Über Verlust schreiben
Es gibt einen Moment, in dem ein Trauertext kippt.
Vorher hört der Saal nämlich zu. Danach hält er sich fest.
Dieser Moment liegt allerdings fast nie beim Thema.
Vielmehr liegt er bei einem einzigen Satz, der zu viel will.
Fast jeder, der schreibt, hat irgendwann einen Text über einen Verlust.
Meistens ist es ein Mensch.
Manchmal aber auch eine Beziehung, eine Stadt oder ein Leben, das man sich anders vorgestellt hatte.
Und fast alle diese Texte haben außerdem dasselbe Problem.
Sie sind zwar ehrlich gemeint.
Trotzdem wirken sie aufdringlich.
Das klingt zwar hart.
Allerdings ist es die wichtigste Unterscheidung hier.
Was in diesem Beitrag steht
Wie du über Verlust schreiben kannst, ohne dass der Text ins Rührstück kippt.
Du bekommst die Kippstelle, fünf Gestalten des Verlusts und ein Trostblatt.
Dazu zwei Arbeiten darüber, wie Trauer tatsächlich verläuft.
Eine davon widerlegt ein Modell, das fast jeder kennt.
Zum Mitmachen gibt es sieben Übungen und zwei deutsche Videos.
Wenn dich ein Verlust gerade so beschäftigt, dass du kaum durch den Tag kommst, ist ein Text nicht das richtige Werkzeug. Dafür gibt es Trauergruppen, Hausärztinnen, Beratungsstellen und die Telefonseelsorge, die rund um die Uhr erreichbar ist und nichts kostet.
Ein Text kann etwas ordnen. Aushalten musst du es trotzdem, und dabei darf dir jemand helfen.
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Jetzt Kanal folgenDie Stelle, an der jeder Trauertext kippt
Zunächst der wichtigste Befund, damit du weißt, worauf du achten musst.
Was passiert, bevor der Trauertext kippt
Du erzählst etwas Bestimmtes.
Eine Uhrzeit, einen Gegenstand, einen Satz, den jemand gesagt hat.
Denn der Saal hört zu und baut sich dabei sein eigenes Bild.
Dabei denkt jeder an jemand anderen.
Und das ist gut so.
Der eine Satz, an dem alles kippt
Danach kommt ein Satz, der die Bedeutung mitliefert.
Etwa: Und da wusste ich, wie kostbar das Leben ist.
In diesem Moment nimmst du dem Saal die Arbeit ab.
Und damit auch das Bild, das er sich gerade gebaut hatte.
Übrig bleibt also deine Deutung.
Und die kennt er schon.
Die letzte Zeile ist die eigentliche Rechnung.
Denn ein Text, der weniger will, bekommt mehr.
Auflösung
Der Griff: erzähl den Dienstag
Jetzt der Handgriff, der die meisten Trauertexte sofort verbessert.
Nicht die Beerdigung, sondern die Woche darauf. Nicht den Abschied, sondern den Einkauf, bei dem du aus Gewohnheit zwei Packungen genommen hast.
Der große Moment ist bei allen gleich. Der Dienstag danach gehört nur dir.
Das ist übrigens der ganze Trick.
Und er wirkt sofort.
Warum der gewöhnliche Tag beim Verlust stärker wirkt
Erstens ist er konkret.
Man sieht ihn sofort vor sich.
Zweitens ist er unverbraucht.
Über Beerdigungen hat jeder schon Texte gehört.
Drittens verlangt er außerdem nichts.
Ein Einkaufswagen bittet niemanden um Mitgefühl.
Und viertens trifft er genau das, was Trauer eigentlich ausmacht.
Nämlich die Wiederholung, nicht das Ereignis.
Woran du merkst, dass du den Verlust zu groß erzählst
Zunächst benutzt du Wörter wie unfassbar, endgültig oder für immer.
Außerdem kommt kein einziger Gegenstand vor.
