Wortneuschöpfungen: Erfinde die Sprache, die dir fehlt
Du hast dich auf dem Bahnsteig schon verabschiedet. Und dann steht der Zug noch acht Minuten.
Ihr winkt nicht mehr.
Ihr steht nur noch da.
Für diesen Zustand gibt es kein Wort.
Und trotzdem kennt ihn jeder.
Eine gute Wortneuschöpfung wirkt nicht erfunden, sondern übersehen.
Man hat das Gefühl, das Wort hätte längst da sein müssen.
Eine schlechte wirkt dagegen wie ein Kunststück.
Das Publikum bewundert dich kurz und hört dann nicht mehr zu.
Dieser Beitrag zeigt dir, wo der Unterschied liegt und wie du ihn zuverlässig triffst.
Denn Wortneuschöpfung ist im Deutschen erstaunlich leicht.
Genau deshalb geht sie so oft daneben.
Zum Mitmachen gibt es sechs Baukästen, drei Wortproben und zwei deutsche Videos.
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Jetzt Kanal folgenWarum die Wortneuschöpfung im Deutschen so leicht ist
Es gibt einen strukturellen Grund, und er ist ein Geschenk.
Komposita ohne Ende
Im Deutschen darfst du zwei Substantive einfach aneinanderschieben, und es entsteht ein neues Wort, das jeder versteht.
Kein Bindestrich nötig, keine Erlaubnis, keine Umformung.
Das können längst nicht alle Sprachen so.
Deshalb ist eine Wortneuschöpfung hier keine Kunstform, sondern Alltag.
Handschuh, Fernweh, Schadenfreude, Ohrwurm.
Und genau das ist die Falle
Weil es so leicht geht, entstehen ständig Wörter, die zwar funktionieren, aber nichts leisten.
Bahnsteigmelancholie zum Beispiel.
Das versteht man, es klingt sogar hübsch, und trotzdem sagt es nichts, was nicht schon in den beiden Teilen steckte.
Außerdem hört man dem Wort sofort an, dass es gebaut wurde.
Und damit ist es eine Vorführung statt einer Beobachtung.
Der Test, ob dein Wort etwas kann
Gibt es das Gemeinte auch ohne dein Wort schon zu sagen?
Wenn ja, hast du kein neues Wort gebaut, sondern ein vorhandenes verpackt.
Kurz gesagt: Ein Neuwort muss eine Lücke schließen, nicht eine Formulierung ersetzen.
Auflösung anzeigen
Der Griff: erst die Lücke zeigen, dann das Wort geben
Jetzt der Teil, für den du hergekommen bist.
Es gibt genau eine Sache, die zuverlässig funktioniert.
Und sie betrifft nicht das Wort, sondern die Reihenfolge.
Wer das Wort zuerst sagt, zwingt das Publikum zum Raten. Das fühlt sich an wie eine Prüfung.
Wer die Lücke zuerst öffnet, erzeugt Zustimmung. Und wenn dann das Wort kommt, ist es keine Erfindung mehr, sondern eine Erleichterung.
Damit wird aus einem Sprachwitz ein gemeinsamer Moment.
Warum die Reihenfolge alles entscheidet
Eine Wortneuschöpfung hat zwei mögliche Wirkungen: Bewunderung oder Wiedererkennen.
Bewunderung richtet sich auf dich.
Wiedererkennen richtet sich auf die Sache.
Und nur das zweite trägt einen Text.
Denn Bewunderung hält ungefähr zwei Sekunden, Wiedererkennen dagegen den Rest des Abends.
Wie lang die Lücke sein darf
Zwei bis vier Sätze reichen.
Länger wird es zäh, kürzer entsteht keine Zustimmung.
Wichtig ist nur, dass in der Beschreibung kein Gefühlswort vorkommt.
Sonst hast du die Sache schon benannt und dein Wort ist überflüssig.
