecken.
Übung 6 – Der Notizbuchabend
Geh zu einem Best-of- oder Champions-Slam und schreib mit. Nicht die Texte, sondern was funktioniert: wo Pausen sitzen, wann der Saal kippt, wie Einstiege gebaut sind.
Kapitel 15 Weiterlesen

Drei Standardwerke statt drei Videos

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An dieser Stelle stehen sonst Videos.

Diesmal nicht, und der Grund gehört dazu: Ich habe keine deutschsprachigen Videos gefunden, deren Herkunft ich sauber prüfen konnte.

Statt drei englischsprachigen Zufallsfunden bekommst du deshalb drei Bücher, die es tatsächlich gibt.

Außerdem stehen in diesen Büchern deutlich mehr Poetry-Slam-Formate, als in ein Video passen.

Die drei Titel

Poetry Slam – Das Handbuch
Herausgegeben von Karsten Strack, Lektora Verlag 2017. Das umfangreichste deutschsprachige Standardwerk, von Begriffsdefinitionen über Workshoppraxis bis zur wissenschaftlichen Einordnung. Wenn du nur eines liest, dann dieses.
Die Poetry-Slam-Fibel – 20 Jahre Werkstatt der Sprache
Herausgegeben von Bas Böttcher und Wolf Hogekamp, SATYR Verlag Berlin 2014. Geschrieben von genau den beiden Personen aus Kapitel zehn, also von den Mitbegründern der deutschen Szene. Querschnitt durch zwanzig Jahre.
Lautstärke ist weiblich
Texte von fünfzig Poetry-Slammerinnen, herausgegeben von Clara Nielsen und Nora Gomringer. Kein Handbuch, sondern eine Textsammlung. Sie zeigt die Bandbreite dessen, was auf diesen Bühnen tatsächlich passiert.
Und der beste Ersatz für jedes Video
Geh hin.

Ein einziger Abend im Publikum erklärt dir mehr über ein Format als jede Beschreibung, auch mehr als diese hier.
Kapitel 16 Grenze

Wenn ein Format nichts für dich ist

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Dieses Kapitel gehört hierher, auch wenn es kurz ist.

Nicht jedes Format passt zu jedem Menschen, und das ist keine Schwäche.

Der Unterschied in einem Satz
Aufregung vor einem neuen Format ist normal und verschwindet mit der Übung.

Wenn ein Format dir dagegen dauerhaft schlecht bekommt, wenn du danach tagelang nicht schreiben kannst oder wenn der Wettbewerbscharakter dir grundsätzlich zusetzt, dann ist das eine Information und kein Versagen.

Es gibt Menschen, die auf offenen Bühnen aufblühen und bei jedem Wettbewerb leiden.

Erstens ist das häufig, und zweitens sagt es nichts über die Qualität ihrer Texte.

Für die ist die Lösung nicht mehr Training, sondern das Weglassen der Wertung.

Zum Glück gibt es unter den Poetry-Slam-Formaten genügend, die ganz ohne Punkte auskommen.

Und wenn die Anspannung vor Auftritten über das übliche Lampenfieber hinausgeht, sich körperlich zeigt oder dein Leben außerhalb der Bühne einschränkt, ist die Hausarztpraxis ein völlig normaler erster Schritt.

Termine für die psychotherapeutische Sprechstunde vermittelt in Deutschland die Terminservicestelle unter der 116117.

Und wenn es dir gerade richtig schlecht geht, ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar, kostenfrei und anonym: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.

Kapitel 17 Selbstcheck

Bist du für dein nächstes Format vorbereitet?

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Sechs Fragen. Hak ehrlich ab, es sieht ja niemand.

Auswertung in einem Satz: Wenn du bei den ersten beiden Fragen nicht zustimmen konntest, lies die Ankündigung noch einmal.

Und die zehn häufigsten Fehler bei Poetry-Slam-Formaten

Fünf Fehler vor dem Abend

Fehler 1: Die Ankündigung nur überfliegen
Mein Fehler aus Dresden. Zeitlimit, Format und Anmeldeverfahren stehen fast immer da.
Fehler 2: Nur einen Text mitnehmen
Wer ins Finale kommt, braucht einen zweiten. Und Finale ist wahrscheinlicher, als du denkst.
Fehler 3: Als Erstes bei einem Wettbewerb einsteigen
Möglich, aber für die meisten der schlechtere Start. Die offene Bühne existiert genau dafür.
Fehler 4: Das Zeitlimit schätzen statt messen
Sprich deinen Text mit Stoppuhr. Auf der Bühne wirst du langsamer, nicht schneller.
Fehler 5: Requisiten einpacken
Bei fast allen Poetry-Slam-Formaten verboten. Beim Science Slam dagegen ausdrücklich erlaubt. Genau solche Unterschiede stehen in der Ankündigung.

