Science Slam: Wissen mit Pointe

Science Slam: Wissen mit Pointe
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Science Slam: Wissen mit Pointe

Ein Mensch steht auf einer Bühne und hat zehn Minuten, um vier Jahre Arbeit zu erklären.

Das Publikum ist im Zweifel betrunken, hat mit dem Thema nichts zu tun und stimmt am Ende per Applaus ab.

Das klingt nach einem grausamen Versuchsaufbau, und genau das ist es. Nur läuft der Versuch nicht mit dem Thema, sondern mit dem Vortrag.

Und aus keinem anderen Format kannst du so viel für deine eigenen Texte mitnehmen.

Wer Forschung in zehn Minuten unterhaltsam erklären kann, beherrscht das Handwerk. Punkt.

VERSUCH 01Zeitlimitzehn Minuten
VERSUCH 02Erlaubte Hilfsmittelpraktisch alle
VERSUCH 03Erforderlicher Eigenanteildie eigene Forschung
VERSUCH 04Wer die Wertung machtdas Publikum
VERSUCH 05Was du dir davon abschauen kannsteiniges

Fangen wir mit dem an, was das Format so brauchbar macht.

Ein Science Slam ist nämlich ein Poetry Slam mit einer zusätzlichen Fessel.

Der Inhalt steht nämlich schon fest und darf nicht verändert werden.

Du kannst dir also nicht das Thema aussuchen, das gut funktioniert.

Wer nur den Vortrag ändern darf und nicht den Stoff, lernt in einem Jahr mehr über Vortragen als sonst in fünf.

Deshalb geht es hier nicht nur darum, was ein Science Slam ist.

Es geht darum, was du dir davon holst, auch wenn du nie an einem teilnimmst.

Science Slam auf der Bühne: der Waschbär erklärt vor einer leeren Leinwand
Zehn Minuten, eine Leinwand, ein fachfremdes Publikum. Mehr gibt es nicht.

Die Methode, die nach Richard Feynman benannt ist

Richard Feynman war Physiker und bekam 1965 den Nobelpreis.

Berühmt wurde er auch dafür, wie er erklärte.

Nach ihm ist eine Lerntechnik benannt: Erkläre ein Thema so, dass es jemand ohne Vorwissen versteht.

Wo du ins Stocken gerätst, hast du eine Lücke. Dort liest du nach und erklärst noch einmal.

Für einen Science Slam ist das die ganze Vorbereitung in einem Satz.

Der ehrliche Haken: Feynman selbst hat diese Methode nie so aufgeschrieben. Sie wurde ihm zugeschrieben und erst nach seinem Tod nach ihm benannt.

Der Gedanke funktioniert trotzdem. Er stammt nur nicht wörtlich von ihm.

Was in diesem Beitrag steht

Wie ein Science Slam abläuft, wer mitmachen darf und wie das Format entstanden ist.

Außerdem fünf Kniffe, die dort selbstverständlich sind und in Poetry-Slam-Texten selten vorkommen.

Dazu kommen zwei Untersuchungen: eine darüber, warum Erklären beim Verstehen hilft, und eine darüber, wann Humor tatsächlich etwas bringt.

Außerdem ein Versuchsblatt mit dem Aufbau eines Zehnminüters.

Zum Mitmachen gibt es fünf Kniffe, sieben Proben und zwei deutsche Videos.

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VERSUCH 06

Wie das Format funktioniert

Die Regeln sind übersichtlich und in einem Absatz erklärt.

Die vier Grundregeln beim Science Slam

Zunächst gilt ein Zeitlimit von zehn Minuten.

Außerdem muss es die eigene Forschung sein, nicht irgendein Thema, das man interessant findet.

Drittens ist bei den Hilfsmitteln fast alles erlaubt: Folien, Requisiten, Verkleidungen, Experimente auf offener Bühne.

Und schließlich entscheidet das Publikum, nicht eine Fachjury.

Woher der Science Slam kommt

Der erste Science Slam fand 2006 in Darmstadt statt.

Damit ist das Format deutlich jünger als der Poetry Slam.

Von dort hat er sich über den deutschsprachigen Raum verbreitet und findet inzwischen in Clubs, Theatern und Kneipen statt.

Es gibt eine deutsche Meisterschaft, die auch schon im Fernsehen lief.

Mitmachen darf grundsätzlich, wer einen Hochschulabschluss hat und an einem eigenen Forschungsprojekt gearbeitet hat.