Beschreib also die Handlung, nicht die Stimmung.
Genau wie überall sonst auch.
Dasselbe Wort kann peinlich oder großartig sein, je nachdem, ob die Lücke davor schon offen war. Alles Weitere in diesem Beitrag ist Bauanleitung.
Sechs Bauarten für eine Wortneuschöpfung
So sieht der Griff angewendet aus.
Oben jeweils die Lücke, darunter das Wort und die Bauart, nach der es gemacht ist.
Drei Bauarten aus vorhandenen Teilen
Drei Bauarten, die weiter gehen
Nachverabschiedung, Abdruckzustand, Leerlaufgeräusch: Das sind alles Zustände und Vorgänge. Das Gefühl entsteht beim Zuhören, weil jeder die Situation kennt.
Sobald du dagegen Melancholie, Sehnsucht oder Schwere einbaust, hast du das Gefühl vorweggenommen. Und dann bleibt für dein Publikum nichts mehr zu tun.
Ein ganzes Wörterbuch aus Wortneuschöpfungen
Zwei Briten haben aus dieser Idee ein Buch gemacht, das seit vierzig Jahren funktioniert.
Douglas Adams und der Fernsehproduzent John Lloyd veröffentlichten am 11. November 1983 The Meaning of Liff, ein Wörterbuch von 191 Seiten.
Der Untertitel beschreibt es besser als jede Erklärung: ein Wörterbuch der Dinge, für die es noch keine Wörter gibt.
Der Trick, auf dem alles beruht
Ihre Überlegung war zweiteilig und ziemlich elegant.
Erstens gibt es unzählige alltägliche Gegenstände, Empfindungen und Situationen, die jeder kennt und für die die Sprache keinen genauen Namen hat.
Und zweitens gibt es massenhaft interessante Wörter, die den ganzen Tag nichts tun, außer auf Ortsschildern herumzustehen.
Also haben sie beides zusammengebracht.
Jeder Eintrag ist ein echter Ortsname mit einer erfundenen Bedeutung.
Woher die Idee kam
Aus einem Schulspiel, das Adams als Junge gespielt hatte.
Ausgebaut haben die beiden es 1978 im Urlaub auf Korfu, während Adams eigentlich am ersten Band des Anhalters schreiben sollte.
Die erste Auflage verkaufte sich 333.333 Mal.
1990 folgte ein zweiter Band.
Und es gibt eine deutsche Fassung
Sven Böttcher hat das Buch nicht übersetzt, sondern neu gebaut, mit deutschen, österreichischen und schweizerischen Ortsnamen.
Es heißt Der tiefere Sinn des Labenz und enthält fast tausend Einträge.
Darin steht zum Beispiel ein Wort für das Geräusch, das entsteht, wenn sich ein sonnenverbrannter Oberschenkel von einem Plastikliegestuhl löst.
Kurz gesagt: Genau die Sorte Lücke, um die es in diesem Beitrag geht.
Der ehrliche Haken
Die Idee war nicht ganz neu.
Der Humorist Paul Jennings hatte in den fünfziger Jahren einen Aufsatz mit demselben Prinzip veröffentlicht.
Adams vermutete später, dass sein Lehrer das Schulspiel möglicherweise daher hatte, und schickte Jennings eine Entschuldigung.
Trotzdem bleibt das Buch der beste Beleg dafür, dass eine Wortneuschöpfung dann trägt, wenn die Lücke vorher spürbar war.
Morgenstern erfand Wörter ohne jeden Bedarf
Der Gegenpol ist deutsch und hundert Jahre älter.
Christian Morgenstern arbeitete ab 1895 an den Galgenliedern, die im März 1905 bei Bruno Cassirer in Berlin erschienen, zunächst mit vierzig Gedichten.
Das Motto stammt von Nietzsche und lautet, im echten Manne stecke ein Kind, das spielen wolle.