Und du beschreibst Gefühle statt Handlungen.
Er schrieb daraufhin in vier Notizhefte, die er im Haus fand. Ohne Plan, ohne Publikum, ohne Absicht auf ein Buch.
Genau diese Hefte erschienen 1961 als Über die Trauer – zunächst unter einem Pseudonym, weil er nicht als Verfasser erkannt werden wollte.
Das Buch wirkt bis heute, und zwar nicht trotz, sondern wegen seiner Formlosigkeit. Es liefert keine Antworten. Es beschreibt das Aushalten.
Fünf Gestalten, die ein Verlust annimmt
Verlust ist nämlich nicht ein Thema, sondern mehrere.
Außerdem verlangt jede Gestalt einen anderen Ton.
Die zwei schwierigsten Gestalten
Wie Trauer tatsächlich verläuft
Für einen guten Trauertext musst du außerdem wissen, wie Trauer aussieht.
Und zwar nicht, wie sie im Film aussieht.
Margaret Stroebe und Henk Schut veröffentlichten 1999 in der Zeitschrift Death Studies ein Modell dazu.
Was ihr Modell über Trauer beschreibt
Zunächst unterscheiden sie zwei Sorten von Belastung.
Die eine dreht sich um den Verlust selbst.
Erinnern, vermissen, alte Fotos ansehen.
Die andere dreht sich um alles, was daneben liegt.
Ämter, neue Aufgaben im Haushalt, eine veränderte Rolle im Leben.
Der Kern ihres Modells ist deshalb das Pendeln zwischen beiden.
Warum das Pendeln beim Verlust so wichtig ist
Trauernde wenden sich dem Verlust zu und danach wieder ab.
Und zwar nicht abwechselnd nach Plan, sondern eher unregelmäßig.
Beides gehört dazu.
Auch das Abwenden ist keine Verdrängung, sondern eine Pause.
Stroebe und Schut sprechen ausdrücklich davon, dass Trauer in Dosen kommt.
Was das Pendeln für deinen Text bedeutet
Ein Trauertext, der nur traurig ist, wirkt deshalb unglaubwürdig.
Denn so erlebt es schließlich niemand.
Echte Trauer enthält absurde Momente, Gelächter an falschen Stellen und lange Strecken, in denen einfach nichts ist.
Wenn du eine dieser Strecken einbaust, glaubt der Saal dir den Rest.
Der ehrliche Haken an dem Modell
Zunächst ist es ein Modell und keine Messung.
Stroebe und Schut haben es selbst als Vorschlag formuliert und später Regeln dafür aufgestellt, wie man es überhaupt prüfen könnte.
Außerdem stammt es aus westlichen Zusammenhängen.
Ob das Pendeln überall so aussieht, ist offen.
Für einen Text reicht es trotzdem.
Denn du behauptest nichts, du erzählst nur genauer.
Das Modell, das fast jeder falsch kennt
Jetzt zu dem Modell, das dir beim Schreiben im Weg steht.
Fast jeder kennt nämlich die fünf Phasen der Trauer.
Leugnen, Wut, Verhandeln, Depression, Akzeptanz.
Woher die fünf Phasen der Trauer stammen
Elisabeth Kübler-Ross veröffentlichte sie 1969 in ihrem Buch On Death and Dying.
Grundlage waren Gespräche mit unheilbar kranken Menschen an einer Klinik in Chicago.
Und hier steckt das erste Missverständnis.
Denn sie beschrieb Sterbende, nicht Hinterbliebene.
Erst später wurde das Modell auf jede Form von Verlust übertragen.
Was daran nicht stimmt
Zunächst sind die Phasen empirisch nicht nachgewiesen.
Außerdem gibt es keinen Beleg, dass Trauernde sie der Reihe nach durchlaufen.
Der Gerontologe Robert Kastenbaum hat das früh kritisiert.