Der Poetry Slam
Du wählst dein Thema.
Der Text darf alles behaupten.
Meistens ohne Hilfsmittel.
Fünf bis sieben Minuten.
Gefühl schlägt Genauigkeit.
Der Science Slam
Das Thema ist gesetzt.
Es muss stimmen.
Folien und Requisiten erlaubt.
Zehn Minuten.
Beides muss stimmen.

Die zweite Zeile ist die härteste Einschränkung überhaupt.

Denn ein Poetry-Slam-Text darf übertreiben, verdichten und erfinden.

Ein Science-Slam-Vortrag darf das nicht, weil hinterher jemand nachlesen kann.

Wer unter dieser Bedingung trotzdem unterhält, kann etwas.

Was ist die eigentliche Schwierigkeit beim Science Slam?
Auflösung
Der feststehende Inhalt. Genau diese Einschränkung macht das Format zur besten Vortragsschule, die es gibt — warum Erklären dabei so viel bewirkt, steht in Versuch 15.
Forschung in zehn Minuten, ohne dass jemand einschläft. Das ist eine höhere Anforderung, als sie die meisten Bühnen stellen.
CLIP 1Science Slam: zehn Minuten für die Wissenschaft
Eine kurze Einführung ins Format, bevor es um die einzelnen Handgriffe geht.
VERSUCH 09

Der Griff: streich alles, was nicht die eine Frage beantwortet

Jetzt der Teil, für den du hergekommen bist.

Es gibt einen Handgriff, den gute Science Slammer beherrschen und den fast niemand sonst anwendet.

Der Griff
Formulier eine einzige Frage, die dein Beitrag beantwortet — und streich alles, was zur Antwort nichts beiträgt.

Nicht: Worum geht es? Sondern: Welche eine Frage beantworte ich, und was davon braucht das Publikum wirklich?

Ein Science Slammer, der vier Jahre Arbeit in zehn Minuten bringen muss, hat gar keine Wahl. Er streicht neunzig Prozent. Du hast die Wahl und streichst deshalb meistens zu wenig.

Das war es.

Eine Frage, alles andere raus.

Die Fessel ist der eigentliche Vorteil des Formats. Wer zehn Minuten hat, streicht. Wer sieben hat, redet weiter.
Wie beim Science Slam streichen: der Waschbär streicht am Schreibtisch fast alles weg
Neunzig Prozent weg, ein Zehntel bleibt. So entsteht ein Zehnminüter.

Warum Streichen im Vortrag so schwer fällt

Vor allem weil jeder Teil für dich einen Grund hat, dort zu stehen.

Du weißt, warum diese Nebenbemerkung wichtig ist.

Und du weißt es zu genau.

Außerdem hast du an manchen Stellen lange gearbeitet und willst das zeigen.

Und schließlich fühlt sich Streichen wie Verlust an, obwohl es das Gegenteil ist.

Wie du die eine Frage deines Vortrags findest

Zunächst erzählst du jemandem in zwei Sätzen, worum es geht.

Achte darauf, was du dabei automatisch weglässt.

Das ist meistens richtig.

Außerdem frag danach, was dein Gegenüber wissen wollte.

Und schließlich schreib die Frage auf und häng sie über den Schreibtisch, während du überarbeitest.

PROBE 01Deine eine Frage
Nimm einen deiner Texte und formulier die eine Frage, die er beantwortet. In einem Satz.
Warum nur ein Griff und nicht zwölf
Weil das Format selbst nur eine einzige Regel hat, die wirklich beißt: das Zeitlimit.

Alles andere folgt daraus. Die Klarheit, das Tempo, der Verzicht auf Nebenschauplätze, sogar der Humor.

Wer sich die Fessel freiwillig anlegt, bekommt den Rest fast geschenkt.
VERSUCH 12

Fünf Kniffe, die du dir klauen kannst

Jetzt wird es konkret.

Fünf Handgriffe, die im Science Slam üblich sind und im Poetry Slam selten.

Bei jedem steht, wie es dort läuft, was du übernimmst und warum es wirkt.