Was er macht
Morgenstern behandelt Wörter nicht als feste Einheiten, sondern als Material, das man dehnen, zusammensetzen und auseinandernehmen kann.
Das große Lalulā besteht vollständig aus erfundenen Wörtern und ergibt vordergründig keinen Sinn, ist formal aber streng geordnet.
Fisches Nachtgesang treibt es auf die Spitze und besteht nur noch aus Längen- und Kürzezeichen.
Ein wortwörtlich stummer Protest.
Außerdem erfand er Tiere.
Das Nasobēm etwa, von dem es im Gedicht heißt, es stehe weder im Brehm noch im Meyer noch im Brockhaus.
Der Punkt, der für uns zählt
Das Nasobēm hat eine erstaunliche zweite Karriere gemacht.
Es begründete einen wissenschaftlichen Witz, der bis heute ausgebaut wird, samt teilweise illustrierter erfundener Lexikonartikel.
Ein einzelnes erfundenes Wort hat sich also verselbständigt und ein ganzes Sachgebiet hervorgebracht, das es nicht gibt.
Es steht noch nicht im Brehm. Es steht noch nicht im Meyer.Christian Morgenstern · Das Nasobēm, 1905
Und trotzdem der Gegenpol
Morgensterns Wörter füllen keine Lücke.
Sie sind reines Spiel, und das ist ausdrücklich ihr Programm.
Die meisten davon leben nur in ihren Gedichten weiter.
Sie wanderten nie in die Alltagssprache, weil dort niemand auf sie gewartet hatte.
Damit hast du beide Enden des Feldes: Adams baut aus Bedarf, Morgenstern aus Lust.
Auf einer Slam-Bühne funktioniert der Bedarf verlässlicher.
Der ehrliche Haken
Die Literaturkritik hat die Galgenlieder lange übergangen oder unterschätzt, und zwar wegen ihres kindlichen Gestus.
Das war ein Fehlurteil.
Morgensterns Verfahren hat über die Dadaisten und Kurt Schwitters bis zur Konkreten Poesie und zu Ernst Jandl gewirkt.
Außerdem beschreibt Tucholsky die Wirkung treffend: Man lacht sich krumm, bewundert hinterher eine tiefe Lyrik und merkt zum Schluss, dass man einen philosophischen Satz gelernt hat.
Fünf Lückentypen, die immer etwas hergeben
Nicht jede Lücke ist gleich ergiebig.
Denn eine Wortneuschöpfung braucht eine Situation, die viele kennen und trotzdem nie benannt haben.
| Typ | Woran du ihn erkennst | Beispiel für eine Lücke |
|---|---|---|
| Der Übergang | Zwischen zwei Zuständen, wenn keiner mehr gilt. | Die Minuten nach dem Abschied, bevor man wirklich geht. |
| Die kleine Peinlichkeit | Etwas, das alle tun und niemand erwähnt. | Wenn man auf dem Gehweg dreimal in dieselbe Richtung ausweicht. |
| Das Zwischengeräusch | Töne, die es nur in einer bestimmten Lage gibt. | Das Klackern, wenn ein leerer Einkaufswagen über Kopfsteinpflaster fährt. |
| Die verhinderte Handlung | Etwas, das man fast getan hätte. | Der abgebrochene Griff zum Telefon. |
| Die soziale Rolle | Ein Menschentyp, für den es keine Bezeichnung gibt. | Wer bei jedem Gespräch fragt, ob er stört, und dann bleibt. |
Die erste Zeile ist die verlässlichste.
Übergänge sind in der Sprache systematisch unterbelichtet, weil man sie schlecht festhalten kann.
Außerdem hat jeder Mensch davon Dutzende pro Tag, ohne je darüber nachzudenken.
Der Typ, den ich am liebsten mag
Die verhinderte Handlung.
Also alles, was man fast getan hätte.
Denn für Getanes gibt es Wörter und für Unterlassenes auch.