Weitere Einwände betreffen die Methode und die Übertragbarkeit auf andere Kulturen.
Kübler-Ross selbst hat später bedauert, die Phasen so geradlinig formuliert zu haben.
| Verbreitete Annahme | Was dagegen spricht | Für deinen Text |
|---|---|---|
| Trauer hat fünf Phasen. | Nicht nachgewiesen. | Keine Stufen bauen. |
| Sie kommen der Reihe nach. | Kein Beleg dafür. | Sprünge sind glaubhafter. |
| Am Ende steht Akzeptanz. | Oft gibt es kein Ende. | Schluss offen lassen. |
| Das Modell gilt für Trauernde. | Es beschrieb Sterbende. | Nicht darauf berufen. |
| Wer anders trauert, macht es falsch. | Genau umgekehrt. | Abweichung ist dein Stoff. |
Die letzte Zeile ist die wichtigste für dich.
Viele Menschen erkennen sich in den fünf Phasen nicht wieder und zweifeln deshalb an sich.
Ein Text, der genau das benennt, trifft mehr Leute im Saal, als du denkst.
Seitdem beantwortet er auf einer eigenen Seite Fragen von Fremden, oft zu Trauer. In einer der ersten Antworten steht ein Satz, der ohne Trost auskommt: Wenn wir lieben, trauern wir. So ist der Handel.
Zehn Jahre nach Arthurs Tod schrieb er, der Schmerz bleibe, verändere sich aber. Trauer werde weniger zur persönlichen Kränkung und mehr zu einer Eigenschaft des Daseins.
Kein Ende, keine Akzeptanz, keine Phase fünf. Nur eine Veränderung der Gestalt. Das ist deutlich näher an dem, was Leute im Saal kennen.
Sechs Fragen vor dem Vorlesen
Damit du eine Prüfung hast, die auch an einem schlechten Tag funktioniert.
Warum ausgerechnet der letzte Satz
Fast jeder Trauertext hat nämlich am Ende einen zusammenfassenden Satz.
Der ist zwar gut gemeint.
Trotzdem macht er den Text kleiner.
Denn er entscheidet, was das Ganze bedeutet hat.
Ohne ihn entscheidet das der Saal.
Und dann bedeutet es für hundert Leute hundert verschiedene Dinge.
Du willst mehr von diesen Ideen?
Hier liegen 280 Beiträge über Bühne, Stimme, Texte und den ganzen schönen Wahnsinn dazwischen. Such dir raus, was heute weh tut.
Präsenz, Körper, Ausstrahlung – alles, was passiert, sobald du oben stehst.
Atem, Pause, Lautstärke, Mikro – dein wichtigstes Werkzeug feinjustiert.
Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.
Metapher, Reim, Pointe, Rhythmus – die Werkzeuge im Detail.
Wenn das Blatt leer bleibt: Stoff, der wirklich zündet.
Wut, Kindheit, Verlust, Körper – die Texte, die etwas kosten.
Für die Tage, an denen nichts geht und alles zittert.
Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.
Was die Bühne mit dir macht – im besten und im härtesten Sinn.
Outfit, Schlaf, Technik, kaltes Publikum: der Abend selbst.
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Wie weit darfst du gehen – und wem gehört die Geschichte?
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Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.
Vier Wege, den Text tragfähig zu machen
Jetzt der praktische Teil: vier Mittel, die zuverlässig funktionieren.
Die Handlung statt des Gefühls beim Verlust
Schreib also nicht, dass du nicht schlafen konntest.
Schreib, dass du um halb vier die Spülmaschine ausgeräumt hast.
Das sagt nämlich dasselbe und behauptet nichts.
Außerdem sieht man es sofort.
Zustände kann man nicht sehen, Handlungen schon.
Die absurde Einzelheit
In jeder Trauer steckt nämlich etwas Lächerliches.
Das Schnittchen auf der Beerdigung.