K1Der Gegenstand in der Hand
So geht es dort: ein Alltagsobjekt ersetzt eine Erklärung
Das klaust du
Nimm einen echten Gegenstand mit auf die Bühne, wenn dein Text sich um einen dreht.
Ein Fahrschein, ein Schlüssel, eine Tasse. Das Publikum sieht sofort, worum es geht, und du sparst dir vier Zeilen Beschreibung. Im Poetry Slam ist das fast verpönt, obwohl es hervorragend funktioniert.
K2Der Vergleich mit etwas Bekanntem
So geht es dort: das Unbekannte wird über etwas Vertrautes erklärt
Das klaust du
Erklär deine ungewöhnliche Beobachtung über eine gewöhnliche Sache.
Wer ein Zellorganell als Postverteilzentrum beschreibt, hat gewonnen. Bei dir heißt das: Nicht die Metapher schmücken, sondern die Metapher arbeiten lassen. Ein Bild, das erklärt, schlägt drei, die schmücken.
K3Die Zahl, die man sich merkt
So geht es dort: eine einzige Zahl statt einer Tabelle
Das klaust du
Wenn dein Text eine Zahl enthält, nimm genau eine und mach sie anschaulich.
Nicht dreiundzwanzig Komma vier Prozent, sondern jeder Vierte. Und dann in einen Raum übersetzen: Von den Leuten in diesem Saal wären das die ersten drei Reihen.
Science Slam zerlegt Dinge: die Einzelteile eines Alltagsgegenstands auf einer Werkbank
Auseinandernehmen, hinlegen, erklären. Ein ganzes Format in einem Bild.

Die zwei Kniffe, die am meisten bringen

K4Der ehrliche Haken
So geht es dort: die Grenzen der eigenen Arbeit werden genannt
Das klaust du
Nenn in deinem Text die Stelle, an der deine Behauptung nicht trägt.
Im Science Slam gehört das dazu, weil die Sache sonst nicht stimmt. Bei dir sorgt es für etwas anderes: Ein Text, der seine eigene Schwachstelle kennt, wirkt sofort erwachsener als einer, der behauptet, recht zu haben.
K5Das Ende, das zurückgibt
So geht es dort: am Schluss steht, was die Forschung für alle bedeutet
Das klaust du
Beende deinen Text nicht mit dir, sondern mit dem Publikum.
Ein Science-Slam-Beitrag endet fast nie mit dem Vortragenden. Er endet mit einer Folge für alle im Raum. Das ist der am leichtesten zu klauende Kniff auf dieser Liste und der wirksamste.
Vier Kniffe sind Handwerk. Der fünfte ist eine Haltung: Der Text gehört am Ende dem Publikum und nicht dir.
PROBE 02Deine Kniffe
Nimm einen Text und probier zwei der fünf Kniffe daran aus. Nicht alle, sonst wird es ein Vortrag.
VERSUCH 15

Warum Erklären beim Verstehen hilft

Es gibt einen Grund, warum Forschende nach einem Science Slam sagen, sie hätten ihr eigenes Thema besser verstanden.

Leonid Rozenblit und Frank Keil von der Yale University haben ihn 2002 in Cognitive Science beschrieben.

Der Aufsatz heißt The Misunderstood Limits of Folk Science und führt einen Begriff ein: die Illusion der Erklärtiefe.

Wie die Untersuchung zum Erklären ablief

Die Beteiligten sollten einschätzen, wie gut sie verstehen, wie alltägliche Dinge funktionieren.

Also etwa ein Reißverschluss, eine Toilettenspülung oder ein Kühlschrank.

Danach sollten sie Schritt für Schritt aufschreiben, wie das Ding arbeitet.

Und anschließend ihre eigene Einschätzung noch einmal abgeben.

Was beim Erklären herauskam

Zunächst fiel die Selbsteinschätzung nach dem Aufschreiben deutlich ab.

Die Leute merkten beim Erklären, dass sie es gar nicht erklären konnten.

Bemerkenswert ist die Einschränkung, die die Autoren selbst nennen: Diese Illusion betrifft vor allem erklärendes Wissen.

Bei Tatsachen, bei Abläufen und bei Erzählungen fällt sie deutlich schwächer aus.

Man glaubt zu verstehen, bis man es jemandem erklären muss. Genau das ist der Versuchsaufbau eines Science Slams.
nach Rozenblit und Keil 2002
Vom Stapel zum Science Slam: dicke Bände neben einer einzelnen Karteikarte
Vier Jahre Arbeit, zehn Minuten Vortrag. Der Weg dazwischen ist die eigentliche Leistung.

Was das für deinen Vortrag bedeutet

Zunächst ist Erklären kein Nebenprodukt des Verstehens, sondern ein Werkzeug dafür.

Deshalb lohnt es sich, einen Text jemandem zu erzählen statt ihn zu überarbeiten.

Denn wer einen Gedanken so umbaut, dass ein Fremder ihn versteht, merkt genau an den Stellen, wo es hakt, dass er selbst nicht ganz durchblickt.