Für das Abgebrochene dazwischen fast nie.
Kurz gesagt: Such nicht nach Gefühlen, sondern nach Bewegungen, die auf halbem Weg aufhören.
Auflösung anzeigen
Wie eine Wortneuschöpfung in die Sprache kommt
Ein kurzer Blick auf die Realität, denn er entlastet.
Denn eine Wortneuschöpfung muss nicht in den Duden, um zu funktionieren.
| Weg | Wie es passiert | Beispiel |
|---|---|---|
| Zusammensetzung | Zwei vorhandene Wörter werden verbunden. | Fernweh, Ohrwurm, Schadenfreude |
| Bedeutungswandel | Ein altes Wort bekommt einen neuen Sinn. | Maus, Fenster, dissen |
| Entlehnung | Ein Wort wird aus einer anderen Sprache übernommen. | Laptop, Selfie |
| Bedarf | Etwas Neues entsteht und braucht sofort einen Namen. | Maskenpflicht, Abstandsregel |
Die erste Zeile ist deine.
Alle anderen passieren, ohne dass jemand sie plant.
Außerdem gilt: Ein Wort ist nur so lange ein Neuwort, wie es als neu empfunden wird.
Laptop stand schon 1991 im Duden und fällt heute niemandem mehr auf.
Was das für dich bedeutet
Dein Wort muss nicht überleben.
Es muss vier Minuten lang funktionieren.
Und dafür braucht es keine Sprachgemeinschaft, sondern nur einen Saal, der die Situation kennt.
Kurz gesagt: Du erfindest kein Vokabular, du benennst einen Moment.
Auflösung anzeigen
Ansehen: der Neologismus erklärt
Zwei deutsche Videos für die Grundlagen.
Denn der Fachbegriff hilft, wenn du das Mittel gezielt einsetzen willst.
Das ist typisch: Der Neologismus wird als Analysebegriff behandelt, den man in fremden Texten findet. Wie man selbst einen macht, der nicht albern wirkt, kommt nirgends vor.
Genau diese Lücke füllt der Griff aus Kapitel zwei. Und ja, das ist selbst eine Lücke, für die es kein Wort gibt.
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Wie viele Wortneuschöpfungen ein Text verträgt
Ein erfundenes Wort zieht Aufmerksamkeit auf die Sprache.
Denn genau in dem Moment denkt das Publikum über Wörter nach statt über deinen Inhalt.
| Menge | Was passiert | Wofür es taugt |
|---|---|---|
| Ein Neuwort | Es wird zum Merkposten und bleibt hängen. | Der Normalfall. Fast immer die richtige Menge. |
| Zwei bis drei | Das zweite verstärkt, das dritte wird zur Masche. | Nur wenn alle drei zum selben Thema gehören. |
| Vier und mehr | Der Text wird zur Vorführung von Sprachwitz. | Kabarett, nicht Slam. |
| Ein durchgehendes System | Eine eigene Sprache mit eigenen Regeln. | Sehr selten. Braucht mindestens acht Minuten. |
Die erste Zeile ist die Empfehlung, und zwar mit Nachdruck.
Denn ein einziges gutes Neuwort in einem Vierminüter wird zitiert.
Vier davon werden vergessen.
Wo es im Text stehen sollte
Nicht am Anfang.
Da kennt dich das Publikum noch nicht und hält es für eine Marotte.
Am besten im letzten Drittel, nachdem der Text seine Ernsthaftigkeit bewiesen hat.
Außerdem funktioniert es sehr gut als Schluss, weil dein Wort dann das Letzte ist, was im Raum steht.