Fünf Fehler danach

Fehler 6: Immer dasselbe Format wählen
Dann wiederholst du dich, statt dich zu entwickeln. Deshalb der Griff aus Kapitel elf.
Fehler 7: Ein Format nach einem schlechten Abend abschreiben
Ein einziger Abend sagt fast nichts. Gib jedem Format mindestens zwei Versuche.
Fehler 8: Wertungen zwischen Formaten vergleichen
Eine Sieben beim Duell-Slam und eine Sieben bei der offenen Bühne bedeuten nichts Ähnliches.
Fehler 9: Best-of-Abende meiden, weil man nicht mitmachen darf
Das sind die lehrreichsten Abende überhaupt, gerade als Zuschauer.
Fehler 10: Denken, es gäbe eine offizielle Formatliste
Gibt es nicht. Jede Stadt erfindet weiter, und dieser Beitrag ist deshalb eine Momentaufnahme und kein Regelwerk.
Kapitel 18 Dresden

Der Rest der Geschichte

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Zurück nach Dresden.

Meine zugeloste Partnerin hieß, sagen wir, Ines. Sie hatte schon dreimal Team-Slam gemacht.

Wir haben in zwanzig Minuten beschlossen, ihren Text zu nehmen und meinen als Zwischenrufe hineinzuschneiden.

Das hat ungefähr zur Hälfte funktioniert.

Wir wurden Vorletzte von sechs Teams.

Trotzdem habe ich an diesem Abend mehr über Timing gelernt als in den zwei Jahren davor.

Wertung bei Poetry-Slam-Formaten: der Waschbär steht auf der Bühne, im Vordergrund werden leere Wertungskarten hochgehalten
Vorletzte von sechs. Und trotzdem der beste Abend des Jahres.

Was sie mir danach erzählt hat

Ines meldet sich grundsätzlich nur für Formate an, die sie noch nicht kann.

Nicht aus Abenteuerlust, sondern weil sie irgendwann gemerkt hatte, dass sie beim Standard-Slam seit zwei Jahren denselben Abend erlebte.

Ein Format ist kein Wettbewerb. Ein Format ist ein Trainingsgerät.
Ines · Dresden, nach dem Team-Slam

Sie hatte in dem Jahr schon einen Speed-Slam gemacht, einen Themen-Slam und jetzt den Team-Slam mit einem völlig Fremden.

Drei Formate, drei Fähigkeiten.

Danach habe ich angefangen, Poetry-Slam-Formate wie Werkzeuge zu behandeln. Und nicht mehr wie Gelegenheiten.

Der Teil, den ich lieber weggelassen hätte

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ungefähr vierzig Auftritte hinter mir.

Und zwar vierzig Mal dasselbe Format.

Ich hatte nie eines gewechselt, weil ich das für Beliebigkeit hielt. Tatsächlich war es Bequemlichkeit.

Deshalb steht dieser Beitrag hier. Und deshalb ist der Griff aus Kapitel elf so unspektakulär.

Kapitel 19 Zum Schluss

Was in jedem Format gleich bleibt

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So verschieden die Poetry-Slam-Formate sind, eines ändert sich nie.

Am Ende stehst du vor Menschen und musst sie in den ersten zwanzig Sekunden mitnehmen.

Ob das ein Speed-Slam mit zwei Minuten ist oder ein Team-Slam mit zehn, macht für diese zwanzig Sekunden keinen Unterschied.

Das Format bestimmt die Aufgabe. Das Handwerk bestimmt, ob du sie löst.

Genau deshalb lohnt es sich, beides zu kennen.

Poetry-Slam-Formate gemeistert: der Waschbär steht souverän auf der Bühne, das Publikum hält Wertungskarten hoch
Das Format wechselt. Die ersten zwanzig Sekunden nicht.
Poetry Master
Genau dafür habe ich Poetry Master gebaut.

Über 200 Storytricks, Bildsprache, Bühnenpräsenz und Auftritts-Hacks. Also die Griffe, die in jedem Format funktionieren – beim Zwei-Minuten-Text genauso wie im Team.

Du bekommst Aufbauten für Einstiege, Werkzeuge zum Kürzen und die Handgriffe für den Moment, in dem der Saal still wird.

Das Format suchst du dir aus. Das Handwerk nimmst du überall mit.

Übrigens habe ich seit Dresden vier neue Formate ausprobiert.

Gewonnen habe ich bei keinem davon. Gelernt habe ich bei allen.

Zuletzt noch ein Satz: Die Poetry-Slam-Formate ändern sich weiter, während du das hier liest.

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— aber mit Wucht.

Wenn du diese Techniken nicht nur lesen,
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Die zweiunddreißig Bücher

Zweiunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch
— Stephan Pinkwart —
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Schreiben & Textaufbau
31 Beiträge

Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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