Außerdem funktioniert das bei eigenen Texten genauso.

Und schließlich erklärt es, warum das Erzählen eines Textes an eine unbeteiligte Person so viel bringt.

Man hört sich selbst dabei stolpern.

Der ehrliche Haken, und er ist mehrteilig

Es ging um alltägliche technische Geräte und um Studierende einer einzelnen Universität.

Außerdem war die Zahl der Beteiligten pro Einzelversuch klein, auch wenn es insgesamt zwölf Versuche waren.

Drittens zeigt der Befund, dass die Selbsteinschätzung sinkt, und nicht, dass sie vorher objektiv falsch war.

Und schließlich haben die Autoren selbst gezeigt, dass sich die Illusion durch klare Anweisungen verringern lässt.

Sie ist also kein unausweichliches Naturgesetz.

VERSUCH 19

Wann Humor tatsächlich etwas bringt

Jetzt zu der Annahme, auf der das ganze Format zu ruhen scheint.

Nämlich: Wer Wissen lustig verpackt, bleibt besser im Gedächtnis.

Robert Kaplan und Gregory Pascoe haben das 1977 im Journal of Educational Psychology überprüft.

Und das Ergebnis ist erfreulich unbequem.

Wie der Versuch aufgebaut war

Zunächst sahen fünfhundertacht Studierende eine zwanzigminütige Vorlesung.

Es ging um Persönlichkeitstheorie.

Und die Aufnahme gab es in vier Fassungen.

Erstens ganz ernst, zweitens mit Witzen, die den Stoff illustrierten, drittens mit Witzen ohne Bezug zum Stoff und viertens mit beidem.

Geprüft wurde direkt danach und noch einmal sechs Wochen später.

Was dabei herauskam

Was der Humorversuch ergab

Insgesamt schnitten die humorvollen Fassungen nicht besser ab.

Der Humor als solcher verbesserte weder das Verständnis noch das Behalten.

Nach sechs Wochen zeigte sich allerdings ein Unterschied an einer bestimmten Stelle.

Wer die Fassung mit den erklärenden Witzen gesehen hatte, schnitt bei genau den Fragen besser ab, die zu diesen Beispielen gehörten.

Der bezuglose Humor brachte gar nichts.

Nicht der Witz bleibt hängen. Es bleibt hängen, was in den Witz eingebaut war.
Science Slam mit Requisite: der Waschbär hält einen Gegenstand ins Publikum
Der Gegenstand ist die Erklärung. Genau darin liegt der Unterschied.

Was daraus für deine Texte folgt

Zunächst ist ein Witz, der nur ein Witz ist, im besten Fall wirkungslos.

Denn das Publikum lacht und behält davon nichts.

Außerdem erklärt es, warum die stärksten Slam-Zeilen fast immer beides tun.

Sie sind komisch und sie transportieren die Sache.

Und schließlich liefert es einen brauchbaren Prüfstein: Kannst du den Witz streichen, ohne dass Inhalt verlorengeht?

Dann trägt er nichts.

Verbreitete AnnahmeWas die Untersuchung nahelegtWas du machst
Humor hilft beim Behalten.Allgemein nicht.Nicht auf Lacher allein setzen.
Hauptsache, sie lachen.Lachen ist nicht Behalten.Den Witz die Arbeit machen lassen.
Ein Einstiegswitz lockert auf.Ohne Bezug wirkungslos.Auch den Einstieg anbinden.
Mehr Witze, mehr Wirkung.Nur die passenden zählen.Weniger, dafür tragende.
Ernst wirkt seriöser.Kein Nachteil beim Lernen.Ernste Stellen ruhig stehen lassen.

Die letzte Zeile ist die tröstlichste.

Denn wer glaubt, jede Minute müsse einen Lacher enthalten, baut Texte, die nach Bemühung klingen.

Die ernsten Stellen kosten dich nichts.

Sie machen die komischen erst wirksam.

Der ehrliche Haken, und er ist deutlich

Es ging um eine aufgezeichnete Vorlesung im Jahr 1977 und um Studierende.

Das ist etwas anderes als ein Abend in einem vollen Saal.

Außerdem ist es eine einzelne Untersuchung, wenn auch eine große.

Immerhin deuten spätere Überblicksarbeiten in dieselbe Richtung.

Eine Auswertung von über vier Jahrzehnten Forschung kam zu dem Schluss, dass Humor zwar Stimmung und Beziehung verbessert, die Wirkung aufs Lernen selbst aber viel schwächer ist als angenommen.