Zehn Fehler bei der Wortneuschöpfung
Fünf Fehler beim Bauen
Fehler 1: Ein Gefühlswort einbauen
Fehler 2: Ein Wort für etwas bauen, das schon eines hat
Fehler 3: Zu lang bauen
Fehler 4: Fremdwörter zusammensetzen
Fehler 5: Nach dem Klang bauen
Fünf Fehler beim Einsetzen
Fehler 6: Das Wort zuerst sagen
Fehler 7: Es erklären
Fehler 8: Es betonen
Fehler 9: Es wiederholen
Fehler 10: Auf den Lacher warten
Auflösung anzeigen
Sechs Übungen für eigene Wörter
Diese sechs kosten dich zusammen kaum eine Stunde.
Außerdem lassen sich die ersten drei überall nebenbei machen.
Drei Übungen zum Finden
Übung 1 – Die Lückenliste
Übung 2 – Der Umschreibungstest
Übung 3 – Fremde Sprachen plündern
Drei Übungen zum Bauen
Übung 4 – Drei Bauarten, ein Wort
Übung 5 – Die Gefühlswortsperre
Übung 6 – Die Vorlesen-Probe
Deine Wortprüfung
Alles aus diesem Beitrag auf einer Seite.
Das Wort, das mir jemand zurückgegeben hat
Ich habe die Nachverabschiedung einmal in einem Text benutzt, ganz am Schluss.
Was danach passiert ist
Es hat niemand gelacht.
Es haben mehrere genickt, und das war deutlich besser.
Und ein halbes Jahr später hat mir jemand nach einem ganz anderen Auftritt erzählt, er habe neulich am Bahnhof gestanden und gedacht, jetzt sei wieder Nachverabschiedung.
Ich hab kurz überlegt, ob das ein richtiges Wort ist. Und dann war es mir egal.Jemand nach einem Auftritt · und das ist das größte Lob
Warum das der Maßstab ist
Ein Wort hat funktioniert, wenn jemand es benutzt, ohne über seine Herkunft nachzudenken.
Denn dann ist es keine Erfindung mehr, sondern ein Werkzeug.
Außerdem hat der Mann es leicht falsch verwendet, nämlich für das Warten allein.
Und auch das gehört dazu: Sobald ein Wort draußen ist, gehört es dir nicht mehr.
Der Teil, den ich lieber weggelassen hätte
Ich habe im selben Text noch zwei weitere Wörter erfunden.
An die erinnert sich niemand, auch ich nicht mehr genau.
Sie waren klanglich sogar besser.
Nur hatte vorher niemand auf sie gewartet, und deshalb sind sie im Saal geblieben.
Was ein Neuwort nicht kann
Eine gute Wortneuschöpfung ist das billigste Erinnerungsstück, das ein Text hergeben kann.
Sie ist trotzdem nur ein einziges Wort.
Warum jetzt erst das Handwerk anfängt
Du brauchst eine Lücke, die es wirklich gibt.
Du brauchst drei Sätze, die sie öffnen, ohne sie zu benennen.
Und du brauchst die Ruhe, das Wort danach beiläufig zu sagen.
Kurz gesagt: Die Wortneuschöpfung liefert den Merkposten.
Den Text musst du drumherum bauen.
Über 200 Storytricks, Bildsprache, Bühnenpräsenz und Auftritts-Hacks. Also alles, was vor dem einen Wort stehen muss, damit es überhaupt landen kann.
Die Lücke findest du selbst. Den Rahmen liefert das Handwerk.
Zeig erst die Lücke. Und sag das Wort dann so, als gäbe es das längst.
Übrigens benutze ich die Nachverabschiedung inzwischen im Alltag.
Meine Familie versteht es ohne Erklärung, und keiner von denen war je bei einem Auftritt.
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Vom ersten Satz bis zur letzten Zeile: Handwerk, das trägt.
Metapher, Reim, Pointe, Rhythmus – die Werkzeuge im Detail.
Wenn das Blatt leer bleibt: Stoff, der wirklich zündet.
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Für die Tage, an denen nichts geht und alles zittert.
Der Kopf entscheidet, bevor das Mikro angeht.
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