Der Verwandte, der nach dem Auto fragt.
Die eigene Erleichterung, wenn es vorbei ist.
Wenn du eine solche Stelle einbaust, glaubt der Saal dir alles andere.
Denn genau daran erkennt man jemanden, der wirklich dabei war.
Die zweite Zeitebene
Erzähl außerdem zwei Momente, die weit auseinanderliegen.
Etwa den Tag danach und denselben Ort fünf Jahre später.
Damit bildest du das Pendeln aus Stelle 16 in der Bauform ab.
Und der Text bekommt eine Richtung, ohne dass du eine Deutung hinschreiben musst.
Der offene Schluss beim Trauertext
Hör deshalb mit einem Bild auf, nicht mit einem Gedanken.
Also lieber nicht: Seitdem weiß ich, worauf es ankommt.
Sondern: Die Jacke hängt immer noch da.
Der zweite Schluss lässt den Saal weiterdenken.
Der erste beendet das Denken.
Der Vortrag und der Teil danach
Ein Trauertext verlangt auf der Bühne etwas anderes als ein lustiger.
Wie du einen Trauertext vorliest
Langsamer als du denkst, allerdings nicht getragen.
Denn eine feierliche Stimme sagt dem Saal außerdem, dass er ergriffen sein soll.
Und genau dagegen wehrt er sich.
Deshalb liest du am besten so nüchtern wie eine Wegbeschreibung.
Der Stoff ist ohnehin schwer genug.
Er braucht keine Hilfe von deiner Stimme.
Was du am Anfang sagst
Meistens gar nichts.
Eine Ankündigung wie jetzt wird es ernst erzeugt Druck im Raum.
Wenn dein Text sehr konkret wird, reicht ein sachlicher Halbsatz vorher.
Dazu gibt es einen eigenen Beitrag über Ansagen.
Was nach einem Trauertext auf der Bühne passiert
Nach einem Trauertext kommen Leute auf dich zu und erzählen von ihrem eigenen Verlust.
Das ist zwar ein Vertrauensbeweis.
Trotzdem ist es anstrengend.
Rechne damit und überleg dir vorher, ob du an diesem Abend die Kraft dafür hast.
Und es ist völlig in Ordnung zu sagen, dass du gerade nicht darüber sprechen kannst.
Zehn Fehler bei Trauertexten
Fünf beim Schreiben, fünf auf der Bühne.
Fünf Fehler beim Schreiben
Fehler 1: Am Schluss erklären
Fehler 2: Nur den großen Moment erzählen
Fehler 3: Durchgehend traurig bleiben
Fehler 4: Sich auf Phasen berufen
Fehler 5: Zu früh schreiben und zu früh lesen
Denn über Verlust schreiben heißt nicht, möglichst viel Schmerz sichtbar zu machen.
Fünf Fehler auf der Bühne
Fehler 6: Feierlich lesen
Fehler 7: Den Text ankündigen
Fehler 8: Auf Tränen zielen
Fehler 9: Ihn auf jeden Slam mitnehmen
Fehler 10: Danach sofort weitermachen
Sechs Schritte für deinen Text
Von der Rohfassung bis zur Bühne.
Drei Schritte am Text
Schritt 1 – Den Dienstag suchen
Schritt 2 – Gegenstände markieren
Schritt 3 – Den letzten Satz streichen
Drei Schritte vor der Bühne
Schritt 4 – Nüchtern lesen üben
Schritt 5 – Jemandem vorlesen
Schritt 6 – Den Danach-Plan machen
Die Abnahme
Alles aus diesem Beitrag auf einer Seite.
Der Text, den ich acht Jahre lang nicht lesen konnte
Mein Großvater ist gestorben, als ich Mitte zwanzig war.
Zunächst habe ich zwei Wochen später einen Text darüber geschrieben.
Er war zwar gut gemeint.
Trotzdem war er ziemlich schlecht.