VERSUCH 23

Der Aufbau eines Zehnminüters

Damit die Kniffe eine Reihenfolge bekommen, hier ein vollständiger Aufbau.

Sechs Teile.

Und sie funktionieren auch für einen Slam-Text.

Versuchsblatt · zehn Minuten
Minute 1
Die Frage
Nicht das Thema, sondern die eine Frage. Am besten so gestellt, dass jemand im Saal sie sich schon einmal gestellt hat.
Minute 2
Warum das jemanden angeht
Der Punkt, an dem klar wird, dass es nicht nur dein Spezialinteresse ist. Ein Satz reicht.
Minuten 3 bis 5
Das Bild
Der Vergleich mit etwas Bekanntem. Einmal aufgebaut und danach durchgehalten, nicht dreimal gewechselt.
Minuten 6 bis 8
Die Sache selbst
Jetzt das Eigentliche, entlang des Bildes. Hier steht die eine Zahl, wenn es eine gibt.
Minute 9
Der ehrliche Haken
Wo die Sache nicht trägt. Kostet zwanzig Sekunden und macht den ganzen Rest glaubwürdig.
Minute 10
Was das für alle bedeutet
Das Ende gehört dem Publikum. Nicht dir, nicht deiner Arbeit, nicht deinem Fach.
Ergänzt wird das Ganze durch eine Regel, die nichts kostet: Wer nach neun Minuten fertig ist, hat gewonnen.

Warum die Reihenfolge im Vortrag so wichtig ist

Die meisten fangen nämlich mit der Sache an und kommen erst spät zur Frage.

Dann sitzt das Publikum drei Minuten lang da und weiß nicht, worauf es hinausläuft.

Genau in diesen drei Minuten entscheiden Leute, ob sie zuhören.

Deshalb steht die Frage vorn und die Sache in der Mitte.

PROBE 03Dein Aufbau
Übertrag einen deiner Texte auf die sechs Teile. Meistens fehlt dabei genau einer.
Dein Link-Kompass

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Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

VERSUCH 27

Wenn du selbst mitmachen willst

Manche Slammer haben tatsächlich einen Abschluss und ein Forschungsprojekt in der Schublade.

Für sie ist der Weg zum Science Slam erstaunlich kurz.

Was du für einen Science Slam brauchst

Zunächst einen Hochschulabschluss, meistens genügt ein Bachelor.

Außerdem ein eigenes Projekt, an dem du selbst gearbeitet hast.

Drittens die Bereitschaft, korrekt zu bleiben, auch wenn eine Übertreibung lustiger wäre.

Und schließlich zehn Minuten Material, was mehr ist, als es klingt.

Was dir dabei zugutekommt

Du kannst bereits vor Publikum stehen.

Und das ist die halbe Miete.

Denn die meisten Science Slammer kommen aus der Forschung und lernen das Bühnenhandwerk erst dort.

Außerdem hast du Übung darin, einen Bogen zu bauen, statt Punkte aufzuzählen.

Und schließlich weißt du, wie sich ein Raum anfühlt, in dem es kippt.

Ein Poetry Slammer mit einem Abschluss hat beim Science Slam einen unfairen Startvorteil. Er weiß bereits, wie eine Bühne funktioniert.
Science Slam braucht Bühnenhandwerk: der Waschbär vor der Leinwand
Die Leinwand ist neu. Alles andere kennst du schon.

Wo du beim Science Slam anfängst

Zunächst besuch einen Abend als Zuschauer, am besten in deiner Stadt.

Außerdem lohnt es sich, einige Beiträge im Netz anzusehen.

Und zwar bewusst schlechte neben guten.

Drittens brauchst du eine Anmeldung.

Und die läuft über die Veranstaltenden der jeweiligen Reihe.

Und schließlich: Der erste Versuch wird zu lang.

Bei allen.

Der Unterschied, der Poetry Slammer am meisten überrascht
Die Folien.

Auf einer Poetry-Slam-Bühne gibt es nichts außer dir. Beim Science Slam läuft hinter dir eine Präsentation, und die kann dir die Aufmerksamkeit stehlen.

Die Faustregel dort lautet: Eine Folie sagt eine Sache, und wenn du redest, steht auf ihr möglichst wenig. Wer beides gleichzeitig anbietet, verliert beides.
PROBE 04Dein Einstieg
Such einen Science Slam in deiner Nähe und trag den Termin ein. Erst zuschauen, dann entscheiden.
CLIP 2Bildungsbürger in zehn Minuten: ein Science-Slam-Beitrag
Ein vollständiger Beitrag zum Ansehen. Achte auf den Aufbau aus Versuch 23, er ist gut zu erkennen.
VERSUCH 31

Was das Format nicht kann

Ein Abschnitt gegen die Begeisterung, weil sonst ein Werbetext daraus wird.

Die Kritik am Science Slam

Zunächst der Vorwurf, das Format belohne Unterhaltung stärker als Inhalt.

Dieser Einwand ist alt und trotzdem berechtigt.

Denn das Publikum kann fachlich nicht beurteilen, was es hört, und stimmt deshalb über den Vortrag ab.

Außerdem bevorzugt es Themen, die sich anschaulich machen lassen.

Ein Beitrag über Käfer an einem toten Reh hat es leichter als einer über Verwaltungsrecht.

Und das hat mit Forschungsqualität nichts zu tun.

Warum das trotzdem in Ordnung ist

Vor allem weil ein Science Slam keine Fachkonferenz sein will.

Er ist ein Abend in einer Kneipe, bei dem Leute etwas mitnehmen, das sie sonst nie gehört hätten.

Für die fachliche Bewertung gibt es andere Verfahren.

Und die sind dafür da.

Problematisch wird es erst, wenn jemand die Publikumswertung mit wissenschaftlicher Güte verwechselt.

Was mich am Format wirklich überzeugt
Nicht die Unterhaltung. Die gibt es woanders auch.

Sondern dass hier Menschen auf eine Bühne gehen, die das nie vorhatten. Jemand, der vier Jahre über Bodenbakterien gearbeitet hat, steht plötzlich vor zweihundert Leuten und muss lernen, wo eine Pause hingehört.

Das ist eine ziemlich große Zumutung, und die meisten machen sie freiwillig. Davor habe ich Respekt.
VERSUCH 34

Zehn Fehler beim Erklären auf der Bühne

Fünf beim Bauen, fünf beim Vortragen.

Sie gelten für beide Formate.

Fünf Fehler beim Bauen

Fehler 1: Mit dem Thema anfangen statt mit der Frage
Der Fehler aus Versuch 23. Wer drei Minuten braucht, um zum Punkt zu kommen, hat das Publikum schon halb verloren.
Fehler 2: Zu wenig streichen
Der Griff aus Versuch 09. Alles, was zur einen Frage nichts beiträgt, kostet dich Zeit und dem Publikum Aufmerksamkeit.
Fehler 3: Das Bild wechseln
Ein Vergleich, einmal aufgebaut, muss durchhalten. Drei Bilder nacheinander sind schlechter als eins.
Fehler 4: Witze ohne Bezug einbauen
Nach Versuch 19 wirkungslos. Ein Witz, den du streichen kannst, ohne dass Inhalt fehlt, trägt nichts.
Fehler 5: Zu viele Zahlen
Eine Zahl bleibt hängen, fünf löschen sich gegenseitig. Und die eine muss anschaulich sein.

Denn ein Science Slam scheitert selten am Thema und fast immer am Aufbau.

Fünf Fehler beim Vortragen

Fehler 6: Gegen die eigene Folie reden
Wenn hinten Text steht, liest das Publikum ihn. Dann hört es dir nicht zu. Eine Folie, eine Sache, wenig Schrift.
Fehler 7: Überziehen
Zehn Minuten sind zehn Minuten. Wer überzieht, verliert Punkte und beim Publikum den Rest.
Fehler 8: Sich für das Thema entschuldigen
Sätze wie „das ist jetzt vielleicht etwas trocken" erledigen den Beitrag, bevor er anfängt.
Fehler 9: Fachbegriffe stehen lassen
Jeder ungeklärte Begriff kostet dir für zehn Sekunden ein paar Leute. Bei fünf Begriffen ist der Saal weg.
Fehler 10: Mit sich selbst enden
Der Kniff aus Versuch 12. Das Ende gehört dem Publikum und nicht deiner Arbeit.
VERSUCH 39

Sechs Schritte für einen Abend

Das reicht, um einen vorhandenen Text mit den Kniffen zu überarbeiten.

Drei Schritte zum Zuschauen

Schritt 1 – Drei Beiträge ansehen
Zwei, die dir gefallen, und einen, der nicht funktioniert. Der dritte lehrt am meisten.
Schritt 2 – Den Aufbau mitschreiben
Nach den sechs Teilen aus Versuch 23. Bei guten Beiträgen erkennst du sie fast immer.
Schritt 3 – Notieren, wann du weggehört hast
Genau an dieser Stelle fehlte die Verbindung zur einen Frage. Bei dir passiert dasselbe.