Was daran nicht funktionierte
Zunächst erzählte der Text die Beerdigung.
Also genau das, was alle kennen.
Außerdem erklärte er am Ende, was das Ganze bedeutet hatte.
Außerdem hatte er keinen einzigen Gegenstand.
Nur Gefühle und große Wörter.
Ich habe ihn zweimal gelesen und danach weggelegt.
Was Jahre später daraus wurde
Jahre später fiel mir dann etwas anderes ein.
Mein Großvater hatte im Schuppen eine Kaffeedose mit Schrauben.
Sortiert nach Größe, in kleinen Tütchen.
Nach seinem Tod hat das monatelang niemand angerührt.
Und als wir den Schuppen ausgeräumt haben, hat mein Vater die Dose einfach mitgenommen.
Ohne ein Wort dazu.
„Der erste Text hatte einen Schlusssatz und keine Schrauben. Der zweite hatte Schrauben und keinen Schlusssatz. Nur einer davon hat funktioniert.“Meine Notiz nach dem ersten guten Auftritt damit
Wie ich es heute halte
Inzwischen schreibe ich sofort, wenn etwas passiert ist.
Allerdings in ein Heft und nicht für die Bühne.
Und ich lese nichts vor, was jünger als ein Jahr ist.
Außerdem suche ich in jedem Trauertext nach dem Gegenstand, bevor ich nach dem Gefühl suche.
Denn meistens ist der Gegenstand schon das Gefühl.
Was Zurückhaltung nicht ersetzt
Alle Regeln aus diesem Beitrag verhindern, dass ein Text kippt.
Ob er trägt, entscheiden sie nicht.
Warum Handwerk beim Verlust besonders zählt
Denn bei einem Trauertext ist die Wirkung sehr leicht zu bekommen.
Du musst nur das Thema nennen, und der Saal wird still.
Genau das ist die Falle.
Denn diese Stille gilt dem Thema, nicht dem Text.
Die schwierige Aufgabe ist, dass jemand sich an deinen Text erinnert und nicht nur an dein Thema.
Über 200 Storytricks, Bildsprache, Bühnenpräsenz und Auftritts-Hacks. Also die Mittel, mit denen aus einer Kaffeedose voller Schrauben ein Text wird, den Leute Jahre später noch zitieren.
Den Schlusssatz streichst du in fünf Sekunden. Den Gegenstand zu finden, der ihn ersetzt, ist die eigentliche Arbeit.
Erzähl den Dienstag. Zähl die Gegenstände. Und streich den letzten Satz.
Übrigens erinnere ich mich an keinen Trauertext, bei dem ich hinterher dachte, da hätte ein deutlicherer Schlusssatz geholfen.
Umgekehrt fallen mir viele ein.
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Jetzt Kanal folgenDu willst mehr von diesen Ideen?
Hier liegen 280 Beiträge über Bühne, Stimme, Texte und den ganzen schönen Wahnsinn dazwischen. Such dir raus, was heute weh tut.
Präsenz, Körper, Ausstrahlung – alles, was passiert, sobald du oben stehst.
Atem, Pause, Lautstärke, Mikro – dein wichtigstes Werkzeug feinjustiert.
Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.
Metapher, Reim, Pointe, Rhythmus – die Werkzeuge im Detail.
Wenn das Blatt leer bleibt: Stoff, der wirklich zündet.
Wut, Kindheit, Verlust, Körper – die Texte, die etwas kosten.
Für die Tage, an denen nichts geht und alles zittert.
Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.
Was die Bühne mit dir macht – im besten und im härtesten Sinn.
Outfit, Schlaf, Technik, kaltes Publikum: der Abend selbst.
Anmeldung, Zeitlimit, Jury, Finalrunde – wie der Laden läuft.
Abkürzungen und Methoden, die dir sonst keiner verrät.
Aus Auftritten wird ein Name. Und irgendwann ein Einkommen.
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