Drei Schritte an deinem Text

Schritt 4 – Die eine Frage aufschreiben
In einem Satz, über den Schreibtisch gehängt. Der Griff aus Versuch 09.
Schritt 5 – Zwei Kniffe einbauen
Nicht fünf. Meistens sind der ehrliche Haken und das Ende am leichtesten zu übernehmen.
Schritt 6 – Jemandem erzählen
Ohne Text, in zwei Minuten. Nach Versuch 15 merkst du genau dabei, wo du selbst noch nicht durchblickst.

Denn Schritt sechs zeigt dir in zwei Minuten, was drei Überarbeitungen nicht zeigen.

Ein Abend Zuschauen, ein Abend Überarbeiten. Und du hast einen Text, der klarer ist als alle davor.
PROBE 05Dein Abend
Trag ein, wann du zuschaust und welchen Text du überarbeitest.
PROBE 06Deine Erzählprobe
Erzähl deinen Text jemandem in zwei Minuten und schreib auf, wo du gestolpert bist.
PROBE 07Dein nächster Schritt
Zum Schluss die zwei Fragen, die den Unterschied machen.
VERSUCH 44

Die Abnahme

Alles aus diesem Beitrag auf einer Seite.

NACHTRAG

Der Abend, an dem ich zum Publikum gehörte

Ich war zufällig bei einem Science Slam, weil ein Freund mich mitgeschleppt hatte.

Zugegeben bin ich mit einer gewissen Herablassung hingegangen.

Wissenschaftler auf einer Slam-Bühne, das klang nach gut gemeint.

Drei Beiträge später hatte ich mehr über den Aufbau eines Vortrags gelernt als in zwei Jahren auf Poetry-Slam-Bühnen.

Was mich umgeworfen hat

Eine Doktorandin erklärte etwas über Materialermüdung.

Ein Thema, bei dem ich vorher weggehört hätte, sofort und ohne schlechtes Gewissen.

Sie fing mit einer Büroklammer an, die sie so lange hin und her bog, bis sie brach.

Und die ganzen zehn Minuten blieb sie bei dieser Büroklammer.

Wie ein Science Slam erklärt: Einzelteile eines Gegenstands nebeneinander
Ein Gegenstand, zehn Minuten lang durchgehalten. Das war die ganze Kunst.

Was ich mir davon geholt habe

Nicht die Büroklammer.

Denn die gehört ihr.

Sondern die Erkenntnis, dass ich in meinen Texten ständig das Bild wechsle.

Ich baue eine Metapher auf, lasse sie nach vier Zeilen fallen und nehme eine neue, weil die auch schön ist.

Sie hat nichts gewechselt.

Und genau deshalb hat es funktioniert.

„Ich bin hingegangen, um mir etwas anzusehen. Ich bin rausgegangen mit einem Handgriff, den ich seitdem in jedem zweiten Text benutze.“
Meine Notiz danach — und der Grund für Kniff zwei

Wie ich meine Texte heute aufbaue

Inzwischen gilt: ein Bild pro Text.

Und es hält bis zum Schluss durch.

Außerdem schreibe ich die eine Frage auf, bevor ich anfange.

Und wenn ich in der Überarbeitung merke, dass ich eine zweite Metapher einbauen will, streiche ich meistens die erste Hälfte des Textes.

Das tut jedes Mal weh und ist jedes Mal richtig.

WEITERGEHEN

Was Klarheit nicht ersetzt

Die Kniffe aus diesem Beitrag machen deinen Text immerhin klarer.

Ob er berührt, entscheiden sie nicht.

Nach dem Science Slam bleibt die Bühne: der Waschbär vor dem Publikum
Klarheit bringt sie zum Zuhören. Bleiben tun sie wegen etwas anderem.
Ein vollkommen klarer Text, der niemanden angeht, ist immer noch ein Text, der niemanden angeht.

Warum das Format hier an eine Grenze kommt

Ein Science Slam muss nämlich verständlich sein, das ist seine Aufgabe.

Ein Poetry-Slam-Text darf mehr: Er darf offen bleiben, wehtun oder eine Frage stehen lassen.

Deshalb klaust du dir die Klarheit und nicht die Absicht.

Kurz gesagt: Nimm den Aufbau mit und lass die Pflicht zur Auflösung zurück.

Poetry Master
Genau dafür habe ich Poetry Master gebaut.

Über 200 Storytricks, Bildsprache, Bühnenpräsenz und Auftritts-Hacks. Also das, was aus einem verständlichen Text einen macht, an den sich jemand am nächsten Morgen erinnert.

Die Klarheit holst du dir an einem Abend. Was du damit sagst, baust du dein Leben lang.

Eine Frage, ein Bild, ein Haken. Und das Ende gehört dem Publikum.
Forschung in zehn Minuten, ohne dass jemand einschläft. Wer das kann, kann auch deinen Text besser bauen als du.

Übrigens habe ich der Doktorandin von damals nie gesagt, was ich mir mitgenommen habe.

Sie hat den Abend nicht gewonnen, wenn ich mich richtig erinnere.

Das ist ungefähr das Unfairste, was mir an Wertungen einfällt.

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Die zweiunddreißig Bücher

Zweiunddreißig Schläge gegen die Stille. Wähle dein Gift.

Die Bahn als Schreibstudio Nr. 1 Die Bahn als Schreibstudio Schreiben in Bewegung Gefühle in Worte fassen Nr. 2 Gefühle in Worte fassen ohne kitschig zu werden Ich bin nicht nervös, ich bin geladen Nr. 3 Ich bin nicht nervös ich bin geladen 3 Uhr nachts Nr. 4 3 Uhr nachts Gedanken zwischen Stationen 120 Schläge Nr. 5 120 Schläge gegen die Gleichgültigkeit Niemand hält deinen Zug auf - 111 Impulse Nr. 6 Niemand hält deinen Zug auf 111 Impulse · Kein Trost Poetry Master Nr. 7 Poetry Master Stimme trifft Seele Genosse Waschbär - Bahn-Slam-Geschichten Nr. 8 Genosse Waschbär Bahn-Slam-Geschichten 147 Gründe, warum ich dich hasse Nr. 9 147 Gründe warum ich dich hasse Genosse Waschbär Band 10 – Was die Welt mir schuldet Nr. 10 Was die Welt mir schuldet Band 10 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 11 – Der konservative Waschbär Nr. 11 Der konservative Waschbär Band 11 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 12 – Der liberale Waschbär Nr. 12 Der liberale Waschbär Band 12 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 13 – Der grüne Waschbär Nr. 13 Der grüne Waschbär Band 13 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 14 – Der rechtskonservative Waschbär Nr. 14 Der rechtskonservative Waschbär Band 14 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 15 – Der populistische Waschbär Nr. 15 Der populistische Waschbär Band 15 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 16 – Der unpolitische Waschbär Nr. 16 Der unpolitische Waschbär Band 16 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 17 – Der schwule Waschbär Nr. 17 Der schwule Waschbär Band 17 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 18 – Die lesbische Waschbärin Nr. 18 Die lesbische Waschbärin Band 18 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 19 – Der Gen-Z-Waschbär Nr. 19 Der Gen-Z-Waschbär Band 19 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 20 – Der Ossi-Waschbär Nr. 20 Der Ossi-Waschbär Band 20 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 21 – Der Wessi-Waschbär Nr. 21 Der Wessi-Waschbär Band 21 · Bahn-Slam-Geschichten Genosse Waschbär Band 22 – Der liberale Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 22 Der liberale Waschbär Band 22 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 23 – Der grüne Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 23 Der grüne Waschbär Band 23 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 24 – Der konservative Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 24 Der konservative Waschbär Band 24 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 25 – Der sozialdemokratische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 25 Der sozialdemokratische Waschbär Band 25 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 26 – Der linke Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 26 Der linke Waschbär Band 26 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 27 – Der rechtspopulistische Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 27 Der rechtspopulistische Waschbär Band 27 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 28 – Der schwule Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 28 Der schwule Waschbär Band 28 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 29 – Die lesbische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 29 Die lesbische Waschbärin Band 29 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 30 – Der Gen-Z-Waschbär (Wahlprogramm) Nr. 30 Der Gen-Z-Waschbär Band 30 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 31 – Die unpolitische Waschbärin (Wahlprogramm) Nr. 31 Die unpolitische Waschbärin Band 31 · Wahlprogramm Genosse Waschbär Band 32 – Das einzige Buch, das du über die Bahn lesen solltest Nr. 32 Alles über die Bahn Band 32 · Das einzige Buch
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Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.

Nichts dabei? Dann schreib den Text, der dir hier fehlt. Das ist der Punkt.

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Bildsprache und Metaphern
Ein Bild aufbauen und durchhalten.
Texte überarbeiten
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Die offene Liste
Wenn du das erste Mal auf eine Bühne willst.

Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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